De første 200 linjer.
Drei, zwei, eins, Action!
Kit!
-Ich bin Erin Kellyman. -Ich bin Ruby Cruz.
-Ich bin Tony Revolori. -Ich bin Ellie Bamber.
Ich bin Dempsey Bryk.
Ich bin Amar Chadha-Patel, und das ist
-ein Blick hinter die Kulissen von... -Willow.
-Willow. -Willow.
-Willow. -Willow.
Es begann etwa zehn Jahre nach dem Filmstart...
...dass nicht eine Woche verging, ohne dass ich auf Willow angesprochen wurde.
Sie haben schon mit George Lucas gearbeitet?
Ja, bei Die Rückkehr der Jedi-Ritter.
Dann kamen Die Karawane der Tapferen und Kampf um Endor.
Danach drehte ich Die Reise ins Labyrinth, diesmal wieder mit George.
Ich las ein Interview über Willow,
in dem George Lucas sagte,
dass er, als er Warwick kennenlernte,
eine Geschichte mit einem ungewöhnlichen Helden machen wollte,
der nicht dem üblichen Bild entsprach.
Ich sah mir das Original an, um meine Erinnerung an die Story
und die Charaktere aufzufrischen und an ihren Unterhaltungswert...
Was für ein Kultfilm das doch war.
Ihr wievielter Film mit George ist das?
-Der dritte. -Und die anderen zwei?
Jäger des verlorenen Schatzes
und Indiana Jones.
Und jetzt dieser.
Ich wurde in drei Filmen viermal getötet. Er mag mich nicht.
Es ist ein Film, der sich nicht so ernst nimmt.
Entschuldigung, gibt's hier noch Bier?
Es war für mich eine unglaubliche Erfahrung,
mit Ron Howard als Regisseur und George Lucas als Produzent.
Es war mein erster Film und gleich eine so gigantische Produktion.
Es war nicht von dieser Welt, fantastisch.
Ich war gefesselt.
Gefesselt von Warwick, von Joanne und von Val Kilmer.
Ganz klar.
Wir waren alle vollkommen von dem Film besessen.
Er war erfolgreich, als er herauskam, und bekam gute Kritiken.
Er passte aber nicht so richtig in die damalige Popkultur.
Ich war eher der Meinung,
dass Indiana Jones und Star Wars zwar das Maß aller Dinge waren,
dass es aber noch etwas anderes gab. Es gab Willow.
George Lucas wollte nicht unbedingt eine Fortsetzung des Films drehen,
sondern ihn für das Fernsehen weiterspinnen.
Und bei Disney Plus hatten wir das Gefühl,
da passt er hin.
An alle, die seit 30 Jahren warten: Es ist so weit.
Nach seinen ursprünglichen Gesprächen mit Ron Howard...
...begann Kasdan, diese Welt zu bauen
und seine Empfindungen, seinen Humor und sein Herzblut mit einzubringen.
Nostalgie ist im Spiel,
für all jene, die den Originalfilm lieben.
Aber er ist auch frisch und modern
und spielt in einer ganz neuen Zeit.
Willow hat etwas Besonderes an sich, ebenso wie Lucasfilm als Marke.
Meine Gedanken wanderten immer wieder
zu diesem staubigen Buch im Regal...
...mit dem Titel "Willow".
Ich wollte dieses Buch ausbauen.
Jon Kasdan ermutigt einen zu Einfallsreichtum und Mut.
Aber er respektiert auch die Fähigkeiten und Besonderheiten,
die die Schauspieler mitbringen.
Für eine neue Besetzung
ist es nicht leicht, sich in einer so liebgewonnenen Geschichte zu behaupten.
WILLOW DIE NEUE BESETZUNG
Nach der Lektüre des Skripts und angesichts der Prämisse war klar,
dass die Besetzung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden würde.
Ich war also sehr nervös, als ich das neue Team kennenlernte.
Und sie sind so wunderbar, so fantastisch.
Es war eine Freude, ein echtes Vergnügen, mit ihnen zu arbeiten.
Der Schlagabtausch zwischen ihnen
kam ohne Dazutun der Regie zustande.
Es war ein verrückter Tag. Wir hatten viel...
-Wo? -Ich glaube, da drüben.
-Was? -Jede Menge Reittraining heute.
Ich denke... Nein.
-Amar, steigst du auf? Ruby? -Nein, ich nehme das nächste.
Wie gesagt, jede Menge Reittraining.
Ruby, die meine Zwillingsschwester Kit spielt, lernte ich über FaceTime kennen.
-Hallo. Wie geht's? -Hallo.
Nach zwei Sekunden sagte ich: "Ich kenne dich."
Und so ging es mir mit jedem, den ich kennenlernte.
Wir sagten alle dasselbe.
Das ist meine Familie. Wir sind schon so lang zusammen.
Wenn wir zu sechst sind, haben wir immer sehr viel Spaß.
Wir kriegen nie was in den Kasten, haben aber Spaß.
Öffne deinen Geist.
Wie war es, mit Warwick Davis zu arbeiten?
Warwick besitzt viel Leidenschaft.
Sehr viel Leidenschaft.
Wahnsinnig viel.
Er hat so viele großartige Ideen.
Warwick ist...
Er ist sehr... intensiv.
Lassen wir das Ding abschleppen? Der Besitzer zahlt.
Er hat Ideen. So viele Ideen.
Für jeden und zu allen Themen.
Ob man das will oder nicht.
Wie ist das?
Er lässt einen nicht vergessen, dass er die Nummer eins
auf der Dispo-Liste ist. Das ist hilfreich, finde ich.
Ruhe, bitte.
Ich mach das nur ein Mal.
Und drei, zwei, eins.
Ich bin Warwick Davis und ich spiele Willow.
Warte. Nein, nochmal. Das war Mist.
WILLOW DIE FILMWELT ENTSTEHT
Wir haben die besten Leute
für Haar, Make-up und Set-Design,
und sie haben so tolle Arbeit geleistet...
...dass es mich umhaut zu sehen, wie detailliert sie alles gestaltet haben.
Das Troll-Set gefiel mir sehr.
Es war cool, darin umherzulaufen. Man verläuft sich tatsächlich schnell.
Es ist ein komplettes Gebilde. Ein Labyrinth.
Es ist nicht nur ein kleiner Winkel, in dem sich alles zusammendrängt.
Sie haben das ganze Ding gebaut.
Das ist eine tolle Crew.
Die ganze Kunstabteilung, die alles, was man hier hinter uns sieht,
sehr kreativ umgesetzt haben.
Was man nicht sieht, wird durch Spezialeffekte hinzugefügt.
Industrial Light and Magic überwachen
alle Spezialeffekte für dieses Werk.
Es wird episch, obwohl die Location an sich schon episch ist.
Wenn die Spezialeffekte ins Spiel kommen, wird das hier
fünf oder zehnmal so hoch sein.
Wir sind in Bavmordas Kammer im Hohen Turm, wo Willow aus 1988
seinen Höhepunkt erreicht.
Wir sehen die Figuren von 1988,
wie sie mit den Figuren von 2021 interagieren.
Wir suchten in den Archiven Einstellungen,
die uns helfen würden, die Geschichte zu erzählen.
Wir trugen das passende Videomaterial zusammen,
versuchten, unsere 2021er Figuren in die richtige Position zu bringen,
sodass sie sich in unser Videomaterial einfügten.
Ich denke, das Team braucht etwa drei bis vier Monate,
um sie in diese Umgebung zu integrieren.
Die Rekonstruktion dieser Kulissen zu sehen,
war auch sehr beeindruckend.
Denn ich glaube, dass diese Location
im Film größtenteils gemalt war.
Im Originalfilm war dieses Podium das einzige, was echt war.
Der Rest war ein Matte Painting.
Kristian und das Team leisteten tolle Arbeit.
Wir wollten eine möglichst große Ähnlichkeit mit dem Film.
Neal Scanlan und die Kreaturen-Abteilung sind legendär.
Sie arbeiteten mit Lucasfilm und ILM schon an einigen Star-Wars- Projekten.
Die Liebe zum Detail dieser Künstler ist wunderbar.
Sie fertigen Zeichnungen an, Maquetten, lebensgroße Skulpturen.
Man kann seine Meinung sagen,
darüber diskutieren, wie es in Wirklichkeit aussehen wird.
Für mich war Willow sehr anspruchsvoll.
Neue Figuren zu erschaffen und von vorne zu beginnen war fantastisch.
Und Lösungen zu finden für das, was Jon schrieb, hat großen Spaß gemacht.
Drei, zwei, eins, Action!
Und er taucht ab.
Die Kreaturen sind großartig.
Meine Lieblingsgeschöpfe waren übrigens die Wer-Ratten.
-Vorsicht vor den Wer-Ratten. -Was?
Bis gleich.
In Folge drei machen Kit und Boorman eine kleine Extratour.
Wer-Ratten greifen uns an
und diese irre zweiköpfige Ratte attackiert Kit,
während ich in einem Brunnen rumhänge.
Die Tierattrappen waren Spezialeffekte vom Feinsten.
Puppen mit vollständigen Skeletten, die sich bewegen konnten,
mit Fingern und Augen. Sie sahen so echt und gruselig aus.
Schleimig und eklig. Ich fand sie toll.
Als zum ersten Mal einen Troll sah, war ich sprachlos.
Die Details, die Neal in das Gesicht eingearbeitet hatte, die Falten, alles.
Selbst die kleinen Warzen, die sie auf dem Körper hatten.
Ich werde oft gefragt, ob ich nach Stanislavski oder Meisner spiele.
Das ist aber eine Fangfrage,
denn ohne Stanislavski gäbe es keinen Meisner.
Auch Pippa, die Make-up-Designerin, leistet fantastische Arbeit.
Ich finde, alles, was sie anpackt, sieht am Ende sehr natürlich aus.
Wir wollten unserer Welt mit den Statisten Leben einhauchen.
Statisten haben interessante Frisuren und das ganze Drumherum.
Die Einwohner von Tir Asleen zum Beispiel.
Unsere Helden sollten nahbar sein.
Unser Publikum sollte beim Zusehen denken:
"Das... Das könnte ich sein, oder?"
Pippa und ich sind uns einig,
dass ich von allen Figuren am besten aussehe.
Ja.
Ich habe eben erzählt, dass du für alle das Make-up machst, nur nicht für dich,
denn das ist fast unmöglich.
Ich würde sagen, Warwick ist sehr anpackend.
Ja. Anpackend beschreibt ihn sehr gut.
Ich bin Perfektionist.
Jedes noch so kleine Detail am Set ist wichtig.
Und ich will daran teilhaben.
Ich meine, der Mann hat eine unglaubliche Arbeitsmoral.
Er ist an den Kostümen beteiligt, am Make-up, am Produktionsdesign.
Er ist unser Ersthelfer...
...was bizarr ist, denn er hat eigentlich
weder einen medizinischen Hintergrund noch irgendwelche Vorkenntnisse.
Einerseits denke ich, es ist unverantwortlich
und sonderbar, dass er sich zum Ersthelfer ernannt hat.
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