Midnight in Paris

Midnight in Paris

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Diterbitkan pada: 2016-02-05
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200 baris pertama.

Das ist unglaublich! Sieh nur. Diese Stadt ist einmalig auf der Welt.

Du tust so, als wärst du noch nie hier gewesen.

Ich bin nicht oft genug hier, das ist das Problem.

Kannst du dir vorstellen, wie abgefahren diese Stadt im Regen ist?

Denk sie dir in den Zwanzigern.

Paris in den Zwanzigern, im Regen. Die Maler, die Schriftsteller

Warum muss es in jeder Stadt regnen? Was ist so toll daran, nass zu werden?

Könntest du dir vorstellen, nach unserer Hochzeit hierherzuziehen?

Oh, Gott, nein. Ich könnte niemals außerhalb der USA leben.

Wäre ich hiergeblieben und hätte Romane geschrieben und nicht...

wie am Fließband Drehbücher rausgehauen...

Ich würde das Haus in Beverly Hills aufgeben,

den Pool, alles, auf der Stelle.

Hier hat Monet gelebt und gemalt. Wir sind 30 Minuten von der Stadt entfernt.

Stell dir vor, wir ziehen hierher.

Wir könnten es. Wenn mein Buch was wird.

Du bist in eine Fantasie verliebt. - Ich bin in dich verliebt.

Gehen wir. Wir treffen uns mit Mom und Dad zum Essen.

Dann mal los.

Da sind ja unsere Touris.

Genug von charmanten Boulevards und Bistros.

Was für eine Stadt! - Für einen Besuch.

Ich kann mir vorstellen, hier zu leben. Die Pariser verstehen mich.

Ich würde am linken Seineufer entlangschlendern,

ein Baguette unter dem Arm,

zum Café de Flore, wo ich an meinem Buch vor mich hin kritzle.

Wie hat Hemingway es genannt? Ein Fest fürs Leben.

Bei diesem Verkehr lebt man nicht lange.

Auf Johns neues Firmenprojekt in Paris.

Prost!

Gratuliere. - Danke.

Ich will ganz ehrlich sein.

Ich freue mich über die Fusion...

von uns und der französischen Firma, aber ansonsten...

bin ich nicht besonders frankophil.

John hasst ihre Politik.

Sie waren wirklich keine Freunde der USA.

Man kann ihnen nicht vorwerfen, uns in das Kaninchenloch Irak...

Oh, bitte, nicht schon wieder diese Diskussion.

Wir sind unterschiedlicher Meinung. Das ist Demokratie.

Dein Vater verteidigt den rechten Flügel der Republikaner,

und ich denke, dazu muss man ein dementer Vollidiot sein, aber...

Okay Okay!

Trotzdem respektieren wir die Meinung des anderen.

Hab ich recht?

Können wir über die Hochzeitspläne reden?

Ja, bitte, tun wir das.

Dein Vater hat...

Inez?

Paul? Carol? Du liebe...

Was machst du hier? - Was machst du hier?

Schön, euch zu sehen.

Paul und Carol Bates, meine Mutter und mein Vater.

Freut mich sehr. - Gil kennt ihr ja.

Du hast gar nicht erwähnt, dass ihr herkommt.

Paul wurde überraschend zu einem Gastvortrag an der Sorbon eingeladen.

Sorbonne.

Wie wundervoll.

Dad ist geschäftlich hier, und da dachten wir, wir schmarotzen ein bisschen.

Super. Unternehmen wir was zusammen.

Also, ich denke, wir haben viele Verpflichtungen...

Was? - Was macht ihr morgen?

Wir fahren nach Versailles.

Ich will unbedingt nach Versailles.

Aber es... Wir... Ich glaube, wir...

Wir müssen zum Lunch in die Brasserie Lipp.

Oh, nein, ich... - Doch. Es ist schon...

Ich hatte einen Professor, der...

dort gegessen und James Joyce gesehen hat.

Vor einer Million Jahren.

Anscheinend hat Joyce Sauerkraut und Frankfurter gegessen.

Ist das die ganze Geschichte? - Eigentlich nur ein Detail.

Wir kommen gerne mit nach Versailles. - Schön.

Ich hoffe, du bist morgen nicht auch so ungesellig.

Wieso war ich ungesellig? - Oh, bitte.

Ich meine, es war sonnenklar, dass du keine Lust hast.

Es sind deine Freunde.

Ehrlich gesagt, stehe ich nicht so auf ihn wie du.

Er ist brillant.

Ich war an der Uni so in ihn verknallt. Und Carol ist klug.

Er ist pseudointellektuell. Ein bisschen.

Gil, er dürfte kaum an der Sorbonne dozieren,

wenn er pseudointellektuell wäre.

Er sollte dein Buch lesen. - Ach, komm. Wozu?

Er könnte deine Arbeit analysieren und dir sagen, wieso es dir so schwerfällt.

Weil ich ein Hollywood-Schreiberling bin,

der sich noch nie an echter Literatur versucht hat. Bis jetzt.

Gil,

Schatz. Versprich mir was.

Wenn dieses Buch kein Erfolg wird,

dass du dich nicht länger herumquälst...

und wieder das machst, was du am besten kannst.

Die Studios lieben dich. Du bist ein gefragter Mann.

Willst du das aufgeben? Dich mühsam durchschlagen?

Warum möchtest du das?

Ludwig ist mit seinem Hof hierhergezogen, ich glaube, 1682.

Ursprünglich war das hier Sumpfland.

Wenn ich mich nicht irre,

bedeutet im Altfranzösischen das Wort "Versailles" so was...

"Boden, aus dem das Unkraut gerissen wurde".

Der Mittelbau...

ist französische Klassizistik in Vollendung.

Das Werk von Louis Vau, glaube ich.

Mansart, denke ich, und Charles Le Brun.

Ich könnte mich an so ein Ferienhaus gewöhnen.

Das glaube ich. - Ich mich auch.

Außer dass sie nur Badewannen hatten, und ich bin ein Duschfan.

Wo zieht ihr nach eurer Hochzeit hin?

Malibu. - Wirklich?

Ich bin ja für eine kleine Pariser Dachwohnung, aber...

La Bohéme?

Fehlt nur noch die Tuberkulose. - Genau. Danke.

Das Problem ist, er weiß nicht, ob er einen Roman schreiben kann.

Wirklich?

Schatz, bisher war deine Erfolgsbilanz, na ja...

Alle lieben deine Filme, deshalb...

Drehbücher sind leichter.

Erzähl ihnen doch von deiner Hauptfigur.

Ich will nicht über meine Arbeit reden.

Nicht die ganze Handlung, nur die Figur.

Nein, nein, nein.

Er arbeitet in einem Nostalgieladen. - Was ist das?

Doch nicht so 'n Laden,

wo sie Shirley-Temple-Puppen und alte Radios verkaufen?

Genau. - Wer will so 'n Zeug?

Menschen, die in der Vergangenheit leben.

Die glauben, ihr Leben wäre glücklicher,

wenn sie zu einer früheren Zeit gelebt hätten.

Und in welcher Ära hätten Sie gern gelebt, werter Marcel Proust?

Paris in den Zwanzigern. Im Regen.

So übel war es nicht. - Kein saurer Regen.

Und keine Erderwärmung.

Keine Fernseher, Selbstmordbomber, Atomwaffen, Drogenkartelle.

Das übliche Klischee an Horrorszenarios.

Wisst ihr, Nostalgie ist Verdrängung.

Verdrängung der schmerzvollen Gegenwart.

Also... Gil ist ein totaler Romantiker.

Er würde gerne in einem Zustand ständiger Verdrängung leben.

Und so einen Trugschluss nennt man...

"Das Goldene-Zeitalter-Syndrom".

Genau. - Die irrige Annahme, dass...

eine andere Epoche besser ist als die, in der man lebt.

Das ist ein Fehler in der romantischen Vorstellung der Leute,

die nur schwer mit der Gegenwart klarkommen.

Ja, das ist er. - Das ist der schönste Ring.

Diamanten auf einem Ehering. Ein Muss.

Dann sehen es auch die in der letzten Reihe, wenn er ihn mir ansteckt.

Oh, Inez, das wird ein Riesending.

Ich wünschte nur... - Nicht das schon wieder.

Du hast ihn gewählt. Was soll ich sagen?

Gil ist... Er ist klug und...

Er ist sehr erfolgreich.

Er sagt, er will alles aufgeben und hierherziehen.

Ja, das sagt er. - Und das macht mir Angst.

Das ist natürlich Rodins berühmteste Skulptur.

Eine Kopie davon wurde neben seinem Grab aufgestellt.

Rodins Wunsch zufolge diente es als Grabstein und Denkmal.

Er starb in Meudon.

An der Grippe, wenn ich mich nicht irre.

1917, glaube ich.

Sehr gut. - Er ist so belesen, nicht?

Viele Werke Rodins wurden von seiner Frau Camille beeinflusst.

Stimmt, aber Camille war nicht seine Frau, sondern seine Geliebte.

Camille? Nein.

Rose war seine Frau. - Er war nie mit Rose verheiratet.

Doch, er heiratete Rose. In seinem letzten Lebensjahr.

Ich denke, Sie irren sich. - Widersprichst du der Führerin?

Ja, das tue ich. - Nein, ich bin sicher, Monsieur.

Sie hat recht.

Ich habe eine zweibändige Biographie über Rodin gelesen.

Rose was definitiv die Frau, Camille die Geliebte.

Das hast du also gelesen. - Ich war überrascht.

Ich hab mich genauso geirrt wie du. Das kann passieren.

Dad hat euch für heute Abend zu einer Weinprobe eingeladen.

Oh, das wird bestimmt toll!

Paul ist Experte für französische Weine.

Im Ernst? - Natürlich.

Ein Experte.

Wann hast du die Biographie über Rodin gelesen?

Ich? Wieso sollte ich eine Biographie über Rodin lesen?

Ich entscheide mich immer für einen kalifornischen Wein, aber...

Napa Valley ist 10.000 km weit weg.

John, alter Junge, wie geht's?

Gil. Komm mit.

Was? - Ich kann den Typen nicht ausstehen.

Probieren wir noch andere Weine?

Fangen wir hier an. - Welchen magst du am liebsten?

Wir sollten wissenschaftlich rangehen und noch mal von vorne anfangen.

Ich weiß nicht... - Wieso bist du so rot?

Wieso? Ich bin nicht rot. - Knallrot.

Vielleicht sind das die Pheromone, die du absonderst.

Diese Pheromone machen mich wahnsinnig.

Hör auf.

Ah, Sex und Alkohol, hm?

Es fördert das Verlangen, aber dämpft das Tun, wie Shakespeare sagt.

Bei dir vielleicht. - Habt ihr den 61 er probiert?

Er ist göttlich! Paul hat ihn ausgesucht.

Was? Was ist los?

Ein Hauch mehr Tannin als der 59er.

Ich ziehe eine rauchige Note einer fruchtigen vor.

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Komen

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