نخستین 163 خط.
Oh, Kitty.
Ich sehe, wie die Welt langsam immer mehr in eine Wüste verwandelt wird.
Ich höre den anrollenden Donner
immer lauter…
…der auch uns töten wird.
Ich fühle das Leid von Millionen Menschen mit.
Und doch,
wenn ich zum Himmel schaue,
denke ich, dass sich alles wieder zum Guten wenden wird,
dass auch diese Härte aufhören wird,
und wieder Ruhe und Frieden in die Welt kommen werden.
Die Juden warten…
…die Christen warten…
…der ganze Erdball wartet,
und viele warten auf ihren Tod.
Und wir, wir haben es gut,
so viel besser, als Millionen anderer Menschen.
Wir sitzen sicher und ruhig
und essen hier sozusagen unser Geld auf.
Wir sind so egoistisch, dass wir über "nach dem Krieg" sprechen,
uns über neue Kleidung und Schuhe freuen,
wenn wir eigentlich jeden Cent sparen müssten.
Um nach dem Krieg anderen Menschen zu helfen,
zu retten,
was noch zu retten ist.
-Du kriegst mich nicht. -Ich krieg dich, gleich hau ich dich.
Mathilda ist!
Anne!
Ja, was ist?
- Anne, komm. - Hallo, Pim.
Tante O gibt ein Picknick für die Familie,
mit Kuchen und Eis.
Juhu!
-Tut uns leid. Sag "Auf Wiedersehen". -Tschüs.
-Tschüs, Anne. -Dein Hut.
Pim, komm.
Quecksilber ist da, wir können also anfangen.
-Tante O, Großmutter. -Danke, sehr gnädig.
Will sich das Frl. Frank jetzt vielleicht auf seine fünf Buchstaben setzen?
Du bist ja ganz schmutzig.
Soll ich den Waschfuchs holen?
Das heißt "Waschlappen".
Frauenzimmerchen! Frauenzimmerchen!
-Otto? -Ja?
Warum geht ihr nicht auch nach Basel?
So wie deine Mutter und deine Schwester.
Wir werden auch künftig sehr gerne hier in den Ferien sein, wenn du es erlaubst.
Holland ist genauso sicher wie die Schweiz, Mutter, du weißt das.
Nur eben näher an Aachen und Frankfurt.
Ich will wieder heim nach Frankfurt.
Anne lebt sich besser ein als Margot.
Aber wir mögen Amsterdam. Wir bekommen viel Besuch von meiner Familie aus Aachen.
Und ich bin dabei, mir mit der Opekta eine ganz neue Existenz aufzubauen.
Ah, ich hoffe, es geht aufwärts mit dir.
Mit euch.
Ich komme dich immer besuchen.
Ja, das ist recht.
Hast du nicht erzählt, dieses Zeug
aus deiner Firma sei revolutionär für Frauen?
Revolutionär für Frauen. Hurra, jetzt können wir einkochen.
Also, auf die Frauen!
-Auf die Holländer. -Auf Amsterdam.
Frischer Fisch!
Frischer Fisch für die junge Dame. Besser wird's nicht mehr. Schade.
Edith, glaub mir bitte.
Van Daan sagt, man kommt in ein Sammellager,
und von dort in den Osten in ein Arbeitslager.
Glaubst du wirklich, dass die Deutschen mitten im Krieg
Juden eigens zur Zwangsarbeit nach Russland schicken?
Van Daan hat das aus sicherer Quelle.
Ich glaube, es ist alles noch viel schlimmer, Edith.
Das sind keine Arbeitslager.
Was sollen wir denn machen?
Amsterdam soll für Juden abgeriegelt werden.
Ja, ich weiß.
Bitte. Vertrau mir.
Ich habe so Angst, dass sie dich als Ersten holen.
Otto.
Komm, reiß dich zusammen.
Schon gehört?
Wir kommen wohl nicht mehr aus Amsterdam raus.
-Was? -Hat Mansa gesagt.
Zum Glück hat sie keine Ahnung.
Und was sagt Pim dazu?
Ich glaube, er hat einen Plan.
Was ist?
-Ich blute. -Hä, was?
Ja, da unten.
-Zeig mal her. -Spinnst du?
So richtig oder nur so Geschmiere?
Du kleiner Teufel, du.
Was ist jetzt?
-Hast du deine Regel oder nicht? -Ja, ich glaube schon.
Juppi, juppi hey, juppi hey.
Anne, das ist eklig.
Mansa findet es auch widerlich. Es ist auch widerlich.
Mansa hat noch nicht mal davon eine Ahnung.
-Anne, ich freue mich so. -Was hast du dabei?
Runter.
-Ich kann sofort ins Wasser. -Schaut mal.
Oh, wie elegant.
Hey, Juden! Raus aus dem Wasser!
-Was will der denn? -Blöde Nazis.
-Idioten. -Die holen wir raus.
-Genau hier. Raus da! -Raus aus dem Wasser.
Einfach nicht hinsehen.
Los, raus da.
Raus aus dem Wasser!
Wenigstens hier sind wir wie alle anderen Menschen.
Juden aus dem Wasser!
Juden aus dem Wasser!
Juden aus dem Wasser!
He, kommt mal raus aus dem Wasser da.
-Wir sollten nicht… -Wir müssen hierbleiben.
Los, raus.
Ja, sie hat recht.
-Kommt raus. -Los geht's.
Ihr da, euch meine ich. Kommt raus aus dem Wasser.
Los schon, kommt. Kommt, Mädels.
Ohne Judenstern und im Wasser, alles verboten.
Kommt. Nee.
Fühlst du dich jetzt gut?
Halt's Maul. Kleine Judenschlampe.
Ich halte nicht mein Maul.
Kapierst du eigentlich, was du da redest?
Wie würdest du das finden, wenn man dir alles verbietet, nur, weil du Jude bist?
Straßenbahn, Rad fahren, schwimmen, Kino.
Findest du das richtig?
Ich finde es richtig. Sehr richtig sogar.
Und du gehst ab heute zum Judenfriseur.
Und du zum Judenarzt.
Und ihr beide in die Judenschule.
Zur Judenschule.
Und danach ab ins Arbeitslager.
Dreckiges Judenpack.
Hey!
Arbeiten sollt ihr nämlich. Arbeiten.
Hey.
Schluss jetzt.
Ihr geht zu euren Sachen.
Und ihr lasst die Mädchen in Ruhe.
Sie haben euch nichts getan.
-Na los. -Kommt, Jungs.
Weg damit!
Ab!
JUDE
Viel Glück
Und viel Segen
Auf all deinen Wegen
Gesundheit und Wohlstand
Sei auch mit dabei
Augen auf.
Alles Gute zum Geburtstag.
Nein.
Danke, Pim.
Darf ich das auspacken?
Ja, fang mal damit an.
Gleich das Größte.
Überraschung!
Hallo, Inge.
Hallo, Anne, alles Liebe.
Zieht die aus. Ich will keine Sterne sehen.
-Los, mach endlich auf! -Ja, los.
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