Mexico 86

Mexico 86 (México 86)

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Publié le: 2026-06-05
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Les 200 premières lignes.

EINIGE DIESER DINGE SIND TATSÄCHLICH SO PASSIERT…

Im Jahre 1986 befand sich Mexiko in einer Krise.

Arbeitslosigkeit, politische Unzufriedenheit

und viele andere Probleme.

Aber für einen Monat in diesem Jahr

war mein Land das Zentrum des Universums.

…der beste Spielzug der WM.

Ta-ta-ta-ta-ta, Tor!

Denn dort fand die größte WM aller Zeiten statt.

Mexiko 1986 war ein kulturelles Phänomen,

eine beispiellose Zelebration, die den Fußball weltweit verändert hat.

Die Fanbasis wuchs explosionsartig, genau wie das Spektakel und die Geschäfte.

Und wisst ihr, wer die WM zu dem machte, was es war?

Ja, das war ich.

Aber ihr kennt mich nicht, was?

Man hat es euch falsch erzählt.

-…vom Schiri? -Beleidige mich nicht.

Wir können Informationen austauschen, gut.

MEXIKO-STADT 1983

Aber schmutzige Tricks sind was anderes. Komm schon.

Das ist mir heilig, Mann. Das Spielfeld ist heilig.

Elf gegen elf, das war's. Starte die Aufnahme.

Also, die Handbücher. Da ist das…

Wir reden gleich weiter. Señor, wie geht es Ihnen?

Hey, José Ramón. Netter Klatschkreis, was? Was Spannendes dabei?

Wir machen nur ein Interview über die neu eingeführten Handbücher.

Egal, was er dir erzählt, zahl ihm nicht zu viel.

Deine Sendung hat eh ein knappes Budget, oder?

Willst du, dass ich Überstunden mache?

Don Gustavo, ich wusste es. Die Grafiken, oder? Ja.

Wie oft denn noch? Keiner liest das, wenn Grafiken drin sind.

Aber darum geht's doch.

Wenn man den Artikel nicht liest, woher nimmt man dann die Analysedetails?

Aus den Grafiken.

Was glaubst du, wer diesen Mist liest, De la Torre?

Niemand. Es ist nur eine Formalität. Schreib es um und diskutier nicht mit mir.

Ja? Guten Tag.

Hallo, meine Dame.

Ist Ihr Mann zu Hause?

Nein.

Wer sind Sie denn?

Ich bin Hugo Sánchez.

Tut mir leid, ich habe Sie nicht erkannt.

Haben Sie zugenommen?

Es ist nur so…

Das Essen in Madrid tut mir nicht gut.

Also…

Was führt Sie her?

Ich bin hier, um ein kleines Tor bei Ihnen zu schießen.

Kommen Sie rein. Sie sind spät dran.

-Haben Sie nicht bald ein Spiel? -Doch, aber ich muss mich ja aufwärmen.

Schatz, du lässt mich doch nicht leer ausgehen?

Oh nein!

-Der Scheiß landet noch am Boden. -Die Lampe hat meiner Oma gehört.

Ach ja?

Komm her.

-Hör mal… -Ja?

Willst du ins Club Med?

Verdammt, hat wieder jemand storniert?

Wie du siehst,

ist es manchen Leuten egal, wenn sie Geld verlieren.

In welches? Das in Playa Blanca?

Ja.

Klingt gut, oder?

Wann denn?

In zwei Wochen.

Gibt's ja nicht, Susana.

Wolltest du nicht das Leck reparieren?

Ja, siehst du doch. Ich habe mich darum gekümmert.

Ein Eimer, im Ernst?

Damit hast du nicht gerechnet.

Also, was sagst du?

Soll ich zusagen?

Die Idee gefällt mir.

Der Strand…

-Sonnenschein… -Mit dir…

All-inclusive-Bar…

-Meine Conga-Beats. -Oh nein, deine Congas.

Mein Kokosöl, mit dem du mich so gern einreibst.

Dein Kokosöl…

-Weißt du, was? -Was?

-Ich bleibe noch etwas. -Was tust du?

-Hugo. -Was?

Geh jetzt.

-Komm schon. -Das Spiel ist vorbei, Hugo. Na los.

-Was ist mit Elfmetern? -Da gewinnst du nie. Geh jetzt.

-Du kleines Luder. -Geh schon.

Das hat niemand gesagt, Mama.

Wenn du möchtest,

könnten Paulina und ich hier in diesem Haus leben.

Dieser verdammte Álvarez.

Er verlangt von mir, die Quartalsberichte neu zu schreiben.

Drei Wochen sammelte ich Daten,

und der Idiot will, dass ich die Grafiken entferne.

Der Trottel lebt noch immer in den 70ern.

-Du redest immer noch von den Grafiken? -Was?

Es geht wohl um Leben und Tod, was?

Wenn dein Chef keine Grafiken mag, füg keine ein, so einfach.

Wenn du dich mies behandelt fühlst, kündige beim verdammten Verband.

-Ich wollte dir nur davon erzählen. -Lass es, Martín.

Ich will es nicht hören. Ich bin zu müde.

Ich hatte auch einen Scheißtag. Beschwere ich mich darüber?

Oh, du armes Ding.

Du hattest sicher einen sehr harten Tag.

Wie viele Jahre habe ich mir dein Gejammer angehört?

Mit einem Lächeln.

-"Mein Job ist so hart. Kann nicht mehr." -Moment mal.

Sie haben die Buchhaltung gefeuert. Wir machen jetzt ihre Arbeit.

Ich weiß, Beatriz!

Ich musste mir dein Gejammer schon 13.540-mal anhören.

Und ich bin noch hier.

-Und mache keinen Aufstand. -Doch, sobald du durch die Tür kommst.

Ich gehe ins Bett. Ich habe morgen ein frühes Meeting.

Zu Hause mittelmäßig, bei der Arbeit auch nur mittelmäßig.

Doch in Kolumbien stand etwas bevor,

das mein Leben für immer verändern würde.

Die Gewalt in Bogotá nimmt weiter zu.

Zwei Anschläge der kriminellen Gruppe, die das Land lähmt, wurden heute gemeldet.

Präsident Belisario Betancur machte heute eine Ankündigung.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 1986

wird nicht in Kolumbien stattfinden.

Kolumbien hat eben verkündet, dass sie nicht die WM ausrichten werden.

War ja klar. Ich hab's gesagt.

Ja, ich weiß, wir hatten alles bereit für Bogotá,

aber so ist das Leben.

-Was soll's. -Scheiße.

Wo findet sie statt?

Muss auf dieser Seite des Ozeans sein, oder?

Also wo? Bei den Gringos?

Sie haben sich beworben, aber wer will es wohl noch?

Wer denn?

Wir, die Mexikaner.

Cañedo hat mich angerufen. Es ist jetzt offiziell.

Wir reisen in die Schweiz, um die WM 1986 nach Hause zu holen.

Tolle Neuigkeiten, oder?

Weißt du, wie viele Länder die WM zweimal ausgerichtet haben?

-Kein einziges. -Genau! Kein einziges.

Wie lächerlich, bei der FIFA um eine WM zu kämpfen,

die nicht für uns bestimmt ist.

Cañedo und Azcárraga glauben wohl, wir bekommen die WM,

wenn wir der FIFA Kohle vor die Füße werfen.

Was für eine Zeitverschwendung.

Na schön, ich werde in die Schweiz reisen.

Aber um Urlaub zu machen. Wem soll ich Schokolade mitnehmen?

Das Spiel…

Hey, mach die Telenovela an.

Chava. Chava? Cha…

Sie fängt gleich an.

-Kumpel… -Was gibt's?

Was ist mit der los?

Sie hat Chava gebeten, den Kanal zu wechseln.

Gibt's ja nicht. Mach das Spiel an.

-Die zweite Halbzeit beginnt. -Aber jetzt läuft die Telenovela.

Was ist das hier, Kumpel?

Wo sind wir? In einer Fußballkneipe.

Ja, stimmt, aber…

Aber was? Ich sag's ihr. Soll ich?

-Ich sage es ihr selbst. -Nein. Martín.

Wir schalten um. Warte. Entspann dich.

"Entspann dich." Gibt's ja nicht. "Entspann dich."

Die Nationalmannschaft spielt.

Die Nationalmannschaft.

Das ist eine Fußballkneipe.

Schau das Spiel doch zu Hause.

Das ist mein Zuhause, Señora. Ich ging hier zur Schule.

Ich komme seit 20 Jahren her. Tut mir leid, Señor.

Darum bestimmst du, was wir schauen? Niemand hier will das Spiel sehen.

-Niemand… Mach die Telenovela an! -Sie verlieren eh.

Das ist jetzt wohl eine Telenovela-Kneipe.

Verdammt, José Ramón, wie oft habe ich dir schon was gesteckt?

-Du schuldest mir was. - Tue ich das?

Dass Mexiko die WM will, weiß ich schon.

Nein, das ist ein Knüller. Sonst würde ich dich nicht anrufen.

Ich tue das, weil wir Freunde sind, verdammt.

Aus gegenseitigem Respekt gebe ich dir die Story.

Das ist pures Gold.

Weißt du, was? Vergiss es, Mann. Ich gehe damit zu Juan Dosal.

-Er bot mir einen Slot am Sonntag. - Du willst zur Konkurrenz, Arschloch?

Du lässt mir keine Wahl, Alter.

Ich will das nicht tun. Aber schau, wie du mich behandelst.

Komm schon, ja?

Wie lange kennen wir uns schon?

Wie viele Jahre, verdammt?

Na schön. Ich gebe dir fünf Minuten.

- Komm jetzt gleich her. -Oh, perfekt.

Perfekt, Kumpel.

Wo gehst du hin?

Zu einem Interview mit José Ramón Fernández.

Ja, klar.

Was… Nimmst du das Auto?

Aerobic-Stunde.

-Hi. -Du? Heute?

-Es ist nicht Donnerstag. -Nein.

-Gehst du aus? -Ja.

Ich wollte dich einladen…

-Der Rock ist echt hübsch. -Danke.

Du trägst sonst nie roten Lippenstift.

Steht dir.

Ich wollte dich einladen…

Ich gebe ein Interview im Fernsehen. In zwei Stunden.

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