Café Society

Café Society (Café Society)

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200 ensimmäistä riviä.

Wenn die Sonne hinter den Hollywood Hills versinkt,

erstrahlt das Licht oft in sattem, schönstem Technicolor.

Die Anwesen der Filmstars der Dreißigerjahre waren legendär.

Auf den Cocktailpartys traf sich die Crème de la Crème der Filmwelt,

trank Highballs, tauschte Gerüchte aus und machte Geschäfte.

Einer durfte auf einer Promiparty nicht fehlen: Phil Stern,

einer der tatkräftigsten Agenten der Stadt, und seine reizende Frau Karen.

Geistreich und dynamisch hielt Stern unweigerlich Hof.

Ich hab Paul Muni in New York spielen sehen...

und als Erster erkannt, dass er Filme machen kann.

Ich wusste es,

lange bevor irgendeiner ahnte, dass er Filmschauspieler wird.

Du hattest die Idee. - Ich wusste, er schafft den Übergang.

Was war so besonders an ihm? - Achtung, nichts verschütten.

Eine tolle Party, Phil, was soll's?

Verzeihung.

Ein Anruf für Sie, Mr. Stern. - Für mich?

Ich gehe lieber ran. Ist bestimmt Ginger Rogers.

Sie weiß, dass sie mich hier erreicht.

Sie ist nicht glücklich mit ihrer Agentur, also wer weiß?

Ihm gelingt alles.

Phil Stern am Apparat.

Phil. Hier ist Rose.

Rose?

Deine Schwester.

Woher hast du diese Nummer?

Von deiner Haushälterin.

Was ist passiert?

Bobby hat in Martys Schmuckgeschäft aufgehört und kommt nach Hollywood.

Ich hatte gehofft, du hast in deiner Agentur was für ihn.

Wer?

Bobby!

Mein Sohn. Dein Neffe.

Wir reden mit Warner Brothers wegen nächstem Sommer.

Und Bette Davis wäre perfekt.

Sobald sie die Rechte haben, reden wir.

Aber bis dahin ist jeder Versuch eines Vertrags für die Katz.

Ich mach gleich Schluss. - Dann setzen wir uns zusammen.

Er kennt niemanden da draußen.

Wieso kommt er dann hierher, verdammt?

Ich weiß nicht, was ich für ihn tun kann.

Inzwischen wird dich dieser Anruf ruinieren.

Hör mal, ich muss auflegen.

Ginger Rogers versucht mich zu erreichen.

Zwei Wochen später hielt ein Taxi vom Bahnhof vor dem Ali Baba Motel in Hollywood,

und aus stieg ein junger Mann, der hoffte, sich ein eigenes Leben aufzubauen.

Es handelte sich um Robert Jacob Dorfman,

Bobby Dorfman aus der Bronx,

der zum ersten Mal im Leben von zu Hause fort war.

Der Sohn des armen Juweliers Marty Dorfman und seiner überlasteten Frau Rose,

dessen Eltern sich über alles zankten, besonders über Phil Stern.

Er ist kein echter Jude. - Und was bist du?

Auch nicht gerade ein Musterbeispiel. Du betest nicht, du fastest nicht,

und du hast nicht das typische jüdische Hirn.

Du bist dumm!

Dann war da seine Schwester Evelyn,

die Lehrerin,

verheiratet mit Leonard, dem Intellektuellen, dem Professor, dem Kommunisten.

"Religion ist Opium für das Volk."

Der große Denker. Ein Guter.

Für Evelyn die Liebe ihres Lebens.

Dann war da noch der älteste Bruder, Ben.

Schlicht gesagt, Ben war ein Gangster.

Bobby liebte seinen Bruder und sah Ben lieber als Restaurantlieferanten.

Und obwohl Ben tatsächlich Nachtclubs versorgte,

hatte sein Leben auch noch eine dunkle Seite.

Und so, an einem sonnigen Tag am Wilshire Boulevard,

betritt Bobby Dorfman die Büroräume seines Onkels Phil Stern.

Tag. Ich möchte zu Phil Stern.

Haben Sie einen Termin? - Ja. Ich bin Bobby Dorfman, sein Neffe.

Im Moment ist er in einer Besprechung. Bitte nehmen Sie Platz.

Natürlich. Danke.

Mr. Dorfman?

Mr. Stern hat heute keine Zeit. Es gibt da eine kleine Krise.

Passt es Ihnen am Freitag?

Das ist in drei Tagen.

Ja, am neunzehnten.

Danke.

IN EWIGER LIEBE ZU SID GLORIA SWANSON

HAND- UND FUSSABDRÜCKE - G.S.

Es tut mir leid. Mr. Stern musste nach Acapulco.

Er hat seiner Frau diese Reise zum Geburtstag versprochen.

Mexiko. Dann Chicago. Ich komme seit drei Wochen nicht an ihn ran.

Einmal ist es MGM, dann Ginger Rogers, dann Ronald Colman.

Deshalb ist Phil Stern so ein großes Tier.

Er kommt zurück. Also mach das Beste draus.

Hier ist dein Bruder. Er ist wegen meiner Kartoffelpuffer da.

Nimm den Hörer.

Na, Kumpel, schon gelangweilt? Ich hatte nach 3 Wochen da die Schnauze voll.

Es ist sonnig und warm, aber ich kenne hier niemanden.

Hier heißen Quarktaschen "Zuckerbrötchen", und es gibt Kaffee vorm Essen.

Kaum hat man sich hingesetzt, sogar vor dem Orangensaft.

Ich geb dir ein paar Telefonnummern. Moment.

Toni White, KLondike-0079. Sie kennt 'nen Haufen Mädchen.

Du musst dich nicht mit ihnen unterhalten, mach einfach 20 Mäuse locker.

Sie kennt ein paar Prachtstücke.

Ich zahle für so was nicht. Ein Geschäft hat nichts Erotisches.

Hast recht, Kleiner. Ist aber manchmal das Einzige, was läuft.

Also dann, Wiederhören.

Der Junge schafft das schon.

Bis dahin lässt ihr Großschwätzer von Bruder ihn hängen.

Er ist beschäftigt!

Du hast ja keine Ahnung, was das heißt.

Der Mann isst mit Fred Astaire und Gary Cooper.

Ich bin beeindruckt.

Hier.

Gute Kartoffelpuffer. Kauf dir einen Hut.

Was soll das?

1.500 Dollar? - Macht einen Ausflug nach Florida.

Ich will das Geld nicht, wenn es nicht koscher ist.

Mein Partner und ich kaufen vielleicht einen Nachtclub. Wäre dir das lieber?

Solange es mit rechten Dingen zugeht. - Wann weißt du es?

Sobald der Besitzer zustimmt. Wir müssen ihn nur noch überzeugen.

Wenn man höflich fragt, hören die Leute zu.

Ich bin im Ali Baba Motel.

Ecke Grace und Yucca.

Zimmer 222. Mein Name ist Bobby Dorfman.

Viertel nach 10? Fein.

Nein, ist mir egal. Blond, brünett - mir ist alles recht.

Gut. Ich warte.

Dies ist das richtige Zimmer.

Ihre Verabredung kam aus Versehen zu mir. - Tut mir leid!

Hallo. Kommen Sie rein. Tut mir leid.

Was haben Sie getan? - Ich hab's falsch aufgeschrieben.

Ich wohne hier. Jetzt weiß jeder Bescheid.

Sehe ich aus wie vom Gewerbe? - Machen Sie Witze?

Wo waren Sie? Ich wollte schon schlafen.

Mein Auto hatte einen Platten. Ich heiße Candy.

Sie kommen zu spät, gehen zum falschen Zimmer...

Ich könnte auch einen gebrauchen.

Bedienen Sie sich. Sonst tue ich so was nicht.

Darf ich Ihnen ein Geheimnis verraten?

Ich hab noch nie Geld genommen, wir sitzen also im selben Boot.

Was sagen Sie da? Das ist Ihr erster Job?

Ja. Wenn ich also etwas chaotisch bin...

Toni schickt Sie, und Sie sind kein echter Profi.

Noch nicht.

Haben Sie keine Bedenken, diesen Weg einzuschlagen?

Ich brauche einen Job. Meine Schauspielkarriere stagniert.

Aber denken Sie mal nach.

Ich brauch das Geld.

Sie müssen nicht mit mir schlafen, ich bezahle Sie trotzdem.

Schon gut. Ich hab mich entschieden. - Aber mein Gewissen.

Es ist in Ordnung. Ich bin bereit.

Sie sind "bereit"? Danke! Ist das wie Pillen schlucken?

Nein! Sie sind kein fetter Freimaurer! - Danke.

Sie sind nervös, und das macht mich nervös.

Bin ich nicht. Ich hatte gerade eine heiße Romanze. Ich hab noch nie dafür bezahlt.

Übrigens brauche ich die 20 Dollar im Voraus.

Völlig unsexy, so ein mechanischer Akt. Nehmen Sie das Geld und gehen Sie.

Wollen Sie mich nicht ausprobieren?

Ich bin einsam, ich hätte auch nur geredet, aber selbst dafür bin ich zu müde.

Bin ich unattraktiv? - Nein, es liegt an mir. Ich habe Kopfschmerzen.

Diese Stadt ist voller wunderschöner Mädchen.

Sie kommen von überall her und wollen zum Film.

Sie wollen also nicht mit mir schlafen. - Mir ist nicht danach.

Tut mir leid. Mir ist die Stimmung vergangen.

Du lieber Himmel. Nicht weinen.

Wenn es Sie umbringt, tun wir's. Also los.

Können wir das Licht ausmachen?

Diese Branche liegt Ihnen wohl nicht so.

Ich war etwas spät dran. Aber jetzt machen Sie einen Rückzieher.

Weil Sie mich nervös machen. Ich brauch noch einen Drink.

Und wenn wir uns ausziehen und ins Bett gehen?

Das ist mir zu mechanisch. Nehmen Sie einfach das Geld.

Vergessen Sie's! Ich hab's vermasselt.

Tut mir leid. Ich hätte gar nicht damit anfangen sollen.

Keine Sorge, es liegt nicht an Ihrem Aussehen.

Aber Sie wollen es nicht mit mir tun? - Himmel, wir tun es!

Kommen Sie schon, wir tun es. Los.

Los. - Okay.

Hier, das Geld.

Wie heißen Sie? Cindy?

Candy. - Candy? Wirklich?

Soll das ein echter Name sein? Von Candice?

Nein.

Nicht wirklich. Klingt aber sexy, oder?

Ist okay.

In Wirklichkeit heiße ich Shirley.

Shirley Garfein.

Sie sind Jüdin?

Na und?

Eine jüdische Nutte. Eine Premiere!

Ich will ja nicht Karriere damit machen.

Nehmen Sie die 20 und gehen Sie einfach.

Was ist passiert? - Nichts. Ich kann einfach nicht.

Bitte. Sind Sie sicher?

Absolut. War nett, Sie kennenzulernen. Reden Sie mit niemandem, wenn Sie rausgehen.

Einfach den Flur entlang.

Komm rein.

Sorry, ich war schwer zu erreichen.

Ein Desaster, diese Howard Hawks-Sache.

Schon gut, Onkel Phil.

Hinsetzen.

Also,

worum geht's?

Rose sagt, du möchtest hier leben?

Ja, ich konnte bei meinem Vater nicht weiterarbeiten,

es war öde. Ich will was Interessanteres machen.

Ein Anruf für Sie, Sir.

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