Shores of Hope

Shores of Hope (Wir wollten aufs Meer)

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Wir wollten aufs Meer German avi
Ein Kommentar von argentronic
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Veröffentlicht am: 2020-06-30
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Die ersten 200 Zeilen.

Komm, mach!

So, Matrose Schmidt!

Willkommen am Tor zur Welt! Darf man fragen, wie es sich anfühlt?

Nicht schlecht!

Kannst du mal ein Foto von uns machen? - Klar!

Ja.

Seid ihr neu hier?

Ja, ganz frisch. Soll eigentlich nur eine Zwischenstation sein.

Der Verrückte da und ich wollen bei der Reederei anheuern. Komm!

Wir sehen uns in Havanna.

Und dann auf See.

Klar! - Wie hast du das gemacht?

Ich hab ihnen erzählt, was sie noch nicht wussten.

Hast du denen erzählt? - Ja, kommen von der Matrosenschule.

Schiffen morgen nach Kuba ein, sind total aufgeregt.

Hab ich gesagt, alles gut!

Sie wissen jetzt, wo es die besten Mädels gibt in Havanna.

Für einen Koffer Nylonstrümpfe.

Noch eins!

Ja, ist gut.

Ah! - Ah!

Hast du?

Wir sind hier, niemand kann uns mehr was.

Jetzt stecken wir die Schweine in die Tasche.

Conny!

Ich mache einen Krankenbesuch. War gerade in der Nähe.

Wir wollten ins Bett gehen.

Ist spät, ich weiß.

Wer ist da? Ab in die Falle!

Ach, Schmidt!

Guten Abend!

Herr Brigadier...

Hat dich die Parteileitung geschickt?

Nee, dann gäb's keine Blumen.

Dann gäb's ein paar mit Hammer und Sichel, was?

Die Reederei hat heute rumgezickt.

"Was ist mit Schönherr? Der hat keinen Krankenschein", und so.

Haben schon was von Versetzung gequatscht,

und dass sie ein paar Pfeifen vom Innern losschicken wollen.

Ich hab gesagt, ich gehe erst mal bei dir vorbei.

Und bringe einen Strauß Nelken.

Ich hol uns mal zwei!

Bin gleich wieder da.

Sabine!

Was soll das?

(Sabine und Matze diskutieren unverständlich.)

Warum hast du ihn mit reingenommen?

Ja, und?

Bist du bald mal wieder Schiedsrichter, Onkel Conny?

Was? Na, klar!

Deswegen bin ich hier.

Ich spreche gerade mit deinem Papa.

Wir machen bald ein richtiges Turnier.

Das ist aber noch ein Geheimnis.

Also...

Ab ins Bett!

Export-Pils!

Alles in Ordnung bei euch?

Sabine ist bisschen genervt in letzter Zeit. Hormone, oder so.

Wie läuft's mit der Seefahrerei?

Frag nicht!

Ich sag dir jetzt was, weil du der Einzige in dem Dreckshafen bist,

dem ich noch über den Weg trauen kann.

Ich bin überhaupt nicht krank, ich bin mopsfidel.

Fahr los!

Und, sind wir glücklich?

Nimm's mir nicht übel, Conny,

aber du siehst aus, als wärst du gerade in die Partei eingetreten.

Gab's Probleme, oder was?

Machst du dir Sorgen?

Wenn ich mir Sorgen machen würde, hätte ich geklingelt. Hab ich das?

Gibt auch keinen Grund dazu.

Lass mal hören!

"... der Einzige in diesem

Dreckshafen bist du, dem ich noch über den Weg trauen kann.

Ich bin überhaupt nicht krank, ich bin mopsfidel.

Die Fortuna, der Bremer Frachtkahn drüben im Getreidehafen,

da sitze ich übermorgen in den Schotten drin.

Morgens läuft das Ding aus,

und mittags sitze ich bei Labskaus im Kieler Hafen."

Ja, ich hab's dir gesagt, der Schönherr macht rüber!

Bei dir kann er nicht hinterm Berg halten.

"Ich gehe zwei Tage auf Schicht, so hat keiner falsche Gedanken."

Conny!!

Wir haben gesagt, wir gehen auf See! Was ist denn los mit dir?

So nicht.

Du bleibst sitzen, ich hole das Scheißding, und regle den Rest.

Müsste ich lügen, würde mir was Besseres einfallen. Aber so war's.

Ausgerutscht, hingefallen, Schrott! Es war Alkohol im Spiel.

Amateure!

Nehmen wir an, es war so, wie ihr Pfeifen erzählt.

Was hat er gesagt?

Nichts.

Er hat gar nichts gesagt.

Herr Schönherr war krank und geht morgen wieder auf Schicht.

Wenn da irgendwas wäre, er hätte es mir erzählt.

Ist das so?

Ja, er vertraut mir.

Unsere Informanten behaupten das Gegenteil.

Dann müssen sich Ihre Informanten geirrt haben.

Schönherr hat nichts vor.

Das prüfen wir nach.

Ja!

Nein, in hundert Jahren nicht!

Was ist mit unserer Abmachung?

Was?

Wir haben gesagt, wir machen das und ihr lasst uns dafür auf See.

Ich will, dass ihr beide noch mal in euch geht.

Sollte euch doch noch wider Erwarten etwas einfallen,

jede kleine Information, die uns bei der Aufklärung helfen könnte,

dann schreibt ihr sie auf.

Dann reden wir noch mal in aller Ruhe über die Handelsmarine.

(Die Band spielt das Lied "Unsere Heimat ist die See".)

Ja!

Conny!

Ich haue ab.

Ich muss dir zwei alte Freundinnen vorstellen. Das ist Katja.

Und das ist, äh...

Rebecca! - Rebecca!

Aus der Lausitz. Und das ist Conny!

Der für seinen großen Traum immer alles machen wollte, außer heute.

Soll das witzig sein? - Nein, überhaupt nicht.

Sekunde! Ihr kriegt ihn gleich wieder.

Für die beiden Schönheiten eine Runde! Das geht auf meine Kappe.

Die große oder kleine Kappe?

Die kleine Kappe, vielleicht gleicht sich das wieder aus.

Was ist los? Ist heut Freitag?

Ja, heute ist Freitag. Jetzt hör mir zu!

Der heilige Freitag! Du brauchst mal was Ordentliches vor den Bug.

Schönherr wär' fast im Knast gelandet! Ist dir das klar?

Der hat einen Traum, wie wir.

Wir schießen ihm in den Rücken und trampeln drüber.

Auf See wären wir gewesen, Conny.

Auf See!

So, wie wir das immer wollten.

Wenn wir noch eine Chance haben, dann pass auf mit den Freitagen.

Das wird nicht gern gesehen.

Leck mich!

Conny!

Es ist noch nicht zu spät.

Oder?

Ich würd' für dich jedes Deck der Welt schrubben. Egal wo, egal wie!

Verstehst du? Überall!

Denk noch mal darüber nach!

Sauf nicht so viel!

Ist dir jemand gefolgt?

Nur der Mond.

Du hast mich warten lassen. - Ja.

Du stinkst nach Schnaps... - Ja.

Kannst du nichts anderes sagen?

Dann sag nichts mehr.

Ich hatte schon fast vergessen, wie du aussiehst.

Nach einer Woche.

Du siehst aus, wie jeder andere hier.

Merkt man sich schlecht.

Ach, wirklich? Ich beiße dir gleich dein Ohr ab!

Schmeckt dir nicht!

Warum nicht? Woher willst du das wissen?

Schmeckt nach Reis.

Warum kann es nicht immer so sein wie jetzt?

Weil es kalt ist.

Weil ich auf See will, du willst studieren. Schon vergessen?

Sie haben mich drei Jahre nicht gelassen. Warum sollen die jetzt?

Meine Zeit hier ist fast vorbei.

Wenn nichts passiert, muss ich nach Vietnam zurück.

Warum gehen wir nicht weg?

Junge Paare bekommen keine Wohnung, am Anfang ein bisschen Geld.

Ich könnte nähen.

Wie soll das gehen?

Hast du je eine Vietnamesin mit einem Deutschen gesehen?

Das ist nicht erwünscht.

Das ist nicht erwünscht? - Ja.

Wenn wir heiraten? Ich hab von Mädchen gehört, die...

Ich hab gesagt, das wird nichts.

Die müssen nur rauskriegen, dass wir zusammen sind.

Die schicken dich zurück.

Wir können uns hier treffen.

Ein Mal die Woche. Freitag...

Mehr ist nicht drin.

Wir haben noch über 30 Säcke. Du machst auch mit. Okay? Das passt!

Hey, willkommen am Tor zur Welt!

Ja, zur Samstags-Schicht.

Ja, Subbotnik! Die größte Erfindung von Lenin.

Zu viel Hafenbräu gestern? - Zu wenig.

Halt dich ran!

Ja.

Ich hab drei Schiffe draußen auf Reede zu liegen.

Eins aus Hanoi, zwei aus Mosambik, wie soll ich das machen?

Immer dasselbe!

Plan wird beschlossen und erfüllen soll er sich alleine. Feierabend!

Guck da nicht so hin!

Weißt du noch damals, Dolni Sandov?

Über die Tschechen-Grenze, dann durchschlagen nach Hamburg?

War eine Schnapsidee! - Das war kein schlechter Plan.

Stell dir mal vor, wir zwei auf großer Fahrt, schicke Uniform an.

Exotische Weiber stehen auf uns.

Schoko, Vanille... Küsschen hier, Bümschen da.

Und immer einen Kuli in der Tasche, was?

Du hast recht, ich mach's.

Ehrlich? - Ja.

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