Lighthouse Lesvos

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Lighthouse Lesvos 2016 DSNP WEB H264-SHIIIT
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Diterbitkan pada: 2026-08-09
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200 baris pertama.

19. JANUAR 2016

PK WINDSTÄRKE: 35 KN

RJ LP

200 Menschen an Bord.

Wir haben ihren genauen Standort.

Wir holen sie mit unserem Rettungsboot, der Red Mist.

WASSERRETTUNG

Einfach drauf, sobald wir nah genug sind.

Es ist schnell.

Romeo, hier Lighthouse Molyvos.

17. JANUAR 48 STUNDEN ZUVOR

Lighthouse Molyvos, hier Romeo. Kommen.

Romeo, auf 87.

Verständigung klar und deutlich. Ende.

Hier auch laut und deutlich. Danke.

Wir starten das Training mit Mr. Jenkins.

Aber vorher machen wir für alle Kaffee.

Dann warten wir auf Boote.

Zwei Tage war es sehr windig, und es kamen keine.

Heute warten wir einfach, denn das Wetter ist perfekt.

Es kommen viele Boote.

Wir sind rund um die Uhr bereit.

Wir kamen in diese Bucht,

und da wir wissen, dass sie felsig ist und wir einen Korb haben,

stellten wir den Motor ab und legten langsam an.

Wenn das platzt, haben wir noch was.

Aber man dreht dann trotzdem um.

Lieber nichts riskieren,

außer man kann noch jemanden retten.

Dann trifft man eine Entscheidung.

Ich heiße Robin Jenkins.

Ich vertrete das United World College of the Atlantic.

Ich kam kurz vor Weihnachten mit einem Rettungsboot her,

das von Studenten des Atlantic Colleges entwickelt und gebaut wurde.

Wir spendeten es der griechischen Wasserrettung, den Lifeguard Hellas,

die sich um diesen Strand kümmern,

den Molyvos Lighthouse Beach.

Es ist eine der kürzesten Überfahrten von der Türkei nach Lesbos.

Sie kommen in überladenen Schlauchbooten,

die ihnen die Schlepper verkaufen,

mit winzigem Außenbordmotor, der sie mit viel Glück rüberbringt.

Hier gibt es eine Anlegestelle und eine Wasserrettung,

die sie in Empfang nimmt.

Die Boote sind sehr schnell und erreichen etwa 25 Knoten.

So kommen wir schnell von A nach B.

Wir gewährleisten die sichere Ankunft der Boote.

Ich bin Nikos Mavreas.

Ich komme aus Kalamata.

Ich war professioneller Rugbyspieler und arbeite als Personal Trainer.

Ich ging von Bord, als sie ankamen und das Boot die Felsen rammte.

Das Meer war voller Benzin, als es sank.

Und verdammt, der Gestank!

Am 28. Oktober sah ich in den Nachrichten

ein Boot sinken und Menschen sterben.

Die spanische Wasserrettung war vor Ort.

Sie musste entscheiden, wer am Leben blieb.

Sie waren zu wenige, um alle zu retten.

Menschen starben vor ihren Augen.

Ich dachte, das könnte auch meinem Land passieren.

Darum kam ich hierher.

HAFEN VON MOLYVOS, LESBOS

Das Baby ist zehn Tage alt.

Sie wurde im Februar geboren.

Im Krankenhaus?

Weiß nicht, aber ich kann fragen.

Soll ich sie noch was fragen?

Ob sie sich viel dreht. Aber es scheint ihr gutzugehen.

Immer den Kopf gut bedecken.

Übersetzt du das?

Sie soll den Kopf gut bedecken,

da sie darüber stark auskühlen.

Sie macht das perfekt.

Sie hat es warm und schön.

FLÜCHTLINGSHILFE

Ich wollte schon immer sowas machen.

Ich wurde bei der Marine gut ausgebildet,

und mache nun eine Ausbildung zum Rettungssanitäter.

Man hilft, wo man kann. Das ist eine Katastrophe.

Helfen zu können, ist super.

Ich heiße Joshua Moroles. Ich bin 22

und Rettungsschwimmer der United States Navy.

Matt Chamberlain,

auch Rettungsschwimmer der United States Navy.

Wir sind auf Lesbos, um die Lifeguard Hellas

am Lighthouse Beach zu unterstützen.

Wir helfen, wo wir können.

Wir nutzen die Fähigkeiten unserer vierjährigen

Marineausbildung, um Flüchtlingen zu helfen.

Es selbst zu erleben,

ist etwas ganz anderes, als darüber zu lesen

oder mit jemandem daheim darüber zu reden.

Es ist so anders, da man hautnah erfährt,

was diese Männer, Frauen und Kinder,

diese Flüchtlinge, durchmachen.

Ihnen steht ein langer Weg bevor.

Man wird demütig, denn man ist nur ein kleines Glied

in einer langen Kette von Tausenden Kilometern

und Menschen und all den Ressourcen.

Es ist erschütternd, was man ihnen nahm

und was nun zurückgegeben werden muss.

Es ist ein der größten Katastrophen unserer Zeit

und ein Aufruf zum Handeln.

LEUCHTTURM VON KARAKAS

Ich bin Ian Johnson.

Ich komme von der Isle of Wight, England.

Ich kam vor etwas mehr als zwei Wochen.

Ich bin pensionierter Arzt.

Ich wollte helfen.

Und fand diesen Ort, den Leuchtturm von Karakas

auf der Insel Lesbos.

Eine der gefährlichsten Anlegestellen der Insel.

Es gibt viele Freiwillige, aber nicht hier unten.

Beim Runterfahren sieht man, wieso. Er ist schwer zu erreichen.

Wir halten Nachtwache.

Tagsüber versuchen wir, den Ort bewohnbar zu machen.

Er ist denkmalgeschützt, also können wir nicht viel tun.

Aber nun ist er einigermaßen wetterfest,

und man kann drinnen schlafen.

Das ist die Penthouse-Suite.

Es ist eigentlich immer jemand hier.

Tagsüber sind wir momentan zu zweit,

aber nachts sind wir sechs oder sieben.

Zwei oder drei sind oben auf dem Hügel

mit einer Wärmebildkamera.

Hier unten vertreibt man sich die Zeit.

Manche schlafen draußen im Zelt.

Wir gestalten diesen Ort gerade um.

Wir recyceln viel.

Wir bauen gerade Regale aus den Abdeckungen.

Wir haben unzählige davon.

Seht euch den Außenborder an.

Erstklassiges Material, oder?

Das sind die Spiegel eines Bootes. Daraus werden Regale.

Dort ist der medizinische Bereich.

Gerade herrscht Chaos, aber wir holen Leute die Klippen rauf

und versorgen sie medizinisch.

Wir haben Rettungsdecken, trockene Kleider. Die Grundversorgung.

Wir machten den Boden. Er ist aus Erde, also nahmen wir Paletten

und stopften das Futter dieser falschen Rettungswesten rein.

Wir schnitten viele Westen auf

und verwendeten sie als Isolierung.

Eben kochte ich was Schönes.

Das gäbe ich sonst meinem Hund nicht, aber es schmeckte gut.

Sie machten sich hier oben Betten.

Wir haben Decken und Zeug.

Es sieht chaotisch aus, aber es wird täglich umgeräumt.

Die Nachtwache kommt, und wenn ein Boot eintrifft,

geht es drunter und drüber.

Tags darauf räumen wir auf und wollen es besser machen.

Das ist unsere kleine Villa.

Die Flüchtlinge werden oft vom Licht angezogen.

Treffen sie auf die Felsen, haben sie ein großes Problem.

Denn die überladenen Schlauchboote explodieren

und dann sind sie im Wasser.

Nur etwa 20 Meter von hier droht der Tod.

Vor etwa vier Nächten kamen mitten in der Nacht drei Boote.

Das erste war das kleine Plastikboot.

Vier Meter lang mit kleinem Außenborder.

16 Menschen an Bord.

Ich war in einem Zelt um die Ecke.

Ich lag wach und hörte das Summen des Außenbordmotors.

Die Wärmebildkameras oben hatten sie nicht entdeckt.

Ich hörte nur das Motorsummen

und plötzlich lauter Schreie.

Viele Frauen und Kinder, offenbar in Lebensgefahr.

Sie hatten die Felsen gerammt.

Wir waren zu sechst und stürzten alle hinunter,

wateten hinein, brachten das Boot ans Ufer und holten alle heraus.

Frauen und Kinder.

Einen Jungen mit Kinderlähmung trugen wir die Klippe hoch.

Leute in ihren 70ern und 80ern.

Es war eine harte Nacht.

Ich war schockiert. Nie zuvor hatte ich Menschen um ihr Leben schreien hören.

Schrecklich.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit setzen wir Notrufe ab,

damit Leute aus der Gegend mit Kleinlastern kommen.

Das ist illegal. Man kann wegen Menschenhandel

eingesperrt werden. All diese dummen Gesetze.

Wir bringen die Leute hierher und transportieren sie rauf.

Es gibt einen Transitpunkt etwa fünf Kilometer entfernt,

eine umgebaute Käsefabrik.

Dort versorgen wir sie mit Heißgetränken und anderen Dingen.

Sie bleiben bis zu einer Stunde dort,

bis der Bus vom MSF-Camp kommt.

Wir machen gerade eine Übung auf dem Boot,

die sehr technisch ist.

Wir versuchen, das Boot mit dem Anker rückwärts in enge Bereiche zu steuern.

Ein Manöver, das man eigentlich erst später lernt.

Dafür braucht es Erfahrung,

aber die Besatzung lernt sehr schnell,

also nehmen wir so viel wie möglich durch.

Wir machten viele Mann-über-Bord-Manöver.

Sie müssen damit zurechtkommen,

dass Menschen im Wasser sind.

Mann über Bord!

Wir haben keinen Treibstoff mehr!

Es ist schwierig, da man auf einem Boot ist,

das Schwung, Tempo, Kraft und Gewicht hat.

Man kann viel falsch machen.

Darum gibt es ein strenges Protokoll.

Komen

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