Prvních 199 řádků.
Doktor.
Ohne ausreichende Nahrung überstehen sie die Krankheit nicht.
Sind die Rationen nicht gekommen? - Nein. Ich spreche mit dem Rat.
Geben Sie nur denen zu essen, die eine Überlebenschance haben.
Herr Doktor. Ihre Frau. Ich hab sie gesehen. - Meine Frau?
Sie ist eben mit dem Transport gekommen. Ich habe sie sofort erkannt. - Berta?
Frau Berta Weiss, kennen Sie sie?
Frau Berta Weiss, kennen Sie sie? Berta Weiss?
Berta?
Berta! Oh!
Meine Liebste, ich habe dich ja so vermisst.
Wie geht's denn den Kindern? Halt mich nur fest.
Komm, gehen wir erst mal hier weg.
Ich muss mich noch registrieren lassen.
Meine pflichtbewusste Frau.
Lass nur. Ob im Ghetto oder anderswo, Bürokratie ist albern.
Stell dir vor, wir haben sogar ein Café. Es ist nicht gerade das Kranzler,
aber Juden brauchen einen Platz zum Reden.
Kaffee gibt es zwar schon lang nicht mehr, aber wir können dort Händchen halten.
Wie zu deiner Studentenzeit.
Bitte, etwas für mein Baby.
Bitte.
Jetzt stellen wir uns vor, wir wären Unter den Linden.
Josef. Du darfst nichts vor mir verheimlichen.
Ich werde dir auch nichts verschweigen. Das hat Zeit. Wir kommen zurecht.
Als Arzt habe ich Arbeit. Wir sind eine Gemeinschaft.
Du brauchst mir nichts vorzumachen. Ich habe die Bettler gesehen.
Und ich weiß von Erschießungen. Es heißt, Göring will das stoppen.
Wozu noch etwas beschönigen?
Ich habe zu viel gesehen. Das haben wir wohl alle.
Erzähl mir von den Kindern. Anna?
Josef... Anna ist tot.
Anna?
Anna?
Anna? Ja... wie? Pneumonie.
Sie hat nicht viel gelitten. Aber wie denn? Wo?
In der Wohnung. Sie erkrankte plötzlich. Wir bekamen keine Medizin für sie.
Sie ist im Schlaf gestorben.
Weine nur, wenn es dir hilft. Aber sie ist tot.
Vielleicht ist es besser so. Besser?
Das Leben ist immer besser als der Tod. Da bin ich mir nicht mehr so sicher.
Was... was machen die Jungen? Rudi ist nicht mehr in Deutschland.
Er hat mir geschrieben, aus Prag. Wir sollen uns keine Sorgen machen.
Du kennst Rudi. Der Unverwüstliche.
Er ist ein Kämpfer. Ich hätte mich mehr um ihn kümmern sollen.
Und Karl? Karl ist noch in Buchenwald.
Inga konnte erfahren, dass es ihm ganz gut geht.
Den Umständen entsprechend.
Josef. Es ist nicht richtig, dass wir unser Geschick beweinen.
Schon gut.
Ich werde...
mit ihnen sprechen. Du könntest vielleicht in der Schule unterrichten.
Meinst du? Natürlich.
Warte nur, bis du die Kinder siehst. Fast nichts im Magen,
aber sie geben Konzerte, spielen Theater... - Oh, Josef!
Ich habe dich nie mehr geliebt als jetzt. Ich dich auch nicht.
Oh Gott. Ich sehe dich an und sehe Anna.
Wir dürfen nicht weinen. Komm.
Du zeigst mir jetzt unser elegantes Quartier.
Halt.
Unterscharführer Müller, hier ist Wache Osttor.
Eine Frau möchte Sie sprechen. Eine Frau Weiss.
Jawohl, Unterscharführer.
Wache? Tor auf.
Tag, Herr Müller. Ich habe Ihren Brief erhalten.
Wie geht's denn so? Sie wissen, warum ich hergekommen bin.
Beziehen Sie Posten.
Gehen wir in den Besucherraum. Ich will meinen Mann sehen!
Das besprechen wir drinnen. Sie schrieben, das sei zu arrangieren.
Die Vorschriften sind jetzt strenger. Ich bin erst vor 2 Monaten angekommen.
Ich wollte alten Freunden einen Gefallen tun.
Ich will meinen Mann sehen. Hast du Angst vor mir?
Nein. Ich habe keine Angst vor Ihnen.
Das ist kein Besucherraum. Das ist Ihr Zimmer! - Bitte.
Setz dich.
Zigarette? Cognac?
Kaffee? Echter Bohnenkaffee, kein Muckefuck.
Nur das Beste für die Männer im Einsatz. Ich möchte Karl sehen.
Die Helmsche Dickköpfigkeit.
Wie geht es ihm? Ist er noch in der Schneiderei?
Soviel ich weiß, nein. Er hat sich mit einem geprügelt.
Sie haben ihn an den Pfahl gehängt.
Er ist jetzt im Steinbruch. Harte Arbeit. Picke und Schaufel.
Sie haben mich belogen. Ich kann ihn gar nicht mehr sehen.
Er musste sich zu Tode schuften. Man hört ja, was hier vor sich geht.
Das ist alles Unsinn. Die Leute arbeiten und kriegen zu essen.
Nicht weinen.
Nicht weinen.
Ich werd das schon machen.
Können Sie ihm einen Brief bringen? Warum nicht?
Und wenn er mir einen schreibt, ihn nach Berlin schicken? - Das geht.
Wir sind keine Unmenschen. Wir haben unsere Pflicht zu erfüllen.
Das hier ist mehr als Pflichterfüllung. Für mich ist es nur das.
Du kennst mich schon viele Jahre. Ich war auf deiner Hochzeit.
Ich war jahrelang arbeitslos. Ich hatte keinen Vater,
der mich auf die Kunstakademie schickte. Ich musste Schlosser lernen.
Verachtest du mich deshalb? Das ist doch alles Unsinn.
Es spielt auch keine Rolle.
Versprechen Sie: Er bekommt meine Briefe und Sie leiten mir seine weiter. - Ja.
Danke. Dann gehe ich jetzt.
Karl sieht gar nicht gut aus. Die schwere Arbeit macht ihn fertig.
Was wollen Sie damit sagen?
Ich riskier zwar Kopf und Kragen, aber ich hab Einfluss beim Kommandanten.
Was können Sie tun?
Ich kann ihn in die Künstlerwerkstätte überstellen lassen.
Oh, bitte. Bitte tun Sie das. Ich wäre Ihnen unendlich dankbar dafür.
Na schön.
Du musst die Briefe selbst herbringen. Post rein und raus, das ist so eine Sache.
Noch eine Woche Steine klopfen, sagen wir, das hielte selbst ich nicht durch.
Papiere. Wir haben keine.
Wir wollen nach Jugoslawien. Wir wollen nur durch Ungarn durch.
Vorwärts. Mitkommen. Wir haben Geld.
Ich sagte: Mitkommen!
Nicht! Nicht!
Renn weg. Sie werden uns erschießen! Ich kann nicht.
Ich kann nicht.
Rudi? Ich kann nicht mehr.
Wir müssen weiter. Hier sind wir nicht sicher. - Rudi.
Es ist sinnlos. Wir sind erledigt.
Nein. Erst müssen sie uns umbringen.
Weißt du was? Ich habe keine Ahnung, wo wir überhaupt sind.
Ist das denn so wichtig? Jetzt schon sterben?
So weit ist es noch nicht.
Die Bruderschaft der Liebe. Was zum Teufel ist das?
So eine Organisation gibt es nicht. Doch.
Als ich als evangelischer Pastor aufhörte,
wollte ich durch den christlichen Glauben die Menschen zur Liebe führen.
Mit Erfolg? Nein. Also ging ich zur SS.
Und verbreiten das Evangelium jetzt hier? Nein.
Wir sind alle konvertiert zu einem neuen Glauben. Oder, Dorf?
Ja. Und wir sind die Apostel. Sieh an. Wer von uns ist wohl Petrus?
Na, ich bin eher der ungläubige Thomas. Solange kein Judas unter uns ist...
Vorsicht. Der ist Heydrichs Klassenpetze.
Meine Herren. Sie sind ausgewählt worden für eine äußert schwierige Aufgabe.
Man behält Sie dabei im Auge. Dorf, Sie werden an die Ostfront gehen.
Als eine Art Reisender. Was verkauft er?
Schädlingsbekämpfungsmittel? Wählen Sie Ihre Worte vorsichtiger.
Sie berichten Dorf über Ihre Aktionen, aber so wenig wie möglich schriftlich.
Der Führer hält nichts von Schriftsätzen, also plappern Sie nichts davon aus.
Plappern. Dieser Säugling. Wie gesagt, keine leichte Aufgabe.
Sie müssen die ganze Ostfront bewältigen, von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer.
Mit weniger als 3.000 Mann? So ist es.
Allerdings ist an die Rekrutierung von Ukrainern und Litauern gedacht.
Ich darf ergänzen: Das Programm, das diese Sonderkommandos bestimmt,
hat, sagen wir, umfassendere Aufgaben als lediglich Umsiedlung.
Das ist klar. Wichtig ist Beweglichkeit.
Ist ein Gebiet vom Feind gesäubert, treiben Sie die Juden zusammen und...
verfahren entsprechend mit ihnen. Die Heeresverbände kümmern Sie nicht.
Auch die Generäle fürchten uns. Dorf, den OKW-Befehl.
Richtlinien für die Behandlung politischer Kommissare gem. Führerbefehl vom 30.3.41.
11 Kategorien von Personen in der UdSSR sind unserer Gerichtsbarkeit unterstellt.
Gerichtsbarkeit. Das gefällt mir. Ein Graben und ein Maschinengewehr.
Es sind: Kriminelle Elemente, Zigeuner, Vertreter des Sowjetstaates und der KP,
Agitatoren, Kommissare und alle Juden. Dieser Befehl kommt vom Heer?
Ja. Für den Kommissarbefehl des Führers hat die Wehrmacht die Entwürfe geliefert.
Sie wird unser williges Werkzeug sein. Der Führer hat deutlich gemacht:
Der Krieg mit der Sowjetunion wird beispiellos sein in der Geschichte.
Und das sind seine Worte:
Er wird mit noch nie da gewesener unnachgiebiger, gnadenloser Härte geführt.
Die Russen sind als Untermenschen zu behandeln, bestimmt zur Sklaverei.
Fast gleichzusetzen mit den Juden. Gibt es Ausnahmen? Sonderfälle?
Wir können artverwandte russische Elemente ausklammern.
Ukrainer z.B., die sich uns anschließen. Und die Juden? Auch Ausnahmen?
Keine. Klar. Dachte mir, dass es darum geht.
Der Botschafter Italiens erhob vor etwa 2 Jahren Einspruch gegen die Judenpolitik.
Mussolini wäre schockiert usw. Der Führer antwortete ihm:
In 500 Jahren wird der Name Adolf Hitler Verehrung genießen für dieses Eine:
Die Juden vom Angesicht der Erde vertilgt zu haben.
Russland
Was sagt er?
Ich habe erzählt, dass wir Tschechen sind und dass ich auf der Lenin-Schule war.
Das habe ich verstanden. Sag ihm schon, dass wir Juden sind.
Er schickt uns wieder zurück. Das kostet uns das Leben.
Er sagt, Deutschland ist ihr Verbündeter. Sag ihm, überall sind deutsche Truppen.
Sie bewegen sich ostwärts.
Ich sagte, mein Vater war auch Kommunist. Küss ihn, wenn's nötig ist.
Er fragt, ob du auch Kommunist bist.
Oh ja. Ein ganz großer. Wenn uns das rettet.
Er schickt uns nach Kiew.
Frag ihn mal, wie das ist in Kiew.
Er sagt, eine wundervolle Stadt. Mit Kinos und Hotels.
Was hast du von der Lenin-Schule erzählt? Es war das Herschelinstitut.
Aber ich dachte, es kann nicht schaden, den Namen zu ändern.
Er sagt, es wären russische Kanonen.
Weinberg, ich bin erledigt.
Weiss! Mach weiter! Ich kann nicht mehr.
Ihr da. Haltet die Klappe! Weiter!
Unsere Zigeunerfreunde haben ja Nerven. Ich bezweifle, dass das gut ist.
Vielleicht die bessere Art zu sterben. Für eine letzte Zigarette. - Du!
Macht die Zigaretten aus, ihr verfluchtes Gesindel! Ausmachen!
Kapo, schnapp sie dir!
Weg! Kapo, mach, dass du da wegkommst!
Was war los? Zwei Zigeuner wollten fliehen.
Ihr beiden da. Holt die Leichen!
Macht schon.
Bringt sie zum Krematorium.
Du da, komm rauf. Hast du nicht gehört? Komm rauf.
Du! Hilf ihm!
Deine Frau schreibt fleißig Briefe. Ist sie hier?
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