Explained

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فصل 1

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نخستین 135 خط.

Noch vor 150 Jahren waren das die Geldscheine

für fast die Hälfte Amerikas.

Mehrere Scheine zeigten Baumwollpflücker.

Versklavte Menschen.

Diese Sklaven repräsentierten nicht nur den Reichtum in Amerika.

Sie waren Reichtum.

Im Jahr 1863 waren sie mehr als drei Milliarden Dollar wert.

Seit damals hat sich Amerika als Land langsam und schmerzvoll verändert

und eine ethnische Barriere...

...nach der anderen zerstört.

Ich blicke optimistisch in die Zukunft.

Einige Veränderungen in den USA überraschen mich ehrlich gesagt.

Deshalb denke ich,

es könnte in weniger als 40 Jahren einen schwarzen Präsidenten geben.

Ich denke, in 25 Jahren oder weniger.

Beim Reichtum ist das anders.

Beim Reichtum vermehrt das Unrecht der Vergangenheit das aktuelle Leiden.

Die ethnische Wohlstandskluft in Amerika zeigt,

dass ein weiter Weg vor uns liegt, um die Ideale der Gleichheit zu erreichen.

Die Wohlstandskluft in Amerika

bemisst die weiße und die afroamerikanische Familie,

und zwar genau in der Mitte, dem Median.

Das Medianvermögen eines weißen Haushaltes: Vermögen minus Schulden,

beträgt 171.000 Dollar.

Das Median-Vermögen eines schwarzen Haushaltes beträgt 17.600 Dollar.

Und die Schere geht noch weiter auf...

...immer weiter.

MEDIAN-FAMILIENVERMÖGEN NACH ETHNIE

Wieso?

Diese Tatsachen halten wir für selbsterklärend...

Wir können auf jede Schule, aber das Schulgeld nicht bezahlen.

Ich wache jeden Morgen in einem von Sklaven gebauten Haus auf.

Der amerikanische Traum darf niemals aufgeschoben werden.

...dass alle Menschen gleich sind.

Bekommen sie nicht ihren gerechten Anteil am Haus,

werden sie es niederbrennen.

Ich pflückte Baumwolle... und verlegte Bahngleise

unter der Peitsche von jemand anderem...

...und bekam nichts dafür.

Nichts.

DIE WOHLSTANDSKLUFT IN AMERIKA

Im Januar 1865 endete der Bürgerkrieg.

General William Sherman und Kriegssekretär Edwin Stanton

versammelten 20 schwarze Anführer

und fragten sie, was die schwarze Community bräuchte,

um sich ein Leben in Freiheit zu schaffen.

Reverend Garrison Frazier, der Anführer der Gruppe,

hatte eine einfache Antwort:

"Um uns am besten selbst versorgen zu können,

brauchen wir Land."

Vier Tage nach dem Treffen erließ Sherman den Special Field Order No. 15.

Dieser versprach tausende Acker Land:

"Jede Familie bekommt ein Grundstück

von höchstens 40 Äcker bestellbaren Lands."

Am Tag vor seiner zweiten Amtseinführung

unterschrieb Lincoln das Gesetz, um es offiziell zu machen.

Amerika wurde beinahe ein komplett anderes Land.

Aber so kam es nicht.

Wochen später war Lincoln tot.

Sein Nachfolger, Andrew Johnson, änderte schnell den Kurs.

Wenn man von Gleichberechtigung spricht,

kommt die weiße Gegenreaktion: "Was ist mit unseren Rechten?"

Bis zum Ende desselben Jahres

wurden tausende befreite Sklaven vom erhaltenen Land vertrieben.

Nur ein Jahr nach der Sklaverei

beklagte Präsident Johnson die Diskriminierung der Weißen.

Zitat: "Bevorzugung der Neger."

Doch Sklaven hatten seit 246 Jahren Reichtum für ihre Besitzer geschaffen.

Reichtum, den Weiße behalten durften.

Und Leute, die Reichtum besitzen, wissen Folgendes darüber:

Er wächst,

von Generation zu Generation. Fragt Jay-Z.

"Ich kann es nicht erwarten, das meinen Kindern zu geben."

Das sagt einerseits, dass Reichtum Reichtum erzeugt.

Aus einer Million acht machen, Hand hoch, wer das auch will.

Es braucht keinen riskanten Einsatz, um Reichtum drastisch zu vermehren.

Es braucht nur Zeit.

Wenn man in einem stabilen Land lebt und langfristig investieren kann,

steigt der Wert für gewöhnlich.

Folgendes muss man über Zinseszinsen wissen.

Angenommen, man legte im Jahr 1863 $ 100 an.

Die durchschnittliche, jährliche, inflationsbereinigte Rendite

auf dem US-Börsenmarkt betrug etwa 7 %.

Im Jahr darauf war es etwas mehr wert...

...und etwas mehr und noch etwas mehr.

Heute wären diese 100 Dollar 3,5 Millionen Dollar wert.

Noch heute verdienen Afroamerikaner viel weniger als Weiße.

Sie sind viel eher arbeitslos,

und Studien zeigen, dass Arbeitgeber noch immer diskriminieren. Aber selbst wenn wir diese Schere sofort schließen könnten...

...wirken Jahrhunderte der Ungleichheit bis heute nach,

vor allem, was Landbesitz und Wohnverhältnisse betrifft.

In diesem Land wird Reichtum hauptsächlich durch Besitz erlangt.

Für die amerikanische Mittelklasse

macht das Eigenheim zwei Drittel des Reichtums aus.

Als weißer Amerikaner

hat man wahrscheinlich Vorfahren mit einer derartigen Geschichte.

Meine Eltern kauften ein Haus,

vor etwa 50 Jahren, was damals 14.000 Dollar kostete.

Und jetzt ist es in etwa 600 bis 700.000 Dollar wert.

Die meisten verstehen den riesigen Einfluss der Wohnverhältnisse nicht,

wo man lebt,

welche Möglichkeiten einem diese Gemeinschaft bietet.

Dabei spielte die Regierung eine riesige Rolle.

Während der Großen Depression

war fast die Hälfte der städtischen Hausbesitzer notleidend.

Die Männer sitzen den ganzen Tag in Parks, ohne Arbeit, und sie murmeln vor sich hin.

Franklin D. Roosevelt wollte den New Deal einführen.

...um die Schuldenlast zu mildern.

Durch den New Deal bekommt die Bevölkerung Hypothekenkredite.

Der amerikanische Traum wurde mit Wohneigentum gleichgesetzt.

Aber die Federal Housing Administration

vergab Hypotheken nicht in den Gegenden, die sie für zu riskant hielt.

Die Kalkulation dieses Risikos erfolgte nach Ethnien.

ZU VERKAUFEN

Der Einzug einer schwarzen Familie galt als Bedrohung für die Immobilienpreise.

Hätte der Einzug einer Negerfamilie Auswirkungen auf die Gemeinschaft?

Ich denke, die Immobilienwerte werden sinken,

wenn unzählige hier einziehen dürfen.

Als die FHA auf Karten einzeichnete, wo keine Hypotheken vergeben würden,

wurden die Gegenden mit mehr schwarzen Familien rot gefärbt.

"Rot einfärben" ist keine Metapher.

Es wurden tatsächlich Karten gezeichnet,

auf denen ganze Viertel rot gefärbt waren.

Die Auswirkungen von Rassismus rechtfertigten dann weiteren Rassismus.

Der Reichtum der Mittelschicht besteht zu zwei Dritteln aus Eigenheimbesitz.

Somit ist die Chance, ein Haus zu besitzen, zerstört.

Von der Regierung auferlegte Segregation betraf alle Lebensbereiche:

die Jobs, die man bekam, wo die Kinder zur Schule gingen,

wie sicher sie waren, und ob der Wert eines Hauses stieg.

Augen auf den Preis...

Erst 1968 wurde die Diskriminierung bei den Wohnverhältnissen geächtet.

Faires Wohnen für alle Menschen gehört jetzt zum American Way of Life.

Das heißt aber nicht, dass diese Diskriminierung endete.

Bedenkt, was nötig war,

damit Cory Bookers Familie im Jahr 1969 ihr Haus bekam.

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