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Schon bevor ich anfing Musik zu sammeln,
mir Platten zu kaufen
und später selbst aufzulegen,
schon lange davor,
war ich ein Teil dieser Szene,
weil mich diese Art von Musik immer angezogen hat.
Bei uns in der Schweiz, genauer gesagt in Genf
gab es keine richtigen Events.
Es war sehr schwer Partys
mit elektronischer Musik zu finden.
Anfang der 90er Jahre musstest du bis
in die deutsche Schweiz fahren, auch wenn
dort vor allem vor allem Trance gespielt wurde.
Um House Musik zu hören,
musstest du bis nach Deutschland fahren.
Also gingen wir an den Wochenenden auf
"Expedition", meistens nach Frankfurt,
und das war noch früher, vor den 90er Jahren,
in den Club "Omen" in Frankfurt.
Später auch nach München.
Es gab dort ein großes Areal
mit einem Club namens "Ultraschall"
im ehemaligen Flughafen Riem.
Ich war damals sehr jung und
suchte überall nach dieser Musik.
Ich fand sie für mich weder in Frankreich
noch in der Schweiz.
Es war die Szene in Deutschland,
die mich begeistert hat.
Seitdem reichte es mir nicht mehr
nur Zuschauerin zu sein.
Ich wollte diese Musik auch bei mir Zuhause haben.
Du konntest die aber nicht einfach
im Plattenladen kaufen.
Daher musste man andere Wege finden
sie sich zu beschaffen.
Durch meinen deutschen Freundeskreis
hatte ich Zugang zu dieser Musik.
Habe Platten gekauft und
angefangen selbst aufzulegen.
Bald darauf bot mir
der Club "Weetamix" in Genf an,
der bei uns schon immer eher die Avantgarde war,
wenn es um elektronische Musik ging
und noch heute existiert,
bei ihnen als Resident DJ aufzulegen.
Ich habe dann dort zwei bis drei Mal
im Monat gespielt.
Oft als Opener für internationale Acts,
so kam dann langsam etwas raffiniertere Musik,
als wir sie zuvor hatten, zu uns.
Labels wie "Playhouse", "Perlon",
DJs wie "Zip", "Ata", "Low Soul",
"Heiko MSO" und Andere sind alle oft gekommen.
Durch diesen Austausch haben sich
gute Bekanntschaften entwickelt.
Zip hat mich daraufhin 2003 eingeladen
in der Panorama Bar in Berlin aufzulegen.
Von Anfang an war es die Musik,
die uns miteinander verband.
Wir kamen weder aus der gleichen Gegend,
noch aus der gleichen Generation.
Es war ausschließlich die Musik, die uns verband.
Und diese Musik gab es eben nur dort.
Ich glaube, dass die Musik damals
einen anderen Stellenwert hatte.
Gerade auch im Hinblick auf Religion.
Zur Zeit Calvins wurden musikalische
Vergnügungen in Genf verboten und geächtet.
Die Menschen haben somit damals
mit einer gewissen Furcht gelebt.
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