De første 200 linjer.
Ich will nur eine Weile einiges hinter mir lassen.
Die Insel ist nicht gerade paradiesisch.
Sie sollen wissen, worauf Sie sich einlassen.
Bei allem Respekt, Mr. Coughlan,
an der Westfront war es bestimmt schlimmer.
Da haben Sie wohl recht.
Die Reisekosten tragen Sie selbst.
Als Aushilfe haben Sie keinen Urlaubsanspruch.
Wie ich sehe, sind Sie alleinstehend.
Keine Familie.
Das bereitet mir ein wenig Sorgen.
Die Abgeschiedenheit von Janus ist nichts für Junggesellen.
Eine Familie wäre eine praktische Hilfe, nicht nur ein Trost, aber...
da es nur vorübergehend ist...
Sie reisen in zwei Tagen nach Port Partageuse.
Von dort setzen Sie nach Janus über.
Willkommen beim Commonwealth Leuchtturm-Dienst.
Ich bin stolz, einen Mann mit solchen Verdiensten bei uns zu haben.
Mr. Sherbourne, genau zur rechten Zeit!
Kommen Sie herein. - Vielen Dank.
Willkommen in Partageuse. Ich stelle Sie vor.
Das ist Mr. Tom Sherbourne. Unser neuer Leuchtturmwärter. - Guten Tag.
Cyril und Bertha Chipper.
Bill Graysmark und seine Frau Violet.
Guten Tag. - Und ihre Tochter...
Wo ist sie denn? - Möchten Sie etwas trinken?
Vielen Dank. - Tom, Ihr Leuchtturm...
wird Schiffe aus der nördlichen Hemisphäre leiten und unserem Land Wohlstand bringen.
Nach dem Krieg ist das auch vonnöten.
Er kam uns in mancherlei Hinsicht teuer zu stehen.
Trauen Sie sich das zu?
- Das werden wir sehen. - Bitte...
Das Letzte, was der arme Mann braucht, sind eure Schauergeschichten. - Da ist sie.
Das ist Isabel Graysmark. Isabel,
das ist Mr. Sherbourne. - Sehr erfreut.
Miss Graysmark.
Janus ist kein besonders beliebter Posten.
Sie werden die einzige Menschenseele...
im Umkreis von 160 km sein.
Wissen Sie, warum die Stelle frei wurde?
Vorübergehend frei. Trimble ist in sechs Monaten wieder auf dem Damm.
Er muss sich nur ein wenig erholen.
Nur das?
Hat man Sie informiert? - Über Einzelheiten wurde nicht gesprochen.
Überrascht mich nicht. Trimble Docherty...
betreute den Leuchtturm fast sechs Jahre lang. - Ohne Zwischenfälle.
Dann berichtete er, seine Frau hätte vorbeifahrenden Schiffen Signale gesendet.
Das ist aus zwei Gründen untragbar. Schiffen Signale zu senden, ist verboten.
Das wird ihm bekannt sein.
Und der zweite Grund? - Seine Frau ist seit zwei Jahren tot.
Ein klarer Fall von Inselkoller, gepaart mit Trauer, das ist alles.
Mr. Sherbourne hätte informiert werden müssen.
Lange bevor er unterschrieb.
Danke, dass Sie mir das sagen.
Ich hoffe, Trimble wird sich wieder erholen.
Was die Abgeschiedenheit angeht,
fühle ich mich gewappnet.
Nach Frankreich ist mir die Vorstellung, allein zu sein,
ganz willkommen.
Verständlich. - Gut gesagt, Mr. Sherbourne.
Auf die Zukunft. - Auf die Zukunft.
Alles Gute.
Bitte besuchen Sie uns wieder.
Es hat mich sehr gefreut.
Ein beeindruckender junger Mann. - Oh, ja...
Jetzt ist es zu spät, es sich anders zu überlegen.
Sechs Monate sind nichts.
Solang man nicht versucht, die Luft anzuhalten.
Wiedersehen, Tom.
Gut gemacht, Sherbourne.
So gesund und munter wie Sie soll ein Wärter nach drei Monaten aussehen.
Gentlemen.
So bald hatte ich Sie nicht erwartet. Wo ist Trimble?
Darüber möchte Hasluck an Land mit Ihnen reden.
Tom. Danke, dass Sie gekommen sind.
Sie fragen sich bestimmt, warum wir Sie einbestellt haben.
Wir dachten, Trimble wäre auf dem Weg der Genesung, doch...
er stürzte sich von den Klippen in Albany.
Wir haben die Stelle erst gar nicht neu ausgeschrieben.
Sie haben Ihr Können bewiesen,
daher bieten wir Ihnen einen Dreijahresvertrag für die Stelle an.
Wir sind zuversichtlich, dass Sie uns nicht im Stich lassen.
Mr. Sherbourne. Was für eine schöne Überraschung!
Guten Tag. - Sie sind nicht auf Ihrer Insel?
Captain Hasluck hat mir eine feste Stelle angeboten.
Wie schön. Ich möchte alles hören.
Bleiben Sie zum Essen? - Sehr gern.
Danke.
Sie müssen Eindruck hinterlassen haben.
Ein solches Angebot nach nur drei Monaten.
Waren wohl wenige Bewerber.
Zurzeit gibt es kaum Männer auf dem Arbeitsmarkt.
Da haben Sie leider recht, Sir.
Wann müssen Sie zurück? - In ein paar Tagen.
- Was haben Sie vor? - Sicher hat er noch...
viel zu erledigen, bevor er... - Er bot an, morgen mit mir zu picknicken.
Was für eine schöne Idee!
Picknicken? - Ja.
Ich finde das wunderbar.
Wie ist es da draußen?
Es ist ruhig.
Man hat Zeit zum Nachdenken.
Sind Sie einsam?
Zu beschäftigt. Ständig muss etwas repariert werden.
Gefällt es Ihnen?
Sie sind nicht sehr gesprächig, oder?
Treffen Sie alle Leuchtturmwärter, die nach Janus gehen? - Alle?
Sie sind der erste Neue seit Jahren.
Ich kann Ihnen einiges über mich erzählen.
Meine Mom hat mir Klavierunterricht gegeben.
Spielen Sie noch?
Nicht sehr gut.
Meine Brüder haben mich immer gehänselt, wenn ich spielte.
Ich habe beide verloren.
Im Krieg.
Für meine Eltern muss es kaum zu begreifen sein.
Verliert eine Frau ihren Mann, wird sie zur Witwe.
Aber verlieren Eltern ein Kind, gibt es dafür kein Wort.
Man bleibt Mutter oder Vater.
Auch wenn man kein Kind mehr hat.
Manchmal frage ich mich,
ob ich eigentlich noch eine Schwester bin.
Jetzt, wo meine Brüder tot sind.
Wie lange waren Sie dort, im Krieg?
Fast vier Jahre.
Sie Ärmster.
Das muss Sie betäubt haben.
Meine Füße.
Meine Füße waren oft taub.
Dafür sorgte der gefrorene Schlamm.
Was ist mit Ihrer Familie?
Erzählen Sie mir von Ihren Eltern.
Meine Mutter ist tot. - Und Ihr Vater?
Wir haben keinen Kontakt.
War er streng mit Ihnen?
"Streng" trifft es nicht mal ansatzweise.
Aber das...
machte den Drill beim Militär leichter.
Und es machte es wohl leichter, da drüben zu wissen,
dass es niemandem das Herz bricht, wenn das Telegramm käme.
Sagen Sie nicht so was.
Sie haben gefragt.
Manchmal sollte man die Vergangenheit ruhen lassen.
Wenn die Vergangenheit tabu ist,
darf ich dann über die Zukunft sprechen?
Eigentlich kann man gar nicht über die Zukunft reden,
nur darüber, was wir uns dafür wünschen.
Das ist nicht dasselbe.
Sie sind unmöglich.
Also, was wünschen Sie sich?
Ein Leben.
Das würde mir reichen.
Nehmen Sie mich mit nach Janus.
Was?
Ich will es sehen.
Ich möchte sehen, wo Sie sich einigeln.
Das würde gegen die Vorschriften verstoßen.
Nach Janus darf nur die Frau des Wärters.
Dann heiraten Sie mich.
Wieso lachen Sie?
Sie wären verrückt, mich zu heiraten.
Ich bring Sie besser nach Hause.
Oder ich hab die halbe Stadt am Hals.
Kommen Sie.
Schreiben Sie mir?
Natürlich.
"Liebste Isabel,
jeden Tag...
und jede Nacht,
wenn ich aufs Meer hinausblicke,
versuche ich mir vorzustellen,
Sie stehen am Pier.
Ich habe über unsere gemeinsame Zeit nachgedacht,
und darüber, was Sie gesagt haben.
Sie hatten recht.
Ich war so lange vom Tod umgeben,
dass es mich betäubt hat.
Deshalb bin ich wohl nach Janus gekommen.
Hier ist niemand, den man verletzen könnte.
Hier draußen...
bin ich nur für das Licht verantwortlich.
Viele Jahre lang verschwand alles, mit dem ich in Berührung kam.
Und Sie stecken so voller Leben...
Das macht mir Angst."
- Isabel, ein Brief! - "Ich bewundere Ihr Wesen zu sehr,
um es mit meiner Düsterheit zu trüben." - Von Tom.
"Dennoch muss ich immerzu an Sie denken.
Durch unsere gemeinsame Zeit kann ich wieder etwas spüren.
Und dafür danke ich Ihnen.
Ich bin Ihnen auf ewig verbunden.
Ihr Tom."
"Liebster Tom,
ich habe Ihren schönen Brief erhalten.
Danke."
"Danke, dass Sie sich mir geöffnet haben.
Ich weiß, wie schwer das für Sie sein muss.
Ich weiß auch, wie schwer ein Verlust ist.
Aber wir alle müssen weiterleben.
Und Sie tragen noch Licht in sich.
Ich habe es gesehen.
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