La Révolution

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Sezon 1

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La Revolution S01 720p NF WEB-DL x264-MZABI
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Opublikowano: 2020-10-16
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Pierwsze 200 wierszy.

EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE

"GESCHICHTE IST DIE LÜGE, AUF DIE MAN SICH GEEINIGT HAT."

Es heißt, Geschichte wird von den Siegern geschrieben.

Aber sie wird auch mit der Zeit neu geschrieben.

Von Büchern verwandelt.

Neu erfunden von denen, die nicht dabei waren.

WEDER KÖNIG NOCH HERR

FRANKREICH, 1789

Du denkst vielleicht, was ich dir jetzt erzähle, ist gelogen.

Ein Albtraum eines verlorenen Kindes in den Wirren der Welt.

Du wirst denken, es gab nie eine Krankheit.

Dass die Toten nicht wieder lebendig werden.

Ich heiße Madeleine de Montargis.

Und das ist mein Testament.

Ich erzähle dir, was ich sah.

Und wie das Jahrhundert der Finsternis zu dem der Erleuchtung wurde.

KAPITEL EINS DER URSPRUNG

Alles begann Ende des Jahres 1787.

Hunger und Elend prägten das Leben im ländlichen Frankreich.

Aber niemand konnte ahnen, was geschehen würde.

Soweit ich mich erinnere,

begann alles mit ihrer Ermordung.

Sie hieß Rebecca.

Sie war gerade 16 geworden.

Ein einfaches Mädchen, das von einer gerechteren Welt träumte.

Einer Welt, in der alle gleich wären.

Ohne Tyrannen.

Und ein versklavtes Volk.

Rebecca ist nicht in den Geschichtsbüchern.

Doch…

…wie ein Kieselstein einen Flusslauf verändern kann…

…veränderte ihr Martyrium alles.

Comtesse.

Baron.

Sich abzusondern, sieht Euch unähnlich.

Es heißt: "Entflieht den Eseln…

…sonst werdet Ihr selber einer."

Mich wundert, dass Euer Onkel fehlt.

-Ihr wisst, er mag keine Gesellschaft. -Euer Vater umso mehr.

Apropos, wie geht es ihm?

Soweit ich weiß, sehr gut.

Wirklich?

Er soll Versailles vor über einem Monat verlassen haben.

Das stimmt nicht.

Er schreibt oft.

Merkwürdig.

Meine Quellen waren sich sicher.

Madeleine?

Madeleine?

Ganz ruhig.

Madeleine.

Es mangelt an Brot und Autorität in der Grafschaft.

Stößt Eurem Vater etwas zu, kann Euer Onkel den Titel beanspruchen.

Es gäbe kaum eine größere Bedrohung.

Madame, bitte kommt.

Sofort!

-Was ist? -Eure Schwester hat wieder einen Anfall.

Madeleine.

Ich bin da, mein Engel. Ganz ruhig.

Ophélie?

Hol den Arzt.

Wie war dein Traum?

Es war dunkel…

Ich weiß nicht, wo ich war.

Da waren Lichter.

Ich ging auf sie zu.

Da war eine Tür.

Es gibt ein Kreuz in dieser Tür.

Madeleine…

Hab keine Angst, ich bin hier.

Ich wollte nicht rein.

Aber ich wurde durch etwas hineingezogen.

Es war dunkel.

Ganz dunkel.

Dann sah ich es.

Was sah sie in dem Raum?

Sie erinnert sich nicht.

Ihr Zustand besorgt mich.

-Ihr habt gesagt, es war nur ein Albtraum. -Ja.

Madeleine ist verhaltensgestört. Sie müsste in eine Anstalt.

Ihr meint ein Heim?

In Abwesenheit Eures Vaters kann Euer Onkel die Einweisung verfügen.

Er hat das Recht dazu.

Bitte geht.

-Comtesse… -Geht.

-Das geht nicht. -Madeleine ist krank.

Man muss vernünftige Entscheidungen treffen.

Wie die für Eure Frau?

-Und jetzt Euer Sohn. -Pass auf, Élise.

Ihr wolltet Madeleine nie hier.

Es stimmt, sie gehört nicht zur Familie.

Das entscheidet Ihr nicht.

Achtung!

Grauenhaftes Verbrechen!

Bauernmädchen ermordet! Grafschaftsgazette!

Kannibale verhaftet!

Kauft die Grafschaftsgazette!

Kannibale verhaftet! Kauft die Grafschaftsgazette!

Bäuerin zerfetzt gefunden! Grafschaftsgazette!

Kauft die Gazette!

Madame.

Er erwartet Euch.

Élise…

Danke fürs Kommen.

-Ophélie. -Guten Tag, Pater.

Warum sind wir hier?

Ihretwegen.

-Wer ist sie? -Sie hieß Rebecca.

Ihr Vater bat mich um Hilfe.

Und um Eure.

Ich erkenne sie.

Ihr Portrait war in der Gazette.

Die Bäuerin, die man hier fand?

Lasst es lieber.

Mein Gott.

Die Garde sagt, es war ein Landstreicher.

Ein Fremder.

Kanntet Ihr ihn?

Den Verhafteten?

Ich habe ihn beherbergt, als er ankam.

Würde ich allen misstrauen, die Zuflucht wollen,

wäre meine Kirche leer.

Was wollt Ihr von mir?

Es geht um den Erlass Eures Onkels.

Sie war eine Rebellin.

Mitglieder der Bruderschaft werden…

Nicht beerdigt.

Ohne Eure Zustimmung bekommt sie nicht das Sakrament.

Warum soll sie das tun?

-Alle mit diesem Zeichen wollen ihren Tot. -Und sie haben Hunger.

Sie wollen Euren Tod nicht.

Sie wollen eine Bleibe, Essen für ihre Kinder.

Was Ihr verlangt, ist unmöglich.

-Sie führen Krieg gegen meine Familie. -Sie sind Euer Volk.

Élise, ich flehe Euch an.

Appelliert an Euer Mitgefühl.

Den Erlass meines Onkels kann ich nicht aufheben.

Lebt wohl, Pater.

In den Straßen brodelt Zorn.

Ihren Leichnam zu verbrennen, schürt ihn weiter.

Eine Beerdigung stiftet Frieden.

Ihr entscheidet richtig.

Sie soll würdig begraben werden.

Du bist still.

Es war falsch.

-Nicht mal Feinde verdienen das. -Euch hätten sie nicht verschont.

Du hättest mich beschützt.

Ihr vertraut Leuten zu sehr.

Und du zu wenig.

Weil ich sie kenne.

Gleich vorbei, keine Angst.

Geht es?

Seht in meine Tasche. Es ist für euch.

Stimmt es, was man hört? Du bist auch eine Waise? Wie wir?

Das stimmt.

Bestiehl nächstes Mal keinen, der schneller rennt.

Danke.

Meine Hübsche, geht's zum Wolf?

Maul halten! Bewegung, Ungeziefer! Haltet das Maul!

Ihr Mistkerle! Wollt ihr wohl!

Maul halten! Bewegung!

Es ist offen.

Stellt es irgendwo hin.

GRAFSCHAFTSGAZETTE

So etwas hab ich noch nie gesehen.

Ich ließ sie fertigen.

Dieses hier…

Wofür ist das?

Zur Hämostase.

-Damit… -Stillt man Blutungen.

-Ihr ersetzt Martin, oder? -Ja, es ist mein zweiter Tag.

Verzeiht, aber…

…eine Frau wie Ihr an so einem Ort…

Als Frau lernt man schnell, dass Raubtiere überall sind.

Zumindest sind sie hier eingesperrt.

Stimmt es?

-Was? -Dass Ihr Euch die Pocken injiziert habt.

Und dann den Gefangenen.

Kennt Ihr die Impfung?

-Meint Ihr Kuhpocken? -Genau, Kuhpocken.

Die hier.

Daran stirbt man nicht. Wenn der Körper diese Pocken schon hat,

-weiß er genau, wie er reagieren soll. -Ein Schutz?

Vor den gefährlichen Pocken?

Ich verstehe.

Habt Ihr es probiert?

Nein.

Braucht Ihr noch etwas?

Also…

Ich bin Joseph.

Katell.

Das ist der Kannibale! Sie haben ihn gefasst!

Mörder!

Mörder!

Hängt ihn!

Hängt ihn!

Na los!

Maul halten!

Ich warne dich.

Geh weiter!

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