Misery

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نشرت في: 2023-03-11
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أول 200 سطر.

ABER WAS BLIEB SONST NOCH?

ENDE

OHNE TITEL VON PAUL SHELDON

Ich kann's immer noch.

Was ist das?

Eine alte Freundin.

Ich hab in einem Schrank gewühlt und sie gefunden.

Sie ist schön, Paul. Sie hat Charakter.

Ich trug mein erstes Buch darin herum,...

..als ich einen Verleger suchte.

- Damals war ich Schriftsteller. - Das bist du immer noch.

Nicht mehr, seit ich Misery schreibe.

Es ist ein gutes Geschäft und es wird immer besser.

Die Erstauflage von Miserys Kind war über eine Million. Das gab's noch nie.

Marcia, bitte.

Misery bezahlt für das Studium deiner Tochter, für deine Häuser,...

..und die Karten für den Basketball.

Und wie dankst du es ihr? Du bringst sie um!

Sie sollte nicht mein Lebensinhalt werden.

Wenn ich sie jetzt nicht loswerde, schreibe ich für immer über sie.

Ich fahre jetzt nach Colorado und versuche, das neue Buch zu beenden.

Wenn das klappt, bekomme ich vielleicht einen Nachruf, der mir gefällt.

Ich bin Ihr größter Fan.

Machen Sie sich keine Sorgen.

Sie kommen wieder in Ordnung. Ich werd mich gut um Sie kümmern.

Ich bin Ihr allergrößter Fan.

Wo...

Ganz in der Nähe von Silver Creek.

Wie lange?

Sie sind seit zwei Tagen hier. Sie kommen schon wieder in Ordnung.

- Ich heiße Annie Wilkes. - Mein allergrößter Fan.

Ja. Das stimmt. Und ich bin Krankenschwester.

Hier, nehmen Sie die.

Hier.

- Was ist es? - Es heißt Novril. Gegen die Schmerzen.

Danke.

Warum bin ich nicht im Krankenhaus?

Der Sturm war zu stark. Es war zu riskant, Sie hinzubringen.

Ich wollte anrufen. Die Leitungen sind tot.

Ich... Argh...

Sie dürfen sich nicht anstrengen. Sie brauchen Ruhe.

Sie wären fast umgekommen.

Mund weit aufmachen.

Sie könnten vor Schmerz schreien, wenn Sie sich bewegen, nicht wahr?

Der Schmerz geht vorüber, Paul, das verspreche ich.

- Werde ich wieder laufen können? - Aber natürlich.

Und auch Ihr Arm wird wieder in Ordnung.

Ihre Schulter war übel ausgerenkt.

Es war nicht einfach, aber ich hab sie wieder eingerenkt.

Ich hab Ihre Beine ganz toll verarztet.

Mit dem, was ich im Haus hatte, hätte ein Arzt es auch nicht besser gemacht.

Es ist nicht so schlimm, wie es aussieht.

Sie haben in beiden Beinen Schienbeinbrüche.

Und im rechten Bein ist auch das Wadenbein gebrochen.

Die Knochen sind lose, deshalb müssen die Beine still liegen.

Sobald die Straßen geräumt sind, fahre ich Sie zum Krankenhaus.

Bis dahin müssen Sie sich gut erholen,...

..und es ist mir eine Ehre, dass Sie das in meinem Haus tun.

Hier ist Marcia Sindell, ich rufe aus New York an.

Kann ich den Polizeichef oder den Sheriff sprechen?

- Welchen von beiden? - Wer gerade Zeit hat.

Ich bin sicher, beide haben Zeit, Miss Sindell, denn ich bin beides.

Ich bin auch Präsident des Versicherungsvereins für Polizisten,...

..Vorsitzender der Polizeipensionskasse,...

..und wenn Sie einen Angelführer brauchen, sind Sie bei mir richtig.

Nennen Sie mich Buster, wie alle.

Was kann ich für Sie tun?

Ich bin Literaturagentin... Ich komm mir dumm vor anzurufen,...

..aber ich glaube, mein Klient Paul Sheldon hat irgendwelche Probleme.

- Meinen Sie Paul Sheldon, den Autor? - M-hm.

- Er ist also Ihr Klient? - Ja.

Die Misery-Bücher sind ja ungeheuer beliebt.

Ja.

Er kommt seit Jahren zur Silver Creek Lodge, um seine Bücher zu beenden.

So viel ich weiß, ist er seit sechs Wochen da.

Er ist nicht mehr da. Ich hab dort gerade angerufen.

Er ist letzten Dienstag weggefahren. Ist das nicht ein wenig seltsam?

Ich weiß nicht. Ruft er Sie immer an, bevor er aus einem Hotel auszieht?

Nein, natürlich nicht. Aber seine Tochter hat eine Weile nichts von ihm gehört...

..und wenn er ein neues Buch rausbringt, meldet er sich sonst regelmäßig.

Als ich dann nichts von ihm hörte,...

Sie meinen, er ist verschollen?

Ich hätte nicht anrufen sollen. Sagen Sie ruhig, dass ich albern bin.

Vielleicht ein bisschen zu fürsorglich... Ich sag Ihnen, was ich mache.

Uns wurde nichts berichtet, aber ich geb seinen Namen in unser System ein.

Wenn ich was höre, ruf ich Sie sofort an.

Nett von Ihnen. Vielen Dank.

Goodbye, Miss Sindell.

Jemand hat angerufen? Was für ein stressiger Morgen!

Ja. Arbeit, nichts als Arbeit.

Virginia, wann genau war der Schneesturm?

Letzten Dienstag. Warum?

Nur so.

Das war wohl ein reines Wunder, dass Sie mich gefunden haben.

Nein, ein Wunder war das bestimmt nicht.

- Ich bin Ihnen praktisch gefolgt. - Sie sind mir gefolgt?

Es war kein Geheimnis, dass Sie in Silver Creek sind,...

..und schließlich bin ich Ihr allergrößter Fan.

Manchmal habe ich abends draußen im Auto gesessen...

..und zu dem Licht in Ihrer Hütte hinaufgeschaut.

Ich stellte mir vor, was wohl im Zimmer des weltbesten Autoren vor sich geht.

- Wie? Sagen Sie das noch mal. - Bewegen Sie sich nicht.

Ich will Ihnen nicht wehtun.

Und an jenem Nachmittag, als ich nach Hause fuhr,...

..kamen Sie gerade aus der Hütte.

Warum fährt ein genialer Autor bei einem aufkommenden Schneesturm Auto?

Ich wusste nicht, dass ein Sturm bevorstand.

Sie hatten Glück, dass ich es wusste. Aber es war auch ein Glück für mich,...

..denn Sie haben überlebt und können weitere Bücher schreiben.

Oh, Paul, ich hab alles von Ihnen gelesen.

Ich kenne alle Misery-Romane auswendig.

Alle acht. Ich liebe sie ungemein.

- Sie sind sehr nett. - Und Sie sind sehr brillant.

Wie ein Babypopo. Fertig.

Danke.

Wann gehen wohl die Telefone wieder?

Ich muss meiner Tochter und meiner Agentin Bescheid sagen.

Es wird nicht mehr lange dauern.

Sobald die Straßen frei sind, werden die Leitungen repariert.

Geben Sie mir die Nummern, ich versuche es immer mal wieder.

Danke.

Darf ich Sie um etwas bitten?

Ich habe bemerkt, dass Sie in Ihrer Tasche ein neues Buch von sich haben.

Dürfte ich vielleicht...

- Wollen Sie es lesen? - Wenn Sie nichts dagegen haben.

Normalerweise habe ich strikte Regeln, wer meine Sachen am Anfang lesen darf.

Nur mein Lektor, meine Agentin...

..und jeder, der mich vor dem Erfrieren rettet.

Sie wissen nicht, was für eine Freude Sie mir damit bereiten.

Mann, nach Ihren Schmerzattacken kann man die Uhr stellen.

Ich hol das Novril. Entschuldigung. Ich plappere hier vor mich hin und Sie leiden.

Wie heißt Ihr neues Buch?

Ich hab noch keinen Titel.

Worum geht's darin?

Ich weiß nicht.

Es hört sich verrückt an, aber ich hab so lange nur Misery-Bücher geschrieben...

Warum lesen Sie es nicht? Dann können Sie mir sagen, worum es geht.

Vielleicht fällt Ihnen ja ein Titel ein.

Als wenn ich so was könnte!

An Mr. Sheldons Abschied war nichts ungewöhnlich, Buster.

- Das sieht man schon am Champagner. - Mag sein, Libby.

Er bestellt immer eine Flasche Dom Pérignon, wenn er fertig ist.

Dann bezahlt er und ist schon weg.

Hat er Ferngespräche geführt oder Pakete bekommen?

Irgendwas Ungewöhnliches?

Ich glaube, Mr. Sheldon mag nichts Ungewöhnliches.

Wenn man bedenkt, wie berühmt er ist, er hat überhaupt keine Allüren.

Er kommt immer mit dem gleichen Auto aus New York, einem 65er Mustang.

Er sagt, es hilft ihm nachzudenken.

Es ist immer ein angenehmer Gast. Macht keinen Krach und stört niemanden.

- Hoffentlich ist ihm nichts passiert. - Hoffentlich.

Ich wette, er kommt gerade mit dem alten Mustang in New York an.

Du hast bestimmt Recht. Danke, Libby.

Keine Ursache.

Ich weiß, ich hab erst 40 Seiten gelesen, aber...

Aber was?

- Nichts. - Doch, doch... Warum aber?

Es ist lächerlich. Wer bin ich schon, dass ich jemanden wie Sie kritisiere?

Es ist schon OK, ich kann's verkraften.

Also, es ist brillant geschrieben... Aber Sie schreiben ja immer brillant.

Bisher eine recht bissige Kritik!

Das Fluchen, Paul.

So, ich hab's gesagt.

Die, äh... derbe Sprache stört Sie?

Sie ist einfach nicht standesgemäß.

Aber hier geht es um Slumkinder. Ich war auch ein Slumkind. Die reden so.

Ganz und gar nicht! Was würde ich Ihrer Meinung nach im Futterladen verlangen?

"Einen Sack verdammtes Schweinefutter und 5kg Scheißrindermais!"

Und würde ich in der Bank sagen: "Hier ist ein verflucht dicker Scheck,...

..geben Sie mir schon das blöde Geld!"

Da! Sehen Sie, wozu Sie mich gebracht haben!

Oh, Paul, es tut mir Leid.

Es tut mir so Leid.

Oh...

Manchmal reg ich mich so auf. Können Sie mir jemals verzeihen?

Schon gut.

Ich liebe Sie, Paul.

Ihren Geist und Ihre Kreativität. Das hab ich damit nur gemeint.

AUF DEN NÄCHSTEN 21KM

Das ist ja ein Heidenspaß.

Virginia, in diesem Auto bist du nicht meine Frau, sondern der Hilfssheriff.

Der Hilfssheriff wäre aber lieber mit dem Sheriff zu Hause im Bett.

- Stopp. Stopp! - Was ist denn?

- Siehst du den angebrochenen Ast? - Könnte am Gewicht des Schnees liegen.

Ja. Könnte verfault sein, könnte der Wind gewesen sein, könnte alles Mögliche sein.

Oh...

Verdammt!

Brauchst du Hilfe?

Nein, habe selten so viel Spaß gehabt!

- Glaubst du wirklich, er ist da draußen? - Ich hoffe nicht. Wenn er das ist, ist er tot.

Gehen wir zur Zeitungsredaktion.

Oh, hoffentlich hab ich Sie nicht geweckt.

Nein, schon gut.

Sehen Sie. Sie hatten es im Laden, Paul. Da war ein ganzer Stapel.

Als ich es sah, hab ich sofort das Geld hingelegt. Es war das erste Exemplar.

- Dann sind die Straßen also frei. - Bisher nur die in die Stadt.

Ich hab das Krankenhaus angerufen und mit einem Arzt gesprochen...

..und ihm gesagt, dass Sie hier sind und was passiert ist.

Er meinte, solange keine Entzündung vorliegt, besteht keine Gefahr.

Sobald die Straße geräumt ist, schicken sie einen Krankenwagen.

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