200 baris pertama.
Erneut gab es blutige Racheakte im Marseiller Drogenmilieu.
Womöglich waren Drogen-Geschäfte der Auslöser.
Die French Connection machte Marseille zur Weltmetropole des Heroins
und überschwemmt heute New York.
Amerikas Staatsfeind Nummer Eins ist der Drogenmissbrauch.
Immer mehr Jugendliche nehmen Rauschmittel.
Ich will meinen Stoff.
Nein, Lily. - Ich sterbe sonst.
Natürlich wirst du sterben, du nimmst Heroin.
Dann schicken Sie mich zum Entzug. - Du willst doch nicht aufhören.
Von wem kriegst du es? - Scheißegal.
Marseilles Bürgermeister Defferre sorgt sich um den Ruf seiner Stadt.
Drogen sind eine Plage, die Tod und Gewalt sät.
Wir bekämpfen sie.
Setz dich. - Mein Stoff!
Setzen!
Wir sind dabei, die Untersuchungen zu verschärfen.
Das gibt der Polizei die Möglichkeit, das Problem endgültig zu beseitigen.
Gib mir den Namen deines Dealers, Lily.
Gib mir was! - Seinen Namen!
Gib mir seinen Namen!
Scheiß drauf. - Los, sieh dir das an! Sieh hin!
Sieh hin! Sieh es dir an!
Siehst du das? - Mir geht's nicht gut.
Nur ein kleines bisschen.
Ein kleines bisschen.
Für mich.
Es ist hart, aber bleiben Sie stark.
Danke.
Mach's gut, Lily. - Wiedersehen.
Pierre Michel Jugendrichter
Der unbestechliche Mörderisches Marseille
Ich warte seit einer Stunde. Setzen Sie sich.
Ich hatte eine Anhörung.
Der Generalstaatsanwalt ist dann natürlich nicht so wichtig.
Sie sind ein echter Dickkopf, Pierre.
Also, ich habe eine Entscheidung getroffen.
Sie arbeiten nicht mehr als Jugendrichter.
Wie bitte? - Die Organisierte Kriminalität wartet.
Das ist eine Beförderung.
Aber ich kann die Jugendlichen nicht einfach im Stich lassen.
Wegen so einer Antwort habe ich Sie dafür ausgewählt.
Nein, aber... - Pierre.
Dort können Sie wirklich Drogen bekämpfen und helfen.
Alles klar?
Jetzt kannst du meine Strafzettel vernichten.
Nein, aber ich kann dich dafür einbuchten.
Hier sind sie. Immer langsam mit der Sangria.
Hier.
Papa. - Na, meine Süßen.
Hallo, alles gut?
Simon, etwas Champagner? - Immer her damit.
Das sind tolle Neuigkeiten.
Ich freue mich sehr für dich. - Danke.
Er meint es ernst, er lässt sogar ein Spiel sausen.
Für mich macht er das nie. - Das macht mich verlegen.
Das hörst du doch gerne. - Stimmt.
Sollten die Kinder nicht ins Bett? - Sie können in der Schule schlafen.
Freunde, erheben wir unsere Gläser
auf den neuen Richter für Organisierte Kriminalität!
Vielen Dank euch allen!
Schlaf jetzt, sonst bist du morgen erledigt.
Drogendezernat, hallo?
Ja, bleiben Sie dran.
Hallo, suchen Sie jemanden?
Kommissar Aymé-Blanc. - Und Sie sind?
Da ist er. - Hallo. Kommissar Aymé-Blanc.
Sehr erfreut. - Ebenfalls.
Das ist José Alvarez, der Jüngste hier.
Verzeihen Sie. - Kommen Sie mit.
Seien Sie still. - Nein!
Verzeihen Sie das Chaos hier.
Es kommen selten Richter hierher. - Das sollten sie.
Das hier ist unser alter Hase, Capitaine Ange Mariette.
Freut mich, Herr Richter. - Mich auch.
Hallo. - Guten Tag.
Das ist Pierre Michel, unser neuer Richter.
John Cusack vertritt in Marseille die US-Drogenbehörde DEA.
Ich hörte von Ihnen.
Nur Gutes, hoffe ich? - Ja.
Mein Land investiert viel Geld, um die French Connection aufzuhalten.
Das Heroin richtet bei uns viel Schaden an.
Bei uns aber auch. Wir werden uns darum kümmern.
Und wie genau wollen Sie das anstellen?
Das müssen Sie mir sagen. Was wissen wir über die French?
Nichts. - Was soll das heißen?
In der Realität ist es etwas komplizierter als in Ihren Akten.
Dann erklären Sie es mir.
Sie sind neu hier, ich wurde hier geboren.
Ich kenne jeden Zentimeter dieser Stadt.
Ich war sechs Jahre beim Sittendezernat in Paris.
Seit ich zurück bin, fühle ich mich nicht mehr zu Hause.
Die French macht die Gesetze. Sie ist ein verfluchter Krake.
Zuerst übernahm sie alle Restaurants und Bars.
Alles, was Geld abwirft.
In jedem Lokal tauchte sie auf und schlug Kooperationen vor.
Kooperation klingt eben besser als Schutzgelderpressung.
Sobald sie ein Lokal kontrolliert, führt sie Spielautomaten ein.
Aber natürlich hat sie nicht nur Interesse an Bingo.
Sie kassiert von allen Kasinos in der Gegend,
und das mit einem uralten Trick.
Erst gibt es dort nur eine Schlägerei, dann immer mehr.
Natürlich sind die alle bloß inszeniert.
Die Gangster prügeln sich, bis sich der Besitzer ins Hemd macht.
Da kommt sie und bietet ihm Schutz an.
Da sagt niemand Nein.
Sie kassiert auch bei den Nachtklubs: Eintrittsgelder, Getränke, Nutten.
Sogar beim Alkoholausschank lässt sie sich keinen Tropfen entgehen.
Die French schwimmt im Geld.
Und diesen Haufen Geld investiert sie in ein noch profitableres Geschäft.
Ein Geschäft, das Schnee in Gold verwandelt.
Die Basissubstanz Morphin bestellt sie tonnenweise in der Türkei.
Wenn man sie dabei nicht erwischt, ist alles vorbei.
Das Zeug wandert in illegale Labore, wo es gelagert wird.
Aber wir finden diese Labore einfach nicht.
Der Stoff wird immer stärker, denn ihre Chemiker sind wahre Zauberer.
Ihr Heroin ist zu 98 Prozent rein und absolut mörderisch.
Hunderte von Kilogramm gelangen davon in die USA.
Die Logistik ist so gut organisiert, das habe ich noch nie zuvor gesehen.
Auf dieses Import-Export-Geschäft wäre sogar Danone neidisch.
Jeder, der sich in den Weg stellt, landet am selben Ort.
In den Akten für ungeklärte Mordfälle.
Eine so brutale Gangsterkratie gab es noch nie.
Jeder weiß,
wer der Kopf ist und die Drogen kontrolliert.
Aber keiner wagt es, seinen Namen nur auszusprechen.
Wir haben nichts gegen ihn, keine Aussagen und keine Zeugen.
Keine Gründe für eine Observierung.
Er ist unantastbar.
Seine wahre Macht ist das Schweigen, das er anderen auferlegt.
Ihr Wasser steht drüben, Monsieur Zampa. - Danke.
Meine Herren. - Beauséjour. Hallo, Tany.
Canino, Bel Azur... - Nicht die Namen, Zahlen.
9, 16 und 15. Merkst du dir das?
Wo sind die Korsen? - Die sind verhindert, aber akzeptieren.
Schön. Gute Neuigkeiten.
Die Amerikaner wollen 100 Kilogramm. Ich besorge die Hälfte und Jeans Anteil.
Für jeden von euch blieben noch sieben Kilo.
Sieben Kilo, was macht das? - 143.000 Franc pro Nase.
Wie viel bringt das ein? - 1.250.000 für jeden.
Ich bin dabei. - Ich auch.
Ist es okay, wenn ich das Doppelte investiere?
Das Doppelte?
Ich habe mehr als genug Geld, das lasse ich nicht auf der Bank.
Das solltest du.
Mal sehen. - Du entscheidest.
Minassian, du besorgst den Kurier. - Gut.
Robert, du suchst das Labor. - Geht klar.
Und der neue Richter? - Was ist mit dem?
Ich traue keinen Anfängern, die sind übereifrig.
Keine Sorge, Bankier, der tut dir schon nichts.
Keine Angst. War das alles?
Franky, gehen wir.
Ja, ich komme schon!
Oh, Scheiße.
Tany.
Wie geht's? - Stören wir?
Machst du Witze? Es ist schön, dich zu sehen.
Franky, alles klar? Kommt rein.
Das ist ja eine Überraschung.
Was will er bloß?
Also gut, ein Wasser.
Sehr originell. - Das ist die Wohnung meiner Freundin.
Dora?
Du kennst sie? - Die Leute reden.
Was reden die Leute, Tany? Wer redet da? Wer?
Ganz ruhig, Marco.
Man sagt, dass du die Miete zahlst,
aber hier nicht wohnen darfst.
Natürlich darf ich das, so ist das nicht.
Dora legt nur Wert auf ihre Unabhängigkeit,
und das respektiere ich.
Das respektierst du.
Hast du das gehört, Franky? - Was?
Er respektiert das. - Gut.
Sicher.
Und was ist mit mir?
Na?
Respektierst du mich?
Wieso fragst du das, Tany?
Natürlich respektiere ich dich.
Du solltest doch was besorgen.
Ach ja, der Chemiker. Den habe ich gefunden.
Er heißt Charles Peretti und ist der Allerbeste.
In drei Wochen
hat er deine Tonne Morphin in 100 Kilo reines Heroin verwandelt.
Vertrau mir.
Wann treffe ich ihn?
Bald, natürlich.
Ich kenne seinen Neffen Fabrizio.
Wir wollten uns vor zwei Tagen treffen,
aber wir haben uns verpasst, und es hat nicht geklappt.
Aber ich bin dran, keine Sorge.
Nein, nein.
Nein, nein.
Irgendwas stimmt nicht.
Wie kommst du darauf? - Hast du Ärger?
Nein.
Ist es die Liebe? - Ich bin verliebt, aber das ist...
Das ist aber keine Liebe. - Das ist nichts, Tany.
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