पहली 200 पंक्तियाँ।
*sanfte Instrumentalmusik*
*Kauzrufe*
*leise, melancholische Musik*
"Und dann kamen sie in einen tiefen, tiefen Wald.
Darin war es so dunkel
so furchtbar finster,
dass sie bald die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnten.
Es war schwarze, finstere Nacht.
Nur eine Eule machte
huh, huh, huh.
Sonst war alles ganz still.
Huh, huh.
Der Morgen war noch fern,
und sie fürchteten sich sehr.
Als sie eine Weile, sich fest bei der Hand haltend,
durchs Dunkle gegangen waren,
und ihre Füße anfingen, müde zu werden,
sagte die kleine Schwester bittend zur großen:
'Ich bin müde, liebe Schwester.
Lass uns ein wenig ausruhen.'
'Wenn wir uns jetzt ausruhen', antwortete die große Schwester,
werden uns die wilden Tiere im Schlaf überfallen,
und wir werden nie mehr nach Hause kommen.'"
*Musik läuft weiter*
Der Tee ist ja kalt. Ich mach dir neuen.
Danke. Ich hab schon ein paar Kannen getrunken.
Hast du wenigstens gegessen, hm?
Weißt du was? Wir gehen zum Italiener essen, damit du auf andere Gedanken kommst.
Hast es doch bald geschafft. - Lass uns hierbleiben.
Also gut. Dann mach ich uns hier was.
Was magst du? - Was du magst.
Ich mach uns als Nachtisch Zabaione.
Es waren die Jahre... - Nein!
Sie ist unmöglich. Ich arbeite doch auch den ganzen Tag.
Sie könnte auch mal was tun.
Sie wollten feststellen, welche Tiere und Pflanzen das atomare Inferno überstanden.
Zu ihrer Überraschung wimmelte es auf der Insel von Ratten,
großen, wohlgenährten Ratten.
Die Tiere wiesen keine genetische Schäden durch Strahleneinwirkung auf.
Wenn Ratten selbst durch Atombombenexplosionen nicht auszurotten sind,
werden sie einmal die Erde von uns erben?
Schon heute...
Wenigstens den Müll hättest du runterbringen können.
Stell sie wieder hin. Ich mach das.
Ich bring sie runter. - Nein, du hast jetzt anderes im Kopf.
Ach was. - Bitte, stell sie wieder hin!
Alle Ratten dieser Welt verzehren und vernichten im Jahr...
Viel zu tun gehabt, hm? - Ja.
Münzinger hat heute einen fabelhaften Vertrag gemacht.
Er ist wirklich ein Verhandlungsgenie.
*sanfte Instrumentalmusik*
*Musik klingt aus*
Sie kommen wieder herein wie ein Engel, Fräulein Sudermann.
Soll ich's Ihnen dort hinstellen? - Nein, hier.
Haben Sie schon gelesen? - Ich hab's heute Morgen im Radio gehört.
Was sagen Sie dazu? - Tja, schrecklich.
Herr Münzinger, Sie wollten mir für die Italienische Handelskammer diktieren.
Um elf haben Sie einen Termin mit Häusler.
Die Akte hab ich rausgesucht.
Soll ich sie Ihnen gleich bringen oder nach dem Diktat?
Bringen Sie sie gleich. - Ja, gut.
Wüssten Sie niemanden, der die Doktorarbeit meines Sohnes abtippen könnte?
Müsste natürlich schon eine intelligente Person sein.
Ich kann das machen. - Das kann ich Ihnen nicht zumuten.
Ich nehme Sie sowieso viel zu sehr in Anspruch.
Nein, nein, das geht nicht.
Vielleicht eine Studentin?
Gibt es da nicht so einen Schnelldienst?
Ich mach das wirklich gern. Das ist eine Abwechslung für mich.
Sie sind ein Engel.
Sie werden sehen, es ist eine ganz ausgezeichnete Arbeit:
"Der Held und sein Wetter".
Überschrift: "Verhaltensregeln für multinationale Unternehmen."
Herr Präsident, meine Damen und Herren! Ich danke Ihnen sehr für die Einladung,
heute mit Ihnen zu speisen und zu Ihnen zu reden.
Ich bin der Anregung Ihres Präsidiums gern gefolgt, nicht nur weil ich hoffe,
Ihnen einiges Neue mitteilen zu können, sondern auch,
weil ich wieder einmal in Italien sein kann,
einem Land,
mit dem mich eine besondere Beziehung verbindet.
Meine erste Auslandsreise überhaupt führte mich hierher.
Meine Pflegeeltern spendierten mir damals den Betrag von 500 Mark,
und die vier Wochen, die ich damit in Oberitalien verbringen konnte,
waren der Anfang einer bis heute ungebrochenen Zuneigung
und Bewunderung
für Ihr Vaterland.
Ehe ich auf das Thema im engeren Sinne eingehe,
sollte ich wohl das Objekt der Verhaltensregeln,
die MNU selbst und ihr Entstehen,
kurz zu beschreiben versuchen.
*schnelles Schreibmaschinentippen*
Jedes Mal, wenn ich hier reinkomme, stehen Sie da.
Sind Sie nicht von Stock drei?
Ja. Aber hier ist das Papier weicher.
Hätten Sie 'nen Lippenstift, den Sie mir leihen können? Ich hab meinen vergessen.
Danke.
Wo arbeiten Sie?
Ich bin die Sekretärin von Herrn Münzinger. *anerkennender Pfiff*
Dessen Sohn würd ich gern mal kennenlernen.
Wenn er das nächste Mal kommt... *Spülung*
...würden Sie mir Bescheid sagen?
Ich heiße Miriam Grau. Und Sie? - Sudermann.
Und mit Vornamen? *genervter Seufzer*
Maria.
Danke.
Tun Sie's, Maria? - Nein.
Würden Sie jetzt bitte wieder an Ihren Arbeitsplatz gehen?
*fröhliche Querflötenmusik*
*lautes Tippen*
*leises Lachen*
Wir haben gesehen, wie sich aus einer befruchteten Eizelle
ein Organismus mit verschiedensten Zelltypen –
Muskelzellen, Knorpelzellen, Gehirnzellen – entwickelt.
Wir sollten uns zum Schluss fragen,
ob für die Zelldifferenzierungen
irreversible Veränderungen des genetischen Materials notwendig sind.
Eine Antwort auf diese Frage ist eindeutig erbracht worden
durch die Transplantationsexperimente von John Gurdon,
die ich anhand des Schemas hier an der Tafel kurz erläutern möchte.
In unbefruchteten Eiern wurde der Zellkern
und damit das ganze genetische Material der Eizelle
durch UV-Bestrahlung zerstört
und durch den Zellkern einer differenzierten Zelle, z.B. einer Darmzelle, ersetzt.
Aus so behandelten Froscheiern
entwickelten sich in hohem Prozentsatz normale, vollentwickelte Frösche.
Diese Kerntransplantations- experimente zeigen,
dass eine differenzierte Zelle
noch die gesamte genetische Information zur Bildung eines Organismus enthält.
Die Differenzierung muss also zustande kommen durch selektive Genaktivierung.
In der nächsten Vorlesung möchte ich mit Ihnen
über Probleme der Genregulation diskutieren,
vor allen Dingen über die Frage,
wie spezifische Gene in spezifischen Zellen
zu bestimmten Zeiten aktiviert werden.
*Musik: "Didos Klage" aus "Dido und Aeneas" von Henry Purcell*
*Auslöser*
*Surren*
*Auslöser*
*Surren*
*Auslöser*
*Surren*
*rhythmische Klaviermusik*
Nacht, Herr Klausen. - Wiedersehen, Fräulein Sudermann.
*Klaviermusik läuft weiter*
Warst du wirklich so lang im Büro?
Ja, wo denn sonst?
Woanders. Mit andern Menschen.
Du kannst doch nicht immer nur arbeiten.
Dann hätt ich dich angerufen.
Außerdem schreib ich zusätzlich die Doktorarbeit für den Sohn von Münzinger.
Sehr interessant. "Der Held und sein Wetter".
Bist du wahnsinnig? Die tippst DU ab? Wieso denn das?
Weil Münzinger mich gebeten hat.
Das ist nicht Aufgabe einer Sekretärin.
MEINE würdest du nie abtippen. - Woher weißt du das so genau?
Ich sag dir mal was:
Wenn ich nicht so viel arbeiten würde, könntest du nicht so lange studieren!
*sanfte, melancholische Musik*
"Und als sie wieder eine Weile gegangen waren,
und der Wald immer noch nicht aufhörte,
bat die kleine Schwester ein zweites Mal:
'Ach, liebe Schwester, lass uns ein wenig hinsetzen und ausruhen,
meine Füße tragen mich nicht mehr.
Ich will auch ganz gewiss meine Augen nicht schließen.'"
*sanfte Querflötenmusik*
Ist die Liste für Job Nr. 16 fertig?
Wenn er will, spuckt er sie in zehn Minuten aus.
Können Sie das beschleunigen?
So schnell wie Sie arbeiten bei uns nicht mal die Computer.
Ich bring sie Ihnen hoch. - Gut.
Rauchen Sie eine mit uns.
Herr Stangl, bieten Sie bitte Frau Sudermann eine an. - Danke, ich habe keine Zeit.
Welch ein Pelz würde wohl zu ihr passen? Ziege?
Polarkatze.
Sie machen das sehr gut.
Ist alles zu verstehen? Ist es nicht langweilig und akademisch trocken?
Nein, im Gegenteil. Es ist witzig und gar nicht trocken.
Ich hab richtig Lust, das in den Büchern nachzulesen, die Sie erwähnen.
Ich geb sie Ihnen gerne.
Wenn Sie nicht die Sekretärin meines Vaters wären, würde ich mich in Sie verlieben.
Ist mein Vater da?
Er ist heute in Mailand. - Wann kommt er zurück?
Sehr wahrscheinlich morgen mit der ersten Maschine.
*Tippen*
Kann ich einen Kaffee bekommen? - Gerne.
Es war doch mit Milch, oder? - Nein, schwarz, bitte.
*Tür geht auf*
Ich hab auf Sie gewartet. - (erschrocken) Oh Gott!
Wir hatten ausgemacht, dass Sie sagen, wenn er kommt. - Wer?
Der Sohn von Ihrem Chef.
Ich möcht ihn so gern kennenlernen.
Was versprechen Sie sich davon?
Nur so.
Ich halt's in diesem stinkigen Laden nicht mehr aus.
Haben Sie mal auf Stock drei gearbeitet, in der Glashalle? - Nein.
Wissen Sie vielleicht, wo er abends immer hingeht? - Nein.
Ob er wohl tanzen geht?
Ich weiß es wirklich nicht, Fräulein Grau.
Miriam. Wie heißt er mit Vornamen?
Würden Sie mich bitte mit diesem Schwachsinn in Ruhe lassen? Maurice.
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