نخستین 147 خط.
Hallo von den Kindern des Planeten Erde.
...grüßen die Regierung und das Volk von Kanada
die außerirdischen Bewohner des Weltraums...
Aus meiner Sicht ist die Suche nach außerirdischem Leben
und vor allem die Suche nach außerirdischer Intelligenz
wesentlich für das Streben nach Wissen über uns und die Welt...
ASTRONOM, KOSMOLOGE, ASTROPHYSIKER
WISSENSCHAFTSAUTOR
...aber unsere Suche hat eben erst begonnen.
Es war Carl Sagans Idee,
eine Grußkarte an unsere Nachbarn im Weltraum zu schicken.
Eine Idee, die ihrer Zeit voraus war,
da wir noch keine Nachbarn
in den Weiten des Weltraums getroffen haben.
Noch nicht, aber wir kommen dem näher und näher.
DIE LAUTE DER ERDE
Es war ein Gruß nicht nur in Worten und Bildern,
er umfasste Sehenswürdigkeiten und Laute unseres kostbaren Planeten.
SEITE 1 - NASA - USA PLANET ERDE
Es ist eine Flaschenpost,
die wir ins Meer der Sterne entsandten,
wo sie immer noch mit 18 km/h
auf dem Weg ins Unbekannte ist.
Von Sagan stammte die Aussage, dass wir "unserer Welt Bedeutung geben
durch den Mut der Fragen, die wir stellen,
und durch die Tiefe unserer Antworten."
Er scheute sich nicht, ungewöhnliche Behauptungen aufzustellen,
wenn sie von ungewöhnlichen Beweisen gestützt wurden.
Es könnte eine Weile dauern, bis wir von einem Außerirdischen hören,
der unsere Flaschenpost gefunden hat.
Und so werden wir heute nicht auf Antwort von Leben da draußen warten,
sondern begeben uns auf die Suche danach.
Fangen wir hier an,
am Gipfel des Mauna Kea auf Hawaii,
wo das W.-M.-Keck-Observatorium den klaren Nachthimmel absucht.
Carl Sagan wusste, was Forscher schon immer wussten:
Wissen wir mehr über unsere Nachbarn,
verstehen wir uns selbst besser
und unsere Stellung im Universum.
Niemand kennt Sagans Vision besser als Lisa Kaltenegger,
die Direktorin des Carl-Sagan-Instituts an der Cornell-Universität.
Carl Sagan und seine Herangehensweise an die Wissenschaft inspirierten mich.
Die verschiedensten Wissenschaften kommen uns zu Hilfe.
Astronomie, Chemie, Biologie, Ingenieurwissenschaften und vieles mehr
geben uns das Werkzeug in die Hand,
um mehr über unseren Platz in diesem faszinierenden Universum zu verstehen.
Bevor die Raumsonde Voyager unser Sonnensystem verließ,
machte sie bemerkenswerte Entdeckungen.
Sie bewies, dass wir bei der Wahl der Orte, wo wir nach außerirdischem
Leben suchen, unvoreingenommener sein müssen.
1980 erreichte Voyager den Saturn, einen Wasserstoff- und Helium-Ball mit unvorstellbar starken Stürmen.
Keine große Chance, dort Leben zu finden.
Dann wandte sich Voyager einem von Saturns 62 Monden zu...
...und machte die ersten Nahaufnahmen
von Saturns größtem Mond, Titan.
Der Anblick verschlug den Astronomen die Sprache.
Titan besitzt eine dichte Atmosphäre, die hauptsächlich aus Stickstoff besteht.
Vierundzwanzig Jahre später enthüllte die Cassini-Sonde noch mehr.
Auf der Oberfläche gibt es große Kohlenwasserstoff-Seen
mit den Bausteinen von Aminosäuren, Proteinen.
Cassini setzte seine himmlische Reise fort
und kam zu einem frosterstarrten Außenposten, Enceladus.
Dieser Mond schien ein toter Ball
aus Eis zu sein,
bis man nahe am Südpol Erstaunliches sah.
Dort stiegen riesige Wolken
von Wasserfontänen aus Rissen im Eis empor.
Unter der erstarrten Oberfläche des Mondes lag ein Ozean von flüssigem Wasser.
Es stellt sich heraus, dass die Erde
kein Monopol auf Wasser hat, wie wir einst dachten.
Auf unserem Planeten ist Wasser der Schlüssel zum Leben.
Es ist reichlich vorhanden, und jedes Tier und jede Pflanze
kann nur mit Wasser überleben.
Die Meere sind die Geburtsstätte des Lebens.
Wasser ist das Lebensblut für alles, was existiert.
Auf der Erde ist Wasser entscheidend für alles Leben in ihm,
und ebenso für das, was außerhalb von Wasser lebt.
Auf unserer Suche nach fremden Welten, wo es Leben geben könnte,
ist das Vorhandensein von flüssigem Wasser ein wesentlicher Faktor.
Verfügt eine Welt über Wasser, könnte es Leben geben.
Polynesische Seefahrer kamen als Erste
nach Hawaii, einer der abgelegensten Inselgruppen des Pazifiks.
Diese Inseln entstanden, als Magma aus der Tiefe stieg
und sich zu Bergen abkühlte.
Jede neue Felsformation
beherbergt eine unwahrscheinliche Vielfalt von Pflanzen und Tieren, oberhalb
wie unterhalb des Meeresspiegels.
Mehr als 25.000 Arten machen diese Inseln
zu einem der dynamischsten Lebensräume überhaupt.
Hier zeigt sich überzeugend, welche Fülle Leben entwickeln kann.
Biologe Chris Johns
kennt die Fauna und Flora Hawaiis wirklich gut.
Erstaunliche Beispiele finden sich,
wozu sie im Extremfall imstande sind, um zu überleben.
Ein Abschnitt öden Lavagesteins.
Hier würde man nicht unbedingt Leben erwarten.
Aber genau hier hält die Natur einige Überraschungen parat.
Diese Lavatunnel erstrecken sich kilometerweit.
Sie entstanden, als sich die Lava eines alten Vulkanausbruchs
unter einer erstarrten Kruste ergoss.
Vor meinen Augen liegt ein Hawaii, wie ich es noch nie zu sehen bekam.
Ein geheimes, verborgenes Hawaii.
Halten Sie sich links.
Es ist gleich da vorn.
Hier, wo alles kopfzustehen scheint,
muss man aufwärts schauen, um die Wurzeln des erstaunlichen Ohiabaumes zu sehen.
Sie sind wunderschön.
Wie funkelnde Juwelen hängen sie in die Höhlen hinab.
Ja, hier bekommen wir sogar die Feinstruktur zu sehen.
Sie funkeln
aufgrund von Wassertropfen,
die in der feuchten Luft kondensierten.
Leben kommt nicht ohne flüssiges Wasser aus,
aber der Ohiabaum zeigt uns, wie erfinderisch es sein kann,
um Wasser zu finden.
-...für unsere Datenerhebung. -Ok.
Das ist das Haleakala-Tal auf der Insel Maui.
Vor dem Flug zum Mars testet die NASA ihre Mars-Rover
in fremdartigen Landschaftsformen.
Der Boden hier besteht aus blasig-porösen Lavabrocken.
Wir sind fast zwei Kilometer über dem Meeresspiegel,
und es ist trocken, sonnig,
windig und eiskalt.
Hier würde man nie damit rechnen, dass Mutter Natur zur Gärtnerin wird.
Das ist das Silversword.
Seine fleischigen Blätter speichern Wasser und sind mit winzigen Härchen bedeckt,
die der trockenen Luft Feuchtigkeit entziehen
und sie als flüssiges Wasser zu den Wurzeln leiten.
Wasser, flüssig oder in der Luft oder vom Wind
als Wolken übers Land getrieben,
macht die Erde zum blühenden Paradies des Lebens.
Wasser, etwas Kohlenstoff
und ein wenig Sonnenenergie
reichen schon aus, um das Leben zum Blühen zu bringen.
In den Schluchten dieser Unterwasserwelt
gibt es kein Sonnenlicht, und der Wasserdruck
ist geradezu erdrückend.
Und doch,
fast zwei Kilometer unter der Oberfläche
gedeiht Leben.
Durch diese hydrothermalen Schlote treten Hitze und Mineralien
aus dem Erdkern aus.
Diese sogenannten Schwarzen Raucher geben Schwefeldämpfe ab.
Für uns sind sie giftig und stinken,
aber für die Tiefseebakterien, die hier florieren,
ist es bekömmliche Nahrung.
Wenn Leben hier in der Tiefsee unter hohem Druck gedeihen kann,
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