Esimesed 200 rida.
- Hast du Angst? - Nein, ich habe keine Angst.
… die Abfahrt des Fernreisezuges…
… 290 nach Deutschland, um 23 Uhr…
Der Zug 290 nach Deutschland fährt auf Gleis 1 ab.
Ihr seid schon wieder hier?
Aber was macht ihr denn hier jede Nacht?
Ich sah ihn heute Nacht im Traum…
… und er erschien mir größer als sonst.
Los!
Schlaf ein.
Wann gehen wir?
Schlaf ein.
Erzählst du mir nicht unser Märchen?
Schon wieder?
Am Anfang war das Chaos,…
… und danach wurde es Licht,…
… und das Licht wurde von der Finsternis geschieden,…
… und das Land vom Wasser,…
… und es entstanden die Flüsse, die Seen und die Berge,…
… und danach…
… die Blumen und die Bäume…
… die Tiere, die Vögel…
… und Mama!
Dieses Märchen wird nie enden,…
… immer werden wir unterbrochen.
Möwe!
Möwe!
Hallo Möwe!
Es wird regnen.
Meine Flügel werden nass.
Ich gehe weg.
Wohin?
Nach Deutschland.
Jeden Tag gehst du nach Deutschland…
Alexandro, es wird spät!
Auf Wiedersehen!
Wie ist Deutschland?
In drei Minuten fährt ab von Gleis 1…
… der Fernverkehrszug 290…
… nach Deutschland…
Los!
Wir sind eingestiegen!
Wir sind eingestiegen!
Lieber Vater!
Wir schreiben dir, weil wir beschlossen haben, dich zu besuchen.
Wir haben dich nie gesehen und vermissen dich.
Wir sprechen ständig von dir.
Mama wird wegen unserer Abreise traurig sein,…
… aber denk nicht, dass wir sie nicht lieben.
Aber sie versteht nichts.
Wir wissen nicht, wie du bist.
Alexander sagt oft,…
… er sehe dich in seinen Träumen.
Wir vermissen dich sehr.
Und ich, manchmal, wenn ich aus der Schule komme,…
… glaube Schritte hinter mir zu hören,…
… deine Schritte.
Und wenn ich mich dann umdrehe, um zu schauen,…
… ist da niemand.
Und ich fühle mich dann sehr einsam.
Wir wollen dir nicht zur Last fallen,…
… nur einfach dich kennen lernen und dann wieder gehen.
Wenn du uns antwortest,…
… dann mach es mit dem Geräusch des Zuges:
"Tantan, tantan,…
… tantan, tantan,…
… hier bin ich,… ich erwarte euch…
… tantan, tantan…".
Die Fahrausweise bitte.
He! Die Fahrausweise!
Habt ihr eine Fahrkarte?
Ich weiß auch nicht, tu was du kannst, versuch es in Ordnung zu bringen…
Setzt euch.
Wo kommt ihr her?
Eine Leitung für den 290…
Nummer 47, Zug 290…
Ja, ja, ja…
Sagt mir wenigstens, wohin ihr fährt!
Spielen wir hier Stummsein?
Zum Teufel! Ich mache doch nicht die Arbeit der Polizei.
Wir fahren zu unserem Onkel.
Aha, ihr habt beschlossen zu sprechen.
Sehr gut.
Und?
Was machst du hier?
Und das ist Alexandro?
Was ist passiert?
Sie waren in einem Fernreisezug und sagen, sie wollten Sie besuchen.
Schwierige Kinder, wollten nicht sprechen.
Mal sehen, kommt und sagt mir was los ist… na los …
War's das? Alles in Ordnung? Mich brauchen Sie ja wohl nicht mehr.
Moment!
Sehen Sie…
… ich kann die Verantwortung für sie nicht übernehmen…
Ich mische mich da nicht ein.
Aber sind Sie nicht der Onkel?
Ja, doch, schon,… ich bin der Bruder der Mutter,…
… aber wir haben seit Jahren keinen Kontakt mehr.
Ich kann die Verantwortung nicht übernehmen,…
… die Schuld hat einzig und allein meine Schwester.
Wie konnte sie nur sagen, dass ihr Vater in Deutschland ist!
Wie Vater? Wie Deutschland?
Es sind Zufallskinder.
Nichts mit Vater, nichts mit Deutschland,…
… das ist alles eine riesige Lüge.
Und weshalb?
Um den Kindern nicht zu sagen, dass sie keinen Vater haben.
Und dies ist das Ergebnis!
Oh Mann! Und warum Deutschland?
Was weiß denn ich,…
… damit sie von irgendwas träumen können.
Sehen Sie, ich misch mich da nicht ein.
Benachrichtigen Sie die Mutter.
Du lügst, du lügst!
Unser Vater ist in Deutschland!
Du lügst! Unser Vater ist in Deutschland!
Du lügst!
Wartet hier.
Es schneit!
Es schneit!
Es schneit!
Es schneit!
Er hat das Seil festgemacht.
Er hat das Seil festgemacht.
Lieber Vater:
Wie konnten wir nur so lange warten?
Hoffnungen sind wie Blätter, die der Wind mit sich nimmt.
Was für eine seltsame Welt!
Koffer,… verstreute Bahnhöfe,…
… Wörter und Gesten die man nicht versteht,…
… und die Nacht, die uns Angst macht.
Trotzdem sind wir zufrieden.
Wir kommen voran.
Es stirbt.
Es ist tot.
Hallo!
Was macht ihr hier mitten in der Pampa?
Die Stadt ist sehr weit weg.
Die Ladefläche hinten vom Laster ist leer.
Ich fresse keine Kinder.
Ihr habt mir noch nicht gesagt, wo ihr hin wollt.
Weit weg.
Okay. Ich lass euch in der Stadt raus.
Das sind Theaterkostüme.
Das ist meines.
Was machst du?
Ich bringe die Leute zum Lachen,…
… und zum Weinen.
Weißt du, wie schwer das ist?
Welche Rolle spielst du?
Meine.
Sieben Schläge auf der Bühne,…
… dann drei…
… und dann geht der Vorhang hoch.
Drinnen spielt der Akkordeonist die Anfangsmusik…
… und ich trete auf die Bühne.
An jenem Tag beherrschte der Morgenstern die Dämmerung.
Was ist der Morgenstern?
Der Morgenstern?
Der Stern des Morgens, der Morgendämmerung.
Er geht kurz vor Sonnenaufgang unter.
Lass sie sich ausruhen. Ihr seid wohl lange unterwegs gewesen.
Soll ich dir was zeigen? Komm.
- Gefällt es dir? - Ist das deins?
Schau, da kommen sie.
Was ist los?
Was soll schon sein? Es gibt keinen Saal. Tu was!
Orestes…
… unmöglich, einen Saal zu finden.
Tu was.
Okay, ich geh ins Dorf.
Wir treffen uns hier, ja?
Siehst du sie?
Sie sind traurig.
Die Zeiten haben sich geändert.
Alles hat sich geändert.
Und sie ziehen immerzu, von der Zeit verspottet, stursinnig,…
… durch ganz Griechenland und stellen immer dasselbe dar.
Ich habe Arbeit.
Lass sie schlafen.
Ich komme wieder.
Heißt du Orestes?
Ein Sandwich bitte.
Hast du Geld?
Nein, aber ich habe Hunger.
Okay, du hast Hunger. Aber um zu essen braucht man Geld, weißt du?
Wenn ich Hunger habe, bezahle ich auch.
Ja, aber ich habe kein Geld und ich habe Hunger.
Ich weiß.
Aber schau, wenn du dir dein Essen verdienen willst,…
… musst du die Flaschen von allen Tischen einsammeln.
Du arbeitest ein bisschen und danach isst du. Okay?
Alle?
Los, sammle ein!
He, he! Was ist hier los?
Möwe!
Möwe!
Möwe!
Wo warst du?
Sie ist vorbeigeflogen und hat mich nicht gesehen.
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