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Menschenfeind 1998 German DVDRiP AC3 5 1 XViD-DLB
Sozinho Contra Todos avi
Komentar oleh argentronic
Runtime 1:28:41.

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XviD
AC3
Diterbitkan pada: 2020-06-20
Unduhan: 31
Tuna Rungu: No

Pratinjau subtitle German

200 baris pertama.

Weißt du, was das ist, Moral?

Ich werd dir sagen, was Moral ist.

Moral ist für die, die sie gepachtet haben. Die Reichen.

Weißt du, wer immer Recht bekommt?

Das sind auch die Reichen. Die Armen gehen leer aus.

Willst du wissen, was meine Moral ist?

Ja. - Ehrlich? - Ja.

Aber nicht, dass du's dann bereust. - Wieso denn?

Wirst vielleicht Schiss kriegen! Hier, das ist meine Moral!

Moral ist das da!

Weißt du, wozu ich das hab, das kleine Ding?

Weil jeder, der hier in Uniform anrückt und von Moral quatscht

der hat bessere Chancen.

Der hat seine verdammte Gerechtigkeit hinter sich.

Und was hab ich? Meine Gerechtigkeit!

Und ob du Scheiße baust

oder Recht hast,

das ist mit dem Ding ziemlich egal.

Jedem sein Leben, jedem seine Moral.

Das hier ist die Geschichte

eines armen Schluckers.

Die Geschichte eines Mannes. Eine banale Geschichte.

Sie beginnt in Frankreich, im Land des Käses und der Kollaborateure.

Er wird 1939 in der Nähe von Paris geboren.

1941 verlässt ihn seine Mutter. Er sieht sie nie wieder.

Bei der Befreiung erfährt er, dass sein Vater

als Widerstandskämpfer in einem deutschen KZ starb.

Er selbst ist 6, als ihm ein Erzieher im Namen Jesu die Unschuld raubt.

Mit 14 muss er sich selbst ernähren und wird Schlachter.

10 Jahre arbeitet er bei verschiedenen Lehrherren

und spart jeden Sou für einen eigenen Laden.

Mit 30 hat er es geschafft. Der Anfang ist schwer.

Aber nach 2 Jahren läuft seine Pferdemetzgerei in Aubervilliers.

Er kann davon leben. Er lernt eine junge Näherin kennen

und entjungfert sie im "Hotel de l'Avenir", gegenüber der Fabrik,

in der sie arbeitet.

Neun Monate später wird er Vater eines kleinen Mädchens, Cynthia.

Die Mutter verlässt beide, der Vater zieht seine Tochter allein auf.

Drei Jahre vergehen.

Er kauft eine kleine Wohnung auf Kredit,

in der das Mädchen heranwächst, ohne je ein Wort zu sagen.

Sie kommt in die Pubertät.

Der Vater wehrt sich gegen die Versuchung.

Dann beginnt die Tragödie. Sie hat ihre erste Regel.

Verängstigt läuft sie zum Vater in den Laden.

Unterwegs versucht ein Arbeiter sie zu verführen.

Ein Nachbar bringt sie schließlich zum Vater,

der wegen des Blutflecks sofort an Vergewaltigung glaubt.

Mit einem Messer bewaffnet sucht er den Schuldigen.

Auf einer Baustelle sticht er

auf einen unbeteiligten Arbeiter ein.

Der Unschuldige überlebt, der Schlachter kommt ins Gefängnis

und seine Tochter in ein Heim.

Sie schreibt ihm Briefe.

Um freizukommen, muss der Schlachter Laden und Wohnung abtreten.

Wieder in Freiheit hat er alles verloren.

Um zu überleben, arbeitet er in einer Kneipe.

Er wird der Liebhaber der Wirtin.

Sie wird schwanger, will verkaufen und woanders neu anfangen.

Mit dem Geld könnte sie ihm sogar eine Metzgerei pachten.

Er hat keine Wahl und geht darauf ein.

Zum ersten Mal geht er in das Heim

und sagt seiner Tochter Lebewohl. Sie lässt ihn wortlos gehen.

Am nächsten Morgen verlässt er mit der Wirtin die Stadt,

um dem finsteren Tunnel seiner Existenz zu entkommen.

In Lille richten sie sich bei der Mutter der Frau ein.

Verglichen mit Paris, erscheinen ihm die Straßen im Norden

traurig und ausgestorben.

Zum ersten Mal im Leben fühlt er sich wie ein Fremder.

Bilder vom Vater im KZ steigen wieder in ihm hoch.

Doch wie jeder Mensch hat er einen starken Überlebenswillen.

Er beschließt, seine Vergangenheit, den Verrat an seiner Tochter

und seine Liebe zu ihr zu vergessen.

"Liebe", ein großes Wort.

Wenige können sich rühmen zu wissen, was es bedeutet.

Dieser Mann bin ich. Und seine Geschichte ist meine.

Aber heute fange ich noch mal neu an.

Ja, meine Damen und Herren,

heute stelle ich den Zähler noch mal auf Null.

Schlaft gut, Kinder! - Du auch, Maman!

Bis morgen dann!

Auf der Seite hat mein Vater auch immer geschlafen.

Nicht, mir ist sowieso schon heiß.

Die soll still sein mit dem Balg im Bauch. Wenn sie weiter nervt,

schlag ich ihr eines Tages nicht nur die Fresse ein!

Sehen wir uns morgen den Laden an?

Ja.

Es gefällt mir.

Hab's mir nur ein bisschen billiger vorgestellt.

Vielleicht könnte man die Pacht und die Ladenmiete um 10% senken.

Geht die Pacht auf Ihren Namen? - Nein, auf meinen.

Das war doch nichts! Und ich will das Geld behalten, bis das Kind kommt.

So war das nicht geplant! Was machen wir bis dahin?

Musst dir vorübergehend einen anderen Job suchen. Na komm!

Vielen Dank!

Hast du gesehen? Die suchen einen Wurstverkäufer.

Das bin ich aber nicht.

Dabei ist es viel leichter als eine Metzgerei zu haben.

Ja, stimmt schon.

Was willst du damit? - Ich hab Lust drauf. Und es ist mein Geld.

Ich bin schwanger, und du kannst mich mal.

Ja, genau.

Eine Scheißwurst,

Scheißwein an und aus Scheißfamilie "m einem Schaum.

Gut gemacht, mein Junge! Von wegen "neues Leben"!

Und so dreckig wie es hier ist,

tauchen bestimmt die vom Gesundheitsamt mal auf.

Die Alten sehen und riechen

mit der Zeit schlechter und verlieren den Sinn für Sauberkeit.

Aber die Dicke, die hat keine Entschuldigung.

Und Sie? Haben Sie Ihre beiden Eltern noch?

Ich hab dir doch gesagt, dass er ein Waisenkind ist. - Ach ja, stimmt.

Das Wichtigste ist lächeln.

Immer lächeln.

Die Kunden müssen Lust bekommen, was zu kaufen. Klar?

Das ist ein Supermarkt hier, mit Musik und allem.

Die Leute sollen sich wohlfühlen. Verstehen Sie? Lächeln Sie mal.

Kommen Sie, strengen Sie sich an!

Das können wir uns sparen.

Raus hier! Na los!

Stümper!

Kommt her und winselt um Arbeit!

Was? Bist du auch noch zu blöd, um Wurstverkäufer zu werden?

Du glaubst wohl, du kannst den Rest deines Lebens fernsehen? - Hör zu!

Wärst du nicht so geizig, hätten wir längst die Metzgerei! Also sei still!

Wer "Paris-Roubaix" gewinnen will, muss hart sein.

Vor allem gegen sich selbst. Jeder fährt für sich allein.

Niemand kann sich in der Anonymität des Peloton verstecken

Er ist da. Mein Schwiegersohn. Das ist Herr Dr. Choukroune.

Wir haben über dein Problem geredet. In dem Altenheim, wo er arbeitet,

suchen sie einen Nachtwächter.

Ihre Schwiegermutter hat mir davon erzählt,

und wenn ich irgendwie helfen kann

Dann gebe ich Ihnen jetzt die Nummer vom Altenheim.

Und Sie rufen dort an. Also dann

Wiedersehen, Monsieur.

Verstehe, die Oma will einen Altenpfleger aus mir machen.

Wahrscheinlich soll ich ihr auch irgendwann den Arsch abwischen!

Aber die Nachtarbeit erspart mir den Anblick ihrer blöden Visagen tagsüber.

Sie haben schon mal nachts gearbeitet? - Nicht wirklich.

Es wirkt wie ein ruhiger Posten, aber manche belastet es sehr.

Haben Sie schon mal in so was gearbeitet?

Ist nicht sehr spannend.

Ist schon witzig! Man glaubt, dass es für die hier zu Ende ist,

aber was sich hinter den Türen abspielt, mein lieber Mann!

Sie werden es ja sehen.

Und da drin sitzen Sie!

Seit dem Knast hatte ich es nie mehr so bequem wie hier.

Es ist nicht schlimmer als im Knast.

Eher besser. Außer der Geruch.

Ich hätte nie gedacht, dass Alte so stinken können.

Aber alles besser als die 2 Schlampen in der Sozialwohnung!

Die sollen nicht glauben, dass ich mir das gefallen lasse.

Klar, die Dicke hat die Kohle, und weil sie die Kohle hat,

glaubt sie, sie kann sich alles erlauben. Es ist wie überall:

Jeder verteidigt seine Kohle, und niemand tut was für dich.

Haben Sie den Arzt gesehen? - Nein.

Die Frau dort erstickt gleich! Können Sie mir helfen? Schnell!

Ja, ich weiß nicht, vielleicht

Halten Sie ihr den Arm hoch!

Papa

Lass mich

nicht allein!

Es ist so dunkel!

Letztendlich ist der Tod keine große Sache.

Man macht ein Riesengeschiss daraus,

aber wenn du's von der Nähe siehst, ist es nichts.

Nur ein Körper ohne Leben, nicht mehr.

Bei Menschen ist's wie bei Tieren:

Man liebt sie, begräbt sie, und dann ist es vorbei.

Trotzdem sehe ich es zum ersten Mal. Sie anscheinend auch.

Aber sie macht es wohl ziemlich fertig.

Obwohl es keinen Grund gibt, daraus ein Drama zu machen.

Gut, ich werde sie nach Hause bringen.

Sie wirkt so zerbrechlich, und außerdem ist sie hübsch.

Ich bring dich nach Hause.

Sie erinnert mich an meine Tochter.

An meine Cynthia. Sie muss sich jetzt auch allein fühlen.

Komm jetzt!

Aber was heißt eigentlich "allein sein"?

Du kannst mit einem Kerl, einer Frau oder sogar mit Kindern leben

und trotzdem ganz allein sein.

Ja, ich bin allein, und sie auch.

Man kommt allein auf die Welt, lebt allein und stirbt allein.

Allein, immer allein.

Sogar beim Vögeln ist man allein, allein mit seinem Fleisch.

Allein in dem Tunnel, den man mit niemandem teilen kann.

Und je älter man wird, desto mehr ist man allein.

Mit Erinnerungen an ein Leben, das sich nach und nach zerstört.

So was, Madame Fabienne!

Was treibt die denn hier?

Scheiße, wir sind schon da!

Schon komisch, immer wenn mir eine gefällt, versau ich alles.

Sogar wenn sie auf mich steht. Ich glaube, die hier mag mich.

Aber sie hat sicher einen Freund. Die haben immer einen Freund.

Das Leben ist wie ein Tunnel, jeder hat seinen kleinen Tunnel.

Aber am Ende des Tunnels gibt es kein Licht.

Es gibt nicht mal mehr Erinnerungen. Die Alten wissen es:

Ein kleines Leben, kleine Ersparnisse und dann ein kleines Grab.

Und all das ist zu nichts gut, zu gar nichts.

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