Bikes vs Cars

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Bikes vs Cars 2015 DSNP WEB H264-SHIIIT
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De første 200 linjer.

Letzte Woche wurde eine Fahrrad-Demo an der Brücke angehalten

und sie haben sie nicht durchgelassen.

Und am nächsten Tag…

Ein Polizist pro Aktivist, oder?

Rafael hat ein Video gemacht. Es ist auf dem "Bike È Legal"-Blog.

William, du hast dem Verkehrsministerium wegen des Fahrradwegs

an der Paulista geschrieben?

Ich habe eine E-Mail geschickt und wie immer keine Antwort gekriegt.

Ich bin 2008 zum Studium hergezogen.

Ich wollte mein Auto mitnehmen.

Es war so viel Verkehr, und ich traute mich nicht, hier zu fahren.

Die ersten sechs Monate habe ich den Bus genommen. Das war sehr teuer.

Irgendwann bin ich dann mal mit dem Fahrrad zur Uni gefahren.

Ich kannte niemanden,

also fuhr ich alleine.

Ich hatte echt Angst,

aber ich bin heile angekommen und habe mich wach und fit gefühlt.

Mein Kopf war klar, ich war gut gelaunt

und voller Energie und Adrenalin.

Also habe ich es wieder gemacht. Und wieder und wieder.

So wurde ich zur Fahrradfahrerin in São Paulo.

Heute habe ich viele Freunde hier, eine richtige Familie.

Wir versuchen zu verstehen, was unserer Stadt passiert.

Warum entscheidet der Bürgermeister,

ob ein Fahrradweg oder eine Autobrücke gebaut wird?

Warum sind die öffentlichen Verkehrsmittel so teuer?

Wer trifft diese Entscheidungen? Nach welchen Kriterien?

Wer finanziert das alles, und was sind die Motive dahinter?

Ich denke, das ist das zentrale Problem jeder Stadt.

Ich hasse Auto fahren.

Eher ungünstig, wenn man in LA wohnt.

Wenn möglich fahre ich Fahrrad oder gehe zu Fuß.

Und ich habe mein Leben so strukturiert, dass ich meistens das Rad nehmen kann.

Willst du schon mal runtergehen?

Schuhe wieder falsch rum angezogen?

- Bist du so weit? - Hast du Snacks dabei?

- Daddy, was machst du? - Ich hab keine eingepackt.

- Na komm. - Nein, ich hab Angst.

- Die Stufen sind zu schwer. - Weil du deine Schuhe falsch rum anhast.

Bleib sitzen, ich mach die Garage auf.

Die Garage muss auf!

Und los!

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts

sind 20% der Leute hier mit dem Fahrrad gefahren.

Man fuhr nicht zwei Stunden mit dem Auto zur Arbeit.

Man arbeitete in der Nähe.

Es war ein ganz anderes Los Angeles.

In den 1900ern sind Leute hier überall Fahrrad gefahren.

Stellt euch das mal vor, 20% weniger Autos auf den Straßen.

Was für ein schöner Gedanke.

Wenn man Los Angeles erkundet, muss man aufpassen.

Fremde Grundstücke zu betreten ist riskant.

Jemand könnte auf dich schießen.

VORSICHT HUND

Hier gab's mal eine Fahrrad-Schnellstraße.

Wissen Sie was darüber?

Die Platte, die noch steht, gehört der Stadt.

- Gut. - Komm her, Mika.

- Vielen Dank. - Kein Problem.

Vor sieben oder acht Jahren

habe ich ein Foto gesehen, auf dem Fahrradfahrer

aus Pasadena einen Holzweg langfahren.

Kaum zu glauben.

Mein erster Gedanke war: "Wo war das? Gibt es den noch?

Warum ist er weg? Wer hat ihn abgerissen?"

Ich gucke oft zwischen den Häusern,

weil der Fahrradweg hinter diesen Häusern hier entlangging.

Wenn man das Foto so sieht,

fragt man sich, wie es wäre,

wenn alle Autobahnen in Los Angeles für Fahrräder

anstatt für Autos wären.

IRVINE, KALIFORNIEN

Willkommen bei Cars and Coffee Irvine.

Das hier ist eine Art Mekka für Autoliebhaber.

Was man hier auf diesem Parkplatz sieht,

sind 100 Jahre Automobil-Geschichte.

EHEM. MARKETINGCHEF HYUNDAI, GM, PORSCHE

Wer das nicht versteht, hat keine Ahnung.

HEY FASS MEINEN CLASSIC SHELBY NICHT AN

Die Fahrer dieser Autos träumen davon, Rennfahrer zu sein.

Sie wissen, dass sie keine sind, aber es gibt ihnen das Gefühl,

sie hätten das Zeug dazu.

Sie fahren das gleiche Auto wie jemand bei Le Mans

oder bei einem Autorennen am Sonntag.

"Ich könnte das auch. Ich will so sein wie er."

Das ist gibt einem einfach ein gutes Gefühl. Ist so.

- Oh wow, wie schnieke! - Ja, oder?

Wunderschön.

- Das war toll, danke. - Ja, richtig beeindruckend.

Will ich saubere Luft für meine Kinder und keinen Klimawandel?

Natürlich. Keine Frage.

Wir stehen vielen Herausforderungen gegenüber.

Ich würde sagen, obwohl wir alle hier Benzin lieben

und unsere Autos behalten wollten, wollen wir auch saubere Luft.

Wir wollen keine drastischen Klimawandel wie jetzt gerade.

Das macht uns Angst. Diese Leute wollen auch was tun.

Letzten Endes geht es einfach immer um Öl.

Oder? Wir sind davon abhängig. Wir wollen es und lieben es.

Es macht uns voll Spaß, und es ist ein Teil von uns.

Hier sind 100 Jahre Geschichte versammelt.

Damit gibt man nicht einfach auf.

Ich bin umweltbewusst, behalte aber mein Auto.

Ich bin Raquel Rolnik. Ich bin Städteplanerin,

Professorin für Städteplanung

an der Fakultät für Architektur und Urbanistik

der Universität von São Paulo in Brasilien.

Und ich hasse Auto fahren.

- Pass auf! - Hoppla. Hab ich gar nicht gesehen.

Ich bin eine schlechte Autofahrerin,

aber es einfach nicht möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln

jeden Tag zur Uni zu kommen.

Manchmal, wenn ich fahre, besonders, wenn Stau ist,

denke ich mir: "Okay, es reicht. Ich steige jetzt aus

und lasse das Auto einfach auf der Straße stehen und laufe.

Ich will, dass dieses Auto verschwindet."

Und ich weiß, dass es vielen Menschen genauso geht.

Aber man kann ja nicht einfach sein Auto stehen lassen.

Dann wäre aber die Hölle los. Geht also nicht.

Ich wünschte, ich hätte ein Auto, das einfach über Nacht verschwinden kann.

Wenn die Autoindustrie das machen könnte, das wäre eine gute Lösung.

Etwas, das einfach verschwindet und dann wieder auftaucht.

SÃO PAULO HAT 20 MILLIONEN EINWOHNER

SIEBEN MILLIONEN REGISTRIERTE AUTOS

In São Paulo Fahrrad zu fahren ist nicht einfach.

Man muss sich durchkämpfen.

LANG LEBE JULIE

Julie war ein sehr fröhliches und cooles Mädchen.

2011 ist sie hier ums Leben gekommen.

Sie wurde auf der Avenida Paulista von einem Bus überfahren.

Auf dem Weg zur Arbeit.

Sie war Biologin und arbeitete in der Stammzellforschung.

Sie ist immer ruhig gefahren, nicht hektisch oder aggressiv.

Der Bus ist nicht in seiner Spur geblieben und hat sie auf diese Spur gedrängt.

Und dann hat ein anderer Bus sie überfahren.

Diese Mahnräder zu sehen, macht mich fertig.

Sie erinnern mich daran, dass ich beim Radfahren sterben kann.

Das ist nicht so unabwegig. Und das ist echt ätzend.

So ist das in São Paulo.

Als Julie gestorben ist, sind wir hin, um zu verstehen,

wie Fahrradfahrer eingequetscht werden können.

Es gibt eine Stelle, wo die Busse…

ARCHITEKT

…Gas geben

und überholen können, um zur Haltestelle zu kommen.

Der Busfahrer kann die Radfahrer nicht sehen. Es ist ein toter Winkel.

Weder Busfahrer noch Radfahrer können etwas dafür.

Der Fehler liegt im System. Es zieht Menschen nicht mit ein.

Es wurde nicht für Radfahrer oder Busfahrer geschaffen.

Die Tücke des Systems.

Das ist die Paulista.

- Da? - Da.

So sieht die Paulista gerade aus.

Aufgrund der Dimensionen

können Autos hier mit 100 km/h fahren.

Unser Plan ist, die Spuren etwas schmaler zu machen

und ein Tempolimit von 40-50 km/h einzuführen.

Die gewonnenen zwei Meter nutzen wir dann für eine Fahrradspur

und eine Allee mit Bäumen.

Das hohe Verkehrsvolumen ließe sich immer noch bewältigen,

und die Radfahrer hätten mehr Sicherheit.

Dieses Projekt ist unsere eigene Initiative.

Wir sind nicht angestellt.

Wenn hier in den nächsten 20 Jahren nichts passiert,

wird es vermutlich nie passieren.

Das Verkehrsministerium kümmert sich nur um den Verkehrsfluss der Autos.

Sie sorgen sich um Staus, aber nie darum,

gefährliche Situationen zu verhindern.

Es geht immer nur um den Verkehrsfluss, nie um die Menschen.

JEDE WOCHE STIRBT EIN RADFAHRER IN SÃO PAULO

Als die Automobilindustrie in Brasilien

zum Hauptindustriesektor wurde,

wurde der Fokus der Städteplanung komplett auf Autos gelegt.

Brasilien hat Züge und Trams

einfach komplett vernachlässigt

und durch Autos und Busse ersetzt.

FRÜHER HATTE LOS ANGELES DIE BESTEN ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTEL

HEUTE BESTEHEN 70% DER FLÄCHE AUS STRASSEN ODER PARKPLÄTZEN

Ich erinnere mich noch an den Bau der letzten Autobahn hier.

Das war der 105 Freeway.

Er wurde in den 1990ern fertiggebaut.

Ich weiß noch, dass ich mit ein paar Radfahrern

zu einem Planungstreffen gegangen bin.

Wir haben gesagt: "Ihr seid doch

gerade eh schon dabei,

könnt ihr uns nicht auch eine Radspur bauen?

Sie haben uns buchstäblich ausgelacht.

Die dachten, wir machen Witze.

Ich will über den Zaun klettern.

Das hier sind die Überreste des alten California Cycleway.

Er wurde gebaut, um Leuten einfachen,

effizienten Transport in die Stadt zu ermöglichen.

Mit dem Einzug der Autos änderte sich alles.

Hier ist der Arroyo Seco Parkway,

das war die allererste Schnellstraße für Autos.

So wurde Los Angeles zur Autohauptstadt der Welt.

Sie liegen direkt nebeneinander. Aber der Traum des Radweges

vergessen, verlassen, mit Zäunen abgesperrt.

Es ist so leicht, nach oben zu sehen und ihn sich vorzustellen,

das Geräusch der Fahrräder auf dem Holz,

und sich vorzustellen, wie es wäre, heute darauf zu fahren.

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