The Invisible Guest

The Invisible Guest (Contratiempo)

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Der Unsichtbare Gast 2016
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Julkaistu: 2018-02-26
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Der unsichtbare Gast

Señor Doria? Virginia Goodman. Ihr Anwalt, Félix Leiva, schickt mich.

Freut mich.

- Kommen Sie rein. - Danke.

- Geben Sie mir 2 Minuten zum Anziehen. - Natürlich.

Das wichtigste Ereignis heute Morgen ist die Begräbnisfeier für Laura Vidal,

die bekannte Künstlerin und Fotografin,

die vermutlich von ihrem Lover Adrián Doria ermordet wurde.

Er erhielt kürzlich den European Award For Innovation And Business Development.

Doria, dessen Firma "Global Go Tech Media" in jüngster Zeit nach Asien expandiert,

plädiert auf unschuldig und sieht sich als Opfer eines Komplotts.

Ich hatte Sie erst später erwartet.

Ja. Es gab leider einen kleinen Rückschlag.

Ich konnte Felix nicht erreichen.

Er ist nicht in der Stadt.

Er sagte aber, er arbeite an einer Strategie, mit der

- er gewinnen kann. - Genau.

Das sagte er zuletzt auch zu mir.

Aber da wussten wir noch nicht, was ich jetzt weiß.

Was?

- Dass man Sie heute als Zeuge vorlädt. - Was sagen Sie da?

Der Staatsanwalt will kurzfristig einen Zeugen aufrufen,

der den Fall komplett auf den Kopf stellen könnte.

Wir wissen noch nicht, wer, aber er wird gerade zum Gericht gebracht,

damit er in drei Stunden aussagen kann.

- Ich habe die Wahrheit gesagt. - Ihre bisherigen Angaben sind lückenhaft.

Ich brauche alle Einzelheiten.

Die Details sorgen für mehr Glaubwürdigkeit.

Ich kann sie benutzen, um die Welt von Ihrer Unschuld zu überzeugen.

Ich versichere Ihnen, dass ich das schaffe.

Ich habe noch nie einen Fall verloren.

Aber Sie müssen mir helfen.

Die Polizei beobachtet mich 24 Stunden lang. Ich komme mir vor wie in einer Zelle.

Hätte ich noch etwas auszusagen, hätte ich das schon getan.

Die werden Ihre sofortige Verhaftung beantragen, Señor Doria.

Wir haben 180 Minuten, um nochmal von vorn anzufangen.

Also rate ich Ihnen, mit der Heulerei aufzuhören und zu kooperieren.

Gut, gehen wir zurück bis zum Anfang.

Wieso waren Sie und die Verstorbene in dem Hotel?

Man hat uns gesagt, wir sollen dort hingehen.

Laura und ich trafen uns seit ein paar Monaten.

Irgendjemand versuchte, uns deshalb zu erpressen.

Wir befolgten seine Anweisungen.

Sie wollten 100.000 Euro.

Lieber das als eine Million für die Scheidung berappen.

Ich wollte keine Scheidung. Ich liebe Sonia.

Wieso dieses Hotel, 300 km von Ihrem Wohnort entfernt?

Keine Ahnung.

Haben Sie sich darüber nicht gewundert?

Wen interessiert das Hotel?

Waren Sie schon mal dort?

Mein Problem ist, dass man mir einen Mord anhängen will.

Alles ist von Bedeutung, Señor Doria.

Aber schon gut.

Reden wir zuerst über die Nachricht auf Ihrem Telefon.

Wir warteten schon seit 2 Stunden, als die Nachricht kam.

Was ist?

Er hat dein Telefon.

Er hat mir gerade eine SMS von deinem Handy geschickt.

Ich werde alles erklären. Zimmer 715. Hotel Bellavista.

Das ist eine Falle.

Los, gehen wir.

Adrián?

Ich war ein paar Minuten besinnungslos.

Als ich aufwachte, ging der Albtraum los.

Was ist das erste, an das Sie sich erinnern?

Das Klopfen an der Tür.

Polizei!

Alles in Ordnung?

Polizei!

Öffnen Sie die Tür.

Gehen Sie zur Seite.

Laura!

Kannst du mich hören? Laura?

Wir wissen, dass Sie da sind! Öffnen Sie die Tür!

Laura! Hilfe! Bitte helfen Sie mir!

Polizei!

Hilfe!

Stehen Sie auf!

Los, aufstehen! Und Hände hoch!

Da war einer hier im Zimmer.

Zeig mir deine Hände!

Ich hab nichts getan. Ich war's nicht.

Nehmen Sie die Hände hoch!

- Ich hab nichts getan. - Runter auf die Knie!

- Es war noch jemand anderes hier. - Auf den Boden! Keinen Widerstand!

Machen Sie den Gang frei!

Laut Polizeibericht hörten Zeugen Schreie, aber niemand verließ das Zimmer.

Und dass die Tür von innen mit der Sicherheitskette verriegelt war.

Im Bericht steht auch, die Fenster ließen sich nicht von innen öffnen,

weil das Hotel in kalten Wintermonaten die Griffe entfernt.

Und es gab keine Spuren von Gewalt.

Alle Wege aus dem Zimmer wurden überprüft,

doch es wäre unmöglich, keine Spuren zu hinterlassen.

Und man fand nichts.

Ihnen zufolge hat sich der Mörder Ihrer Geliebten also in Luft aufgelöst.

Sieht so aus.

- Zuerst musste er aber rein. - Er war schon da.

Dennoch musste er irgendwie reinkommen.

Das Hotelpersonal sagte aus, dass nur Sie über einen Schlüssel verfügten.

Der Tatort wurde vorbereitet, um mich reinzulegen.

Die Polizei sollte annehmen, Laura hatte sich in mich verliebt.

Und nachdem ich versucht hatte, mich loszukaufen, habe ich sie umgebracht.

Das ist absurd. Eine Falle.

- Von wem? - Keine Ahnung.

- Warum? - Ich weiß es nicht!

Meine Frau und Tochter haben mich verlassen. Und irgendwer kommt mit dem Mord davon.

Es sei denn, Sie lassen das nicht zu.

Suchen Sie in den Feinheiten Ihres Lebens nach Antworten.

Sie sagen, die Polizei hat Recht.

Nach deren Meinung gibt es niemanden, der Sie auf diese Weise vernichten möchte.

Somit ist Ihre Version ein Fantasiegebilde, Señor Doria.

Nicht ich muss den Täter finden.

Sondern Felix und Sie. Und vor allem die Polizei.

Die sollten den Schuldigen finden.

Für die sind Sie der Kriminelle.

Señor Doria, wenn Sie in meiner Haut wären

und ich erzählte von Ihrer Verschwörung, was würden Sie denken?

Ich erzähle Ihnen, was geschehen ist. Was wollen Sie hören?

Wissen Sie was?

Aus meiner 30-jährigen Karriere kenne ich zwei Arten von Mandanten.

Die, die ihre Lage erkennen und kooperieren,

auch, wenn das unbequem werden kann,

und die, die sich für clever halten und warten, dass ich sie rausboxe,

ohne ihr Zutun.

Zu dieser zweiten Sorte gehören Sie.

Aber ich will Ihnen ein Geheimnis verraten.

Ohne Leiden gibt es auch keine Erlösung.

Und Sie sind nicht cleverer als ich.

Junger Mann in Bierge verschwunden

Könnte der Zeuge der Staatsanwaltschaft in die Sache verwickelt sein?

Zehn Minuten haben wir schon verschwendet, Señor Doria.

Ich frage Sie nur ein einziges Mal:

Sie wissen, wer der Mann in Ihrem Hotelzimmer war, hab ich Recht?

Wenn Sie es herausfinden wollen

Wenn ich Sie da rauskriegen soll, ohne dass Sie ins Gefängnis gehen,

dann lügen Sie mich nicht mehr an.

Es fing alles vor drei Monaten an.

- Liebling. - Und, wie ist Paris?

Voller widerlicher Franzosen.

- Schlechtes Meeting? - Wir einigten uns nicht.

Mein Vater hat angerufen. Er will mit uns segeln.

Ich habe ihm zugesagt. Er kann kaum erwarten, Alex zu sehen.

Das ist Papa. Sag mal Papa!

Sonia, ich muss los zum Flughafen.

Okay. Kommst du nach Hause oder bleibst du in Barcelona?

Ich komme zu euch nach Hause.

Schreib mir, wenn du im Flieger sitzt. Ich liebe dich.

Ich dich auch.

- Wer war das? - Das war Sonia.

Wie spät ist es?

Es ist schon gleich sechs. Wir haben total verschlafen.

Papa

Wollen wir?

- Hätten wir nicht rechts müssen? - Der Weg hier ist kürzer.

Du könntest auch schneller fahren

- Soll ich fahren? - Du fährst doch schon.

Alles, was ich tue, ist lügen.

Wenn wir zusammen sind, lügst du nicht.

Und den Rest des Tages lüge ich, weil wir zusammen sind.

Du bist doch glücklich, wenn du bei mir bist. Oder?

Und ich liebe es, wie ich mich fühle, wenn wir zusammen sind.

Weißt du noch, was wir sagten, als wir damit anfingen?

Dass wir beide die Erfahrung machen wollen.

- Wir sagten auch, wenn die Zeit kommt, - Willst du Sonia verlassen?

- Nein. - Und ich Bruno nicht.

Deshalb ist das, was wir haben, perfekt.

Man kann nicht alles haben, Laura.

Man muss immer Opfer bringen.

Es läuft doch gut.

- Alles bestens. - Was wir tun, ist falsch. Das weißt du.

War's das also?

Es tut mir leid.

Alles okay?

Denke schon.

Hallo?

Sind Sie verletzt?

- Was machst du? - Ich rufe die Polizei.

- Er hat den Hirsch gerammt! - Ich war zu weit links.

Er war ohne Gurt und schrieb SMS!

Hättest du mich nicht gedrängt,

Du hast es gerade gesagt. Dass man Opfer bringen muss, nicht wahr!?

- Was redest du? - Es geht um ihn oder uns. Adrián!

Wir dürfen nicht die Polizei rufen!

Hör mir zu, bitte!

Keiner hat was gesehen.

Keiner weiß das hier.

Alles bleibt gleich. Dein Leben, Sonia, deine Tochter, deine Karriere

Willst du das alles verlieren?

Komm, wir fahren.

Er startet nicht. Komm schon, bitte spring an!

Spring endlich an, verdammte Kacke!

- Scheiße. - Was ist?

Da kommt jemand.

Schnell, steig aus.

Was machen wir?

- Überlass das mir. Tu, was ich tue. - Was hast du vor?

Er wird es ganz sicher merken. Würdest du mir sagen, was du vorhast?

Wir hatten einen Unfall, okay?

- Wir hatten einen Unfall? - Lass mich nur machen.

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