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Nach wahren Begebenheiten
"Was Keane getan hat, finde ich fantastisch."
"Es muss einfach gut sein."
"Wäre es schlecht,
würden es nicht so viele Leute mögen."
Nordkalifornien, 1958
Die 50er Jahre waren großartig, wenn man ein Mann war.
Ich bin Dick Nolan, Geschichtenerfinder, also Reporter.
Dies ist die seltsamste Story, der ich je begegnete.
Sie begann, als Margaret Ulbrich
ihren repressiven Mann verließ,
lange bevor dies in Mode kam.
Komm, Janie.
Süße! Du hast es geschafft!
- Du bist in North Beach! - Siehst toll aus, Deirdre!
- Dee-Ann. - Oh! Dee-Ann.
Ich weiß. Als ich herkam,
erinnerte mich "Deirdre" an meine Mutter.
Gefällt es dir? Hast du dich eingelebt? Wie geht's Jane?
Jane geht's gut. Sie besucht eine süße Schule.
Aber es ist schwer ohne ihren Vater. Ich weiß nicht...
Ach, hör auf. Ohne ihn
bist du besser dran, zudem mochte ich Frank nie.
- Du warst Brautjungfer! - Deshalb sagte ich nichts.
Aber wenn du wieder den Falschen wählst, sage ich's.
Komm. Lass uns Spaß haben.
Willst du Jazz, geh in den "Hungry i".
Für Italienisches, zu Vanessi's.
Fürs Seelenheil, in den Buddhistentempel.
Für Kunst, in die Six Gallery.
- Gibt's da nur moderne Kunst? - Ja, wie überall.
- Da gibt's Espresso. - Was ist das?
- Ist das zum Kiffen? - Du hast noch viel zu lernen.
Damals verließen Frauen ihre Ehemänner nicht.
Nicht ohne Arbeit oder Aussichten.
Sie hatte nur ihre Bilder im Kofferraum
und ihre Tochter auf dem Rücksitz.
Viel Glück.
Na gut.
Es kommen nur wenige Damen her.
Ihr Mann willigt ein, dass Sie arbeiten?
Mein Mann und ich haben uns getrennt.
Getrennt?
Mir ist klar, dass ich keine Berufserfahrung habe,
aber ich brauche
diese Stelle. Ich muss meine Tochter ernähren.
Ich lobe mich ungern selbst, aber ich male gern.
Darf ich Ihnen meine Bildermappe zeigen?
Ich besuchte das Watkins Kunst-Institut in Nashville
und nahm in New York Zeichenunterricht.
Das ist ein Pastellbild, das ich gemalt habe.
Und...
das ist ein Kohleportrait.
Ist Ihnen klar, dass wir ein Möbelbetrieb sind?
- Gefällt dir etwas? - Mir gefallen diese dort.
- Die sind hübsch. - Ja.
- Ihre Bilder sind schön. - Danke.
- Wie viel? - Heute gilt ein Spezialpreis: 2 $.
Ich gebe Ihnen 1 $.
Na gut.
- Mach dich bereit, Dylan. - Setz dich hin.
- Wie heißt du? - Dylan.
- Dylan. Wie alt bist du? - Ich bin 9 Jahre alt.
9 Jahre alt, wow.
- Als wär's von Monet. - Monet?
Monet? Das ist ja ein Riesenkompliment.
Obwohl, wenn ich Ihnen widersprechen darf,
ich folge eher Pissarros Tradition.
Kommen Sie etwas näher. Kommen Sie.
Gut.
Sehen Sie diese kühnen, bunten Farbtupfer?
Möchten Sie's es berühren?
Nur zu. Fassen Sie es an.
Die Farbschicht ist nicht dick. Es zerbricht nicht.
Es kostet 35 S.
Entschuldigen Sie mich kurz?
- Hier. - Danke.
Vielen Dank.
Ihre Arbeit ist mehr wert als Kleingeld.
Verkaufen Sie sich nicht so billig.
Ich freue mich, dass es ihnen gefällt.
Da sind Sie drüber hinaus.
Sie arbeiten mit Herzblut.
Wie heißen Sie?
Margaret.
Möchten Sie nicht lieber mit diesen Mädels flirten?
Nein. Ich mag Sie, Margaret...
Ulbrich.
Wissen Sie, Margaret Ulbrich,
Sie stellen Ihr Licht unter den Scheffel.
Ich zeige Ihnen, wie man das macht.
Kleines Mädchen!
Möchtest du dein Portrait zeichnen lassen
von der weltbekannten Margaret Ulbrich,
der Königin der Bay?
In wenigen Minuten kann sie deine Seele einfangen!
- Nee. - Was, "nee"?
Wärst du nicht gern das Mädchen auf dem Bild?
Das bin ich.
Und das auch.
Und das war ich,
aber Mutter machte einen Chinesen daraus.
Verzeihung.
Ich habe die Situation falsch eingeschätzt.
Ich verschwinde wohl besser,
ehe Mr. Ulbrich zurückkommt und mich verprügelt.
Mr. Ulbrich ist nicht mehr relevant.
Tut mir leid, dass ich nicht anrief.
Ihr üblicher Tisch ist bereit.
Ich muss nicht bezahlen.
Ich habe dem Chefkoch ein Bild geschenkt.
- Er sagte... - Was denn?
Er sagte: "Niemand malt Montmartre
wie Walter Keane!"
Unglaublich, dass Sie in Paris gelebt haben.
Es war die beste Zeit meines Lebens.
Ich bin noch nie geflogen.
Solche Dinge muss man erleben, man muss zugreifen.
Ich wollte Künstler werden, also ging ich hin.
Ich studierte Malerei an der Beaux-Arts.
Ich hatte ein Studio an der Rive Gauche,
lebte von Brot und Wein.
Sie sind ein Romantiker.
Und ob ich das bin.
Das Bourgoisleben aufzugeben war nicht einfach.
Ich musste meine Stelle kündigen,
meine Frau verlassen.
Solche Entscheidungen sind nicht einfach.
Ich konnte nie frei entscheiden.
Ich war Tochter, dann Ehefrau, dann Mutter.
Ich malte immer nur Jane, da ich nichts anderes kenne.
Setzen Sie Ihre Arbeit nicht herab. Sie haben Talent.
Sie können jemanden ansehen und auf Leinwand bannen.
Sie können Menschen porträtieren.
Ich kann nur Dinge malen.
Meine Straßenszenen sind...
bezaubernd,
aber letztendlich sind es nur Häuser und Trottoirs.
Walter, Sie können bestimmt alles malen.
Wenn Sie mich so ansehen, könnte ich mich verlieben.
Es tut mir leid.
Das geht alles etwas schnell.
Ich war lange nicht auf einem Date.
Jane, mein Spatz, hör auf zu zappeln.
Nach all dieser Zeit weißt du doch, wie ich aussehe.
He! Ihre Leinwand ist ja leer!
- Inspiration lässt sich nicht erzwingen. - Jane.
Behellige Mr. Keane nicht. Kreativität kommt von innen.
Keine Angst. Sie stört mich nicht.
Ich habe eine Frage.
Wieso diese großen, verrückten Augen?
Na ja, ich glaube, die Augen verraten Vieles.
Die Augen sind das Fenster zur Seele.
Schon, aber Sie malen sie wie Pfannkuchen.
Unverhältnismäßig groß.
Tja, die Augen drücken meine Gefühle aus.
Ich habe sie immer so gezeichnet.
Als klein war ich nach einer Operation taub
und konnte nichts hören, also starrte ich alle an.
Ich verließ mich auf die Augen der Leute.
Walter? He, Walt!
- Ich dachte, das bist du. - Hi Don.
Gut, treffe ich dich.
Gab die Stadt Antwort wegen des Rückschlags?
Meine Leute brauchen den 1. Stock unbedingt.
- Am Donnerstag kriegen wir Bescheid. - Ja? Großartig!
Ich sage es den Architekten. Na gut.
Was sollte das?
Ich wollte es Ihnen nicht sagen.
Ich bin in der Geschäftsimmobilienbranche.
Sie sind Makler?
Ein äußerst erfolgreicher Makler
wurde das 3. Jahr in Folge zum Topverdiener ernannt.
Und dafür schämen Sie sich?
Na ja,
jeder Dummkopf kann etwas untervermieten.
Ich wollte immer von der Kunst leben können.
Ich wollte einen klaren Schnitt machen,
hab's aber nicht geschafft.
Ich bin bloß ein Sonntagsmaler.
Danke. Kommen Sie herein.
Stellen Sie sie dort ab. Ich möchte...
- Hier. - Ja.
Ich möchte, dass sie aus dem Weg sind.
An diesem Bild
arbeite ich gerade.
Man sieht,
dass ich noch daran arbeite.
Ich habe die Post geholt.
Die Post.
Was ist denn?
Frank will mir Jane wegnehmen.
Ich sei unfähig als Mutter.
Du bist eine perfekte Mutter.
Er schrieb dem Gericht:
"Sie hat kein angemessenes Zuhause" und
es übersteige meine Fähigkeiten
als alleinerziehende Mutter...
Heirate mich.
Walter!
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