De første 200 linjer.
Einmal mehr, mein Freund.
Einmal mehr.
Lass ihn gehen.
Ich bring dich nach Haus.
Lass mich gehen. lch will nicht mehr zuriick.
Dort kannst du in Frieden ruhen. Bei deinem Vater und dessen Vater.
Sieh ihn dir an. Er ist jetzt schon weit weg.
Ich will nach Hause.
Ich weilS.
Jetzt ist er frei.
Warum lfichelst du?
Er hat jetzt Frieden.
Dann lass ihn gehen.
Ich lasse dich nicht allein. lch gab dir mein Wort.
Und chases Wort werde ich hahen.
lch bring dich zuriick zu deiner Mutter und deinen Schwestern.
Ich bin nicht allein.
Nein.
Nein.
Geh wieder deines Weges, Fremder.
Wieso tut ihr das?
Er muss fiir das bezahlen, was er getan hat.
Was hat er getan? - Er ist ein Dieb.
Das ist nicht wahr, Herr.
Helft mir. Bitte. lch flehe Euch an.
Sei still.
Was hat er gestohlen? - Unser Kaninchen.
Liigen. Nichts als Liigen.
Ihr wollt ihn t6ten, weil er ein Kaninchen gestohlen hat?
Ich wiirde sagen, Fremder, das geht dich nichts an.
Das ist mein Weg. Unsere Leben sind nun verbunden.
Du bist ein tapferer Soldat.
Tapfer und dumm. Du kannst kaum stehen,
und du denkst, du kannst uns Befehle erteilen?
Geh. lch sage es nicht noch einmal.
Tiitet ihn. Los, macht.
Nein. Bitte.
Ich werde dir nicht wehtun.
Wer seid lhr? lch habe Euch hier noch nie zuvor gesehen.
Ich bin ja auch noch nie zuvor hier gewesen.
Dann hat Euch das Schicksal wohl hierher gefiihrt. Die héitten mich getiitet.
Ich danke Euch. lhr habt mein Leben gerettet.
Dafiir hab ich mehr Leben genommen.
Die IieBen Euch keine Wahl.
Vielleicht. Aber ich habe nicht immer richtig gewéihlt, alter Mann.
Das hab ich auch nicht. Aber schau mich an. lch bin ein alter Mann.
Es ist jetzt das Leben, das wéihlt.
Da irrst du dich.
Seid lhr Euch sicher, Fremder?
Wer war das?
Ein alter Freund.
Was ist denn mit ihm passiert?
Wir sind Soldaten.
Verstehe.
Habt lhr Hunger? - Ja.
Ich hab nichts mehr.
Das denkt lhr.
Sagt, woher kommt lhr?
Von den Schlachtfeldern, im Siiden.
Von den Schlachtfeldern, ja? Und wer hat gewonnen, wenn ich fragen darf?
Niemand vermutlich.
Niemand?
Wie meint lhr das, niemand? Einer muss gewonnen haben.
Es gibt doch immer einen, der gewinnt.
Nicht dieses Mal.
Verstehe.
Seltsame Sache, Krieg.
Ich war auch mal Soldat.
Vor vielen, vielen Jahren.
Aber damals, sag ich Euch, hat am Ende immerjemand gewonnen.
Die Zeiten haben sich geéndert.
Die Zeiten haben sich geéindert. Das geféillt mir nicht.
Was?
Der Krieg. - Wieso?
Weil man im Krieg stirbt.
Da, fragt Euren Freund. Krieg bringt den Tod!
Also, lhr habt mir gesagt, woher lhr kommt,
aber lhr habt mir nicht gesagt, wohin lhr geht.
Du stellst viele Fragen, alter Mann.
Und? Wohin fiihrt die Reise?
Osten.
Osten. Und gibt es dort jemanden, der auf Euch wartet?
Nein. - Nein.
Aber warum reist lhr dann?
Ffirihn.
Ffirihn.
Sagt mir nicht, class er jemanden hat, der auf ihn wartet.
Pass auf, was du sagst, Alter.
Verzeiht mein loses Mundwerk. Manchmal kann ich es nicht kontrollieren.
Sein Blut klebt noch an meinen Hénden.
Ich beerdige ihn im Land unserer Véter.
Dort wird er den Frieden
der Soldaten schlafen.
Schlaft gut, Soldat. Schlaft gut.
StoPP!
Ich hab gesagt: Stopp!
Und aus welchem Grunde, Fremder?
Weil dir der K6rper, den du da mit dir schleppst, nicht geh6rt.
Ich verstehe nicht, was du meinst.
Der K6rper gehiirt mir.
Deiner?
Das denke ich nicht, er gehért mir. Sogar schon immer.
Da musst du dich irren, alte Frau.
Ich mich irren?
Willst du sagen, ich erkenne nicht mehr den K6rper meines eigenen Sohnes?
Er ist nicht dein Sohn. Pass auf, was du sagst.
Ich weiB, was ich sage.
Und du, Fremder, solltest aufpassen, was du sagst.
Ich kenne seine Mutter. Du hast nichts zu tun mit ihm.
Ich kenne ihn gut.
Und ich kenne dich.
Was?
Ich kenne dich, Soldat. lch kenne dich schon eine lange, lange Zeit.
Dein Stern leuchtet nicht fiir immer. Und dein Weg ist lang.
Du bist eine Hexe.
Du beschuldigst mich?
Ja, ich beschuldige dich, Hexe.
Gib zuriick, was du gestohlen hast, und ich verschone dich.
Du wiirdest tatséichlich einer Mutter ihren eigenen Sohn verweigern?
Oh! So zornig, Soldat?
Ich bin miide.
Dann solltest du ausruhen.
Ich werde ausruhen, wenn ich ihn nach Hause gebracht habe.
Sta rrkéipfig .
Du hast keine Vorstellung.
Dann warst du das. lm Wald. Du folgst mir.
Ja.
Genug jetzt. Geh wieder deines eigenen Weges, wenn du leben willst.
Und wenn ich dir sagen wiirde, dass unsere Wege die gleichen sind?
Aof meinem Weg gibt es keinen Platz fijr dich. Da gibt es fiir niemanden Platz.
Du hast gewonnen, Soldat.
Mein Sohn wird mit dir gehen.
Aber sieh dich vor.
Es gibt nichts, das schlimmer ist, als der Zorn einer Mutter.
Du bist nicht seine Mutter. - Doch, doch, das bin ich.
Ja. lch bin die Mutter von allen, die so sind wie du.
Ihr geh6rt alle mir!
Ich werde dich nicht vergessen.
Ich werde dich nicht vergessen.
Ich dich auch nicht.
Schon seit Tagen will ich dich fragen. Wo gehen wir hin?
Ah, du hast schon immer so dumme Fragen gestellt.
Ich bin miide.
Ich will heute nicht scherzen.
Dieses Mal irrst du dich, mein Freund. lch habe dir keine dumme Frage gestellt.
Ich erinnere mich nicht mal mehr, warum wir weggegangen sind.
Ich habe solchen Hunger.
Morgen werde ich jagen.
Eflnnerst du dish'?
Als wirjung waren, hast du immer die griilSten Rehe erlegt.
Ja, ich erinnere mich. Wie viel Zeit ist seitdem vergangen?
Zwei Kriege.
Und der letzte war ein Massaker.
Ein Massaker sagst du, ja?
Nun, wir kémpfen, bis wir sterben.
Das ist alles, was wir k6nnen.
Jetzt denke ich, der Sieg wire es, nach Hause zu kommen. In Frieden alt werden.
Ffleden.
Ich glaube nicht, dass Ménner wie wirjemals in der Lage sein werden,
zu verstehen, was das bedeutet.
Ich erinnere mich nur an den Geruch
von Blut, Schlamm,
Dreck.
Du hast bald deinen Frieden.
Der Morgenstern wird uns fiihren.
Wir gehen nach Osten.
Sieh mich an.
Los!
Nein...
Nimm ihr die Kapuze ab. Wir miissen sicher sein,
dass sie fiir den Prozess lebendig ist.
Was 'st'? Woraui wartest du'?
lch werde es sicher nicht tun.
Achte nur darauf, class du ihr nicht in die Augen siehst.
Sichere die Umgebung.
Lasst die Frau frei und es wird kein weiteres Blut vergossen.
Diese Kreatur, die du eine Frau nennst, ist schon tot.
Du vergeudest nur deine Zeit. Und du verlierst deine Wiirde.
Und jetzt wirst du etwas noch wertvolleres verlieren: dein Leben.
Ein Soldat, der bereit ist zu t6ten, um eine Hexe zu retten,
hat nichts weniger verdient.
Es sei denn, es ist noch etwas Menschliches in dir iibrig.
Ich betreibe keinen Hexenzauber. Und wenn sie es tut, kenne ich den Lauf der Dinge.
Diese Frau hat mein Leben gerettet, und ich will mit ihr reden.
Ein Krieger wie du sollte das doch verstehen.
Du hast gerade einen meiner besten Ménner getiitet.
Und nun versuchst du mich zu ijberzeugen, eine Hexe laufen zu lassen?
Was fiir eine Art von Mensch steckt in dir? Du sprichst wie ein Fiihrer,
aber du bist nichts. Nichts, bloB eine Puppe in den Héinden einer Hexe.
Dein Mann hat mich angegriffen. Wir haben fair gekéimpft,
und er ist den Soldatentod gestorben. Du solltest seine Niederlage ehren,
statt zu bl6ken wie ein verlorenes Schaf.
Nun gib sie frei und kein Blut wird flieBen.
Ich bin schon Ménnern wie dir begegnet.
Veteranen aus Duellen, ohne Ehre ausgefochten. Ménner, die gewillt sind,
zu urteilen, obwohl sie keine Richter sind.
Befleckt von den schlimmsten Verbrechen versteckt ihr euch in den Schlachtfeldern
zwischen Schlamm und Dreck, um euer eigenes Leben zu retten.
Ich habe viele Wiirmer wie dich get6tet, und heute t6te ich wieder einen.
Doch sag mir eines: wo begegnet dir so eine Frau?
No comments yet. Be the first to leave one.