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"Moskau, Flughafen Wnukowo, 1957"
Mister Chruschtschow bittet Mrs. Eleanor Roosevelt zu einem Empfang
zu Ehren ihrer Ankunft in der Sowjetunion.
Das Programm beinhaltet den Besu...
Ah, Augenblick, Mr. James, wir fahren zuerst zu dieser Adresse.
Darf ich Sie daran erinnern, dass die Witwe des Präsidenten
der Vereinigten Staaten nicht das Recht hat, zu spät zu kommen.
Wir werden da hinfahren.
Nikita Sergejewitsch kann warten.
Es ist ein Vergnügen für einen Gentleman, auf eine Dame zu warten.
Und wer ist diese geheimnisvolle Person,
die Mister Chruschtschow warten lassen kann?
Nun, dann sollte ich Sie mit dieser Frau bekannt machen.
Das erste Mal sah ich Ljudmila 1942 auf der Studentenversammlung.
Sie war so zart wie ein kleines Mädchen.
"USA, Versammlung der Internationalen Studentenvereinigung, 1942"
Sie wirkte wie ein in sich versunkenes Kind gekleidet in eine Uniform.
Ich wollte sie kennenlernen, damit ich sie lächeln sehe.
Kämpfe seit einem Jahr. Acht tote Feinde.
Volksbefreiungsarmee. - Gut gemacht.
Ja. - Die Russen.
Krasawtschenko Nikolay Prokofiewitsch, Delegationsleiter...
Ein äußerst einflussreicher Parteifunktionär. Sehr bestimmend.
Ich bin überaus erfreut. Kommunisten im Weißen Haus sind ziemlich selten.
Und wie viele tote Hunnen haben Sie zu Buche stehen?
Mrs. Roosevelt meint, wie viele Deutsche Sie getötet haben.
Ich leiste Parteiarbeit. Ich ermutige meine Genossen zu Heldentaten.
Das ist wichtig.
Er ist vom aktiven Militärdienst freigestellt.
Hat alle bedeutenden Parteischulen durchlaufen. Wirkt im Hintergrund.
Sehr gut. Machen Sie weiter so.
Wladimir Ptschelintzew. Scharfschütze. 150 Invasoren mit 152 Schüssen getötet.
Rotarmist Dienstgrad: First Lieutenant. Mehrfach ausgezeichnet.
Aah, gratuliere, junger Mann.
Second Lieutenant Ljudmila Pawlitschenko.
Und wer sind Sie?
Ich bin Scharfschütze.
Eine Frau ein Scharfschütze? Und wie viele Menschen haben Sie getötet?
Keine Menschen. Faschisten.
309. - Was? 309?
Mein Gott, 309 Feinde. Ich gratuliere Ihnen.
"Nationale Universität Kiew, 1937"
Ruhe, Leute, Ruhe. - Lasst mich durch!
Drängelt doch nicht so. - Lasst mich durch bitte!
Ljuda! Hurra! Wir haben bestanden. Du und ich, wir sind angenommen.
Komm, sieh selber mal!
Mensch, Mascha, wir haben bestanden. Kommt, wir gehen in den Park.
Ja, freust du dich denn gar nicht?
Dach, tu ich - Hey, ich spendier Bier. Auf in den Park!
Ja, auf geht's. - Nein, ich geh nach Hause.
Ja, aber wir warten da auf dich.
Alles klar. Aber komm auf jeden Fall nach.
Jetzt wird gefeiert! Wir sind die Größten!
Warum nehmen die nur solche Knallköpfe wie dich?
He, ich werde mich beim Komsomol über dich beschweren.
"Historische Fakultät. 1. Pawlitschenko, L. M."
Mama. Mama.
Bitte, lass mich heute mal dein Kleid anziehen.
Heute mal, ja.
Dann geh ich mich umziehen. Und dann komm ich und helfe dir.
Ja, und Budarin antwortet ihm, dass der Krieg in Spanien gezeigt hat,
dass die Zeit des Säbelrasselns vorbei ist.
Wedernikow hat dann den Säbel rausgezogen und zum Schlag ausgeholt.
Gut, dass er ihn nicht eingeholt hat. Ich warte unten im Hof auf Sie.
Ich zieh mich um und dann fahren wir.
Guten Tag, Vater.
Hast dich ganz schön rausgeputzt.
Nur gut, dass du nicht meine Uniformjacke anhast. Los, bring mir meine Stiefel.
Ich hab bestanden. Ich bin die Beste auf der Liste.
Gut gemacht. Ich gratuliere.
Du freust dich ja wahnsinnig für mich.
Mischa, sei heute ein bisschen nachsichtiger mit ihr.
Papa, wann kommst du zurück? Papa!
Wartet nicht mit dem Abendessen.
Wir wollten schön den Tisch decken, die Nachbarn einladen,
meine Aufnahme feiern.
Was gibt es denn da zu feiern? Du musstest die Prüfung bestehen
und hast: sie: bestanden.
Gut gemacht. - Komm, hilf mir.
Vater! Versprich mir, dass du früher kommst.
Ljuda...
Papa, hüpf höher! Hüpf höher, hüpf höher! Los, Papa, du sollst höher hüpfen!
Los, hüpfen, hüpfen, hüpfen! Papa, du sollst höher hüpfen! Höher, höher, höher!
Ljuda! Ljuda!
Wir sind jetzt Historiker, wir müssen nach der Wahrheit streben.
Das Kino ist eine Lüge, der Schießstand ist die Wahrheit.
Die Damen, womit kann ich Ihnen dienen? - Oh, ich danke dir.
Hey, auf dem Schießstand da ist alles real, alles Realität.
Das stimmt. Da sind echte Patronen, und die Waffen sind auch echt.
Und, was ist jetzt? Gehen wir ins Kino? - Jungs, da riecht es nach Pulver.
Nach welchem Pulver? Wozu brauchen wir euer Pulver?
Stimmt schon, ein Film ist nicht die Realität, aber dafür wunderschön.
Jetzt komm schon.
Na gut. - Ich bin auch fürs Kino.
Ja, da sind Leidenschaft, Liebe, Musik und Spaß ahne Ende.
Und du? - Mir ist der Schießstand auch lieber.
Aber Ljuda... - Oh, drei gegen drei.
Stopp, wir werfen eine Münze. Wappen: zum Schießstand, Zahl: ins Kino.
Wetten um ein Bier, dass das Wappen kommt?
Ich will nicht wetten.
Ljuda, was ist es? - Und? - Und?
Wappen.
Jetzt macht sehen voran, Jungs. schießt endlich los,
vielleicht schaffen wir es dann noch ins Kino.
Wir schießen nicht einfach, wir machen einen Wettbewerb.
Ich will auch schießen.
Danach kannst du auch schießen. - Wie kommt sie denn da drauf?
Nein, ich will am Wettbewerb teilnehmen. Mascha, halt mal.
Gut, Ljud, richtig so. Zeig es ihnen, zeig es diesen Kinohassern.
Pawlitschenko, mach dir nicht ins Hemd, der vierte Platz ist auch ehrenvoll.
Irre komisch. - Ruhe jetzt, Jungs!
Ihr habt fünf Schüsse.
Den Wettbewerb gewinnt, wer damit die meisten Punkte erreicht.
Zeigen Sie mir, was ich tun muss?
Nimm das Gewehr. Laden!
Die Patronen ins Magazin legen.
Feuer frei!
Ja.
Bilde mit der Kimme, dem Korn sowie der Zielscheibe eine Linie.
Atme gleichmäßig und ruhig.
Atem anhalten und den Abzug ganz vorsichtig drücken.
Und Schuss.
Waffen auf den Tisch!
Waffen auf den Tisch.
Jetzt nennt laut und deutlich euren Nachnamen.
Kolesow. - Kutzych.
Feldman.
Pawlitschenko.
Pawlitschenko, wie du siehst, ist Schießen keine Frauensache.
Abwarten und Tee trinken.
Siehst du, er findet keine Einschusslöcher auf der Schießscheibe.
Der Gewinner ist Pawlitschenko. 47 von 50 Punkten.
Genüsse Kommandant, Sie müssen sich irren!
Sehen Sie lieber noch mal nach!
Sieh selber nach, wenn es dir Spaß macht.
Ja. - Und wie viele Punkte hab ich?
Ljuda, gut, dass wir nicht ins Kino gegangen sind, oder?
Jetzt habt ihr es. Geschieht euch recht.
Jeder Krieg endet entweder mit Frieden oder mit einem Waffenstillstand.
Also, 1651 nach dem so...
Entschuldigung. - Ja, ja, kommen Sie rein.
Pawlitschenko.
Hier.
Zum Rektor. Nimm für alle Fälle deine Sachen mit.
Alse weiter. Nach dem sogenannten Waffenstillstand von Bila Tzerkwa...
Pawlitschenko, hier rauf.
Pawlitschenko Ljudmila Michailowna, im Jahr 1916 geboren.
Mutter: Pawlitschenko N.G., Englischlehrerin.
Vater Pawlitschenko M.S., Maior des NKWD.
Ja, schreiben Sie, schreiben Sie, Genosse Rektor.
Alles korrekt?
Ja, korrekt.
Furchtlos ist sie. Der Genosse Kommandant hat nicht gelegen.
Laut schriftlichem Bericht von Kowaltschuk, dem Leiter der Schießanlage
des Komsomol, haben Sie dort am 20. Juni eine überragende Leistung gezeigt.
Sie haben Talent.
Wir haben beschlossen, Sie zu einem sechsmonatigen Kurs
für Präzisionsschießen zu schicken. Gratuliere.
Und mein Studium?
Was soll damit sein? Ich denke, das Rektorat wird nichts dagegen haben.
Nach den sechs Monaten setzen Sie das Studium fort. Hab ich Recht?
Ja. Ja, sicher, sicherlich. Sie kommen zurück und setzen das Studium fort.
Also?
Kann ich ablehnen, Genosse?
Eine Ablehnung würde ich nicht empfehlen.
Nimm wenigstens die Strickjacke mit. - Mama, dort bekommt man alles.
Und wenn nicht? Erst mal kommst du da an, da hast du nicht gleich alles.
Hier die Piroggen. Mutters Piroggen bekommst du da nicht.
Bist du sicher, dass du mir nichts sagen willst?
Oh Gott, es ist für ein halbes Jahr. Mischa, es ist im Winter!
Papa kann anrufen und das Ganze wird verschoben. Ljuda!
Du hast ihr Leben lang aus ihr einen Jungen gemacht.
Siehst du, was das Ergebnis ist?
Warum hast du sie nicht aufgehalten?
Ich war mein halbes Leben im Krieg. Im Krieg leiden die Frauen am meisten.
Und bald gibt es einen neuen.
Wir sind, selbstverständlich, den Vereinigten Staaten sehr dankbar...
"USA, Versammlung der Internationalen Studentenvereinigung, 1942"
...für das Leih- und Pachtgesetz. Aber, wenn Sie mit uns gemeinsam
Hitler und seine Handlanger so schnell wie möglich vernichten wollen,
dann müssen Sie noch einen Schritt machen, einen entscheidenden Schritt.
Die sowjetische Delegation bittet Sie daher eindringlich, die Frage über die
Eröffnung der zweiten Front per Akklamation auf die Tagesordnung
der Versammlung als den Hauptpunkt zu setzen.
Hier, Kindchen. Bitte schön.
Das sowjetische Volk braucht Hilfe, aber es braucht kein Almosen.
Ein Fanatiker. - Ja, wirklich.
...diesen schlechten Witz zu beenden.
Menschen wollen Ihnen helfen, und Sie nennen das einen schlechten Witz?
Ist mein Geld nicht gut genug, um Hitler zu bekämpfen?
In Ihrer Lage sollte man nicht zu wählerisch sein. Jede Summe wäre behilflich.
Und warum schweigt Ihr wichtigstes Delegationsmitglied?
Ich spreche hier über Lady Death.
Ljuda, sag was.
Pawlitschenko.
Wir hier, die Studentenversammlung, können die Frage der Eröffnung
einer zweiten Front nicht diskutieren.
Das liegt in der Kompetenz von Politikern und militärischen Beratern.
Das hier auf die Tagesordnung zu setzen, war nicht vorgesehen.
Mrs. Roosevelt, viele von uns hat der Verdacht beschlichen, dass Ihr Auftreten
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