Wild Scandinavia

Wild Scandinavia (Wildes Skandinavien)

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Na-publish noong: 2012-01-27
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Ang unang 167 linya.

WILDES SKANDINAVIEN

Der äußerste Süden Skandinaviens.

Auf den ersten Blick scheint er vertraut.

Dabei ist Dänemark ein Land,

dessen Natur Einzigartiges zu bieten hat.

Kein Wunder, dass die Zahl derjenigen, die Skandinaviens Süden alljährlich besuchen,

in die Millionen geht.

DÄNEMARK

Dänemark bildet den Übergang zwischen Mitteleuropa

und der skandinavischen Halbinsel.

Umgeben von Nord- und Ostsee, besteht Dänemark aus Jütland

und den Inseln wie Fünen, sowie Seeland

und weit im Osten aus der abgelegenen Insel Bornholm.

See und Küste beherrschen das Königreich.

Die dänische Meeresfläche ist 2,5-mal so groß wie das Festland.

Die 7 000 Kilometer lange Küste lädt nicht nur erholungssuchende Menschen ein,

die die Einsamkeit genießen wollen.

Im Watt und in den Dünen leben erstaunlich viele Tierarten.

Rothirsche sind die größten Wildtiere Dänemarks.

Während die weiter nördlich gelegenen Länder Skandinaviens noch über große Naturräume verfügen,

erscheint Dänemark auf den ersten Blick als eine einzige große Kulturlandschaft.

Das Land ist eine der ältesten Monarchien der Welt,

mit 600 Schlössern und Herrenhäusern.

Neben endlosen Sandstränden sind es Kunst und Kultur,

die jedes Jahr zwei Millionen Touristen ins Land locken.

Gibt es in diesem vom Menschen so sehr geprägten Land überhaupt noch richtige Wildnis?

Es gibt sie.

Dänemark besitzt Naturjuwelen, die in Europa ihresgleichen suchen.

Sogar echte Urwälder, die nie eine Axt gesehen haben,

und in denen die Zeit stillzustehen scheint.

In einem solchen Urwald im nördlichen Jütland leben die einzigen Wildschweine Dänemarks.

Sie wurden im 18. und 19. Jahrhundert ausgerottet.

1926 siedelte man sie in den Wäldern von Lille Vildmose wieder an.

Heute leben 200 Schwarzkittel in dem Waldgebiet,

das zu dem artenreichsten Nordeuropas gehört.

Im Schutzgebiet von Lille Vildmose ist auch der König der dänischen Wälder zu Hause,

der Rothirsch.

Einst waren Hirsche, wie auch Elche, über das ganze Land verbreitet.

Heute sind sie nur noch auf wenigen Dünen und Waldinseln zu finden.

Die Hirschkühe sind trächtig und leben im Vorfrühling

scheu und zurückgezogen im Wald.

Nur an wenigen Orten grenzt der Wald heute noch ans Meer,

so wie einst überall in Dänemark.

Wenn die zwei urtümlichen Lebensräume aufeinander treffen,

geht meist die See als Siegerin hervor.

An der Nordseeküste fällt der Meeresboden bei Ebbe großflächig trocken,

riesige Wattflächen werden sichtbar.

Je weiter man nach Süden kommt,

desto größer ist der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser.

Alle 12,5 Stunden wiederholt sich das Schauspiel.

Gezeitenwellen aus dem Atlantik lassen den Wasserstand an der Nordseeküste steigen.

Die Wattflächen sind mehr als zehnmal so groß wie das Stadtgebiet von Berlin

und wurden 2009 zum Nationalpark erklärt.

Das Watt gehört zu den produktivsten Lebensräumen der Erde.

Im flachen Wasser tummeln sich Myriaden von Mikroorganismen.

Von denen ernähren sich wiederum zahllose Würmer, Muscheln und Schnecken.

Trotz wechselnder Wasserstände und starker Temperaturschwankungen

konnten sich viele Wattbewohner an den extremen Lebensraum anpassen.

Kein Wunder, dass im Frühling und Herbst Millionen von Zugvögeln hier Rast machen,

um sich auszuruhen und den Bauch vollzuschlagen.

Am Ende der Nahrungskette stehen die Meeressäuger.

Kegelrobben sonnen sich gerne in großen Gruppen auf Sandbänken,

oft gemeinsam mit Seehunden.

Mit bis zu 220 Kilogramm Gewicht sind Kegelrobben wesentlich größer als Seehunde.

Die Junggesellen liefern sich Kämpfe,

allerdings geht es dabei um nicht viel mehr,

als einen guten Liegeplatz am Strand.

Kegelrobben waren noch vor 100 Jahren eine Rarität im dänischen Wattenmeer.

Von Fischern einst rigoros als Konkurrenten verfolgt,

erholen sich die Bestände langsam.

Obwohl sich heute wieder 2 000 Teere im Wattenmeer sonnen,

sind dicht besetzte Robbenbänke immer noch eine Seltenheit.

Landeinwärts schließen sich Salzwiesen und Marschen an.

Hier wartet ein extravagant gekleideter Vogel auf seinen Auftritt -

der Kampfläufer mit seinem etwas umständlich anmutendem Gefieder.

Jenseits der produktiven Wattflächen erstrecken sich Feuchtwiesen voller Insekten und Würmer.

In Dänemark sind Bodenbrüter wie die Uferschnepfe

vielerorts noch ein gewöhnlicher Anblick.

Heute steht sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Die küstennahen Feuchtwiesen sind allerdings keine echte Wildnis,

sondern ein Lebensraum aus Menschenhand.

Weidetiere halten Bäume und Büsche kurz und bewahren so die Wiesen,

in denen später im Jahr die Vögel brüten.

Bevor der Mensch Dänemark besiedelte,

war das Land von üppigen Mischwäldern bedeckt.

Der Urwald von Lille Vildmose ist ein letzter Rest dieser Waldgebiete.

Schon seit der Eiszeit gibt es hier Rothirsche.

Dänemark ist ein flaches Land,

die höchste Erhebung gerade einmal 170 Meter hoch.

Dort, wo sich in Mulden Regenwasser sammelt,

können Bruchwälder entstehen,

Kinderstube für viele Tierarten, auch für Stockenten.

Waldgebiete, in denen Baume wie die Erle

ihre Füße das Frühjahr über im Wasser haben,

sind auch ideale Brutreviere für den Kranich.

Alle Vogelarten versuchen, ihr Nest geschützt vor Feinden anzulegen,

das Kranichpaar - auf einer winzigen Bauminsel.

Die langbeinigen Kraniche waten einfach zu ihrem Gelege,

aber für Füchse, Marder und andere Eierdiebe ist das Inselnest unerreichbar.

Einen knappen Monat lang bebrüten beide Eltern die Eier,

sodass Männchen und Weibchen abwechselnd auf Nahrungssuche gehen können.

Früher erstreckte sich der Lebensraum der Kraniche, Rothirsche

und all der anderen Waldbewohner von der Nord- bis zur Ostsee.

Doch um 4 000 v. Chr. begann ihr Reich zu zerfallen.

Wegen seiner günstigen geografischen Lage, seines milden Klimas,

seiner guten Böden und seiner Wildbestände

war Dänemark schon in der Bronzezeit verhältnismäßig dicht besiedelt.

Später kamen die Wikinger.

Ihre Drachenboote, Meisterwerke der Schiffsbaukunst,

waren schnell, wendig und hochseetauglich.

Aber der Bau der Schiffe verschlang Unmengen Holz

und ließ ganze Wälder verschwinden.

Auch nach dem Tod wollten die Nordmänner noch an Bord bleiben,

deshalb ließen sich prominente Mitglieder der Gesellschaft

in Steingräbern in Schiffsform bestatten.

Bis nach Südspanien, ans Schwarze Meer, nach Grönland

und sogar Amerika segelten die Wikinger mit diesen Schiffen.

Und sie verbreiteten dabei nicht nur Angst und Schrecken.

"Wiking" bedeutet zwar Seekrieger,

aber oft waren die Nordmänner auch friedfertige Händler und Siedler.

Über 300 Jahre lang nahmen die Wikinger von Dänemark Kurs auf fremde Länder.

Über die Jahrhunderte nahm die Zahl der N utztiere stark zu.

Immer mehr Wälder mussten Weideflächen weichen.

Herden von Haustieren ersetzten die Rudel der Wildtiere.

Selbst auf sandigen und torfigen Böden entstanden Viehweiden.

Neben Schafen sind es heute Rinder,

die die dänischen Feuchtwiesen nahe der Küste kurz halten.

So pflegen sie den Lebensraum der Wiesenvögel, besonders für die Kampfläufer.

Deren Bestand ist in Europa in den letzten zehn Jahren dramatisch geschrumpft.

Im Westen Jütlands führen die merkwürdig befiederten Watvögel

noch ihre Balzkämpfe auf.

Jedes Männchen trägt ein anderes, individuelles Prachtkleid,

kein Vogel gleicht dem anderen.

Nicht nur Kampfläufer und andere Brutvögel nutzen die küstennahen Feuchtgebiete,

Unmengen von Zugvögeln rasten auf dem Weg zwischen Winter- und Sommerquartier.

Ihre Zahl geht in die Millionen.

Die Ringelgänse haben noch mehrere Tausend Kilometer Flugstrecke zurückzulegen,

bevor sie in ihren arktischen Brutrevieren ankommen.

In den Marschen und Feuchtwiesen Dänemarks finden sie Futter

und einen sicheren Schlafplatz für die Nacht.

Die meisten Gewässer Dänemarks wurden begradigt,

das einzig wilde Ufer ist das des Meers, wie an der Nordspitze Jütlands,

wo sich die berühmten Dünen von Rubjerg Knude auftürmen.

Fast zwei Kilometer lang und bis zu 100 Meter hoch.

Um 1910 begann der Sand auf den Leuchtturm zuzuwandern,

der deswegen Mitte des letzten Jahrhunderts aufgegeben wurde.

Haushohe Dünen sind ein Wahrzeichen Dänemarks.

Unablässig transportiert das Meer Sand in Richtung Küste,

den der Wind dann auftürmt.

Manche dieser mächtigen Sandhügel bewegen sich, vom Wind angetrieben,

als Wanderdünen immer weiter ins Landes Innere.

Mit 40 Metern Höhe und rund vier Millionen Kubikmetern Sand

ist Råbjerg Mile eine der größten Wanderdünen Europas.

Die Abholzung der Wälder sorgte dafür,

dass sich den wandernden Sandmassen kein Hindernis mehr in den Weg stellte.

Wie in einer echten Wüste,

erscheinen nach Regenfallen in der lebensfeindlich anmutenden Umgebung

plötzlich bunte Blumen, z. B. das Sandstiefmütterchen,

eine Veilchensorte, die auf nährstoffarmen Böden wächst.

Und, wie in einer echten Wüste, gibt es auch hier Jäger und Gejagte.

Es geht ums Überleben.

Ein Sandlaufkäfer auf Beutezug.

Er hat die gefährlichsten Kiefer von allen Raubinsekten von Råbjerg Mile.

Wie kein anderes Land Skandinaviens, wird Dänemark von der See geprägt,

von Wasser, Wind und Sand.

Dänemark ist ein Land zwischen den Meeren.

Ostsee und Nordsee treffen in Jütlands äußerstem Norden aufeinander

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