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Der Mann, der sagte.: "Ich hätte lieber Glück als Talent", war sehr weise.
Man will nicht wahrhaben, wie viel im Leben vom Glück abhängt.
Es ist erschreckend zu sehen, wie viel außerhalb der eigenen Kontrolle liegt.
In einem Match trifft der Ball manchmal die Netzkante
und kann für den Bruchteil einer Sekunde
nach vorn oder nach hinten fallen.
Mit ein bisschen Glück fällt er nach vorn, und man gewinnt.
Oder vielleicht auch nicht, und man verliert.
Kommen Sie rein.
Also, Beach Club "Marbella": Tennislehrer.
Stanford House, Forte Village Sardinien, Nizza...
- Ja, ich habe einige Erfahrungen. - Ja, das sieht man.
Vermissen Sie es nicht, als Profi zu spielen?
Gott sei Dank, nein.
Ich hasse diesen Tennistour-Zirkus.
Das ständige Reisen.
Ich wäre nie Rusedski oder Agassi geworden.
Das muss man wirklich wollen. Ich hab auch nicht deren Talent.
Ihre Zeugnisse und Referenzen sind ausgezeichnet.
- Und London gefällt Ihnen? - Ja, unbedingt. Unbedingt.
Wir haben eine sehr exklusive Mitgliederschaft.
- Sie können am Wochenende anfangen? - Danke sehr. Haben Sie vielen Dank.
Das ist Ihr Sofa, es lässt sich ausklappen, echt toll.
Wenn Sie fernsehen und müde werden,
klappen Sie es aus und hauen sich aufs Ohr.
Die Küche ist gleich hier. Top-modernste Ausstattung:
Einbauküche, alle Geräte, Waschmaschine mit Trockner...
Ein hübscher Blick, nicht verbaut. Also, alles in Schuss.
- Für 225 die Woche? - Wir sind in London, Meister.
Mann, Alter. Dann zieh nach Leeds.
Hast du einen Wok?
Das ist so 'ne orientalische... so 'ne Kugelpfanne.
- Nein. - Kannst den vom Vermieter haben.
Leg ich noch drauf.
- Ich nehm sie. - Ist 'ne gute Wahl.
Sehr gut.
Chris Wilton. Das ist Tom Hewett.
- Tom. - Freut mich sehr.
Chris ist der perfekte Lehrer. Er ist geduldig und analysiert Fehler.
Ich bin aus der Übung. An der Uni hab ich gern gespielt.
Aber es ist ewig lange her.
Das kommt wieder. Nur nichts überstürzen.
Lassen Sie sich nicht entmutigen.
- Also, viel Glück. - Vielen Dank.
- Wollen wir? - Fabelhaft.
Also, wer ist nun besser oder stärker?
- Henman oder Agassi? - Sie sind beide toll.
Sie haben sich sehr gut behauptet.
Eine gewisse Zeit lang. Aber im Laufe des Spiels bemerkt man ihre Stärken.
- Das übernehme ich. - Nein, nein.
Bitte, Tom. Ich mache das.
Nehmen Sie Ihre fürchterliche Vorhand da weg.
Danke. Nächstes Mal bin ich dran.
Kann ich Sie mitnehmen?
Ich wollte eigentlich noch ein paar CDs kaufen.
Musik hier in der Gegend? Da ist ein Laden in der Fulham Road.
Haben die eine gute Opernabteilung?
- Sie hören gern Opern, Chris? - Ich liebe die Oper.
Papa stiftet einen Haufen für Covent Garden.
Würden Sie morgen gern in die Oper gehen?
In die Oper?
Wir haben eine Loge. Sicher sagt jemand ab.
Es gibt "La "Träne" Traviata."
Mein Gott, das würde ich wirklich gern.
Ist das nicht aufdringlich? Darf ich meine Karte zahlen?
Das ist nicht aufdringlich.
Es gefällt mir, dass wir beide die Liebe zur Oper teilen.
- Und? - Ich sagte...
- Guten Abend, allerseits. - Hallo, Schatz.
Pardon, das ist Chris. Das ist mein Vater.
- Guten Abend. - Sie sollen unglaublich spielen.
Ich hab mal gespielt, aufgehört und wieder angefangen...
Blödsinn. Jedenfalls, meine Mutter. Das ist Chris.
- Schön Sie zu sehen. - Freut mich.
- Das ist meine Schwester Chloe. - Hi, freut mich sehr.
Die alten Herrschaften sagen: Herzlichen Dank für die Blumen.
Sie fanden das sehr aufmerksam und unnötig.
Ganz unter uns: Gut gemacht, Eins plus. Sie lieben so etwas.
Sie sind wirklich nett, und deine Schwester ist sehr klug.
Erschreckend klug ab und zu.
Sie war ganz hingerissen von dir, sie lädt dich in unser Landhaus ein.
Am Sonntag, mit den eitern. Edle Menschen werden da sein.
Ich werde dir großartige Musik vorspielen.
Dad hat eine wahnsinnige Sammlung.
Chloe-Chloe, spiel du weiter.
Es ist 17 Uhr, und ich muss wichtige Cocktails mixen.
Ire, du kennst doch Cuba Libre oder Caipirinha.
Gegen mich wäre es doch langweilig für Chris.
Gegen mich auch, aber er ist ein Sportsmann.
Außerdem sind deine Beine besser als meine.
Seien Sie nicht albern. Ich unterrichte auch Anfänger.
- Ich spiele furchtbar. - Gegen Stärkere zu spielen hilft. Los!
Ist gut.
- War ich grauenvoll! - Nein, Sie haben einen eigenen Stil.
Ja, der nennt sich "tollpatschig".
Wie sind Sie so gut geworden? Tom sagt, Sie waren sehr erfolgreich.
Für mich war das ein Weg aus der Armut.
Ich bin einem guten Coach aufgefallen. Ich weiß nicht...
Anfangs flog mir alles zu.
- Unterrichten Sie gern? - Nicht so sehr.
Zur Zeit ist das ganz okay, aber sicher nicht für ewig.
Ich möchte aus meinem Leben etwas Besonderes machen.
Ich möchte einen Beitrag leisten.
Sie sind also der arme Junge aus Irland, der nach London kam.
Ich liebe London. London ist so aufregend und lebendig.
Nirgendwo gibt es so viel Kunst, auch wenn ich noch nicht dazu kam.
Wenn Sie gern einen Stadtführer hätten...
Ich bin in Belgravia aufgewachsen und könnte Ihnen viel zeigen.
Das wäre ja toll. Unter einer Bedingung:
- Ich zahle die Karten. - Herr je, ist das ein Thema?
Tut mir Leid. Ich bin sehr altmodisch.
Ich hab da was gelesen über die... Ausstellung in der Saatchi Gallery.
Na bestens. Ich würde mich freuen, Sie hinzuführen.
Das ist sehr nett von Ihnen.
- Und ich gebe Ihnen Gratisstunden? - Einverstanden.
Wie wäre es am Mittwoch zu Saatchi?
- Das kann ich einrichten. - Wollen wir vorher essen gehen?
Darauf gehe ich ein.
- Ich muss mich für die Gäste umziehen. - Ja, gehen Sie.
Die erwarten sicher keinen verschwitzten Tennisspieler.
Na? Wer ist mein nächstes Opfer?
Sie?
Ich habe schon lange nicht mehr gespielt.
Wir könnten um 1000 Pfund spielen.
Wo bin ich da reingeraten?
Wo bin ich da reingeraten?
Das geht so.
- Darf ich mal? - Bitte.
Sie müssen sich reinlegen
und ziehen den Ball dann durch.
Ich konnte das ganz gut, und jetzt tauchen Sie auf.
Das Drama meines Lebens.
Sagen Sie...
Was treibt eine schöne amerikanische Pingpong-Spielerin
im Kreis der britischen Oberschicht?
Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, dass Ihr Spiel sehr aggressiv ist?
Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, wie sinnlich Ihre Lippen sind?
- Extrem aggressiv. - Der Wettkampf liegt mir im Blut.
Ist das unangebracht?
Darüber muss ich mal nachdenken.
Da bist du ja. Ich möchte dir Chris Wilton vorstellen.
Chris, das ist Nola Rice, meine Verlobte.
Sie sind also der Tennislehrer.
- Hallo, Schatz. - Freut mich.
- Er hat versucht, mich zu bezwingen. - Ach? Nimm dich vor ihm in Acht.
Er hat schon viele aufs Kreuz gelegt.
Nächstes Mal bin ich vorbereitet.
- Wir sehen uns gleich draußen. - Ja.
Sie ist schon umwerfend, nicht?
- Wie lange läuft das schon? - Ein halbes Jahr.
Herrgott, ja. Ein halbes Jahr.
Sie macht eine Schauspielausbildung. Wir trafen uns auf einer Party.
Eins führte zum anderen.
Mutter brauchte lange, um sich daran zu gewöhnen, dass es mir ernst ist.
Sie hatte schon immer diesen Plan mit mir,
der nicht vorsieht, dass ich eine erfolglose Schauspielerin heirate.
Vor allem keine amerikanische.
Aber ich bin verrückt nach ihr.
Ich finde, wir sollten alle nächste Woche mal essen gehen.
- Sehr gern. - Ausgezeichnet.
Ire, wie wäre es mit einem Schotten vor dem Essen?
- Warum nicht? - Geh voran. Hurtig.
Diese Nachmittage waren toll.
Schön, dass du so viel Freizeit hattest.
Ja, das macht Spaß, aber ein paar mehr Schüler könnten nicht schaden.
Brauchst du Geld?
Nein, nicht doch. Nein, ich komme zurecht.
Es ist sehr lieb, dass du fragst, aber ich brauche keins.
Ich frag dich auch nur, weil mir etwas an dir liegt.
Wollen wir zu dir oder zu mir gehen?
Meine Wohnung ist nicht das, was du gewohnt bist.
Halt die Klappe! Sicher ist es da ganz toll.
Du hast dich häufig mit Chris Wilton getroffen, hörte ich.
Ja, er ist sehr nett.
Ich mochte ihn auch.
Ich sehe nur nicht, was sein Ziel ist.
Er will sicher nicht für immer Tennislehrer bleiben.
Ich finde ihn sympathisch. Er konnte sich nur so hochkämpfen.
Er ist nicht oberflächlich.
Wir hatten neulich ein interessantes Gespräch über Dostojewski.
Können wir nicht etwas für ihn tun? Ein Job bei dir oder so?
- Hat er den Wunsch geäußert? - Nein, aber...
Er ist offen, was seine Zukunft angeht.
- Er will was aus seinem Leben machen. - Chloe, sei vorsichtig.
Tom lässt sich schon auf eine Frau ein, die mir nicht passt.
Du magst Nola nur nicht, weil sie Amerikanerin ist.
- Sie ist verwöhnt und unbeherrscht. - Schauspieler sind emotional.
Sie hat nur Illusionen und ist nicht das Richtige für Tom.
Chris bedeutet mir sehr viel und er empfindet auch so.
- Vom wem redet ihr? - Von Nola.
- Wartest du lange? - Nein.
Der Verkehr war grauenhaft. Die anderen kommen sicher gleich.
Einen Champagner-Cocktail, bitte.
Ein Partner deines Vaters sprach heute mit mir über einen Job.
- Hast du etwas gesagt? - Chris!
Papa soll nur die Augen aufhalten, damit du die 1. Wahl haben könntest.
Falls du das möchtest.
- Du bist doch nicht sauer? - Nein.
Das ist unglaublich aufmerksam von dir.
Danke.
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