200 baris pertama.
HAUPTQUARTIER VON INDUSTRIAL LIGHT & MAGIC
FORSCHUNGSLABOR
Ich weiß noch, als ich zum ersten Mal zu Kerner kam,
fiel mir als Erstes auf, dass sie
überall tolles Junkfood hatten.
Und wie klug und kreativ
und talentiert sie alle bei ILM waren.
Damals war noch alles analog.
Man machte alles mit den eigenen Händen.
Für mich war Kerner eine Art College-Campus,
und wir waren einfach ein Haufen Studienanfänger,
noch vier Jahre davon entfernt, irgendetwas abzuschließen.
Wir waren nämlich alle so jung.
Es war ein toller Ort, an dem man mit gleichgesinnten Menschen abhängen konnte.
Wir alle liebten Filme und Gespräche über Filme.
Wir waren Nerds,
denn es war ja ILM und nicht die NFL.
Und diese Einstellung,
dieser Ort voller Spaß, an dem ich mich austoben konnte:
Ich wollte für immer dableiben.
Weil sie wussten, wie man zaubert
und dabei Spaß hat.
Ich glaube, ich habe Gleichgesinnte getroffen
Gefällt mir.
George kam nach Mobile, Alabama.
Wir drehten dort Unheimliche Begegnung.
Krieg der Sterne war abgedreht.
Und für ihn war Krieg der Sterne eine furchtbare Erfahrung,
keine Ahnung, ob es so schlimm war.
Er war deprimiert: "Wie furchtbar, sieh dir nur die Szenenfotos an.
"Und die Beleuchtung. Das macht mich fertig."
Für mich sah die Beleuchtung toll aus.
Einfach toll. "George, du bist deprimiert."
Wir aßen bei mir zu Abend.
Er sagte: "Es ist furchtbar. Ich wollte was anderes."
Wir saßen auf den Felsen aus Unheimliche Begegnung.
Ich sagte: "Ein Prozent der Gewinne."
"Du kriegst ein Prozent von mir
"und ich von dir."
"Wir werden unsere Einsätze decken können."
Wer hätte das gedacht, George, dass wir so viel Geld verschwenden würden?
Stimmt. Ich dachte, ich würde absahnen, weil ich das Gefühl hatte,
dass mein Film ein Flop war.
George wollte zur Premiere im Mai 1977 nicht in LA sein,
also flogen wir zusammen für eine Woche nach Hawaii.
Er fragte mich: "Welchen Film machst du als Nächstes?"
Und ich sagte: "Ich versuche schon ewig, Cubby Broccoli zu überreden,
mich für einen James-Bond-Film zu engagieren."
Sie wollen, dass ich rede?
Nein, Mr. Bond, ich will, dass Sie sterben.
Sobald ich "James Bond" sagte, sagte er:
"Ich habe was Besseres als James Bond."
Und er erzählte mir von Jäger des verlorenen Schatzes.
Ich sagte: "Hier ist ein James-Bond-Film."
"Es geht um einen Archäologen.
"Er findet antike religiöse oder übernatürliche Artefakte
"und ist irgendwie immer in Schwierigkeiten."
Er ist ein Abenteurer, der sich von nichts aufhalten lässt.
Er kämpft gegen die Nazis und kriegt am Ende den Schatz.
-Ich hole mir den Laster. -Wie?
Keine Ahnung. Ich improvisiere.
Aber im Grunde ist das ein Mehrteiler wie Krieg der Sterne.
Mit einem Cliffhanger am Ende jedes Teils.
Nein!
Und dann sagte er: "Wenn du es machen willst,
"musst du dich für drei Teile verpflichten,
"weil ich eine ganze Filmreihe machen möchte."
Vertrau mir.
Er sagte: "Ich mach's."
So einfach war das.
Ich sagte: "Ok, abgemacht."
Ich dachte mir: "Wenn ich ins Geschäft einsteige,
"dann mit jemandem, dem ich absolut vertraue."
JÄGER DES VERLORENEN SCHATZES
Ich weiß noch, wie Steven sagte:
"Hier, lies das.
"Sag mir, was du denkst, und sprich mit niemandem über das Skript."
Ich war noch nicht sehr lange im Geschäft,
ich war es also nicht gewohnt, Drehbücher zu lesen,
und ich weiß noch, wie ich da saß und es durchblätterte.
So etwas hatte ich noch nie in einem Film gesehen,
also schlug ich es zu, lehnte mich zurück
und dachte nur: "Wie wollen wir das zustande bringen?"
Es war aufregend.
Jäger war eine Brücke zwischen Fantasie und echtem Film.
Die Geschichte spielte zur Nazizeit,
aber das Öffnen der Lade lag im Bereich der Fantasie,
auf eine Art.
Und es musste auf der Leinwand funktionieren.
Man hört ein Donnern. Als stünde Old Faithful kurz vor dem Ausbruch.
Das Donnern und das Summen werden lauter.
Und dann kommt die nächste Phase des Effekts,
bei der ein gasförmiger, blaugrüner Schleier
sich aus der Lade ergießt und die Treppe runterkriecht.
Steve, das Spezialeffekte-Team
und ich hatten das letzte Wort, wie es am Ende aussehen würde.
Dieser Spezialeffekt hat einen neuen Look.
Er wirkt flüchtiger als die Effekte, die wir bisher kreiert haben.
Die Geisteraufnahmen in Jäger
waren aufgrund ihrer Natur sehr komplex.
Man überlegt: "Wie sieht ein Geist aus?"
Steve Gawley hatte eine sehr clevere Idee.
Wir verwendeten einen Wolkentank, um Wolken zu erzeugen.
Man nahm warmes, klares Wasser oben und kaltes Salzwasser unten.
Die zwei Schichten waren getrennt.
Dann injizierte man mit einem kleinen Gerät Temperafarbe rein
und wartete, bis sich die Kumuluswolken bildeten.
Wir haben also den Tank.
Und Steve hatte die Idee,
eine Art Geisterpuppe an einen Stiel zu stecken
und sie im Wasser hin- und herzuschwenken.
So schwebten all diese seidigen Ranken im Wasser
sehr schön hin und her,
gefilmt in Hochgeschwindigkeit.
Dadurch wirkte alles langsamer.
Und sie konnten den Film beschleunigen und verlangsamen, wie sie wollten.
Bei Jäger lernte ich, visuelle Effekte herzustellen, und ich wusste nicht...
Ich kannte Vorsatzbilder, aber ich wusste nicht, wie man eins malt.
Ich freute mich also sehr darauf, nach San Francisco
in diesen unscheinbaren Industriepark zu fahren.
Und dort gab es so viele tolle Sachen
und so viele kreative Menschen.
Ich sagte zu ILM: "Ein Gesicht soll schmelzen.
"Tohts Gesicht soll schmelzen."
Aber wie schmilzt man ein Gesicht?
Ich überlasse es den Genies von ILM.
Steven hielt es siebenmal auf Storyboards fest.
Und er war unzufrieden damit, wie es rauskam.
Er gab mir drei verschiedene Storyboardsequenzen.
Er sagte: "Weißt du, diese Idee gefällt mir und diese Idee daraus.
"Mach daraus eine Sequenz.
"Und dann kannst du machen, was du willst." Hat Spaß gemacht.
Warten Sie.
Ich erzähle alles.
Ich weiß, das werden Sie.
Hier ist Tohts Kopf und hier, was davon übrig ist.
Wir formten die Muskeln und die unterschiedlichen Schichten,
die ein Gesicht ausmachen,
aus Alginat, dem Zeug, das Zahnärzte verwenden,
um Abdrücke von Zähnen zu machen. Dann hielten wir
eine Heizlampe drauf, und das Alginat ist ganz natürlich geschmolzen.
Wir nahmen es ein Bild pro Sekunde auf,
und man sah, wie es schmolz, aber ohne die Tropfen.
Es war eine unglaubliche Effektaufnahme.
Jetzt!
Der ILM-Beitrag zu Jäger
hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck.
Und ich wusste sofort, dass ich für immer mit ILM arbeiten wollte.
In der Kategorie "Visuelle Effekte" geht die Auszeichnung an Richard Edlund,
Kit West, Bruce Nicholson und Joe Johnston für Jäger des verlorenen Schatzes.
-Danke. -Danke.
Der Ort war unscheinbar, aber voller außergewöhnlicher Menschen.
Und wir lernten einander sehr gut kennen,
weil wir oft monatelang dort gelebt haben.
Diese Menschen werden zu deiner Familie.
Wir fuhren oft dahin, auch zum Picknick am 4. Juli.
Wir verbrachten viel Zeit zusammen.
Es war eine familiäre Umgebung.
Es herrschte eine tolle Atmosphäre. Ich liebte die Arbeit.
Ich liebte es dort.
Tag für Tag an der Seite dieser Menschen zu arbeiten.
Und sie veranstalteten Partys, zu denen alle eingeladen waren.
Dort herrschte ein besonderer Geist.
Diese Mischung aus Kunst und Technologie.
Und wir ließen uns ständig Neues einfallen,
um unglaubliche Aufnahmen zu kreieren.
Damit es noch frischer, noch realistischer aussah.
DER DRACHENTÖTER
Es kommt selten vor, dass eine Firma so von einem Regisseur unterstützt wird.
Woran ich mich vor allem erinnere, ist, wie beeindruckt ich war
von den Menschen dort und unseren Gesprächen.
Und dieses unglaubliche Gefühl, wenn man nur eine Idee hat,
was möglich sein könnte,
und die Freude und Aufregung bei jedem Film, an dem wir arbeiteten.
E.T. war so ziemlich meine erste enge Zusammenarbeit
mit Steven.
Ich fand immer, dass es ein sehr malerischer Film ist.
Steven wollte diese visuell wunderschönen Momente.
Also sorgte ich dafür, dass die Fahrradszene,
wenn Effekte dabei waren, oder die Landestelle des Schiffes,
also alles, wo ein Effekt dabei war, so aussah, als wäre es
in einem perfekten Licht aufgenommen worden, ganz leicht überhöht.
Die Farben strahlten etwas zu sehr, das Hintergrundlicht war etwas zu stark.
So wurde alles von einem Leuchten umgeben.
Wir hatten nicht viel Geld zur Verfügung,
und natürlich gaben wir das meiste aus,
um die Figur des E.T. zu kreieren.
Aber als die Flugszene mit den Fahrrädern dran war,
und wir überlegten, wie wir es anstellen sollten, ging uns das Geld aus.
Also rief ich Dennis an und sagte:
"Wir müssen uns was einfallen lassen,
"weil wir es nicht zum Effekte-Budget hinzufügen können."
Und er sagte: "Dann sollten wir einfach die Sparversion machen."
"Wir binden Seile an die Fahrräder
"und ziehen sie durch die Aufnahme."
Und wir zogen die Fahrräder buchstäblich
durch die Aufnahme.
Dennis hat nie auf etwas bestanden,
wenn es um Aufnahmen ging,
nur weil es möglich war.
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