Florence Foster Jenkins

Florence Foster Jenkins

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...nähm ich's eben doch! Es ist nicht anders:

Ich hege Taubenmut, mir fehlt's an Galle,

die bitter macht den Druck,

sonst hätt ich längst verfüttert an die gier'gen Gei'r des Sklaven-Abfall!

Blut'ger, kupplerischer Bube!

Gefühlloser, falscher, geiler,

schnöder Bube!

Oh! Bittere Rache!

Danke schön! Danke vielmals. Danke!

Danke! Danke! Das war natürlich ein Monolog von Hamlet,

äh, einem Stück, das zu spielen mir diverse Male vergönnt war.

Jedoch noch nie, äh, in der Hauptrolle.

Unser nächstes "Tableau"...

zeigt jemanden, der sich aufopfert

für das musikalische Leben dieser Stadt.

Unter anderem ist sie Schirmherrin des Euterpe-Clubs,

des Brooklyn Orchesters für notleidende Frauen

sowie selbstverständlich unseres wundervollen Verdi Clubs.

Gehen Sie mit mir auf Zeitreise,

ins Jahr 1850,

ins Herz des Südens, nach Alabama.

Amerikas größtem Komponisten von Liedern,

Stephen Foster...

will einfach nichts mehr einfallen.

Er ist ein mutloser Mann.

Aber halt!

Was ist das?

Jetzt. Ja, sehr gut. Runter...

Es ist der Engel der Inspiration,

entsandt vom Himmel!

Endlich kann Stephen Foster sein Lied schreiben.

I come from Alabama

with my banjo on my knee,

I'm goin to Louisiana, my true love for to see.

Oh, Susanna, do not you cry for me,

I come from Alabama with my banjo on my knee.

Bravo! Bravo!

Der Engel der Inspiration,

gespielt von Madam Florence Foster Jenkins!

Es läuft wunder-wunder-wunderbar!

Ich habe das Gefühl, dass ich den Moment der Inspiration

nicht mit der verdienten Intensität erfüllt habe,

es war ein annehmbarer Versuch. - Mehr als annehmbar. Es war gut!

Meine Armringe, bitte. - Armreifen.

Konnte die Gefahr einer Kartoffelsalat-Katastrophe abgewandt werden?

Just in diesem Moment lässt der Koch Manhattan nach Schnittlauch durchforsten.

Kein Schnittlauch! Wo soll das noch hinführen!

Unverschämtheit, ich weiß, aber es herrscht Krieg, Bunny.

Walküren auf die Bühne, bitte. Die Ouvertüre hat begonnen.

Was ist mit den Sandwiches? - Schinken-Tomate, ein paar mit Gurke,

Hähnchenfleisch mit einem Hauch Dijon Senf. Wirklich vorzüglich.

Ausgezeichnet. Wie sehe ich aus? - Wotan wäre stolz!

Geschwind, geschwind, du himmlisches Kind! So eine unartige Walküre!

Wir kommen nun zum Finale unseres Abends.

Seien Sie gewarnt, der Anblick, der sich Ihnen gleich bietet,

ist sowohl schockierend...

als auch angsteinflößend. - Ach, herrje!

Es tobt eine Schlacht. Pfeilsalven durchbohren die Luft.

Schilde krachen. Und Schwerter verrichten ihr fürchterliches Werk.

Aber aus den Wolken herab stürzen sich...

die schlimmsten Schreckgespenster von allen.

Ladys und Gentlemen, der Verdi Club präsentiert:

der "Ritt der Walküren"!

Oh!

Oh, mein Gott!

Bravo!

Ich freue mich, Ihnen dies als Beweis unserer Hochachtung überreichen zu dürfen.

Oh, danke schön, soll ich es öffnen?

Ja!

Oh, die ist wunderschön!

Danke sehr! Ich danke Ihnen allen vielmals!

Ich muss sagen,

als ich vor Jahren den Verdi Club gegründet habe...

hätte ich nicht zu träumen gewagt, heute Abend hier zu sein...

25 Jahre später.

Mit meinem geliebten Gemahl an meiner Seite.

Musik...

Musik war immer und wird immer mein Leben sein.

- Musik ist wichtig. - Wie wahr!

Bravo!

Und in dieser dunklen Periode unserer Geschichte...

während des tapferen Kampfes unserer Jungs,

um nichts weniger als die Zivilisation, ist sie wichtiger denn je.

Daher beschwöre ich Sie,

weiterhin das musikalische Leben dieser Stadt zu unterstützen.

Ich bin so glücklich.

Guten Abend, Madam Florence. - Guten Abend, Kitty.

Wie ist es gelaufen? - Wunder-wunderbar, danke.

Und jetzt, Bunny, heißt es für dich... schlafen!

Ich will nicht, dass dieser Tag zu Ende geht.

Ich weiß. Ich weiß.

Schließ die Äuglein.

Nur, wenn du etwas rezitierst für mich.

Also gut.

Fürwahr!

Nicht will ich die Vermählung hindern...

getreuer Seelen.

Lieb' ist ja nicht Liebe...

Wenn sie beim Wankelmut sich kann vermindern.

Und nicht auch treu dem Ungetreuen bliebe.

Oh, nein.

Danke, Kitty.

Gute Nacht, Mr. Bayfield. - Gute Nacht.

Dürfte ich um ein Taxi bitten, Jimmy? Danke.

Herzlichen Dank. - Gute Nacht, Sir.

Willkommen zu Hause, Liebling. Ich habe einen kleinen Schwips.

Oh, du Glückliche! - Wie war Florence?

Umwerfend. - Und du?

Ich würde sagen, es war eine recht passable Darbietung.

Ich wünschte, ich wär da gewesen.

Wie war, ähm, Augustus' Stück? - Oh, grauenvoll!

Trink du aus. Ich gebe früh Unterricht.

Der Augenarzt mit Mundgeruch und zwei linken Händen,

die beide gern auf Wanderschaft gehen.

Ich liebe dich, St. Clair.

Das will ich meinen.

Guten Morgen, mein Bunny.

Hast du die Kritiken gelesen, Whitey?

Carlton Smith im "Musical Courier" sagt, es war das Ereignis der Saison.

Nun, und wie es das war. So... - Nein, äh, stell es auf den Tisch.

Ich werde aufstehen. - Bunny, das ist keine gute Idee.

Gestern Abend war dein... - Auf den Tisch damit. Bitte!

Wir müssen den Verdi-Lunch vorbereiten.

Oh, nein. Nein, nein, nein, nein, nein.

Du kannst unmöglich Mrs. James O'Flaherty neben die Baronin setzen.

Sie schlürft die Suppe. - Dann servieren wir geräucherte Forelle,

nicht mal eine Mrs. O'Flaherty kann Forellen schlürfen.

Der Verdi-Lunch eröffnet immer mit einer Suppe. Das weißt du genau.

Eröffneten wir nicht mit einer Suppe, gäbe es einen Aufstand.

Wenn das so ist, setzen wir sie hier an den Kartentisch

zwischen Mr. und Mrs. Levi. Perfekt.

Nein, Mrs. O'Flaherty hat nicht viel übrig für Juden.

Wir setzen sie zwischen Fürst Galitzer und Mrs. Oscar Garmunder.

Nein! - Doch! Sie sind beide taub wie eine Nuss.

Nein! - Doch!

Maestro Toscanini ist hier. - Oh...

Charlie, äh, Kaffee-Pause. - Führen Sie ihn bitte herein, Kitty.

- Bitte, treten Sie ein. - Herzlichen Dank.

Oh, Arturo,

welch wunderbare Überraschung!

Sie sind nicht böse, dass ich unangemeldet erscheine? - Oh, nein!

La mia casa e la tua casa! - Ah...

Ich habe eine kleine Presente. - Oh!

Meine Aufnahme von die Glöckchenarie mit Lily Pons. - Oh!

Arturo, wie aufmerksam von Ihnen, vielen Dank!

Wir freuen uns schon so sehr auf das Konzert.

Die Vorbereitungen laufen gut? - Oh, sehr gut, jedoch, äh,

sind die finanziellen Fragen nach wie vor problematisch.

Madam Florence,

ohne Ihre Hilfe gibt es keine Konzerte.

Wie viel hat er gewollt?

1.000, aber er hat mir eine Schallplatte geschenkt.

Lily Pons: Führender Koloratur-Sopran

Bravo!

Das letzte Mal, dass ich eine solche Stimme gehört habe, war Caruso.

Außerordentlich, die Kleine, nicht wahr?

Kannst du dir vorstellen, was für ein Gefühl das ist,

annähernd 3.000 Menschen in...

seinen Bann zu ziehen?

Vereint in solch tiefgreifender Verbundenheit.

Hast du Carlo Edwards gesehen? Von der Met?

Nein. - Nein? Er saß rechts neben uns.

Er unterrichtet wieder, heißt es. - Was du nicht sagst, Bunny!

Ich würde, ich würde gern noch ein paar Stunden bei ihm nehmen.

Dann ruf ich ihn morgen früh gleich an!

Ich benötige einen Pianisten. - Natürlich.

Jemand Junges.

Jemand mit Leidenschaft.

Du meine Güte! - Oh, zu wenig Leidenschaft?

Er vergewaltigt meine Ohren! Mach dem ein Ende. Mach, dass er aufhört.

Danke.

Danke vielmals, Mr. Ziegler.

Danke, Mr. Ziegler! Danke!

Sehr gut. Wir, äh, wir melden uns.

Nochmals danke.

Die Stühle sind nicht zum praktischen Gebrauch. Ich wiederhol mich ungern.

Cosme McMoon? - Das bin ich, Sir.

Hier lang.

'Tschuldigung.

Was soll ich spielen? - Das ist mir vollkommen egal,

solange das Stück nicht zu laut ist.

So liebreizend.

Was ist das, was er da spielt?

- Irgendein Saint-Satins Firlefanz. - Ja!

Wissen Sie...

Wissen Sie, mit, äh, mit, äh, 16 hat mir... mein Vater, äh, gesagt,

entweder ich tausche die Musik gegen einen öden Bankier

oder er lässt mich fallen.

So war das!

Verzeihung. Schon gut. Fahren Sie fort, Mr. McMoon.

Natürlich hatte er kein Verständnis für Musiker.

Wir verzichten noch eher auf Brot als auf Mozart.

Hab ich recht? - Wir haben gar keine Wahl.

Natürlich hat er seine Drohung wahrgemacht, aber...

ich nahm mir eine kleine Wohnung in Philly

und verdiente mein Geld mit Klavierstunden für Kinder.

Und wir spielten "Der Schwan" und...

das war mein Lieblingsstück.

Wahnsinn!

Schöne Geschichte.

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