Der wilde Wald

Der wilde Wald

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Der Wilde Wald Natur Natur sein lassen 2021 German DOKU COMPLETE BLURAY-SAVASTANOS ger
Ulasan oleh mradam91

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Diterbitkan pada: 2024-02-25
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145 baris pertama.

Die Natur hält uns am Leben.

Vielleicht erkennen wir eines Tages, dass sie ein Teil von uns ist,

wie ein sehr wichtiges Familienmitglied.

Wie etwas, das uns sehr viel bedeutet.

Wenn wir sie schützen, beschützt sie auch uns.

Sie sind die letzten ihrer Art,

Wälder wie der Nationalpark Bayerischer Wald.

Dies ist einer der letzten Orte, an dem wir herausfinden können,

wie die Natur Dinge regelt.

Wir müssen dem Wilden wieder Raum geben, uns

diese unendliche Schönheit und die Zusammenhänge wieder zurückholen.

Mal sehen, ob das gelingt.

Wildnis beginnt, wenn man der Natur freien Lauf lässt ...

und sich als Mensch heraushält.

Das ist der Anfang von Wildnis.

Je mehr Zeit die Natur hat, alles selbst zu regeln,

umso wilder wird sie.

Seit ich im Nationalpark unterwegs bin,

hat sich der Wald immer mehr zur Wildnis hin entwickelt.

Und auch ich spüre immer mehr Verlangen nach wilder Natur.

Mittlerweile gehören wir zusammen.

Davor waren der Wald und ich nicht das beste Team. Aber jetzt passt es.

Das motivierte mich, den Nationalpark zu durchqueren.

Und jetzt ist es soweit.

Der Bayerische Wald: Ein 100 Quadratkilometer großer Teil Bayerns

an der Grenze zur Tschechoslowakei.

Ein großes Schutzgebiet ohne Bebauung,

ein echter Nationalpark.

Feriengäste wundern sich, was mit dem Wald geschehen ist.

Was sollen wir dazu sagen? Wir haben daran keine Schuld.

Erst kommt der Mensch, dann die Natur.

Jeder trägt Wildnis in sich, sie ist ein Teil von uns.

Auch, wenn wir ständig versuchen, sie zu manipulieren,

zu zähmen und zu verändern, bricht sie immer wieder hervor.

Sie ist trotzdem da und funktioniert immer noch.

Und sie ist nicht begrenzt auf einen Ort. Diese Allgegenwärtigkeit und

die Fähigkeit der Natur, so stark zu sein, das fasziniert mich.

Es ist schon verrückt, ich musste die Schönheit meiner Heimat

erst entdecken und erlernen.

Als ich noch jung war, wollte ich weg von hier, auf in die Stadt.

Ich wollte dahin, wo in meinen Augen das richtige Leben stattfindet.

Mit Mitte, Ende 20 wurde mir klar: Da muss es noch mehr geben.

Zeitgleich habe ich angefangen zu fotografieren und habe dann gespürt:

In der Natur zu sein, macht mich zu einem ausgeglichenen Menschen.

Für mich ist der Nationalpark wie ein Spielplatz.

Der Natur ist es egal, was Du da machst.

Wenn ich stundenlang einen Baum betrachte,

dann ist das halt so. Und ich muss mich nicht rechtfertigen,

weil auch das Fotografieren Zeit braucht.

So habe ich mir das vorgestellt:

“Die Ohnmacht”.

Oder einfach nur Entspannung und Ruhe,

bevor man auf den nächsten Berg muss.

Im Hintergrund sieht man den Rachel,

für mich der schwierigste Aufstieg.

Ich komme beim Wandern in ein anderes Bewusstsein.

Das Gehirn denkt um.

Es wird plötzlich leise, still, es riecht anders.

Alles wird langsamer und ruhiger.

Das ist wie eine

kleine Phantasiewelt, in die ich dann eintrete

und in der ich mich aufhalte.

Das ist zu dunkel.

Die Fotos machen das, was sie wollen.

Ich mache noch eins.

Die Einsamkeit kann ich gut aushalten.

Das ist für mich kein Problem.

Meine Fotos erzählen

auch oft die Geschichte vom einsamen Wanderer in der grandiosen Natur,

der auf sich alleine gestellt ist.

Das ist, wonach ich suche.

Unsere Wälder verändern sich, keine Frage.

Beeinflusst man das Klima so, wie wir es tun, verändert sich alles.

Um zu verstehen, wie die Wälder sich verändern werden, schauen wir uns am

besten Gebiete an, in die der Mensch nicht eingreift.

Wir brauchen eine klare Basis,

damit wir verstehen, was die Natur machen würde.

Wir haben Ips, den Fichtenborkenkäfer.

Besonders dieser winzige Käfer gibt uns Rätsel auf.

Er hat einen enormen Einfluss auf die Wälder Europas

und zum Teil auch Asiens.

Und wir wissen, das hat mit dem Klima zu tun.

Das ist aber auch schon so ziemlich alles, was wir wissen.

Darum freue ich mich sehr, endlich mehr über ihn herauszufinden,

nicht nur über seine Bedeutung für den Bayerischen Wald,

sondern weltweit.

Bäume können weder gehen, noch weglaufen, noch sich verstecken.

Wenn ein Feind wie der europäische Borkenkäfer über sie herfällt,

müssen sie das aushalten.

Sie sind mit einer Vielzahl körperlicher und biochemischer

Waffen ausgestattet, um sich zu wehren.

Wenn nur wenige Käfer gleichzeitig über

den Baum herfallen, kann er sie abwehren.

Aber die Bäume sind durch steigende Temperaturen

und ausbleibende Niederschläge geschwächt.

Deshalb reichen wenige Käfer, um einen Baum abzutöten.

Die Käfer können sich rapide vermehren, denn

warme Temperaturen steigern ihre Produktivität.

Und immer mehr junge Käfer überleben den Winter.

Dadurch gibt es viel mehr Käfer, die selbst gesunde Bäume

zu Fall bringen.

Bei abgestorbenen Bäumen bekommen die Leute Angst.

Überall Tod und Zerstörung. In der Zeitung steht: Wälder vernichtet!“.

Das stimmt nicht. Sie leben wieder auf.

Das können wir hier sehen.

Wenn wir natürliche Selektion zulassen, entstehen vielleicht Wälder,

die durch ihre genetischen Anlagen in einem neuen Klima überleben.

Dennoch werden wir viele unserer Wälder verlieren, wenn wir nicht alles

unternehmen, um den Klimawandel zu stoppen.

Ohne Dürren, ohne Klimawandel würde der Käfer so etwas nicht schaffen.

Es liegt also nicht allein an diesem fiesen Tierchen.

Der Käfer reagiert nur.

In Wahrheit liegt es an uns.

Es geht also nicht nur um den Käfer und den Wald.

Es geht um uns, den Käfer und den Wald.

Die Wildnis kehrt immer mehr in den Nationalpark zurück.

Um das zu beobachten, verbringe ich einen Großteil meines Lebens hier.

Der Nationalpark ist für mich Heimat geworden.

Er könnte wahrscheinlich ganz gut ohne mich, aber für mich wäre es schwierig.

Eigentlich sollte es da zum Kleinen Rachel gehen.

Das schaut doch schön aus.

Das ist eine schöne Ecke, die ich bislang nicht kannte.

Das ist ein schöner Fleck.

Kaum Menschen.

Es ist eigentlich gar nichts los.

Lohnenswert.

Vorne sieht man große Greifvögel.

Menschen, die nicht aus der Region kommen, kennen solche Gegenden nicht.

Wo gibt es denn noch solche Flächen, die nicht komplett verbaut sind?

Das ist selten geworden in Deutschland.

Dieser Park ist für mich vergleichbar mit

Alaska oder Sibirien, mit nordischen Ländern.

Das hast du auf einem kleinen Fleck und musst nicht um die Welt fliegen.

Es reicht, Schuhe anzuziehen, rauszugehen und mit etwas Glück

wird es der beste Tag in deiner Woche.

Es ist immer wieder faszinierend hier oben.

Wenn ich da vom Rachel komme und der Lusen ist greifbar nah,

dann ist das, als würde ich nach Hause kommen.

Mit dem Messer erstochen, mit dem Schlägel erschlagen,

dass sich morgen Nacht kein Wolf mehr traut.

Darum schlage ich auf den Tisch,

damit ihr wisst, dass Martini ist.

Seid ihr alle da? - Ja.

Fehlt keiner? - Nein.

Dann bewegt euch!

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Komen

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