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- Troy, hör mal auf zu lügen. - Ich lüge nicht.
Der hatte so eine Riesenwassermelone
und sagte: "Welche Wassermelone, Mr. Rand?"
Ich hätte brüllen können. "Welche Wassermelone, Mr. Rand?"
Und die war nicht zu übersehen.
- Was hat Mr. Rand gesagt? - Er hat nichts gesagt.
Wenn der nicht mal kapierte, eine Melone bei sich zu haben,
war keine vernünftige Antwort zu erwarten.
Wollte der diese große, alte Melone unter der Jacke verstecken.
Hatte Angst, der weiße Mann sieht, wie er sie heimträgt.
Ich bin wie du. Mit solchen hab ich keine Nachsicht.
Und dann wurde er sauer,
weil ein Gewerkschaftler mit Mr. Rand redete?
Zu mir sagte er: "Wegen Troy Maxson werden wir noch gefeuert."
Ich sagte ihm: "Lass mich damit in Ruhe."
Als er ging, nannte er dich einen Unruhestifter.
Was hat Mr. Rand gesagt?
Nichts hat er gesagt. Soll nächsten Freitag
ins Büro des Beauftragten.
Die riefen an, ich solle hin.
Solange deine Beschwerde läuft,
können sie dich nicht feuern.
Das sagte mir einer der Weißen.
Ich habe keine Angst, sie könnten mich feuern.
Wollen die mich vielleicht feuern, weil ich was fragte?
Mehr hab ich nicht getan.
Ich ging zu Mr. Rand und fragte ihn.
Ich fragte ihn: "Warum?
"Warum sitzen Weiße am Steuer und Farbige leeren den Müll?"
Ich fragte: "Was soll das? Bin ich ungeeignet?
Meinen Sie, nur Weiße können einen Wagen fahren?"
"Das ist doch keine Schreibarbeit. Fahren kann jeder.
Wieso fahren nur Weiße und die Farbigen leeren?"
Er meinte: "Geh zur Gewerkschaft." Na, das hab ich getan.
Und jetzt kommen sie mit diesem Haufen Lügen.
Ich sagte Brownie, wenn der Mann kommt und Fragen stellt,
soll er die Wahrheit sagen.
Dir will nur jemand etwas anhängen,
wegen deiner Beschwerde.
So viel Verstand hat Brownie nicht.
Der hat sich nichts dabei gedacht.
Die sollen nur die Stellenbeschreibung ändern,
sodass jeder 'ne Chance zum Fahren kriegt.
Aber um das zu kapieren, fehlt es Brownie an Verstand.
Was meinst du, welche Chancen hat er
bei dem Mädel im Taylors', wo er ständig rumhängt?
- Dieser Alberta? - Wer?
Brownie.
Dieselben wie du und ich, sie sieht uns nicht anders an.
- Mit anderen Worten, keine. - Dieselben Chancen, was?
Na, du kommst wohl doch ein wenig besser weg.
Von mir gar nicht zu reden!
Hör sich einer dich an. Ich kenne dich.
Schenkte sie dir auch nur einen Blick,
würdest du es nach 20 Minuten weitererzählen wollen.
Und der Erste,
bei dem du damit angeben wolltest, wäre ich.
Ich behaupte ja gar nichts.
Aber du hast was für sie übrig.
Ich habe für alle Frauen was übrig.
Soll keiner sagen, Troy Maxson wäre blind für Frauen.
Sie reizt dich mehr als andere.
Hast ihr schon Drinks spendiert.
Ja, einen Drink spendiert. Na und?
Dir ja auch.
Was hat es also schon zu besagen?
- Ich bin bloß höflich. - Bei einem Drink, ja.
Das nennt man Höflichkeit.
Spendiert man aber zwei oder drei,
dann ist das Interesse.
Schau mal. Solange wir uns kennen,
war ich schon jemals hinter einer Frau her?
Ja, zum Teufel! Solange ich dich kenne. Ich weiß doch, wie du früher warst.
Ich meine die Zeit meiner Ehe mit Rose.
In dieser Zeit nicht.
- Das stimmt schon, ja. - Na also. Fall geschlossen.
Ich sah dich schon in der Nähe von Albertas Haus herumgehen.
Nicht bei Taylors', wie man meinen sollte, sondern dort.
Überwachst du mich?
Bei dir tue ich das nicht.
Du bist da schon öfter rumspaziert.
Mich siehst du überall spazieren.
Es hat nichts zu sagen, mich dort zu sehen.
Von wo kommt sie überhaupt?
Eines Tages war sie plötzlich da.
Tallahassee. Ihr sieht man gleich an, dass sie aus Florida ist.
Dort gibt es große, gesunde Frauen.
Wie aus der Erde gewachsen.
Sie hat ein bisschen was Indianisches.
Viele in Florida haben etwas Indianerblut.
Keine Ahnung, wie indianisch sie ist,
aber groß und gesund ist sie auf alle Fälle.
Die Frau trägt große Strümpfe.
Die haben irre große Beine und Hüften wie der Mississippi.
Beine sind nicht wichtig.
Man schiebt sie nur auseinander.
Aber die Hüften
sind das Polster beim Verkehr. - Du redest sinnloses Zeug!
Es ist so. Wie wenn du auf Goodyears fährst!
Was treibt ihr hier draußen?
Was kümmert dich, was wir bereden, Frau?
Das ist ein Männergespräch.
Mir doch egal, was ihr beredet.
Bono, bleibst du zum Abendessen?
Nein, danke, Rose,
Lucille will heute einen Topf Schweinefüße kochen.
Schweinefüße? Verdammt, da geh ich mit.
Bei Schweinefüßen bleib ich vielleicht sogar über Nacht.
Hast du was, das leckerer ist, Rose?
Bei mir gibt es gebratenes Huhn mit Blattkohl.
Geh du mal wieder ins Haus,
lass Bono und mich zu Ende reden.
Das ist ein Männergespräch. Wir sprechen uns später.
Und du weißt, was ich darunter verstehe.
Geh schon mal rein und schmück die Tüte.
Troy, lass das!
Frau, komm her.
Schau her, Bono.
Als ich diese Frau kennenlernte,
war ich gerade rausgekommen.
Ich sah mich hier um, sah mich dort um, ich sah Rose und ritt nicht weiter.
Ich blieb bei ihr und sagte ihr... Jetzt sag ich dir die Wahrheit.
Ich blieb bei ihr und sagte ihr: "Schatz, ich will nicht heiraten.
Ich will einfach nur dein Mann sein."
Rose sagte mir... Sag ihm, was du mir sagtest, Ro.
Ich sagte, wenn er gegen Heirat ist,
soll er abziehen, ich warte auf einen, der dafür ist.
Das hat sie gesagt: "Du bist mir im Weg.
Du verstellst mir die Sicht.
Zieh ab, damit ich einen Gatten finde."
- Ich überlegte zwei, drei Tage lang. - Von wegen.
Am selben Abend warst du wieder da.
Ich kam wieder und sagte: "Ok, Schatz,
aber ich kaufe mir einen Zwerghahn
und lasse ihn im Garten laufen.
Wenn der einen Fremden sieht,
flattert er rum und kräht."
Schau, Bono. Die Vordertür hatte ich mir angesehen.
Sorgen machte mir die Hintertür.
Red nicht so was! Troy, du lügst in einem fort.
Nur hatten wir nach der Hochzeit keinen Hahn und keinen Garten.
Ging mir auch so.
Lucille und ich wohnten in der Logan Street.
Wir hatten zwei Zimmer, das Klo war draußen.
Nichts gegen Plumpsklos.
Aber wenn im Winter der verdammte Wind durchblies,
wurde einem doch anders!
Bis heute frage ich mich, wieso ich es dort sechs lange Jahre aushielt.
Aber ich dachte halt, für mich gibt's nichts Besseres.
Mir schien, nur Weiße hätten WCs und so.
Viele denken,
es gäbe nichts Besseres für sie.
Da gilt es zu lernen. Viele kaufen noch immer bei Bella's.
Bella's ist ok. Sie hat Frischkost.
Von ihrer Frischkost rede ich nicht.
Ich rede von ihren Preisen.
Sie verlangt zehn Cents mehr als A&P.
A&P hat sich mir nie großzügig gezeigt.
Ich kaufe, wo man anständig zu mir ist.
Bei Bella sage ich:
"Ich brauche Brot, ich zahle am Freitag", sie gibt es mir.
Wo läge der Sinn darin,
Geld woanders auszugeben
und die zu übergehen, die mir half?
Das steht nicht in der Bibel.
Wir reden nicht über die Bibel.
Ist es sinnvoll, zu überhöhten Preisen einzukaufen?
Kauf du dort ein, wo du willst,
ich kaufe da ein, wo man gut zu mir ist.
Ich finde es falsch, dass sie zu viel verlangt.
Hört mal, ich muss los,
sonst schlägt Lucille Krach.
Wo willst du hin? Es ist noch Gin da.
Komm her, trink noch aus.
Das werde ich, wenn du die Flasche nochmal loslässt.
Zu A&P sag ich nur, dass ich über Corys Job dort froh bin.
So kann er sich Schulkleidung leisten.
Seit Gabe auszog, müssen wir mit weniger auskommen.
Dank des Jobs
kommt er allmählich allein zurecht.
Ein Footballteam vom College wirbt Cory an.
Ich habe dem Jungen gesagt, wie das im College-Football läuft.
Der weiße Mann lässt nie zu, dass er im Football weiterkommt.
Ich hab's ihm gleich gesagt, als er damit ankam.
Jetzt erzählst du mir, dass er sich noch mehr binden will.
Einer müsste ihn als Automechaniker anwerben
oder für sonst was Einträgliches.
Für ihn ist Football nichts zum Geldverdienen.
Es ist nur etwas, das die Jungs in der Schule tun.
Ein Anwerber redet noch mit dir, der sagt es dir.
Es geht hier nicht ums Geldverdienen.
Es ist eine Ehre, angeworben zu werden.
Damit kommt er nirgendwohin, Bono weiß Bescheid.
Wenn er so sportlich ist wie du, wird es gut für ihn laufen.
Im Baseball haben dir nur zwei das Wasser reichen können.
Und zwar Babe Ruth und Josh Gibson.
Nur diese zwei erzielten mehr Homeruns als du.
Was hat es mir gebracht? Ich kann nicht mal mehr
den Kitt aus den Fenstern fressen.
Seit deiner Baseball-Zeit ist vieles anders.
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