Great Barrier Reef 3D

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Great Barrier Reef 2018 DSNP WEB H264-SHIIIT
解説: tedi
Retail DSNP | 53:53

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Willkommen in Australien.

Wir befinden uns derzeit im Nordosten des australischen Kontinents,

und unter uns liegt das Great Barrier Reef.

Das herrliche, klare Wasser erstreckt sich, so weit das Auge sehen kann.

Unter der Wasseroberfläche liegen die Korallenriffe,

die sich über das gesamte Gebiet ausgebreitet haben.

Riesige Strukturen, die schon aus der Luft sichtbar sind.

Ein wahrhaft berauschender Anblick.

Was wir von hier oben nicht sehen können,

ist eine erstaunliche Vielfalt an Lebensformen,

die in den Tiefen des Riffs auf uns wartet.

Sie sind der Grund für unseren Besuch in diesem Naturwunder.

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff auf dem Globus.

Es liegt an der Ostküste des Staates Queensland

bei einer Länge von etwa 2300 Kilometern.

Die Gesamtfläche des Riffs

erstreckt sich über atemberaubende 350.000 Quadratkilometer.

Es beherbergt unglaublichen Reichtum an Leben.

2600 Arten von Fischen, 600 Arten von Korallen,

und Muscheln, die bis zu 120 Jahre alt werden, gehören zu seinen Bewohnern.

Seit 1981 ist das Great Barrier Reef

Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Wir treffen uns mit einem echten Veteranen des Great Barrier Reefs.

Er ist ein Mann, dessen Leben

seit über 40 Jahren tief mit dem Riff verbunden ist.

Der gebürtige Amerikaner John Rumney.

Im Jahr 1974 kam ich hierher nach Australien,

um das Great Barrier Reef zu erleben.

Ich kannte es nicht wirklich.

Ich hatte darüber in National Geographic und in Büchern gelesen.

Und ich fuhr die Küste hoch

und dann von Cairns aus nach Green Island,

und das war der einzige Tourismus.

Es gab keine… Alles, was man heute sieht,

die sechs Milliarden Dollar Industrie, 60.000 Menschen.

Nichts davon existierte.

Es waren nur ein paar Fischerboote

und diese eine Fähre, die immer nach Green Island fuhr.

Ich kam dort an, und es war unglaublich, umwerfend.

Der Tanz des Lebens.

Die nächste Stunde, in der man im Wasser ist,

sieht man mehr Tiere als im ganzen restlichen Leben.

Ich war Schnorcheln, als ich ungefähr 11 oder 12 war,

also zum ersten Mal, und ich denke, das war mein Wendepunkt.

Denn vorher liebte ich einfach generell Tiere,

also Schlangen, Eidechsen, Krokodile und solche Sachen,

und sobald ich im Wasser war, war alles in 3D.

Es war einfach so krass

und so viel mehr, als in der Natur, in einem Wald oder in den Bergen zu sein.

Wenn man in ein Barrier Reef Korallenriff springt,

empfindet man einfach hunderte von Dingen und auch Tausende.

Sobald wir unter die Oberfläche tauchen,

müssen wir John Rumney zustimmen.

Es ist einfach überwältigend, wie bunt, lebendig

und dicht bevölkert das Riff ist.

Unter den Fischen sehen wir gigantische Schwärme.

Einerseits gibt es größere Fischgruppen, die gemeinsam das Riff durchstreifen.

Andererseits finden wir Dutzende von winzigen, bunten Fischen,

die sich zusammen mit anderen Artgenossen in der Nähe ihrer Korallen aufhalten.

So können sie sich schnell innerhalb der verzweigten Strukturen verstecken,

wenn Gefahr droht.

Natürlich sind auch die Korallen selbst ein Fest für die Augen.

Mit über 500 verschiedenen Arten, die das Riff bewohnen,

beeindrucken die Korallen mit unzähligen Formen und atemberaubenden Farben.

Nach all diesen Eindrücken wird uns klar,

warum John Rumney die Entscheidung traf, in Australien zu bleiben.

Er fing in der Fischereiindustrie an und arbeitete später im Tourismus.

Während dieser Zeit nutzte er jede Gelegenheit zum Schnorcheln

und das bezaubernde Schauspiel zu genießen, das sich unter Wasser bot.

Auf diese Weise erlebte er die Verbreitung des Tourismus aus erster Hand.

Heutzutage ist es eine Industrie,

die über 60.000 Menschen allein am Great Barrier Reef beschäftigt

und einen jährlichen Umsatz in Milliardenhöhe macht.

Aber mit der Zeit bemerkte Rumney eine Veränderung des Riffs.

Im Laufe der Jahre begann ein ernstes Problem aufzutauchen,

das sich nun zu einer Bedrohung

für die reiche Artenvielfalt im Great Barrier Reef entwickelt.

Eine wachsende Anzahl der Korallen stirbt ab.

Es ist eine Entwicklung.

Wenn man das Riff zum ersten Mal

in einem unglaublich vitalen, lebendigen, unberührten Zustand sah

und jetzt ist es einfach mit der Zeit zurückgegangen.

Und bei der letzten Korallenbleiche von 2016

war es einfach so emotional.

Es hat sich komplett verändert. "Wow, das war eine globale Warnung."

Das ist der Kanarienvogel in der Kohlenmine.

Das ist der Wendepunkt für mich, bei dem wir wissen,

dass wir wirklich handeln müssen,

oder wir werden das Barrier Reef verlieren.

Wir werden zwar nicht alle Korallen in der Welt verlieren,

aber vielleicht in das dunkle Zeitalter der Korallen gehen.

Es wird nicht mehr so wie jetzt sein.

Wir werden die Fische nicht mehr haben, verlieren die Artenvielfalt

und möglicherweise sogar unsere Nahrungsquelle.

Wir pfuschen, aus unserer Unwissenheit und mangelndem Engagement,

wirklich an der grundlegenden Physik des Ozeans herum.

Das könnte katastrophale Folgen haben.

Die Korallenbleiche, auf die sich John Rumney bezieht,

trägt diesen Namen nicht umsonst.

Eigentlich ist der Begriff recht passend.

Ein großer Teil des Riffs besteht aus Kalkstein, der von Natur aus weiß ist.

Er bildet sich aus Korallenausscheidungen und funktioniert ähnlich wie ein Skelett.

Die Korallen erhalten ihre unterschiedlichen Farben

durch eine symbiotische Beziehung mit verschiedenen Algenarten.

Eine gegenseitige Partnerschaft also.

Die Algen versorgen die Korallen mit Sauerstoff und Energie.

Aber diese Algen sind sehr empfindlich, wenn es um ihre Umwelt geht.

Eine Veränderung in der Wasserchemie oder auch nur der Temperatur

kann eine verheerende Kettenreaktion auslösen,

die die symbiotischen Algen abtötet

und dadurch zum Tod der Korallen führt.

Auf diese Weise verursachte die Korallenbleiche von 2016

das Absterben einer großen Anzahl von Algen und Korallen

und hinterließ nichts außer blankem, weißem Kalkstein.

So wurde dieser Begriff geprägt.

Die Bleiche hinterließ eine gespenstische Einöde zurück.

Es ist noch beängstigender,

wenn man um die Fülle des Lebens weiß, die diesen Ort noch vor Kurzem bevölkerte.

Unter diesem Aspekt erscheinen die toten Korallen

wie ein großer Haufen von Kadavern.

Fast wie ein Mahnfriedhof.

Doch das war nicht das erste Mal.

Zwischen 1985 und 2012

schrumpfte die gesamte Korallenbedeckung von 28 %

um mehr als die Hälfte auf alarmierende 13,8 %.

Weitere Rückgänge von fünf bis 10 Prozent über die nächsten zehn Jahre

werden als unvermeidlich angesehen,

und werden durch den menschlichen Ausstoß von Kohlendioxid verursacht.

Tja, ich denke, dass das Barrier Reef das erste Symbol ist,

das erste sichtbare Beispiel für das, was kommen wird.

Ja, die Korallen sind sehr temperaturempfindlich.

Wir hatten einen definitiven Temperaturanstieg

durch die CO2-Emissionen.

Mit dieser Korallenbleiche

haben wir diesen eindeutigen Einfluss auf die Gesundheit des Riffs

und viele der Korallen sterben ab,

also werden beim nächsten Mal noch mehr absterben.

Die Lage wird also immer schlechter.

Was wir verlieren werden, ist die Artenvielfalt.

Die meisten verschiedenen Arten in einem bestimmten Gebiet

sind hier auf dem Barrier Reef.

Hier leben tausendmal mehr Tiere pro 100 Meter

als in anderen Teilen des Ozeans.

Genau diese Vielfalt, von der Rumney spricht, und die wir um uns herum erleben,

macht das Great Barrier Reef so einzigartig.

Aber woher kommt diese Vielfalt überhaupt?

In erster Linie ist es das Werk der Korallen selbst.

Die Hauptakteure in unseren Riffen sind die Stein- und Feuerkoralle.

Im Laufe vieler Jahrtausende

haben diese Lebewesen riesige Formationen geschaffen

und sogar ganze Inseln.

Dazu gehören die Bahamas, Bermuda und die Malediven,

aber keine dieser Inseln ist größer als das Great Barrier Reef.

Korallen konkurrieren sogar mit uns Menschen als die Erbauer

der größten zusammenhängenden Strukturen des Planeten.

Korallen, die zur Gruppe der Nesseltiere gehören,

erreichen dies, indem sie ständig Kalk freisetzen.

Das Symbiodinium, ein Mikroorganismus,

der in einer symbiotischen Beziehung mit der Koralle lebt,

hilft bei der Verkalkung und Versorgung.

Das Symbiodinium versorgt die Koralle mit Wasserstoff

und reagiert sehr empfindlich auf die Wassertemperatur.

Sie muss immer zwischen 20 und 30 Grad Celsius bleiben.

Deshalb findet man sie meist in flachen, tropischen

und lichtdurchfluteten Gewässern.

Stein- und Feuerkorallen sind nichts anderes

als gigantische Kolonien aus einzelnen Polypen.

Jeder einzelne Polyp ist nur etwa einen Zentimeter groß.

Trotz der Nahrung, die sie von ihren Symbiosepartnern erhalten,

ernähren sie sich hauptsächlich von Planktonorganismen,

die sie mit ihren Tentakeln fangen.

Feuerkorallen sind nach ihren stechenden Zellen benannt,

mit denen sie die menschliche Haut durchdringen können,

um ein schmerzhaftes Gift zu injizieren.

Die Symptome sind ähnlich wie bei der Berührung von Giftefeu,

wobei die Schmerzen von zwei Tagen bis zu zwei Wochen anhalten können.

Die Verletzungen können sogar zu lebenslangen Narben führen.

Taucher sollten besonders vorsichtig sein

und eine Feuerkoralle nicht mit Algen verwechseln.

Um sich zu schützen und um ihren Platz im Riff kämpfen,

nutzen Korallen so genannte Verteidigungspolypen,

die größer sind als die normalen Polypen.

Mit ihnen können sie ein Gift in das Gewebe des Gegners injizieren

und es dadurch vollständig zerstören.

Wenn es um die Ausbreitung unter sessilen Arten geht,

also jene, die sich nicht bewegen können,

sind Feuerkorallen sehr erfolgreich.

Im Kampf um Licht und Raum

können sie ihren Rivalen sehr effektiv überwuchern,

da sie relativ schnell wachsen.

Aber ohne eine symbiotische Beziehung mit dem Symbiodinium

sind sie dazu nicht in der Lage.

Und genau diese Art ist in großer Gefahr, auszusterben.

Die Korallenbleiche von 2016 hat nicht nur John Rumney aufgeschreckt.

Das Barrier Reef ist das erste Symbol oder das erste Zeichen.

Es ist wie Fieber, bei dem man zum Arzt gehen muss.

Der Arzt sagt: "Es könnte Krebs sein."

"Wie behandelt man das?"

"Hören Sie auf, zu rauchen", oder was auch immer.

Aber man muss etwas verändern, um Abhilfe zu schaffen.

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