Die ersten 200 Zeilen.
"Durch Schweigen sündigen anstatt zu protestieren, macht Feiglinge aus uns."
JFK - TATORT DALLAS THE DIRECTOR'S CUT
Januar 1961.
Präsident Eisenhowers Abschiedsrede an die Nation.
Die Verbindung von Militärapparat und Rüstungsindustrie ist neu
für Amerika.
Ihr Einfluß,
wirtschaftlich, politisch, ja sogar in geistiger Hinsicht,
ist in jeder Stadt, in jedem Staat, jeder Bundesbehörde spürbar.
Hüten wir uns vor jedem unerwünschten Einfluß,
ob gewollt oder ungewollt,
des militärisch-industriellen Blocks.
Das Gewicht dieser Verbindung darf
Freiheit und Demokratie nie gefährden.
November, 1960.
Senator John Fitzgerald Kennedy
gewinnt eine der knappsten Wahlen der Geschichte Amerikas
gegen Vizepräsident Richard Nixon mit etwa 100.000 Stimmen mehr.
Zusammen mit Jacqueline Bouvier, seiner schönen, eleganten Frau,
symbolisiert Kennedy die Freiheit der 60er Jahre,
die für Amerika Veränderung und Umwälzung bedeuten.
"Alle Menschen sind gleich geboren."
Was ich an Verstand und Geist besitze, widme ich
der Freiheit auf der Welt.
Jeder kann mit Stolz verkünden:
"Ich bin ein Berliner!"
Er erbt einen heimlichen Krieg gegen die kommunistische Diktatur Castros in Kuba.
Der Krieg wird geführt vom CIA und von Exilkubanern.
Castro bedroht Amerikas
Geschäftsinteressen in Lateinamerika.
Der Krieg gipfelt in der Invasion in der Schweinebucht
im April 1961.
Kennedy weigert sich, der exilkubanischen Brigade Luftunterstützung zu geben.
Kennedy übernimmt die Verantwortung für den Fehlschlag,
behauptet aber privat, der CIA habe
ihn überreden wollen, auf Kuba eine Invasion zu starten.
Im Oktober 1962
steht die Welt am Rand eines Atomkriegs.
Kennedy gibt bekannt,
dass sowjetische offensive Atomraketen
150 km vor Amerikas Küste stationiert sind.
Sowjetische Kriegsschiffe mit weiteren Raketen steuern die Insel an,
drehen aber im letzten Moment ab.
Die Welt atmet erleichtert auf,
aber in Washington kursieren Gerüchte, JFK habe ein Geheimabkommen
mit Chruschtschow ausgehandelt,
Kuba nicht zu überfallen, wenn Russland seine Raketen abziehe.
Kennedy wird verdächtigt, mit dem Kommunismus zu sympathisieren.
Kennedy ist auch in Laos und in Vietnam in Konflikte verwickelt.
Wir haben da unsere Schwierigkeiten.
Wenn wir uns nicht mehr um Unterstützung bemühen,
können wir diesen Krieg nicht gewinnen.
Es ist ihr Krieg, sie müssen ihn gewinnen oder verlieren.
In diesem verhängnisvollen Sommer
erläutert Kennedy seine Vision in Washington an der American University.
Welche Art Frieden meine ich?
Welche Art Frieden suchen wir?
Keine Pax Americana,
die der Welt mit amerikanischer Waffengewalt aufgezwungen wird.
Überdenken wir unsere Haltung gegenüber der UdSSR.
Grundlegende Gemeinsamkeit ist,
wir sind alle Bewohner
dieses kleinen Planeten.
Wir atmen dieselbe Luft.
Wir denken an die Zukunft unserer Kinder.
Und wir sind alle sterblich.
Ihr verdammten Schweine!
Lasst mich hier nicht allein!
Sie fuhren nach Dallas.
Und am Freitag
wollen sie Kennedy
umbringen.
Tun Sie etwas,
lassen Sie das nicht zu.
Die Schweine meinen's ernst.
Verladen, seit sie eingeliefert wurde.
Helfen Sie!
Bitte!
GESUCHT WEGEN VERRAT
CBS NACHRICHTENBULLETIN
Ein Nachrichtenbulletin von CBS.
In Dallas, Texas, wurden drei Schüsse
auf Präsident Kennedys Wagenkolonne abgegeben.
Laut erstem Bericht soll der Präsident
ernsthaft verletzt sein.
BÜRO DES STAATSANWALTES
Was gibt's?
Schüsse auf den Präsidenten.
In Dallas. Vor fünf Minuten.
Schlimm?
Nicht bekannt. Vermutlich Kopf.
Im Napoleon ist ein Fernseher.
Drei Kugeln sollen gefunden worden sein. Gouverneur Connally ist auch verletzt.
Der Präsident wurde sofort ins Parkland Memorial Hospital gebracht.
Die Kugel soll im Hals eingedrungen und im Nacken ausgetreten sein.
Es werden Bluttransfusionen versucht. Ein Priester gab ihm die Letzte Ölung.
Er hat noch eine Chance.
Jack, du schaffst es.
Aus Dallas, Texas,
die offizielle Meldung:
Präsident Kennedy starb
um 13 h Central Standardzeit,
14 h östliche Standardzeit,
d. H. Vor ungefähr 38 Minuten.
Der Vizepräsident verließ die Klinik.
Er wird vermutlich bald den Amtseid ablegen,
und der 36. Präsident der USA werden.
Er tat so viel für das Land, für Farbige. Warum?
Ade, du Waschlappen, krepier!
Halt die Klappe!
Ich schäme mich, Amerikaner zu sein.
Der Präsident der Vereinigten Staaten ist tot.
Ich sprach mit Pfarrer Oscar Hubert der Heiligen Dreifaltigkeitskirche.
Er und noch ein Priester haben
Präsident Kennedy die Sterbesakramente erteilt.
Kurz nach 12.30 h,
als die Wagenkolonne zum Stadtpark von Dallas kam,
fielen die Schüsse.
Der Präsident ist tot.
Die Kugeln flogen über uns hinweg.
Vom Zaun dort, von der Böschung her.
Ich sah sein Gesicht.
Das Ohr flog weg, und er wurde ganz weiß.
Er klappte zusammen, vornüber,
ein Fuß hing raus.
Keiner von uns hielt sowas für möglich.
So ein Theater um diese Null.
Ein Geheul, als hätten sie ihn gekannt. Zum Kotzen.
Mensch, der Präsident wurde erschossen.
Ein Scheißpräsident!
Wer weint um die Kubaner,
die der Hund in der Schweinebucht zu Folter und Tod verurteilt hat?
Beschissene Friedensverhandlungen!
Die Schüsse kamen von dort.
- Ich hörte Schüsse von dort. - Wieviele?
Die Folge des Stimmrechts für Nigger.
Verbünden sich mit Juden und Katholiken
und wählen so einen irischen Weichling.
Vielleicht hast du zuviel getrunken.
Quatsch!
Ich trinke auf die neuen Ufer.
Camelot liegt in Trümmern.
Darauf trinke ich.
Dallas meldet, man habe einen Mann festgenommen,
der im Verdacht steht, um 13. 15 h in Oak Cliff,
einem Vorort von Dallas, den Polizisten J. D. Tippit ermordet zu haben.
Es könnte eine Verbindung zum Attentat bestehen.
Der Verdächtige, ein Lee Harvey Oswald,
wurde nach einem kurzen Handgemenge
von einem Dutzend Beamten in einem Kino in der Nähe von Oak Cliff,
wo Tippit ermordet wurde...
Oswald trug einen 38er Revolver mit...
Erschießt das Schwein!
Der Kennedymord ist ein Orden wert!
Ich weiß nicht, worum es geht,
aber ich weise alles zurück.
Der Junge muss durchgedreht haben.
Oswald muss durchgedreht haben.
Oder?
Macht sowas Wahnsinniges, keiner konnte was tun.
Ich gehe jetzt. Ich muss nach Hause.
Was redest du da?
Wer hätte gedacht,
dass dieser komische Oswald ein Attentat zustande bringt.
Da sieht man mal wieder, dass man die Leute nie richtig kennt.
Stimmt's?
Na sowas!
Und ich dachte, du stehst mir zur Seite.
Soll das ein Witz sein?
Mir war noch nie so ernst, Jack.
Ich frage mich, wie's um deine Loyalität steht.
Sieh dir das an.
Wer hat in meinen Akten rumgewühlt?
Wirst du schon paranoid?
Du wühlst in meinen Akten,
du bist ein Spion.
Warum sollte ich an deine Akten gehen?
Was ich hier sah, reicht ja für ein Buch.
Es ist alles unter Verschluss.
Außer dir war heute keiner hier.
Wieso ein Buch schreiben?
Du weißt doch, was ich meine.
Ich habe seltsame Dinge hier gesehen,
seltsame Leute.
Du hast gar nichts gesehen.
Gar nichts!
Sein Name lautet Lee Harvey Oswald.
- Haben Sie Kennedy erschossen? - Ich habe niemand erschossen.
Ich wurde nur verhaftet, weil ich in der Sowjetunion gelebt habe.
Ich bin nur der Sündenbock.
Der sieht ja widerlich aus.
Ich protestiere dagegen, dass ich keinen Rechtsbeistand hatte
während des kurzen, lieben Verhörs.
Ich weiß nicht,
worum es hier geht.
Ich weiß nur, dass man mir vorwirft,
einen Polizisten getötet zu haben.
Mehr weiß ich nicht,
und ich bitte, dass sich jemand meldet,
der mir Rechtsbeistand gewährt.
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