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TOHO
Ein Film des "Confessions" -Produktionkomitees
Die leeren Packungen stellt ihr in euer Fach und setzt euch!
Wir wurden dieses Jahr unter 10.000 Mittelschulen ausgewählt.
Als Modellschule für die Kampagne "Milchprodukte für Mittelschüler".
Ihr entwickelt bald sekundäre Geschlechtsmerkmale.
Das Kalzium in der Milch
stärkt die Knochen, aber auch das Nervensystem.
Wer war das?
Diese Pornos
habe ich letzten Monat bei Kamiyama konfisziert.
Watanabe entfernte die Verpixelungen im elterlichen Elektrogeschäft. Kamiyama
ließ sie unter den Jungs rumgehen.
Ihr werdet merken, dass ihr euch geistig und körperlich entwickelt.
Wirklich geküsst!?
Das nennt man Pubertät.
Ich weiß nicht,
wie Milch auf Geist und Körper von 13-Jährigen wirkt.
Aber bei der Gesundheitsprüfung im April wird man es erfahren.
Dann bin ich allerdings nicht mehr da.
Mit Ablauf des Monats höre ich als Lehrerin auf.
Was? Echt?
Geschafft!
25. MÄRZ ABSCHLUSSFEIER KLASSE 7B
Ich habe keine Ahnung, ob ich eine gute Lehrerin war oder nicht.
He!
Ihr nervt schon die ganze Zeit! Frau Moriguchi redet.
Danke, Hoshino.
Kennt jemand den Lehrer Masayoshi Sakuramiya?
Ich!
Er hat dieses Buch geschrieben. Ein super Lehrer. Tolles Leben!
Er ist Autor, hat Fernsehauftritte. Der "Lehrer mit Leidenschaft".
Er flog von der Schule, reiste um die Welt
und wurde Lehrer. - Richtig.
Letztes Jahr erfuhr er, dass er todkrank ist,
wollte aber trotzdem bis zum Ende weiterarbeiten.
Mein erster Arbeitsplatz war an seiner Schule.
Was? Echt?
"Wer schwach ist, verletzt noch Schwächere.
Soll das Opfer es aushalten? Oder bleibt ihm nur der Tod?
Nein! So klein ist die Welt, in der ihr lebt, nicht.
Warum nicht flüchten, wenn es zu qualvoll wird?"
Wir sollen flüchten? - Flüchten! Gehen wir!
Wohin geht ihr?
He, Maekawa!
Die Worte des Lehrers mit Leidenschaft haben sie berührt. Welche Kraft!
Egal.
Verglichen mit Herrn Sakuramiya war ich sicher ungenügend.
Aber zwei Regeln habe ich mir gegeben. Ich spreche Schüler höflich an.
Und ich begegne ihnen auf Augenhöhe und mit Respekt.
Kumpelhafte Gespräche, Ratschläge zu allen Lebenslagen...
Wer Lehrer wie aus dem Fernsehen erwartet,
findet mich sicher kühl.
Verzeih mir, Noguchi.
"Ich will sterben!" "Ich will abnehmen!" Auf deine Mails
habe ich nie freundlich geantwortet. Es ist nämlich so:
Ich kann euch nicht alles glauben.
Dann taugen Sie nichts als Lehrerin!
Folgendes ist vorgefallen.
Eine Schülerin mailte einem jungen Lehrer:
"Wozu leben? Ich will sterben." - Ich weiß!
Der Lehrer eilte zu ihr in ein Love Hotel.
Sie machte ein Foto und zeigte es ihren Eltern.
Die wütenden Eltern stürmten zur Schule.
Zwecklos...
Letztlich stellte es sich als Streich
einer getadelten Schülerin heraus. Doch dieser Lehrer
war zu gutgläubig.
Was? Sie trauen uns nicht?
Nein. Ihr seid zu gute Lügner.
ICH WARTE AUF DEM DACH.
Frau Moriguchi, mir ist schlecht. Kann ich zum Krankenzimmer gehen?
Wenn seither Schüler Lehrer sprechen wollen, selbst den Klassenlehrer,
darf das nur ein Lehrer desselben Geschlechts tun.
Falls mich ein Junge sprechen will, übernimmt das Herr Togura von der 7a.
Das finde ich verantwortungslos! - "Verantwortungslos!"
Ich verstehe. So kann man es sehen.
Ihr denkt nur daran, Popstars zu heiraten,
seid besessen von euch selbst,
völlig in eurer Welt versunken. Und dann, eines Abends,
wisst ihr nicht mehr, wozu ihr lebt.
Damit ihr nie wieder sagt, "Ich will sterben",
werde ich euch etwas Wichtiges erzählen.
"LEBEN"
Wie ihr wisst, bin ich alleinerziehend.
Ich hatte vor, den Vater meiner Tochter Manami zu heiraten.
Ein Lehrer, so wie ich, den ich sehr bewunderte.
Kurz vor der Hochzeit merkte ich, dass ich schwanger war.
Bei der Gesundheitsprüfung stellte man fest, dass er HIV-infiziert ist.
HIV.
Humanes Immundefizienz-Virus. Auslöser von AIDS.
Ursache war eine wilde Zeit im Ausland.
Keine Angst, atme ruhig weiter. Es überträgt sich nicht durch die Luft.
Durch Händeschütteln, Husten, Niesen und Schwimmbäder
auch nicht.
Der Alltag mit einem Infizierten ist unproblematisch.
Und ich bin nicht infiziert.
HIV überträgt sich nicht zwangsläufig beim Sex.
Ich konnte es selbst nicht glauben und ließ mich wiederholt testen.
Ich bringe das Kind zur Welt, aber wir heiraten nicht.
So haben wir entschieden.
Warum nicht? - Selbst wenn das Kind gesund wäre,
würden es die Leute seinetwegen diskriminieren.
Das ist deren Problem! - Langfristig
sei das qualvoller als vaterlos zu sein.
Das war seine Ansicht.
Ich stimmte ihm zu. - Das arme Kind. - Das ist kein Vater!
Wir haben das getan, weil wir zuerst an das Kind dachten.
Mehr als jeder andere musste er Manami in die Arme schließen wollen.
Mehr als ich!
Es muss schwer gewesen sein.
Meine ganze Liebe habe ich Manami geschenkt.
Nach ihrem ersten Geburtstag arbeitete ich wieder.
Bis 6 Uhr war sie im Kindergarten,
danach bei Frau Takenaka,
die ich über die Arbeitsvermittlung gefunden hatte.
Sie hatte einen Hund namens Muku.
Manami liebte Muku. Ihn zu füttern,
war ihre Aufgabe.
Anfang des Jahres kam Frau Takenaka ins Krankenhaus. Ich musste Manami
nun pünktlich abholen. Wenn mittwochs Konferenz war,
holte ich Manami vorher ab und ließ sie
bis zum Ende der Konferenz im Krankenzimmer warten.
Manami liebte die Figur des Wattehasen über alles.
Ihr Ranzen, ihre Taschentücher,
Papiertücher, Schuhe...
Na, Shimomura, erinnerst du dich?
An dieses Täschchen?
Kauf mir das, Mama!
Kauf mir das! - Nein. Du hast eine Jacke bekommen.
Kaufen Sie's schon! Ist doch nur ein Täschchen.
Heute denke ich, du hattest Recht.
Schließlich war das...
Manami!
Manami? Manami?
...Manamis letzte Quengelei. - Frau Moriguchi!
Frau Moriguchi!
Am 13. Februar urteilte die Polizei,
dass sie in das Becken gefallen und es ein Unfalltod sei.
Bei Muku fand man Brotreste. Es war
dasselbe Brot wie in Manamis Kindergarten.
Manami ging offenbar jede Woche heimlich zum Schwimmbad.
Um Muku zu füttern.
Die weinen. - Was heult ihr denn?
Manami lebt nicht mehr.
Nie wieder werden mich ihre kleinen Hände berühren.
Ihre weichen Wangen, ihr Haar,
werde ich nie wieder spüren.
Für Manamis Tod
bin als Erziehungsberechtigte ich verantwortlich. Aber
dabei kann ich es nicht belassen.
Manami ist gestorben.
Aber es war kein Unfall.
Manami wurde...
von Schülern dieser Klasse getötet.
MORIGUCHI ERZÄHLT EINE WAHNSINNSSTORY
Wer schützt euer Leben?
Eure Eltern?
Waffen?
Der zuverlässigste Schutz, den euer Leben hat,
ist das Jugendgesetz.
Kinder unter 14 Jahren tragen laut Paragraph 41 des Strafgesetzes
keine Verantwortung und kommen nicht ins Gefängnis.
Gut, oder?
Eine 13-Jährige, so alt wie ihr, hat aus "heiliger Pflicht"
ihrer Familie Medikamente ins Essen gemischt
und die Symptome in ihrem Blog beschrieben.
Der Lunacy-Fall?
Ja, der Lunacy-Fall.
Weil das Wort in ihrem Blog vorkam,
nannten die Medien ihn so und schlachteten es aus.
Letztlich bleibt das Motiv,
aus dem sie ihre Familie mit Zyankali umbrachte,
ein Rätsel.
Das führte erst recht zu albernen Fantasien.
Es gab sogar Fans in ihrem Alter.
SAG SCHON, WER'S WAR
SAG SCHON, WER'S WAR Niedergemacht wurde ihr Chemielehrer,
Niedergemacht wurde ihr Chemielehrer,
der ihr einiges über Medikamente erklärt hatte.
Sie schreibt im Heim ein paar Aufsätze und wird in die Gesellschaft entlassen.
Ihr könnt töten, ohne bestraft zu werden
Ja! Deshalb hab ich getötet.
Und es gibt kein Mittel, euch vom Morden abzuhalten.
Falls ihr wollt, könnt ihr mit einem Baseball-Schläger,
einem Messer aus der Schulküche, einem Springseil aus der Turnhalle,
mit euren bloßen Händen...
jemanden töten.
Das tut weh. - Geht's? - Verzeihung.
Ihr brennt bestimmt darauf, zu erfahren, wer der Täter war.
Es tut mir leid,
aber ich möchte den Namen nicht nennen.
Manamis Vater ist Masayoshi Sakuramiya.
Die Beerdigung blieb privat, damit er Manami
ungestört betrauern konnte.
Als ihr Vater Manami das erste Mal in die Arme schloss,
war ihre Seele nicht mehr da.
Er gestand mir, dass bei ihm
AIDS diagnostiziert worden war.
Ihm blieben nur noch wenige Monate.
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