نخستین 200 خط.
Es war 1947,
zwei Jahre nach Kriegsende,
als meine Reise
an den Ort begann, den mein Vater
das "Sodom des Nordens" nannte,
New York.
Nennen Sie mich Stingo,
das war damals mein Spitzname,
wenn ich überhaupt einen Namen hatte.
Ich hatte gerade so viel Geld gespart,
um meinen Roman zu schreiben,
denn ich wollte unbedingt
Schriftsteller werden.
Aber mein Geist war weiterhin verschlossen,
unerfahren in der Liebe und mit dem Tod.
Sogar damals
waren billige Wohnungen
in Manhattan Mangelware.
Und so begann meine Entdeckungsreise
an einen seltsamen Ort namens Brooklyn.
Ich weiß.
Sie denken an das Pink. Das tun alle.
Mein verstorbener Mann Saul
bekam dieses Angebot.
Hunderte Liter
dieser überschüssigen Farbe bei der Navy.
Ich nehme an, Pink war auf diesen Booten
nicht so nützlich, was?
Ok, ich nehme sie.
Yetta kündigte die Ankunft im
Ethnischen Königreich des Pinken Palastes
eines jungen Schriftstellers
aus dem Süden an.
Ihre Nachbarn laden sie ein,
oben mit uns zu speisen,
in Sophies Zimmer direkt über dem Ihren.
Heute Abend um acht.
Das Buch ist ein Willkommensgeschenk
von einem alteingesessenen Dichter
aus Brooklyn an einen Brooklyn-Neuling!
Sophie und Nathan
Geh nicht! Geh nicht!
Ich haue ab! Nein!
Nein!
Wir brauchen uns.
Du sollst mich in Ruhe lassen.
Lass mich. Geh mir aus dem Weg.
Nein, nein, nicht!
Ich lüge nicht!
Du lügst.
Nein.
Du lügst.
Bitte, geh nicht!
Lauf nicht vor mir weg, bitte!
Wir brauchen uns doch, Nathan,
das weißt du.
Wir brauchen uns gegenseitig.
Ich dich brauchen?
Ja...
Ich sage dir jetzt mal was.
Ich brauche dich so wenig wie jede
mir bekannte unerträgliche Krankheit!
Wie Milzbrand, ok?
Wie Trichinose.
Ich brauche dich so wenig
wie Gallensteine, Pellagra, Hirnentzündung.
Brightsche Krankheit, meine Güte!
Gehirn-Karzinom!
Ich brauche dich so wenig wie den Tod.
Hörst du mich? Wie den Tod.
Nein, Nathan.
Geh zurück nach Krakau, Baby.
Zurück nach Krakau!
Nun, guten Abend.
Hatten Sie Ihren Spaß?
Haben Sie unsere kleine Show genossen?
Erfreuen Sie sich
an Ihrer kleinen Lauscheinlage?
Meine Tür war offen.
Ich wollte nur wissen, was los war.
Ihre Tür war offen?
Sie wollten wissen, was los war?
Nun, wenn das nicht
unser neuer Literat aus dem Süden ist.
Zu schade,
dass ich auf keinen Plausch bleiben kann.
Wir hätten viel Spaß gehabt, Sie und ich.
Wir hätten über Sport plaudern können.
Sportarten aus dem Süden wie
Nigger-Lynchen oder "Bimbos",
so nennt man sie da unten doch.
Bis dann, Weißer.
Wir sehen uns in einem anderen Leben.
Geht es Ihnen gut?
Ja.
Ja.
Es tut mir sehr leid.
Normalerweise
ist er nicht so.
Sie müssen sich nicht entschuldigen, ok?
Ich wohne hier unten.
Falls Sie irgendetwas brauchen...
Danke.
Sie sind sehr nett.
Ich bin hier unten.
Nein, mir geht es gut.
Ich bin Stingo.
Bitte vergeben Sie uns.
60 Cent. Er erhöht immer um 50 Cent. 60...
Ja?
Wir hatten Sie zum Essen eingeladen.
Das ist sehr aufmerksam von Ihnen.
Hören Sie, ich arbeite und tippe nachts oft.
Falls Sie das stören sollte,
möchte ich nicht...
Nein!
Als ich noch klein war,
schrieb mein Vater auch auf der
Schreibmaschine und ich schlief damit ein.
Dadurch fühle ich mich...
Gott, wie sagt man das noch?
Sicher. Sicher.
Ihr Vater war Schriftsteller?
Nein, mein Vater war...
Mein Vater war Jura-Professor.
Er schrieb Artikel
und warnte die Polen
vor der Nazi-Bedrohung,
und er wollte den Juden helfen,
die verfolgt wurden.
Ja, das Tippen auf der Schreibmaschine
wird mich an meinen Vater
und seine Güte erinnern.
Möchten Sie reinkommen?
Vielleicht ein anderes Mal.
Wenn Sie entschuldigen.
Gute Nacht.
Ja.
Stinko, richtig?
Stingo.
Stingo, ja!
Ich habe diesen Namen noch nie gehört.
Ohne "K".
Ich verstehe.
Nur ein "G".
Ja, das ist schön!
Das klingt freundlich und glücklich.
Das gefällt mir.
Nathan!
Nathan.
Gott!
Siehst du es nicht, Sophie? Wir sterben.
Raus aus den Federn, Honigkind.
Beweg deine müden Knochen.
Die Grütze ist im Topf,
der Mais steht auf dem Herd.
Die Alten machen den Vierspänner fertig.
Bald gibt es ein Picknick draußen am Meer.
Guten Morgen, Stingo.
Guten Morgen.
Wir wollten uns mit Ihnen anfreunden
und mit Ihnen
diesen wundervollen Sommertag genießen!
Kommen Sie bitte zum Frühstück
hoch zu uns.
Und dann...
Ja.
Coney Island.
Coney Island! Oh, Junge!
Das mit gestern Abend tut mir leid.
Ja.
Sicherlich denken Sie:
"Was für seltsame Leute."
Sonntags kleiden wir uns gerne schick
und gehen aus.
Ok.
Ok?
Ich wusste, Sie würden es verstehen!
Da draußen kleiden sich alle gleich.
Sehen Sie sich diese armseligen Leute an.
Sehen Sie sie sich an. Drohnen.
Alle rennen herum, identisch gekleidet,
alle tragen die gleiche triste, öde Uniform.
Ihr seid langweilig!
Morgen!
Aber die hier. Sehen Sie doch.
Ein Geschenk Gottes!
Gib mir einen Kuss.
Einen Kuss. Bitte.
Ok, einen Kuss. Mehr hast du nicht verdient.
Noch einen. Ich brauche noch einen.
Nein.
Ich muss noch einen haben.
Nathan...
Ich kann nicht die Finger von dir lassen.
Das ist... Nein, Nathan Landau!
Wie finden Sie das, Stingo?
Hier bin ich, ein netter jüdischer Junge,
fast 30.
Und ich verliebe mich
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