De første 200 linjer.
Bonjour. Madame, Monsieur...
Komm. - Wie viele Plätze brauchen Sie?
Zwei.
Ist alles so recht? - Ja, vielen Dank.
Waren Sie zufrieden? - Es war ausgezeichnet. Wie immer, Patron.
Es war eine gute Idee, hierher zu gehen. - Und es ist nicht mal teuer.
Im Ernst? Wie viel? - 100 bis 200 pro Person.
Ohne den Wein? - Das ist ja wohl selbstverständlich.
Wird an Tisch 4 noch Kognak gewünscht... - Geht das auf Sie. Und wenn nicht?
Bringen Sie nichts.
Moment mal! Was soll das darstellen? - Unsere berühmten Eier à la Mimose.
Sieht aus wie Kartoffelpüree. - Nein, wie Erbspüree.
Solche Bemerkungen stehen Ihnen nicht zu! Sie haben auf dem Teppich zu bleiben!
In die Küche! - Wir servieren Gang für Gang.
Stimmt genau. - Passen Sie doch auf!
Wer hat die Platte zurechtgemacht? - Er da! Der neue Stift.
Hast du das fabriziert? - Angerichtet!
Was fällt dir ein, mich zu verbessern? Unsere Eier à la Mimose werden...
mit Estragon garniert! Keine Petersilie! - Erzählen Sie das dem Chef!
Du machst mir keine Vorschriften! Oh! Wie geht's denn immer so, Marcel?
Es macht sich! Was nicht in Ordnung? - Ihm passt das Gemüse drumrum nicht.
Er wünscht statt Petersilie Estragon. - Mimose-Eier? Petersilie und Zwiebeln.
Sag ich ja. - Er lügt! Er wollte Estragon!
Sie wollen meinem Patenkind was anhängen? - Dieser Knirps ist Ihr Patenkind?
Sieht aus wie Sie. Gefällt's ihm bei uns? - Bei mir schon.
Wird mal ein tüchtiger Koch werden. - Das wäre zu wünschen. - Ja.
Ist 'n bisschen voll in der Küche, Chef. - Das stimmt. Was wollte ich doch gleich?
Ah ja! Wieder rein.
Dieses Küchenpersonal ist eine einzige Plage!
Geschieht dir ganz recht! Kriechernatur!
Das will ich überhört haben. Was soll man machen?
Ihre Fliege hängt erdwärts. - Oh, pardon.
Sie haben nach mir verlangt, Baronin? - Nicht doch. Ich meinte meinen Pudel.
Ich dachte, das galt mir. Wo ist der liebe Hund?
Sagen Sie mal, sind Sie ein Pudel? - Pardon? Nein, Monsieur.
Also, an die Arbeit! Pardon, Baronin. - Es war wieder vorzüglich.
Meine Tasche? - Ist in sicherer Obhut. Bitte.
Wo ist Ihr Kollege? - Hier!
Die Garderobe der Herrschaften. - Vielen Dank.
Wie gesagt, es war ganz vorzüglich. - Sehr liebenswürdig. Au revoir.
Bitte beehren Sie uns wieder.
Was bedeutet das, Septime? - Heute ist Donnerstag. Also ist das...
Präsident Novalès, der ins Elysee fährt. - Ich finde diesen Aufwand übertrieben.
Setzen Sie mich ab und reservieren Sie für heute Abend einen Tisch für uns drei.
Bei Septime. - Si. Pardon, Exzellenz...
Ich sagte klar und deutlich Septime! - Ja, gut.
Monsieur Septime? - Ja?
Schauen Sie mal ganz unauffällig da rüber. Na, wie finden Sie die zwei? - Wen? Wo?
Vor den Gästen. In 'nem vollen Lokal! Wie find ich denn das?
Ausgezeichnet. Na, wartet!
Vielen Dank, mein lieber Roger... - Wie wär's mit einem Beruhigungspillchen?
Sehr aufmerksam.
Patron! Bitte, Patron! - Monsieur?
Womit kann ich dienen? - Ich habe mich vollgekleckert.
Das haben wir gleich. Nur nicht reiben.
Nicht dran reiben.
Wo reibt ihr denn? Da ist er, der Fleck! - Da!
Oh, der Herr Minister! Der Herr Minister.
Mein Staatssekretär. - Monsieur...
Mein Unterstaatssekretär... Und das ist mein... äh...
Das macht ja nichts. - Mein lieber Septime!
Wenn ich Ihnen den erzähle, fallen Sie um! - Herr Minister haben immer tolle Witze!
Da ruft mich der Chef des Kabinetts... Aber hören Sie doch erst mal zu, Bester!
Da ruft mich doch der Chef des Kabinetts und sagt zu mir: Herr Minister...
Wahnsinnig komisch!
War es seine Schwägerin!
Er lacht so gerne. Ein charmanter Mensch.
Oh, der Patron! Darf ich Ihnen meine ausländischen Kollegen vorstellen?
Das ist Kommissar Riganti...
Und Kommissar Dr. Müller aus Deutschland. - Sehr angenehm.
Ich habe ihm versprochen, Sie zu fragen, ob Sie ihm Ihr berühmtes...
Kartoffelsoufflé-Rezept verraten. - Das wäre sehr liebenswürdig.
Das ist ein Berufsgeheimnis! - Nur für ihn privat.
Na gut, aber nur, weil Sie es sind. Also: Sie nehmen 1 reichliches kg Kartoffeln...
Für wie viel Personen? - Kommt drauf an. Für 6 Personen...
normaler Esser oder nur für eine Person von dem Umfang, etwa so, hm? Also:
Man nehme 1 reichliches kg Kartoffeln, 1 Liter Milch,
3 Landeier, 69 Gramm Butter,
Salz und Muskatnuss. Muskatnuss!
Mitgekommen, Herr Dr. Müller? Ich wiederhole:
1 reichliches Kilogramm Kartoffeln,
1 Liter Milch,
3 Landeier,
69 Gramm Butter,
Salz und...
und Muskatnuss.
Muskatnuss, Herr Müller!
Signor Riganti, Herr Kommissar...
Haben Sie verstanden, Herr Müller?
Ja.
Auf Wiedersehen, Herr Müller!
Gehen Sie etwa fremd... äh... speisen? Mitten im Hochbetrieb gehen Sie fort?
Ich leide an Platzangst. Und das Lokal... - Sie führen was im Schilde!
Ich muss Sie wohl überwachen lassen. - Nicht doch! Was soll ich machen?
Ich muss zu Mama! Der Fratz ist über 90 und kaum viel höher als diese Tischplatte.
Da dürfte sie ja kaum noch wachsen. - Messieurs, Ihr Soufflé.
Monsieur!
Sagen Sie, sehen Sie das da oben? Das merkwürdige Ding da oben?
Wo?
Ich sehe nichts.
Das ist vielleicht ein bisschen zu stark, zu gewagt, zu übertrieben.
Ich möchte wissen, wie man über mich redet und wie man die Gäste achtet,
wenn ich mal weg bin. Hm, das ist überhaupt die Idee!
Ich mache mich vollkommen unkenntlich.
Bonjour, Monsieur. - Bonjour.
Vielen Dank. - Wo bleibt denn der Patron?
Er hat freigemacht. - 'ne wahre Erholung für Sie, hm?
Warum sollte es das denn? - Bekommt man noch etwas zu essen?
Wenn Monsieur sich einen Tisch aussucht, dann wird serviert, was Monsieur wünscht.
Monsieur wünscht noch zu speisen. - Aber gern.
Ein Verrückter.
Monsieur...
Der Patron macht frei? - Ja.
Sie werden ihn kaum sehr vermissen, nicht? - Ach...
Sie sind froh, dass er weg ist? Wie man's nimmt. - Was heißt das?
Ja.
Bitte, Monsieur... Hoppla! - Danke. Ich bin manchmal zu ungeschickt.
Brrr, hier zieht's aber! Hier zieht es, verdammt juchhe!
Vielleicht setz ich mich lieber da rüber. Ein wahres Ekelpaket, dieser Septime, hm?
Sicher wahnsinnig ungerecht. - Nicht mal.
Sie verteidigen ihn? - Im Gegenteil. Das dachte ich mir! Es hat sich gelohnt...
Wie meinen? - Ich meine... meine den Platzwechsel.
Hoppla. Ich bin doch zu tollpatschig. - Das macht doch nichts, Monsieur.
Was nimmt man?
Bei der Wahl zwischen Radau und Zugluft ziehe ich doch die Grippe vor!
Ich setze mich lieber dahin. - Der Tisch ist aber reserviert.
Das stört mich nicht. Haben Sie die Karte? - Ja.
Zeigen Sie mal. Ei, wie ungeschickt! Das geht schon in Ordnung.
Also was soll ich nehmen?
So was von Auswahl! - Ich würde...
Jean, sind Sie verrückt? Spinnen Sie? Wir sprechen uns noch.
Ich hab eine Idee. Das muss ich notieren, bevor ich's wieder vergesse.
Wieder einen fertiggemacht... 'n Reim. - Wenn ich mir erlauben darf zu empfehlen:
Ich würde Ente à la Rouennaise wählen. - So? Ah, ja...
Ente à la Rouennaise, Wildschweinkeule au Vélours...
Eine bestimmte Art der Zubereitung. - Kenn ich doch, Wildschwein aus Vélours.
Oh, hier, Pute à la Capriole... Ich liebe Kapriolen!
Pardon, das würde ich weniger empfehlen. - Den Puter würden Sie weniger empfehlen?
Das muss festgehalten werden. Ein Dichter ist immer im Dienst. Darf ich?
Bitte retour.
Wissen Sie was? Ich nehme ein Radieschen! - Was?
Ein Radieschen... Was darf ich dann bringen?
Sollte ich dann wider Erwarten noch Hunger haben... einen Joghurt.
Ja. Und schnell, ich hab's eilig. - Beides wird sofort marschieren.
Die Karte behalte ich noch. Garçon! Welcher Wein passt zu einem Radieschen?
Da empfehle ich einen Muskateller. - Ist der trocken oder süß?
Trocken. - Ich hätte aber lieber etwas Süßes.
Vielleicht einen Sauternes... - Ist der süß?
Er ist sehr süß. - Etwa zu süß?
Süß. Möchten Sie lieber was Halbtrockenes?
Nein, lieber etwas Halbsüßes. - Aha, Halbsüßes.
Sie haben überhaupt keine Ahnung. Ich such mir lieber selbst was aus!
Können Sie Ihr Mineralwasser empfehlen? - Das ist ganz vorzüglich.
Sagen Sie! Oder lieber Soda? - Das kann ich empfehlen.
Ich hab's: einen Sprudel. Nicht zu kalt, möglichst wenig Kohlensäure.
Nicht papapapap, mehr piepiepiep. Reißt man das dem Gast aus der Hand?
Charmant und langsam! Was bringen Sie da? Das hab ich nicht bestellt. 1 Radieschen!
Eins! Nicht gleich 'n halben Zentner. Na, was ist? Bekomm ich kein Besteck?
Ein Messer genügt. Ich hab's mir überlegt, ich brauch auch kein Messer.
Gehört das mir? - Der ist Ihnen aus der Tasche gefallen.
Oh, danke. Und 10 Mark 50. - Stimmt so.
Mist!
Waren Monsieur zufrieden?
Wünschen Monsieur noch ein Dessert? Eis, Omelette? Wenn das zu viel ist,
vielleicht eine kleine Karotte? Mit Salz, Pfeffer und eventuell Papri...
Unser Monsieur Septime! - Scht!
Leise! Dass, wer hier reinkommt, ein König ist, haben Sie wohl vergessen!
Welchen Beruf schwänzen Sie eigentlich? Sie Schmutzfink, Sie Würstchen!
Sie können sich auf was gefasst machen!
Hm! Wir zwei rechnen noch ab!
Pardon.
Monsieur Sep... - Es tut mir aufrichtig Leid.
Ich weiß nicht, wann Monsieur zurück ist. - Ich bin ja hier. Marsch, an die Arbeit!
Bitte, meine Herrschaften... - Taucht hier mit 'ner Perücke auf...
und macht Wirbel! Das ist doch unfair! "Ich möchte den Tisch haben! Nein, den!"
Und was bestellt der Kerl? Ein Radieschen! Er nannte mich Schmutzfink und Würstchen!
"Welchen Beruf haben Sie denn geschwänzt?" Mir ist ganz übel geworden.
Er ist verrückt. Übergeschnappt. - Dies Vertrauen ehrt mich sehr.
Ich bewundere Seine Exzellenz! Ich lie... - Das genügt. Wir möchten den Tisch sehen.
Welchen schlagen Sie uns vor? - Ich möchte mir gern alles ansehen.
Ich trage die Verantwortung für ihn. - Tun Sie, als ob Sie zu Hause wären.
Mein Empfangschef führt Sie. Bei mir haben schon viele gekrönte Häupter gespeist.
Hier hätte ich einen wundervollen Tisch in Königsblau, Tisch 15.- Nein.
Wie wär's mit Tisch 17? - 17 auf gar keinen Fall!
Warum nicht? - Seine Exzellenz ist abergläubisch.
Bei uns... - Bei uns ist das 'ne Unglückszahl!
Dann vielleicht die 13? Tisch 13, bitte. Die Queen saß auch dort.
Sie war auf der Durchreise in Paris. Sah die Frau aus mit ihrem Krönchen!
Der Mann saß daneben. Und die Kinderschar, voran Prinzessin Anne, schlürfte Brühe.
Die Bequemlichkeit wäre hier.
Also kein spezielles Menü? - Der Präsident hat vollstes Vertrauen.
Er lässt sich gern überraschen. - Es wird mir ein Vergnügen sein.
Seine Exzellenz ist ganz erpicht darauf, Ihre Dessert-Spezialität kennen zu lernen.
Ah, die "Pyramide à la Septime"! Gern. Bitte bestellen Sie Seiner Exzellenz,
dass Septime für ihn etwas ganz Besonderes zaubern wird. Alles in Ordnung?
Ja. Bürgen Sie für Ihr Personal? - Da ist nichts zu befürchten.
3 sind Söhne von Gendarmen, 3 andere... - Hauptsache, keiner Ihrer Leute...
ist dem Präsidenten feindlich gesinnt. - Nein! Den Gast zufrieden zu stellen,
ist unsere einzige Politik. - Fein.
Vielen Dank, M. Septime, bis heute Abend. - Es wird mir eine Ehre sein. Bitte.
No comments yet. Be the first to leave one.