نخستین 200 خط.
Woher kennt ihr euch?
Wir kennen uns seit unserer Kindheit.
-Ihr kommt aus derselben Gegend. -Ich war oft in seiner Gegend.
-Du hast in der Kenmare gewohnt? -Ja.
Und ich in der Ecke Prince, Elizabeth und Spring Street.
Im Grunde ist er der Einzige,
der weiß, wo ich herkomme und wen ich kannte.
Er kennt diese Welt, und das hat zu unseren Filmen geführt.
Wie lange war The Irishman in Planung?
-Seit Casino? -Casino ist 22 Jahre her.
-Für dich auch. -Meine Güte.
Oh, mein Gott.
Ich war beeindruckt davon, wie ernst du es nahmst.
-Du hast ein langes Exposé verfasst. -Ja.
I Heard You Paint Houses
ist ein tolles Buch.
Du hast mir davon in deinem Haus in New York erzählt.
-Ja, wir haben darüber gesprochen. -Und du sagtest:
"Wir machen diesen Film."
Ich hab es vor langer Zeit gelesen.
-Ja, stimmt. -Jemand hat es mir geschenkt.
-Interessant. -Die Person sagte sogar:
"Daraus macht ihr irgendwann einen Film."
Daraufhin ich: "Ja, ok. Tschüss."
-Dasselbe hab ich aber auch gedacht. -Ach ja?
Die ursprüngliche Absicht war gar nicht,
dass wir wieder zusammenarbeiten.
Es hat sich so ergeben, nach dem Ausschlussverfahren,
aufgrund von Interessen.
Das Interessante und Besondere daran ist,
dass es real ist.
Es geht um unsere Welt,
-unser Amerika... -Und es handelt
in der Welt des organisierten Verbrechens,
aber das ist nur der Rahmen.
Letztendlich ist es ein Film, der...
Jetzt, im Alter, können wir uns diese Welt erschließen.
Wir sehen diese Figuren, die menschlich sind, zusammenleben,
loyal sind und sich lieben. Und dann kommt es zum Betrug.
Ich weiß, wie du dich fühlst, Frank. Vertrau mir, das weiß ich.
Wie gesagt, wir wollten ihm wirklich helfen. Das weißt du.
Du hast es versucht. Er hat es sich selbst eingebrockt.
Es passte einfach perfekt zu unserem Alter.
-Ja. -Es war seltsam.
Das macht den ganzen Film intimer und persönlicher.
Er hat viel zu bieten, aber er bleibt immer bei den drei Männern.
Es ist ein Spiegelbild der Zeit.
Es war ein Segen, diesen Film machen zu können,
weil die Figuren perfekt gepasst haben.
Wir mussten gar nicht viel über die Figuren reden.
Nachdem ich meine Szenen mit Al gelesen hatte, sagte ich:
"Oh Gott, hoffentlich rastet Al mir gegenüber nicht so aus,
wie er das sonst so tut.
Was soll ich dann machen? Auch ausrasten?"
Und er sagte zu mir:
"Du rastest gar nicht aus."
Ich antwortete: "Super. Solange er mir gegenüber nicht ausrastet..."
-Nein, es ist an alle gerichtet. -An alle.
"F*** euch. Ihr alle!"
Es war nicht an mich gerichtet.
Du wolltest improvisieren,
und ich sagte: "Mach was du willst, solange du ein wenig ausrastest."
Es tut mir leid, aber gibt es einen anderen Grund?
Das ist meine Gewerkschaft. Ein anderer Grund?
Es ist meine Gewerkschaft.
Es ist ein reflektierender Film.
Auf gewisse Art ist es ein Kammerspiel.
Es gibt Action und er ist umfangreich,
aber das alles immer mit dem Hintergrund,
dass man zurückblickt auf vergangene Zeiten.
Und es war perfekt...
...für die Art des Stoffes.
Er ist sehr lang.
Hast du beim Strukturieren darüber nachgedacht?
Wie es ankommt?
Das heutige Publikum und
die Orte, an denen sie diese Filme sehen, das alles verändert sich.
Wir befinden uns in der größten Revolution seit den Anfängen des Tonfilms 1927.
Und ich habe es riskiert. Man kann einen Film
nicht für ein bestimmtes Kino produzieren.
Ich wollte es machen.
Man verpflichtet sich dem Film.
Wer ihn sehen will,
verbringt viel Zeit in dieser Welt.
Hier laufen viele harte Jungs rum. Hat er das erwähnt?
-Hast du Angst vor harten Jungs? -Nein.
Dachte ich mir.
Wir reden sehr viel über die Figuren.
-Sie sind echt. -Ja.
-Es gab sie wirklich, diese drei. -Das macht es einfacher.
Es hilft. Leider waren unsere Figuren nicht mehr am Leben.
Aber wenn sie noch leben, hilft es.
Man kann mit ihnen reden, sich mit ihnen treffen.
-Deine Figur war berühmt. -Das stimmt.
-Du hattest viel Material. -So viele Aufnahmen.
Du hast dir seine Stimme angehört.
-Das war toll. -Es hat geholfen.
Man recherchiert so viel, und wenn man dann
Fotos sieht, über die Person liest und sie dann sieht...
Das ist wirklich beeindruckend.
Toll an der Geschichte ist das Dreigestirn,
drei Typen und die klassischen Themen,
Loyalität, Brüderlichkeit und Verrat.
Aber der Verrat ist nachvollziehbar. -Er war notwendig.
Es ist eigentlich eine verrückte Beziehung.
-Ja. -Sie teilen sich ein Zimmer.
Er ist sein Bodyguard.
Er muss da sein, falls was passiert.
Soll er auf dem Flur stehen?
Ich fand interessant, wie Bob das Ganze erzählt hat.
Es ist, als würde ich darüber reden, wie es am Anfang war.
Das machte es so real.
Es ist wirklich passiert.
Er ist da.
Der, der davon erzählt, war da.
Es war wie bei der Armee.
Man gehorchte, man tat das Richtige,
man wurde belohnt.
Aber wie du sagst,
ihr beide seid euch in euren Rollen so nahegekommen,
dass ihr gar nicht mehr geprobt habt.
-Das stimmt. -Es ist so:
Das alles basiert auf echten Menschen,
aber wer weiß, was wirklich passiert ist?
Die Beziehung dieser drei Menschen ist echt. Das merkt man.
Russell ist interessanterweise das komplette Gegenteil zu...
-Meinen anderen Rollen? -Ja.
Du sagtest: "Du spielst dieses Mal einen ganz anderen Gangster."
Die Alten haben mit dem Vater gesprochen.
Der hat mit seinem Sohn Jack gesprochen und ihm gesagt,
er soll nicht vergessen, wem er was schuldet.
Ich sagte zu ihm: "Ich kann auch Tony Pro spielen."
Aber das wollte er nicht.
-Er und er. -Ja. Ich verstehe.
Du musst dich um Tony kümmern. Der Grund, warum er...
...am Leben ist, bist du.
Wir wissen nicht, was wirklich passiert ist.
Das ist eine Version dessen,
aber die Wahrheit liegt in den Beziehungen,
und zwar innerhalb dieser Welt.
Jimmy Hoffa war damals
die zweitbeliebteste Person nach dem Präsidenten.
-Ja. -Das vergessen wir.
Genau wie die Gewerkschaften und ihren Kampf um gerechte Bezahlung.
Die Sache mit den Kennedys machte ihn wütend.
In einer Szene sagst du:
"Er wird mir nie verzeihen, dass ich Nixon Geld gab!"
Oh Gott. Wo bist du hineingeraten?
Jeder Schritt ist eine Katastrophe.
Und die Figur sagt: "Das geht schon gut."
Aber du weißt genau, dass es nicht gut geht.
Erinnert ihr euch an die Szene, in der ich von Bob verlange,
-Tony Pro auszuschalten? -So witzig.
Glaubst du, Russ würde etwas gegen ihn unternehmen?
Das ist kompliziert.
Es ist kompliziert.
Er sagt: "Du musst das verstehen.
Ich habe es aufgebaut. Es ist rein.
Es ist fortschrittlich. Es ist visionär."
Aber er sagte: "Nein, tut mir leid."
-Darauf würde er sich nicht einlassen. -Das erlaubt er nicht.
"Ich würde ihn selbst töten, aber ich bin zu bekannt."
"Ich will den Scheißkerl umlegen, aber ich kann nicht."
Es ist verrückt. Sie sprechen davon, jemanden zu töten.
Nein, in dem Fall
-geht es um Beseitigung. -Genau.
Er steht im Weg.
-Und zwar so richtig. -Das ist undenkbar.
Ja, aber nach deinem Gespräch mit Tony?
-Mir reicht's. -"Gespräch."
Du meine Güte.
-Das lief nicht gut. -Der alte Kerl musste kämpfen.
Ja, genau.
Stephen ist auf ihn draufgesprungen.
-Oh Gott. -Tony Pro hat ihn gehasst.
Ich weiß.
Der echte Tony Pro hat Jimmy Hoffa gehasst.
Er hat ihn so gehasst.
Er wollte dich so oft töten.
Anfangs saßen sie im selben Boot, dann nicht mehr.
-Macht. -Es ging um Macht.
Und Tony?
Er hat die Mafia hinter sich, du die Gewerkschaft.
-Du hast sie aufgebaut. -Genau.
Was denkt sich der Typ dabei?
Der arme Jimmy hat es nicht verstanden.
Ich weiß. Er hat es nicht verstanden.
Er glaubte an seine Version der Dinge.
Er hat nicht damit gerechnet,
-dass ihm so was je passieren würde. -Nein. "Das wagen sie nie."
Das wagen sie nicht!
-Sag das nicht. -Das wagen sie nicht.
-Jimmy... -Bitte, Frank. Komm.
Sag das nicht.
Und dann...
Sie haben Mittel und Wege.
Und dann wäre da noch Hoffas Verschwinden.
Das ist die Erklärung in Charles Brandts Buch.
Das könnte schon sein. Er ist jedenfalls weg.
Genau.
No comments yet. Be the first to leave one.