Memories of a Teenager

Memories of a Teenager (Yo, adolescente)

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أول 199 سطر.

Die Jungs hatten Recht mit der Band.

- Was für Spaßverderber. - Wieso?

30. DEZEMBER 2004

Wegen den paar Funken das Konzert abzubrechen!

Ist das ein Scherz?

- Bis du was ins Auge kriegst. - Heul nicht rum, Alter!

Hallo, Moni.

Ja, er steht neben mir.

Ich gebe es ihm.

Deine Mutter.

Hallo, Mama?

Was, wieso sollte ich tot sein?

Jetzt hör doch auf zu weinen.

Ich komme ja schon.

Was ist los?

Sie dreht durch.

Gehen wir?

Ich will noch die nächste Band sehen.

- Okay, bis dann. - Pass auf dich auf.

Ja.

- Hallo, Mama. - Nico! Gott sei Dank.

- Was ist denn? - In einem Club hat es gebrannt.

Es gibt viele Tote.

Bist du auf dem Heimweg?

Gómez, Hernán. Gómez, Emanuel. Gómez, Martín.

González, Leandro. González, Marcelo.

González, Laura.

Die Situation vor dem Lokal...

Nico!

- Ein Glück! - Schon gut, Mama.

Vor 2 Stunden habt ihr telefoniert. Wo warst du so lange?

Reg dich ab. Mir geht es gut.

Sie dachte, du wärst auch dort gewesen.

Wie kann man so rücksichtslos sein!

Vielleicht kannte ich jemanden da drin, und du motzt mich an?

Wer ist hier rücksichtslos?

Viele Eltern sind in Tränen ausgebrochen. Diese Schweine!

5. FEBRUAR 2005

TEENAGER

DER MENSCH SOLL SEIN, WAS DAS KIND ZU SEIN VERSPRACH

IN DIE ENGE GETRIEBEN

TEENAGER

TEENAGER

GEGEN INNERE LEERE HELFEN MIR SCHREIBEN UND ZEICHNEN

Hallo.

IM NOTFALL DIESES BLATT BENUTZEN

Wie geht's?

Hallo.

Hi.

Cooles T-Shirt.

Danke.

"Sturm-und-Drang-Zeit" kommt nicht von "drangsalieren".

Ach nein?

Nein.

Und woher kommt "Präsident"? Von "präsidieren", oder nicht?

Kann sein.

Vielleicht hast du recht.

Vor zwei Jahren traf ich Pol.

- Die sind gut. Sind die von dir? - Danke.

Er war damals so alt wie ich heute, wirkte aber wesentlich älter.

- Pol. - Zabo.

Pol gab mir seine Mailadresse.

Wir hörten Musik und gingen auf Konzerte.

Wir wurden enge Freunde und erzählten uns alles.

Na ja, fast alles.

Nicht dein Ernst, Mann!

"VORTÄUSCHEN IST DAS SCHLIMMSTE"

- Gefällt es dir? - Ich liebe es! Danke.

Du bist der Beste. Danke.

Sieh sie dir an.

Unglaublich!

Pol brachte sich am 31. Dezember um.

Ich erfuhr es erst eine Woche später.

Durch die Sache im Cromañón bekam ich es nicht mit.

Teenager. Was ist ein Teenager?

Zu Hause, im Fernsehen, in der Schule reden die Erwachsenen über uns,

als wären wir so was wie blutsaugende Monster,

die nichts wert sind, nichts und niemanden respektieren,

immerzu ans Ficken denken und sich mit allem Möglichen zudröhnen.

Anders gesagt: Teenager sind etwas Schlechtes.

Teenager sind so was wie Punks.

Wir haben diesen starken Drang in uns und denken nicht an morgen.

Nicht an eine Zukunft mit Haus, Familie, Hund, Auto und so weiter.

Bei so einer Zukunft würde ich mich lieber umbringen.

Gestern bin ich 16 geworden, und schon geht es mit mir bergab.

Jeden Tag entferne ich mich von meinem Traumalter.

Ich will alles festhalten, was ich denke, fühle und beobachte.

Ich schreibe, damit alle, die das durchmachen,

wissen, dass sie nicht allein sind.

Obwohl ich selbst gern das Gefühl hätte, nicht allein zu sein.

Irgendwo muss es jemanden geben, der dasselbe durchmacht.

TAGEBUCH EINES TEENAGERS

Laut meinem Ausweis bin ich Nicolás Martín Zamorano,

aber du kannst Zabo zu mir sagen.

So heiße ich seit einer blöden Sache in der Grundschule.

Frühstück!

Vielleicht erzähle ich sie später.

Bin spät dran.

Nicolás Martín Zamorano, setz dich und iss dein Frühstück.

Hör auf deine Mutter.

Nicolás!

Ich wohne in Parque Chacabuco,

oder, wie ich es nenne, "Parque Chacabuco City Rockers".

Er grenzt an zwei lebendige Stadtteile, ist aber ruhig.

Und ein bisschen trist.

Früher spielten die Kinder hier auf der Straße Fußball,

so wie mein Vater in seiner Kindheit.

Ich bin gerade in die zehnte Klasse gekommen.

Ich bin auf einer Industrie- und Handelsschule gelandet.

Ein absoluter Albtraum.

Freunde zu finden, fällt mir schwer,

da mein Äußeres, das ich "rustikal" nennen würde,

andere Leute abschreckt.

Sie glauben, ich beiße, dabei belle ich nur.

Ich belle laut, und ich belle viel.

Aber ich belle nur.

Eine Clique habe ich trotzdem.

Sie besteht aus Lucho, der wenig redet,

Camila, die ruhig wirkt, aber im Club ein verlässlicher Rammbock ist,

Checho, Hobbypsychologe und Dealer,

und meinem besten Freund, Tomás.

Wäre er nicht Sitzenbleiber und zwei Jahre älter,

würde ich glauben, wir sind Zwillinge.

In der Schule wird viel getratscht.

Früher war es krass, dass jemand, den wir kannten, eine Abtreibung hatte.

So nah dran, oder?

Jetzt ist alles noch krasser.

Abel konnte entkommen.

Zum Glück war Lucho verreist, sonst wäre er auch da gewesen.

Habt ihr das von Johanas Freunden gehört?

Ja.

Und du? Wie geht's dir?

Gut.

Wieso sollte es mir schlecht gehen?

Weil dein Kumpel sich umgebracht hat?.

So dicke Kumpel waren wir offenbar nicht.

Sie sollten mir sagen, welche Antwort sie beruhigt.

Darum geht's ja: Dass sie im Nachhinein ein ruhiges Gewissen haben.

Im Gegensatz zu mir, der nicht mal gemerkt hat, dass Pol abgetaucht ist.

Aber immerhin läuft es in der Liebe gut.

Das Mädchen, dem ich Lieder und meine Wichsfantasien widme,

heißt María und ist meine beste Freundin.

Ja, so einer bin ich.

Ihre Augen...

Wenn sie was erzählt und dir in die Augen schaut,

kannst du nicht anders, als ihr zuzuhören.

Sie ist selbstbewusst, ehrlich und aufgeschlossen.

Und das Wichtigste:

Wir mögen dieselbe Musik.

"Dulce de Leche" für die Dame.

Danke. Und Zitrone.

Zitrone und Erdbeere, wie immer.

Du meinst deins.

Ja. Weil ich immer noch derselbe bin.

Ich auch.

Ehrlich gesagt, ich will dich nicht nerven,

aber ich versteh nicht, wieso du immer dieselbe Sorte nimmst.

- Wieso stört dich das? - Das müsste umsonst sein.

- Wieso? - Weil's eklig ist.

Halt die Klappe.

Du nervst.

Erdbeere und Zitrone sind echt öde, aber ich sage nichts dazu, Zabo.

Für María tue ich alles. Sogar auf Bäume klettern...

- Soll ich? - ... trotz Höhenangst.

Wenn du dich traust.

Klar traue ich mich.

Ich finde es nur sinnlos.

- Aber das war der Plan. - Ja.

Eben.

- Dann klettere ich jetzt da hoch. - Ja.

- Darf ich mal? - Ja.

- Du kletterst nicht viel, oder? - Ich geh da hoch.

Okay.

Dass du mich echt zu so was zwingst!

Los, jetzt schrei mal.

- Ich falle. - Alles gut.

Wie komme ich hier runter?

Komm.

- Soll ich springen? - Ja. Aber nicht auf mich.

Aber María hat einen Freund.

Es ist Schluss.

Glückwunsch.

Du hast dich rargemacht, nur weil ich einen Freund habe, du Blödmann.

Nein, du hast dich rargemacht,

weil dein Freund nicht wollte, dass du mich triffst.

Ich hab Schluss gemacht. Willst du meckern oder für mich da sein?

Ein bisschen von beidem.

Geht's dir gut?

Ja.

Nein.

Ja oder nein?

Ein bisschen von beidem. Keine Ahnung.

Solche Sachen merkt man erst später.

So wie das mit dir.

- Das mit mir? - Ja.

Als wir uns weniger sahen,...

hab ich nicht gleich gemerkt, dass ich dich vermisse.

Im Moment vermisse ich das Arschloch nicht.

Mal sehen, für wie lange.

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