Le prime 200 righe.
Entschuldigen Sie. Könnten wir vielleicht mal die Plätze tauschen?
Sofort? - Ja, sofort.
Vielen Dank.
Tauschen wir wieder?
Hallo?
Wer ist da?
Bitte, ich bin nur eine arme, schwache Frau und lebe ganz allein hier im Wald.
Ich komme und hole dich. - Aber mein Mann kommt gleich nach Hause.
Dieser Typ, der dich allein lässt, während er in teuren Hotels seine Geliebten vögelt?
Ja. Genau der. - Ach so, ja. Ich verstehe.
Aber ein Küsschen ist in Ordnung.
Du weißt was ich tun werde wenn ich ankomme, ja?
Nein. - Ich werde dich überall befummeln.
Aber nicht so doll, ja? - Aber nicht so doll, ja?
Ich werde dich ablecken, unter deinem Kinn.
Ich steck' dir die Zunge ins Ohr. Du wirst taub sein, die nächsten Tage.
Hallo? Liv?
Hallo? Liv?
Mein Mann hat im Nachttisch Handschellen versteckt.
Oh, Handschellen. - Versprichst du mir nett zu sein,
wenn ich mich damit fessle noch bevor du ankommst?
Alles was ich tue ist gut für dich. Das solltest du doch wissen.
Ach! Ich bin so hilflos.
Schließ die Augen. Ich steh' schon vor deiner Schlafzimmertür.
Ich öffne sie... und ich bin schon an deinem Bett.
Ich spüre deinen Atem zwischen den Beinen. - Nein, nein, nein. Nicht so schnell.
Ich setz mich erst mal nur.
Und dann streichle ich über deine Wange.
Ich lasse meine rechte Hand langsam an deinem Hals herunter wandern.
Und weiter an deinen Rippen entlang über deine Brüste.
Aber ich berühre sie nicht, meine Hand geht an ihnen vorbei.
Jetzt umkreise ich langsam deinen Bauchnabel.
Und gehe langsam weiter runter.
Und dann fange ich langsam an deinen süßen Busch zu kraulen.
Nein, nicht kraulen. - Nein, nicht kraulen.
Hast du jetzt 'n Steifen? - Allerdings.
Und ich berühre dich immer noch nicht richtig. Nur mein Atem.
Und ich mache das schon ungefähr seit äh, zehn Minuten.
Ich kann dich schon richtig fühlen. - Nein, nein, nein.
Ich sehe nur zu, wie du immer feuchter wirst.
Oh, doch, ich fühle dich. Du berührst mich fast.
Ich fühle, wie du mich da unten anfasst. Ein bisschen weiter rüber mit der Hand.
Hallo?
Andreas?
Sie sind also die einzige Angehörige? - Ja.
Und sind da keine Eltern? - Seine Mutter ist tot.
Sein Vater verschwand als er zwei war.
Die schlimmsten Verletzungen sind an der Wirbelsäule, bis zu T 10.
Das ist der Teil des Nervensystems, der die.
Muskeln von der Taille abwärts kontrolliert.
Wie lange dauert es bis er gesund ist?
Die Wirbelsäule ist verletzt. Das bedeutet: es ist nicht heilbar.
Also Sie meinen das wird sein Leben lang so bleiben?
Den Rest seines Lebens? - Wir fangen mit der Rehabilitation an,
sobald die Brüche verheilt sind.
Aber wird er laufen können?
Er wird wieder viel Mobilität zurückerlangen können,
aber er wird an den Rollstuhl gefesselt sein.
Das schlimmste ist meist die Zeit bis man sich an diesen Gedanken gewöhnt hat.
Welche weiteren Einschränkungen?
Blase und Rektalfunktionen. Aber dafür gibt es künstliche Lösungen.
Und das wird sich nie ändern? - Sie werden sich daran gewöhnen.
Ein bisschen Technik.
Er wird erst mal Depressionen haben.
Und ich gewöhne mich daran?
Eine Sache noch. Er wird keine Erektion mehr haben.
Aber auch dafür gibt es Hilfen. Wenn sie das beide wollen.
Ich sage ja nicht, das es einfach werden wird.
Aber wir stehen das schon durch.
Und wie kommt Liv damit zurecht?
Sie geht ganz gut damit um. Muss sie ja auch.
Es wird noch schwer für sie werden.
Ja, schwer. Aber vieles wird auch so bleiben wie es war.
Onkel Karl, reichst du mir bitte mal das Wasser?
Gut? - Danke sehr.
Tja... So manche Ehe zerbricht durch so was.
Unsere bestimmt nicht, wir haben genug Geld.
Ich habe auch so viele Möglichkeiten zu arbeiten.
Aber all eure Träume sind zerstört.
Andreas. Falls ihr mich brauchen solltet, ich bin immer für euch da.
Ich weiß. Du warst immer wie ein Vater für mich.
Andreas Karlsen? - Ja?
SIEBEN MONATE SPÄTER
Verdammt.
Verfluchter Mist.
Hallo?
1001, 1002, 1003...
1004, 1005!
Andreas Karlsen? - Ja?
Wagner. Vom mobilen Krankenpflegeservice.
Soll ich die Rampe gerade oder mit einer Biegung anbringen?
Hier ist ja einiges zu tun.
Sie brauchen 'ne neue Eingangstür. Mit Fernbedienung. Wie beim Fernseher.
Aha. Und was tue ich wenn der Strom mal ausfällt?
Ist das ihre Frau?
Wie lange dauert es denn, bis so eine Tür eingebaut ist?
Das kommt darauf an. Arbeitet sie? - Worauf kommt das an?
Wie viel es insgesamt zu tun gibt. Das hier ist ein altes Haus.
Mir gefällt's trotzdem.
Das kann ich Ihnen auch entfernen. - Was?
Ich sagte, die Stufe da, kann ich auch entfernen, wenn Sie möchten.
Wie lange dauert das? - Der Aufzug ein paar Tage.
Lieben Sie sie? - Wen?
Ihre Frau. Wollen Sie in diesem Haus mit ihr alt werden?
Wissen Sie, ich glaube Sie sollten sich auf die Anbringung der Rampe konzentrieren.
Die Rampe... Und wie wollen Sie sie?
Wie ich sie will?
Wer braucht schon seine Beine?
Hey. - Haben Sie in der Auffahrt geparkt?
Ich komme näher. Schließ die Augen.
Ich berühre' dich noch nicht.
Du wartest. Mach' die Augen zu.
Du riechst was?
Noch keine Berührung.
Du wartest.
Dir läuft das Wasser im Mund zusammen.
Andreas, hör lieber auf damit.
Bitte verlass' mich nicht wieder.
Ich dachte, ich könnte jemand anderes finden.
Es ging nicht.
Ich will nur dich.
Wagner? Heißen Sie wirklich Wagner?
Oder ist das nur Ihr Künstlername in der Firma?
Nein.. Ich heiße tatsächlich so.
Ich heiße wirklich Wagner.
Ist das vielleicht zu laut für Liv? Sie muss doch üben.
Wir hören gleich auf mit dem Krach. - Ihr könnt ruhig weiter machen.
Valse triste, Jean Sibelius, Opus vierundvierzig.
Ja. - Wenn Paavali schläft,
tanzt seine Mutter mit dem Tod.
Sie denkt der Tod wäre ihr Mann.
Ja, das ist aus dem Stück. Sibelius Schwager hat es geschrieben.
Ich finde es nicht gut. - Ich gehe ins Bett.
Wenn ich arbeite bleib' ich dran. Umso schneller bin ich fertig.
Ich vermute, du wohnst weit weg, oder?
Na ja... Ich habe eigentlich gar kein Zuhause.
Vielleicht kann ich ja hier wohnen?
Ich habe die Unordnung hier ganz vergessen. - Ich schlafe mit geschlossenen Augen.
Die Matratze ist nur mit Luft gefüllt. - Das sind die besten.
Man wird nur fett wenn man auf weichen schläft.
Da unten kannst du nicht schlafen. Du kannst da wohnen.
Die Alternative ist, ich schlafe im Wagen.
Aber da ist schlecht mit Duschen.
Der geht ja gar nicht mehr weg.
Liv... Du hast nur so getan.
Alles fühlt sich falsch an,
wenn ich weiß, dass du nichts fühlen kannst.
Fühle ich wirklich nichts?
Soll ich an der Decke einen Griff anbringen?
Das würde Andreas helfen.
Gut. Dann ist ja alles in Ordnung. - Ja.
Vielen Dank für deine Hilfe, Wagner.
Ich wollte unbedingt heute fertig werden.
Man kann keinen 30. Geburtstag feiern, ohne einen richtigen Thai-Boxkampf zu sehen.
Übrigens: Herzlichen Glückwunsch. - Woher weißt du das?
Hast du schon was geplant für heute? - Bislang noch gar nichts.
Ich habe uns drei Karten gekauft.
Liv. Haben wir heute Abend was besonderes vor?
Ich dachte wir würden zu Hause bleiben und ganz ruhig feiern.
Ach, kommt doch mit. - Wagner hat nämlich ein Geschenk für mich.
Von da oben können wir besser sehen.
Ja, genau. Gib's ihm. Na los, schlag zu.
Es war so stickig da drin, ich hab' Kopfschmerzen bekommen.
Jetzt geht's wieder besser. Lass uns doch weiter reden, wenn wir zu Hause sind, ja?
Also, bis gleich.
Ich dachte, du bist an deinem Geburtstag zu Hause und schmeißt 'ne große Party.
Ja, das haben wir uns auch überlegt, aber die Renovierung war zu stressig.
Das ist für Liv vielleicht alles etwas zu viel.
Sie gewöhnt sich dran. - Und sonst?
Eigentlich alles in bester Ordnung.
Bei dir hat sich auch nichts verändert... - Ja.
Außer, dass ich jetzt im sitzen pinkeln muss
und nur noch nach 'ner Spritze ficken kann.
Ja, das wird's wohl sein.
Und wie verkraftet das Liv so?
Na ja, Sie hat Probleme damit.
Und ich bin der einzige Mann auf der Welt, der nichts empfindet, wenn sie ihn berührt.
Kein Wunder, dass sie es vermisst, dich zu verführen.
Das wird's wohl sein. Aber das wird schon. Alles wird gut.
So 'n riesen Ding ist es nun auch wieder nicht. Das ist nur für dich so.
Es ist so frustrierend, dass ich ihr nichts richtig zurückgeben kann.
Ja, aber sie muss tun dürfen, was sie möchte.
Und wenn sie mit dir zusammen sein will, hat sie die Freiheit dazu.
Und sie musste dich erst verlassen, um zu erkennen, dass sie zu dir gehört.
Let's tango!
Wie geht's denn Karl so? - Gut.
Ich glaube, dass ich jetzt schlafen möchte.
Hab' ich euch etwa unterbrochen? Das tut mir leid.
Ich gehe aber jetzt schlafen, dann kannst du noch ein bisschen rumalbern.
Nein, nein ich will früh raus morgen. Es hat mich gefreut.
Es war wirklich nett dich kennen zu lernen. Alles Gute.
Wenn du willst, kannst du ruhig mit Wagner schlafen.
Das ist jetzt unfair und das weißt du auch. - Nein, ich mein' das ernst.
Wir haben auf dich gewartet und ein Gläschen getrunken, das war alles.
Ich traue dir da nicht weil ich weiß dass du
frustriert bist. Das ist vielleicht unfair,
aber ich kenne dich eben. Und deshalb solltest du gehen.
Jetzt, wo wir den Lift haben und alles fertig...
Tschuldigung. - Andreas.
Im ernst, wieso schläfst du nicht einfach mit Wagner? Das willst du doch?
No comments yet. Be the first to leave one.