Surviving Ohio State

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Diterbitkan pada: 2026-07-30
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Wer in Ohio aufwächst, träumt davon, ein Buckeye zu sein.

Ohio State ist ein Synonym für Siegen.

Das ist die Mentalität hier.

Die Bedeutung des Sportprogramms dieser Uni ist schier grenzenlos.

Es ist der große Stolz aller hier.

Es ist und bleibt eins der bestausgestatteten, finanzstärksten,

imposantesten Sportprogramme des Landes.

Es ist der Goldstandard im Bereich College-Sport.

Als Buckeyes-Sportler an der Ohio State ist man ein Superheld.

Ich war so stolz, ein Buckeye zu sein.

Es hat einfach alles bedeutet.

Wir wussten, wir sind Ohio-State-Sportler.

Das war alles, was zählte.

Wir waren mit Leib und Seele OSU.

Die Buckeyes sind eine Religion.

Die Ohio State war für uns eine Institution.

Wir haben an die Uni-Farben geglaubt...

bis wir die Wahrheit erfuhren.

ÜBERLEBT: MISSBRAUCH AN DER OHIO STATE UNIVERSITY

Missbrauchsvorwürfe an der Ohio State kommen nach 40 Jahren ans Licht.

Die Ohio State ermittelt

gegen einen Ex-Trainer des Buckeyes-Ringerteams.

Sein Name ist Dr. Richard Strauss.

Heute Abend sprechen wir hier

mit dem Betroffenen, der sagt, die Untersuchung losgetreten zu haben,

und nun sein Schweigen brechen will.

Als ich 2018 begann, über die Ausgangsstory zu berichten,

stand nur ein Mann im Fokus.

Ein Ringer an der Ohio State University,

der Missbrauchsvorwürfe gegen einen der Teamärzte erhoben hatte.

Meine erste Reaktion war: "Kann das stimmen?

Kann das wirklich stimmen?"

Aber seine Vorwürfe enthielten extrem viel Zündstoff.

Er behauptete, ein Universitätsarzt

habe ihn und andere Sportler sexuell belästigt.

Und zwar über Jahrzehnte.

Und tatsächlich meldeten sich bald andere zu Wort.

Noch ein früherer Ohio State-Student...

2 weitere frühere Buckeyes-Ringer haben sich gemeldet...

Weitere Betroffene erheben Vorwürfe gegen einen...

Damit war für mich der Damm gebrochen.

Es gibt neue Details über die Missbrauchsvorwürfe

gegen einen Arzt des OSU-Ringerteams.

Wer war der beschuldigte Arzt?

Es war schwer, irgendwas über ihn rauszufinden.

Und fast nirgendwo waren Fotos zu finden

von diesem Dr. Richard Strauss.

Auch die Universität selbst hatte kaum fotografische Belege für seine Existenz.

Er war ein echtes Mysterium.

Sehr merkwürdig.

Es wirkte fast wie Kalkül.

Und das machte Ganze noch verstörender.

Wir waren immer eine stolze Buckeyes-Familie.

Ich habe meinen Sohn in seinem Wohnheim an der Ohio State abgesetzt,

er war damals 18.

Das erste meiner Kinder, das das Nest verließ,

und als ich wegfuhr, habe ich geweint.

Aber ich dachte: "Wenigstens ist er in guten Händen,

er studiert ja an der Ohio State University."

Jeder dieser Männer wurde einmal dort von jemandem abgesetzt.

Ich will wissen, wie das passieren konnte.

Wie konnte ein Sexualtäter

20 Jahre lang auf dem Campus sein Unwesen treiben?

Wie war das möglich?

Als der Ohio-State-Skandal losbrach,

war mein erster Gedanke:

"Ich weiß nicht, ob ich das kann.

Mich in diesen Abgrund zu begeben, dafür bin ich nicht bereit."

Also ließ ich es auf sich beruhen.

Ich bin Lehrer an einer staatlichen Schule, und...

eines Tages saß ich im Lehrerzimmer,

und ein paar Leute unterhielten sich darüber.

Und einer der Lehrer, ein älterer Typ,

er meinte: "Das kann ich nicht glauben.

Ich an ihrer Stelle, wenn mir das passiert wäre...

ich hätte den Typ vermöbelt."

Und ich dachte nur: "Oh, Mann, du hast doch keine Ahnung."

Und mein nächster Gedanke war:

"Ich muss doch darüber reden.

Heilige Scheiße. Na dann."

Für die Buckeyes kommt Dan Ritchie auf die Matte.

- Steh auf! - Hoch, hoch!

Bleib am Bein, nicht über den Rücken!

Ich habe mit Ringen angefangen, weil mein Dad der Meinung war:

"Ein super Sport für ihn, da wird er stärker und kommt in Form."

Damals war ich noch eher schmächtig.

Aber etwas am Ringen lag mir, und...

ich bin daran gewachsen.

Es wurde zu einem Teil von mir.

Das war echt toll.

Mir gefiel, dass ich mich auf der Matte auf mich selbst verlassen musste.

Ich wusste, wenn ich mich anstrenge und gewinne,

dann nur dank meiner Anstrengungen.

Und ich habe mich angestrengt.

Und gewonnen.

Mein Highschool-Trainer

zeigte mir zu Beginn der Saison die Ranglisten und meinte:

"Du bist die Nummer 1 im Bundesstaat."

Und ich: "Was?" Ich war völlig...

Das war echt unglaublich für mich.

Ritchie geht auf eine Schule in der Provinz,

weshalb er schon oft unterschätzt wurde,

aber er kämpft dieses Jahr überlegen.

Ich blieb die ganze Saison ungeschlagen und gewann die Landesmeisterschaft.

Und der Landesmeister 1988

im Mittelgewicht bis 76 kg in der Leistungsklasse AA, Dan Ritchie.

Dan Ritchie...

Und so bekam ich mein Stipendium für die Ohio State.

Ich habe 1988 dort angefangen.

Mein Heimatort hatte gerade mal 32.000 Einwohner,

und an der Universität gab es 50.000 Studierende.

Es war also ziemlich überwältigend.

Aber ich dachte mir: "Ich habe ja das Ringen.

Da habe ich gleich Leute, mit denen ich abhängen kann."

Ich traf meinen Mitbewohner Mike Schyck, der auch Ringer war,

und wir haben uns sofort verstanden.

Als ich Dan zum ersten Mal traf,

hatte er so eine Vanilla-Ice-Frisur, mit den einrasierten Haaren.

Ich dachte nur: "Oh nein, das ist mein Mitbewohner?"

Aber dann wurden wir ziemlich schnell beste Freunde.

Wir waren beide mehr als begeisterte Ringer.

Für mich ging nichts übers Ringen.

Schon seit meiner Kindheit.

Na los, Mike!

Als Kind war ich ziemlich rauflustig.

Weiter anstrengen, und wir schaffen's zur Meisterschaft.

In der achten Klasse gewann ich gegen einen Älteren

und schaffte es zur Landesmeisterschaft.

Ich durfte als erster Achtklässler zu den Landesmeisterschaften.

In der Neunten schaffte ich es in die Endrunde und wurde Zweiter.

In der Zehnten wurde ich Dritter.

Mike Schyck.

Und die nächsten 2 Jahre war ich Erster.

In der Gewichtsklasse bis 70 kg, unser Meister Mike Schyck.

SCHYCK HOLT 2. TITEL IN FOLGE

Ich bekam dauernd Rekrutierungsbriefe und andere Anreize von den Unis.

Und sogar einen persönlichen Brief vom OSU-Cheftrainer Russ Hellickson.

Hellickson war 2-facher Olympiamedaillengewinner

und einer der besten Trainer des Landes.

Jungs, als euer Trainer sitze ich da drüben in der Ecke

und sehe nicht genug Kampfgeist.

Russ war noch ganz frisch an der Ohio State

und hatte ihnen Sieger versprochen.

Und genau das wollte ich, ohne Wenn und Aber.

Immerhin eins verspreche ich euch,

wenn das hier vorbei ist, ist niemand in besserer Form als ihr.

Hellickson brachte seinen Assistenten mit, Jim Jordan.

Und Jordan war eine Legende.

Er hatte seinen ersten College-Meisterschaftstitel geholt,

und im Jahr drauf wurde er auch noch US-Meister.

Er war echt unglaublich.

Mir ging's nicht um die Ohio State,

ich wollte wegen Russ Hellickson und Jim Jordan dahin,

und dem Programm, das sie aufbauten.

Sie wollten ganz an die Spitze,

und ich dachte: "Das will ich auch."

Das Ohio-State-Team war meine Chance, meinen Traum zu verwirklichen.

Nicht nur den Traum, die US-Meisterschaft zu gewinnen,

ich habe von Größerem geträumt.

Ich wollte Olympiameister werden.

Russ Hellickson hatte Olympiasilber,

er konnte mir helfen, es wahr werden zu lassen.

Und Jim Jordan war jedem ein Begriff.

Der Typ war eine Naturgewalt.

Sehr religiös, ehrlich.

Er gehörte zu den Guten.

Und gleichzeitig konnte er echt austeilen.

Er war einfach der perfekte Kerl.

Nach einem knappen Kampf kam Jim zu mir und meinte:

"Hey, super Kampf, ich finde, du gehörst zu uns ins Team."

Zu diesem Team zu gehören, war für mich eine Riesensache.

An der Ohio State gab es extrem viele Talente.

Man sah sich um, und der erste Gedanke war:

"Alles US-Meister, ich bin dabei."

Kurz vor Semesterbeginn gab es eine sportärztliche Untersuchung.

Ich kannte das aus der Highschool, da ging man zum Hausarzt,

wurde kurz untersucht und war wieder draußen.

Das war anders.

Das waren Massenuntersuchungen mit mehrere Stationen.

An der einen Station bekam man einen Mundschutz angepasst,

an der nächsten wurde der Blutdruck gemessen,

und an der nächsten wurden die Reflexe geprüft.

Und irgendwann stand ich dann in einer Schlange vor einer Tür.

Da hat es sich gestaut.

Einige der Älteren sagten so Sachen wie:

"Hey, da drin kann's dauern."

Sie frotzelten: "Oh, dich wird der Doc mögen."

Und dann haben sie kurz gelacht,

und ich hatte keine Ahnung, was sie meinen.

Dann war ich dran.

Man kam in diesen Raum,

und der Doc stand am anderen Ende.

Er hatte silberblonde Haare,

und man war gleich entspannt,

er war ein netter Typ.

Doc Strauss wurde uns präsentiert

als hochgeschätzter Sportarzt der Ohio State.

Dr. Richard Strauss ist Facharzt für Inneres und Sportmedizin

an der Ohio State University.

Außerdem ist er Herausgeber von "Physician and Sports Medicine".

Komen

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