La unuaj 200 linioj.
Ich hielt es für das perfekte Auto.
Den VW Diesel Jetta Wagon. Die Werbung fesselte mich.
In den USA gibt es mehr Dieselautos von VW
als von allen anderen Marken.
Starker, sauberer Zwei-Liter-Turbodiesel-Motor.
Günstig im Verbrauch
und stark in der Leistung.
Es schien ein Alleskönner zu sein.
Fuhr wie ein Sportwagen...
Kann ein grünes Auto auch schnell sein?
Er war günstig, auch im Verbrauch,
und anders als frühere Diesel war der sauber.
Volkswagen Jetta TDI Clean Diesel.
TDI Clean Diesel.
Ich fuhr stolz durch die Vororte
oder nach New York City.
Ich ahnte nicht, dass ich eine Killermaschine fuhr.
Was hat VW getrieben?
Wir haben hier vielleicht den größten systematischen Konzernbetrug
in der Geschichte globaler Konzerne.
Volkswagen gab zu, dass ihre sauberen Dieselautos...
...systematisch, proaktiv Abgastests täuschen sollten.
Das heißt Abschalteinrichtung. Es soll den Test täuschen.
Der Volkswagenskandal zieht Kreise.
Die Infos werden immer schlimmer.
VW-Aktien fallen um 31 %.
Als VW-Aktieninhaber oder Mitarbeiter
haben Sie Grund zur Sorge.
Volkswagen machte über eine halbe Million amerikanischer Fahrer
zu unwissentlichen Komplizen beim Angriff
auf die Umwelt unseres Landes.
Unsere Strafermittlung läuft.
EINE NETFLIX ORIGINAL DOKUREIHE
Der Schaden ist irreversibel,
den Volkswagen unserer Luftqualität zufügte.
Aber wir können diesen Schaden durch Schadstoffsenkung in Zukunft ausgleichen.
GENERALSTAATSANWÄLTIN
Die Vereinbarung lautet,
dass Volkswagen jedes Auto zurückkaufen muss.
Das sind fast 500.000 Zwei-Liter-Diesel-Fahrzeuge
der Jahrgänge 2009 bis 2015.
Außerdem muss Volkswagen...
Als ich vom Skandal erfuhr, war ich stinksauer. VW hatte mich belogen.
Sie hatten mir mein Traumauto angepriesen,
aber mir meinen schlimmsten Alptraum verkauft.
Ein Auto, das 50 Mal mehr verschmutzte als angegeben.
Es reicht nicht, dass VW sich entschuldigt.
Sie müssen daraus lernen und aktiv die Welt besser machen.
Selbst davor will Kirk...
Ich hörte eben NPR, als mein Name fiel,
in einem Interview mit einem PR-Experten, wie VW es gutmachen könnte.
...ein investigatives Doku-Team, wie Frontline oder Alex Gibney...
9. OKTOBER 2015
...das den Auftrag hat aufzudecken,
was in einer Firma geschieht,
damit eine so grobe Verfehlung passieren kann.
Kirk drehte einen Trailer für diese imaginäre Doku.
Eine neue Serie von Alex Gibney, dem Regisseur von
The Smartest Guys in the Room, Coming Clean: Inside Volkswagen.
Scheiß auf Volkswagen.
Mit nie da gewesenem und unbegrenztem Zugang von Volkswagen...
VW würde mir nie Zugang geben,
um den Skandal zu untersuchen, aber der Trailer trieb mich an.
Wütend wie ich auch war, meine Frau war in Rage.
Sie fuhr das Auto gar nicht mehr.
Obwohl sie auf die Stoßstange "Namaste" geklebt hatte,
ein Yoga-Wort für "sich vor dem Göttlichen in anderen verneigen",
hatte sie Visionen,
mit Kettensäge zum örtlichen VW-Händler zu gehen.
-Und die Nummer hier. -Ja.
Diese zwei Blätter...
Ok, ich unterschreibe also...
Bei Verkäufer.
Ja. So. Wir geben Ihnen das Auto wieder.
VEREINBARUNG 6. JUNI, 9:30
Echt schade, ich mag das Auto...
Ja.
Aber wenn man angelogen wurde,
ist es schwer, mit der Firma klarzukommen.
Schämt euch, Volkswagen.
-Ja. -Oder?
Genau.
Meine Frau ist viel zu nett, um den Händler ermorden zu wollen.
Aber das Auto sollte weg.
Ihre und meine Frage war:
"Wie konnte das passieren?
Wie konnte eine Firma ihre Kunden derart belügen?"
Ich beschloss, den Skandal zu untersuchen.
Was ich entdeckte, war viel düsterer
und umfangreicher, als ich mir vorgestellt hatte.
Ok, Hitler ins Spiel zu bringen ist meist ziemlich billig,
aber was VW anging,
war er es, der die Firma in den 1930ern ins Leben rief.
In den 1930ern
waren Autos in Deutschland noch recht selten.
Die meisten Leute hatten keines.
In den USA denken viele, Henry Ford erfand das Auto,
aber das stimmt nicht. Er fand einen Weg,
Autos billiger zu bauen, die jeder bezahlen konnte.
In den USA
gab es viel mehr Mittelstandsbürger mit Autos als in Deutschland.
Und das ärgerte die Deutschen und besonders die Nazis,
denn sie wollten ja besser sein.
Also schloss Hitler sich mit Ferdinand Porsche kurz.
Porsche hatte schon Entwürfe in der Schublade.
Die Idee eines Volkswagen war schon eine Zeitlang umhergeschwirrt.
Und dann entwickelte er das Auto mit Nazigeldern.
Porsche selbst ging zu Ford
und sah sich mehrmals dort um.
Er stellte Deutsche ein, die bei Ford arbeiteten.
Er holte sie wieder nach Deutschland, zum Bau der Volkswagen-Fabrik.
Sie war sehr bewusst Ford nachempfunden,
aber sollte noch größer werden.
Es sollte das größte Werk der Welt werden,
und das wurde es auch.
EINE MILLION AUTOS
Es gab ein großes Fest in Deutschland
aus Anlass des einmillionsten Volkswagen.
Über 150.000 Menschen nahmen an den Festivitäten teil.
Dazu gehörten...
Die Stadt Wolfsburg... Mehr Konzernstadt geht nicht.
Dort gab es nichts, bis sie das VW-Werk bauten.
Was man heute in Wolfsburg sieht,
wurde um dieses ursprüngliche Werk erbaut.
Hier, das ist die Hauptstraße in Wolfsburg.
Da war zuvor nichts?
Wolfsburg als Stadt existierte nicht.
Es ist eine riesige Fabrik.
Ein riesiges Werk.
Noch heute beschäftigen sie 60.000 Menschen.
Wirklich?
Und die Kamine dort drüben, das ist die Lackiererei.
Das sind Arbeiterhäuser?
Ja. Alle arbeiten entweder
direkt oder indirekt für Volkswagen.
Wie stehen sie im globalen Vergleich da?
-Es ist das größte Werk. -Ja.
Es gibt kein anderes Werk.
Im Moment produzieren sie täglich
etwa 3000 bis 3500 Autos.
VW wollte uns keine Tour von Wolfsburg geben.
Also bat ich Walter Groth um Hilfe,
Berater für Konzernkultur,
der 20 Jahre als Manager bei VW gearbeitet hatte.
Sie waren sehr lange bei Volkswagen.
Vierundzwanzig Jahre.
VW-ANGESTELLTER (1980-2004)
Als der Skandal bekannt wurde,
wie reagierten Sie?
Meine Reaktion... Ich war wütend.
Ich nahm das sehr persönlich,
ich dachte an die Menschen, die für die Marke arbeiten
und harte Arbeit leisten.
Und wenn man sich vorstellt, das ist eine Firma
mit mehr als 600.000 Leuten, die für Volkswagen arbeiten,
in mehr als 100 Werken weltweit,
und man muss diese Firma leiten... Und all diese Leute,
wenn man sich die Produktion ansieht, was sie tun...
Die Leute, die ein Auto entwickeln,
bei den Designern angefangen,
sie alle wollen das bestmögliche Produkt.
Für VW hatte die Weltherrschaft immer durch Amerika geführt.
In den 60ern gab es Rekordzahlen,
als VW zur Lieblingsmarke der Gegenkultur wurde.
Der Käfer war ein echter Volkswagen, mechanisch einfach und bodenständig.
Man konnte high sein
und trotzdem den Gang einlegen oder den Motor reparieren.
Und der Bully war eine Liegematte auf Rädern.
Es war ein geniales Rebranding,
denn dieses Auto wurde eigentlich für Hitler entworfen.
Dann, nach dem Krieg, wurde es das Symbol der Gegenkultur.
ICH GLAUB' ICH STEH' IM WALD
Doch VW ging nicht mit der Zeit.
Als die Gegenkultur der Reagan-Ära Platz machte,
fehlte VW Innovation, die Verkäufe nahmen so schnell ab wie die Qualität.
Während dieser Jahre sanken die Verkaufszahlen, der Verlust stieg.
Volkswagen war fast insolvent.
Man bat mich, in die neue Abteilung Nordamerika einzusteigen,
denn wir mussten Volkswagen in Amerika aus dem Sumpf ziehen.
UNFÄLLE, SINKENDE ZAHLEN, VW-TRAUM VORBEI
1993 verkaufte VW etwa 38.000 Autos in den USA.
Ein Markt mit 16 bis 17 Millionen Autos. Da sind 38.000 lächerlich.
Man muss sich an die Zeiten erinnern, als VW in den USA
mit dem Käfer fast eine halbe Million Autos verkaufte.
VWs Retter war Ferdinand Piëch.
Der Enkel Ferdinand Porsches.
Piëch war beruflich und privat sehr produktiv.
Er zeugte 12 Kinder mit vier Frauen.
Er schenkte auch VW eine neue DNS.
Piëch hatte zuvor Audi geführt.
Er ist brillant.
EX-WERBEMANAGER VW
Er ist brillant, aber gefährlich, irgendwie.
Piëch war ein harter Typ, und er wusste, was er tat.
Als Piëch anfing, war VW am Ende.
Sie waren fast bankrott, und ihre Qualität war mies.
Es war ein Desaster, auch das Auftragsvolumen.
Im ersten Jahr nach Kauf fielen durchschnittlich
drei oder vier Werkstattbesuche an.
Er musste die Firma umkrempeln. Und das ist hart.
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