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HEAVEN'S GATE - DAS TOR ZUM HIMMEL -
Harvard Universität Cambridge, Massachusetts, 1870
James!
Sie hat dich also gehen lassen?
Angst vor niemandem.
Heute Abend werde ich gewiss für alle meine Sünden büßen.
James! James! Wo sitzen wir?
Werte Freunde...
...wenn ihr mehr als eine bloße Farce...
Wenn ihr mehr als eine bloße Farce...
...in dieser ehrwürdigen Abschiedsfeier seht...
Wenn sie euch ernst und heilig ist...
...und ich weiß, das ist sie...
...so gibt sie euch auch eine zwingende Pflicht mit auf den Weg.
Nicht Wohlstand allein ist es, der Bibliotheken baut...
...der die Hochschulen stiftet...
...die einem Volk Wissen und Kultur verleihen.
Es ist das Zusammentreffen des kultivierten mit dem unkultivierten Geist.
Wenn die amerikanische Gesellschaft heute tatsächlich...
...allem Nachdenklichen und Meditativen...
...so erstaunlich ablehnend gegenübersteht, wie es heißt...
...so ziemt es sich erst recht...
So ziemt es sich erst recht für uns, unseren möglichen Einfluss zu kennen.
Ein hehres Ideal.
Die Erziehung einer Nation.
Abschlussjahrgang 1870...
...Freunde, Eltern, Verwandte des Abschlussjahrgangs 1870...
...ich empfehle Ihnen jetzt Ihren Abschlussredner, Mr. William C. Irvine.
James!
William.
Zeig's ihnen, Bill!
Abschlussjahrgang 1870!
Meine Damen und Herren...
...Freunde des Abschlussjahrgangs 1870.
Da ist dein Freund.
Ein Autor der Antike berichtet uns...
...von einem jungen Mann, der wegen seiner betrübten Miene...
...von einem Freund nach dem Grunde derselben befragt wurde.
Der junge Mann erklärte freien Mutes, dass er seit drei Tagen aufs Emsigste...
...und dennoch Fruchtloseste versuche, eine Einleitung...
...für ein Thema zu finden, über das er schreiben solle.
Worauf sein Freund lächelnd erwiderte:
Willst du denn besser schreiben, als du kannst?
Denn darin, so jener alte Autor, liege der Kern der Sache.
Wir müssen versuchen, unserer besten Fähigkeit gemäß zu sprechen...
...aber eben unserer Fähigkeit gemäß.
Er schaut dich dauernd an.
Ähnlich war mein eigenes Dilemma beim Gedanken an...
...das alte Skelett, an dem die meisten Abschlussreden aufgehängt sind...
...und bei der Überlegung, wie ich den bekannten Rahmen ausfüllen könnte.
Ich nahm natürlich sofort von profunden und schwierigen Themen Abstand...
...um dem trockenen Gerippe nicht noch unnötigen Atem zu verleihen.
Oder klägliche Stärke.
Und nach ausgiebiger, besonnener Reflexion...
...verzichtet die Klasse auf jegliche Modifikation...
...des alten Gesetzes der Gravitation.
Zwar hofften wir, es möge entfallen, um sicherlich nicht durchzufallen.
Doch zu der Menschheit erheblicher Gratifikation...
...erlangt das Gesetz nunmehr seine Ratifikation.
Weshalb sich im Wesentlichen kein Wandel ergab.
Die Flüsse fließen auch weiter bergab.
Die Jahreszeiten folgen ihrem gewohnten Lauf.
Der Südpol zeigt weiter nach unten, der Nordpol hinauf.
Die Sonne geht weiter im Westen unter, damit haben wir alle uns abgefunden.
Wir erklären daher unseren Verzicht...
...auf Änderung dessen...
...was unserer Meinung nach...
...ganz gut...
Er macht mich ganz nervös.
...bemessen.
He, James!
James!
Verzeihung.
- Du bist wunderschön. - Du auch.
Bist du allein?
Ja.
Wo ist es?
Verdrückt euch!
Dummkopf!
Helft mir hinauf!
Hebt mich hoch!
James! James!
Du hast's, James! Du hast's, James!
~ Möge unsere Freundschaft ewig bestehen ~
~ Unsere Liebe niemals vergehen ~
~ Auch in der Ferne seien wir uns verbunden ~
~ Herz an Herz, kühn und wahr ~
~ Hoch die 1870er ~
Mein Gott, Billy.
Hast du dich je bereit zum Sterben gefühlt?
~ Hoch die 1870er ~ - Es ist vorbei.
Verstehst du, James?
~ Vorwärts, Herzen, kühn und wahr ~ - Es ist vorbei!
Ein dreifach Hoch auf unser Vaterland!
- Hipp, hipp! - Hurra!
- Hipp, hipp! - Hurra!
- Hipp, hipp! - Hurra!
WYOMING, ZWANZIG JAHRE SPÄTER
Hirnloses Volk.
Verdammte Idioten.
Geht zurück, wo ihr herkommt!
Verzeihung, Madam. Danke.
Verzeihung. Dürfte ich bitte vorbei?
Danke.
Weitergehen, Leute. Danke.
Weitergehen, Leute. Danke.
Casper!
Weitergehen, bitte.
- Bist du das, Cully? - Ja. Ja.
- Tag, Jim. - Tag.
Mensch, was machst du denn hier in diesem Aufzug?
Die Zeiten sind hart, Jim.
Jeder muss sein Geld verdienen, wie er kann.
Ich dachte, du wärst noch oben in Johnson County.
Bin ich auch.
Was machst du dann hier in dieser Gegend?
Eine verhaftete Einwanderin wird gehängt. Bundesgefängnis St. Louis.
Hängen sie jetzt schon Frauen?
Sie erschoss ihren Mann und dann die Kinder.
Himmel!
Vielleicht wird's auch für mich Zeit für ein neues Leben.
Wie geht's denn so in St. Louis?
- Die Bank hat gerade Pleite gemacht. - Jesus, Maria und Josef.
- Wie soll das noch weitergehen? - Höchste Zeit abzuhauen, Cully.
- Richtung Westen. - Da war ich schon.
Hübschen Wagen hast du da.
Nimmst ihn wohl mit nach Johnson County, was?
Heute Abend, wenn's nicht schneit.
Es heißt, sie haben dort vorgestern wieder jemand umgebracht.
Haben ihn erwischt, wie er einen Ochsen mit dem Beil tötete.
Michael... Michael Kovach hieß er, glaube ich.
- Mike Kovach, sagst du? - Jedem, der hier neu Land kauft...
...machen die Bonzen das Leben schwer.
Wenn einer stiehlt, um die Familie zu ernähren, bedrohen sie ihn oder bringen ihn um.
Ich sag dir was. Wenn die Reichen andere fürs Sterben bezahlen könnten...
...hätten die Armen ein gutes Einkommen.
Der Araber gehört also auch dir. Schönes Tier.
Bring ihn in den Stall.
Es werden jeden Tag mehr, was?
Die armen Kerle warten Wochen auf Anerkennung ihrer Landansprüche.
Die haben keine Ahnung, was sie da draußen erwartet.
Die sitzen hier am Arsch der Welt...
...viele von ihnen hungern hier vor meinen Augen.
Sogar Babys. Jeden Tag schwöre ich, ich gebe ihnen keinen Penny mehr.
Ich bin selbst ein armer Bürger.
Aber was kann ich tun? Ich bin auch nur ein Mensch.
Ich bin ein Mensch, oder? Ich schäme mich nicht.
Ich sag dir was, Jim. Dieser Job kotzt mich jetzt schon an.
- Da. Diesmal geht's auf mich. - Nicht nötig.
Warum willst du so was tun?
Spann den Studebaker an. Ich bin gleich wieder da.
Ich leg auch deine Reisetasche rein.
Lade das auf den Wagen. Und verkratze ihn bloß nicht!
Warte, Jim! Jim!
Jim!
Sei... vorsichtig.
Ich meine, pass auf dich auf.
Ich... weiß nicht, was ich meine.
Danke, Cully.
Mach dir nicht zu viele Gedanken wegen der Leute.
Du kennst mich.
Bill, wie geht's?
Dudley, endlich arbeite ich für jemanden mit Geld.
- George, wir holen uns zusätzliche Leute. - Wie viele hat er?
- Er hat fünf Dutzend. - Hallo. Wie geht's, George?
- Vom Verband? - Mein Name ist Morrison.
Unterschreiben Sie hier.
Ich brauche einen neuen Anzug. Und eine Witte, Kaliber 12.
Anzüge sind dort drüben am Ständer. Ich hole den Rest.
Vom Verband?
- Nein. Wo ist Zindel? - Tot. Schlaganfall.
Du hast die reinste Goldgrube hier, Junge.
Mister, ich habe keine Zeit für lange Reden. Was kann ich für Sie tun?
Eine Winchester 66. Und Brandy, B&B.
GOUVERNEUR UNTERSTÜTZT BEENDIGUNG DER ANARCHIE
Das reicht.
Ich sagte, du hast schon gewonnen.
Wer sagt das, Alter?
Werd bloß nicht frech.
Geht zurück, wo ihr herkommt! Geht heim!
He, Jim!
Was ist hier los, Cully?
Am Bahnhof hört man Verschiedenes, Jim. Hauptsächlich Gerüchte.
Hör zu, ich... ich...
Ich kann mich da nicht einmischen.
Ich hab die Stelle noch nicht lang.
Ach, was soll's!
Gestern Abend war ich im Stage Hotel, auf ein paar Baltimore-Austern.
Und da traf ich ein paar Leute, Morrison und Budley.
Nein, halt. Dudley hieß er.
Ein Riesentyp mit Augen im Kopf wie ein toter Fisch.
Ich trank ein paar Gläser mit diesem Morrison und Dudley.
Sie sagten, sie arbeiten derzeit für den Viehzüchterverband...
...und dass der Verband Leute im ganzen Nordwesten sammelt.
Aber das geht mich nichts an, verdammt!
Ich glaube, ich werde dem Verband einen Besuch abstatten.
- Pass auf meine Sachen auf. - Geht in Ordnung, Jim.
...verdrängen uns und unser Kapital, und es dauert 50 Jahre...
...bis das Land wieder den gleichen Reichtum hervorbringt.
Wir sind kein armes Land mehr.
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