Medicine

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Zveřejněno: 2022-12-22
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Prvních 200 řádků.

Ich bin Johanna Eriksson, 45, relativ frisch geschieden, zwei Kinder.

Egal, wie lange ich dusche, mein Spiegel beschlägt nie.

Täglich begrüßen mich Truthahn-Nacken, Bingo-Flügel und Spaniel-Ohren.

Wie ein verdammter Zoo.

Laut der Zeitschrift, für die ich arbeite, begann mein Leben vor fünf Jahren.

Vielleicht tat es das. Ich habe es nur nicht bemerkt.

Ich arbeite für die Frauenzeitschrift Dolce Vita.

Das ist Italienisch für "süßes Leben".

Und ein alter Fellini-Film, den wir gesehen zu haben vorgeben.

Hi. Guten Morgen.

-Guten Morgen! -Morgen.

Ist sie da?

News von deiner Mutter?

Ah!

Papa sagt, er ist total am Ende.

-Sie denkt, ich bin bei der Mafia. -Johanna!

Johanna… Ich möchte den Salamigestank nur ungern ertragen.

Es ist das Erste, was ich rieche, wenn ich zur Arbeit komme.

Könntest du aufhören, diese abstoßenden Sandwiches zu essen?

Das war nur heute Morgen. Ich war…

…zu spät dran mit dem Frühstück, also hatte ich keine Zeit… Aber, ja.

Na gut, okay. Hast du sonst etwas?

Interrail.

-Durch Europa. Prag, Berlin… -Berlin?

Ein kleines Loch in Europa voller deprimierender, untreuer Männer?

Thailand?

Wohin 98 Prozent der Schweden ohne Fantasie gehen.

Ich denke an Indien…

…und dann denke ich Himalaya, Tibet, Wandern… Ich denke…

Ich denke… Frida. Abba. Frida von Abba!

Ich rufe sie an! Sie möchte bestimmt mitkommen.

Und da gibt's diese kleinen Sherpas,

die helfend rumlaufen und immer so süß aussehen.

Das wird toll in der Zeitschrift aussehen.

Das ist wie ein echtes Reiseset! Berlin?

Das ist so '68!

Da machte man Interrails hin, schleppte sein Zeug durch überfüllte Züge.

Ich verstehe dich nicht. Wir sind nicht so eine Zeitschrift.

Wir machen keine Zeitschrift für widerliche, schwitzende Menschen…

…die selbst ihre Taschen tragen.

Weißt du was, Johanna? Wir sollten das beenden.

-Und ich google Tibet. -Hört sich wie eine wunderbare Idee an.

Geh googeln!

Oh, ja, dein Byline-Foto…

Das solltest du ändern.

-Warum? -So siehst du nicht mehr aus.

Oh mein Gott, sie ist es! Jesus, wie viel hat sie zugenommen!

Sie könnte auch mal ein paar Pfunde verlieren…

Was zur…

-Sehe ich so aus? -Man kann dich erkennen.

Typisch Marie. Sagt nie ihre Meinung.

Stimmt immer dem zu, der zuletzt sprach…

… und meine einzige Freundin im Büro.

Erwähnte ich, dass Louise und ich eine App machen?

-Nein. Was für eine App? -Nein?

Trude. Die neue im Büro. Provokativ selbstbewusst und zuckersüß.

Fürs Telefon.

-Eine App. Applikation. -Und?

Wir haben so eine tolle Idee!

Was will ein Mann zuerst über eine Frau wissen?

Genitale Gesundheit?

Louise. Die Art Frau, die fiese Dinge sagt…

… aber scherzhaft, um später zu sagen, es sei Ehrlichkeit.

In anderen Worten: 'ne Bitch.

…wie ihre Exfreunde waren.

Moment mal.

Ist das nur, damit man prüfen kann, mit wem Frauen geschlafen haben?

Jessica. Wollte politische Korrespondentin in Washington werden.

Stattdessen arbeitet sie hier und schreibt über Sex.

Oh, ja. Erik ist auch noch da. Er ist seit vier Jahren hier.

Was nur eins bedeuten kann:

Schwul.

-Gibt es das nicht schon? -Nein.

Facebook.

-Stellt euch eine Welt ohne… -Facebook vor. Unmöglich.

Und da ist die Chefin, Iris.

Die Sonne, die wir alle umkreisen.

Gott, so sieht alles viel besser aus!

Ich bin müde. Sollte ich vielleicht nach Hause gehen?

…das ist der Twist.

Louise verbringt gerne Zeit mit Trude. Die Jugend zieht magnetisch alle an,

und man hofft, sie färbt ab, tut sie aber nicht. Man sieht noch älter aus.

-Hi, Lasse! -Oh… tut mir leid!

Hallo, Liebling. Ich bin unterwegs.

Trude, komm, lern Lasse kennen.

Das ist mein Mann, Lasse. Das ist Trude.

-Hi. -Bis bald.

-Hi. -Trude ist neu bei uns.

-Okay. -Okay.

-Macht's gut! -Tschüss, Mädels!

Papa ist mit zwei Polizisten zuhause. Ich rufe später an.

-Bis dann. -Tschüss.

-Tschüss. -Tschüss, Trude.

-Tschüss, Johanna. Du siehst schön aus! -Danke.

Manchmal fühle ich mich nicht willkommen.

Was meinst du?

Ich fühle mich willkommen, sie ist nicht gemein oder so.

Es fühlt sich nur komisch an, das ist alles.

-Aber sonst ist sie nett? -Ja, sie ist nett.

-Manchmal ist sie aber zu nett. -Man kann nicht zu nett sein.

-Als würde sie angeben wollen. -Verstehe.

Was, indem sie Popcorn macht?

-Die ganze Zeit! -Sie macht die ganze Zeit Popcorn?

-Hast du dich erschreckt? -Ich bin schreckhaft.

-Ich kann mit Papa sprechen… -Nein, Mama, mach das nicht.

-Hallo! -Hey!

-Hey, Schatz, wie geht es dir? -Gut. Dir?

Ich fühle mich überragend.

-Hey. -Hey.

-Seid ihr soweit? -Die Taschen stehen gepackt im Flur.

Toll. Hör mal, etwas ist passiert. Ich muss drei Tage in den Norden.

Es ist ein Top-Job.

Wo ist er?

-Ich fahre nach Tickletop… -"Tickletop"?

…oben in den Bergen.

-Was ist so witzig? -Es hört sich lustig an.

Sie machen ein Sommertourismus-Ding, also brauchen sie Fotos.

-Gehen sie mit? -Geht nicht. Zu viele Mücken.

-Zu viele Mücken? -Ich werde beschäftigt sein.

-Ist es okay, wenn du hier bist? -Ja.

Du könntest auch zu Nicole.

-Nein, ich kann bleiben. -Das würde ihr gefallen.

Ich kann bleiben.

Ich lasse sie nicht allein bei Nicole. Das wäre komisch.

Ich schlage nicht vor, dass sie bei Nicole bleiben, sondern bei dir.

Ich sage nur, wenn es ein Problem für dich ist, was ich nicht annahm,

weil es das nie ist und du abends nicht oft ausgehst.

Aber wenn es so wäre, könnten sie zu Nicole und es würde ihr gefallen.

Was ist das Problem?

Wie Louise wollte Magnus auch zu einem jüngeren Modell wechseln.

Ich wurde also durch Nicole ersetzt.

Ihre goldene Kessheit gegen mein hängendes Fleisch. Verdammt!

Und jetzt wird sie für neun Stunden die perfekte Stiefmutter sein.

Und wie hart ist das? Popcorn ohne Ende…

Und mir bleibt nur ein Herpesbläschen.

Nicht berühren. Schlafe.

Hey… datest du?

-Und? -Nein?

Kein Online-Dating?

Reiß dich zusammen. So geht's nicht weiter.

Wenn du nicht genug Orgasmen hast, bekommst du frühzeitige Inkontinenz.

Hey, weißt du was?

Was?

Erik!

-Erik? -Er ist nett, oder?

Nein.

-Er ist nicht… -Was war das?

Er steht nicht auf…

Spürtest du je mal… Schwingungen zwischen ihm und…

Was meinst du, keine Schwingungen? Wovon redest du?

Okay.

-Kannst du das in A4 rausbringen? -Nein, wir haben es schon.

Erik… bist du schwul?

-Bin ich schwul? -Ja. Bist du?

Warum?

Johanna fragte es sich. Sie denkt, du bist schwul.

Sie fragte sich, ob ihr auf ein Date gehen würdet, aber sagte: "Nein, er ist schwul".

Das stimmt nicht! Ich fragte mich nichts!

Ich habe nie so an dich gedacht.

Sie dachte überhaupt nie an dich!

Das ist alles schiefgelaufen!

Genau. Johanna wollte nicht…

Ich… Sie sagten, ich solle daten…

Das ist einfach… Was soll ich sagen?

-Was, sehe ich schwul aus? -Nein.

-Ja! -Lass es, Louise.

-Sie… -Warum…

Warum können wir nicht ehrlich sein? Ich respektiere dich, Erik, das weißt du.

Louise, warum ist es wichtig, ob man schwul… oder lesbisch…

…oder hetero oder sonst was ist?

Wir arbeiten bei einer Zeitschrift! Diese Diskussion ist so peinlich!

Das ist verrückt!

-Erik, bist du's? -Lass es, Louise! Er ist nicht…

-Er ist Erik! -Er ist Erik und wahrscheinlich schwul.

-Endlich Ruhe und Frieden… -Warum, was ist los?

-Das war unfair für Erik. -Obwohl er schwul ist.

-Er ist nicht schwul. -Doch!

Ich glaube, das ist unwichtig, aber warum bist du so sicher?

Er kam nicht einmal bei mir an. Er schaute nicht mal.

Also ist er schwul?

Danke, Eva. Bis später. Tschüss.

Danke wofür?

Das war Familienreisen. Sie investierten in ein neues Hotel auf Menorca.

Sie laden einige Journalisten ein, und sie dürfen ihre Kinder mitnehmen!

-Okay! -Das wäre so schön!

Was? Aber du gehst doch, oder nicht? Gönn dir etwas Sonne.

Nimm die Kinder mit, entspann dich…

Ich weiß nicht, ob ich kann. Ich muss erst mit Iris sprechen.

Es würde dir guttun.

Du arbeitest und arbeitest ohne eine Pause…

Go, girl, go!

Eva…

Hi, Eva. Hier ist Johanna Eriksson von Dolce Vita .

Hör mal, ich kann kommen.

Das ist großartig.

Kommen die Tickets hierhin?

Und alle Einzelheiten. Ja, per Mail. Danke. Tschüss.

Hallo?

-Ist jemand zuhause? -Ja.

-Hattet ihr einen schönen Schultag? -Ja.

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