Free Solo

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Free Solo (2018) BluRay [01:40:02]
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Opublikowano: 2020-05-05
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Pierwsze 200 wierszy.

Unser nächster Gast ist Alex Honnold.

Er ist ein ein Phänomen in der Welt des Free-Solo-Kletterns.

Eines verstehe ich nicht.

Ein kleiner Fehler, ein Ausrutscher, und schon stürzen Sie ab und sterben.

Ja. Sie verstehen das anscheinend doch gut.

- Ja. - Ja.

Aber ich denke, jeder kann grundsätzlich an jedem Tag sterben.

Das wird durchs Solo-Klettern nur unmittelbarer und präsenter.

Fühlt es sich anders an, ohne Seil da oben zu sein?

Ohne Seil zu klettern, hat schwerwiegendere Folgen.

Es erfordert mehr Konzentration und ist ein völlig anderes Erlebnis.

Aber ich treibe es nicht auf die Spitze,

bis etwas Schlimmes passiert. So gehe ich das Ganze nicht an.

Vielleicht ist es deshalb gefährlich.

Vielleicht merke ich gar nicht, dass ich auf einen Abhang zusteuere.

Ok.

ALLEIN IN DER WAND

BARNES & NOBLES BUCHHANDLUNG

Ich unterscheide zwischen Risiko und Tragweite.

Wenn ich diese Free-Solo-Routen durchziehe, halte ich das Risiko,

die Gefahr eines Absturzes für recht gering,

wenngleich die Tragweite extrem ist.

Das macht auch den Reiz des Solo-Kletterns aus.

Dass man etwas vermeintlich Gefährliches und Schwieriges sicher aussehen lässt.

Was würden Sie sagen, hat sich das Solo-Klettern

positiv oder negativ auf Ihr Liebesleben ausgewirkt?

- Auf mein Liebesleben? - Ja.

Insgesamt gesehen, wohl eher negativ.

Ich bin einfach zu viel unterwegs und lebe im Auto.

Reden wir über ein paar Ihrer Kletter-Abenteuer.

Die historische Free-Solo-Route Moonlight Buttress.

Das war seinerzeit eine Art Meilenstein, irgendwie extrem.

Mir kam sie aber immer recht einfach und sicher vor.

Damit hörten Sie aber nicht auf.

Die nächste Herausforderung war dann Free Solo auf den Half Dome.

Der Half Dome war für mich etwas Gewaltiges,

weil er zweimal so groß war wie alles zuvor.

Free Solo ist so gefährlich,

dass nicht einmal 1 % aller Kletterer es probieren.

Alex hat über 1. 000 Free-Solo-Touren gemacht,

aber keine war härter als diese.

Manchmal hatte ich ganz schön Angst. Dann kommt Panik hoch.

Da muss man sich wieder zusammenreißen.

YOSEMITE VON OBEN NOCH NIE SO GESEHEN

Was ist die nächste Free-Solo-Etappe?

Seit Jahren denke ich an den El Capitan.

Jedes Jahr sage ich mir: "Er ist echt furchterregend."

Ich wollte nie wirklich... oder sagen wir,

ich wollte schon, aber ich hatte immer Angst davor.

Ich fahre in das schönste Tal der Welt.

Ich war als kleiner Junge schon im Yosemite,

und mein Vater hatte immer eine Kühltasche im Auto,

und es gab Kekse und kalte Milch.

Wir saßen auf den Steinplatten, oberhalb vom Tunnel View.

Da hat man die tollste Aussicht im ganzen Yosemite.

Sobald man den El Capitan sieht, denkt man: "Da ist er. Wie aufregend."

Der El Capitan ist die beeindruckendste Felswand der Erde.

Ja. Ich bin sehr gern im Van.

Wahrscheinlich fühle ich mich deshalb so wohl, weil ich seit neun Jahren darin lebe.

Mein erster Van... den klaute ich der Familie.

Ich war 19, als mein Vater starb. Da ging ich von der Schule ab.

Es gab eine Lebensversicherung.

Es reichte gerade für ein Vagabundenleben.

Vor sechs Jahren lebte ich auf einem Supermarkt-Parkplatz

und gab jeden Abend 88 Cent fürs Essen aus.

Das Leben in einem Van ist toll, aber Baden oder Duschen fehlt schon.

Du hast jetzt eine Freundin?

- Es entwickelt sich. - Es entwickelt sich?

Sie bestärkt mich darin, mich selbst zu verwirklichen.

Schauen wir mal.

Es wird sicher noch viele Freundinnen in meinem Leben geben.

Aber die großen Lebensziele beim Klettern, werde ich ich immer über die Frauen stellen.

Na ja, zumindest bislang.

Wie oft bist du schon auf den El Cap geklettert?

Bestimmt 40-mal oder so.

- Jemals Free Solo? - Das hat noch keiner gemacht.

Warum hast du es nicht getan?

Schau ihn dir an. Er ist ganz schön beängstigend.

Seit 2009 denke ich darüber nach.

Seit dem sage ich mir jedes Jahr: "Jetzt ist es so weit."

Und jedes Jahr beim Klettern denke ich:

"Nein, nicht dieses Jahr. Das ist so verrückt."

Und ich denke so,

ich muss es wenigstens mal probiert haben.

Wenn ich alles vorbereite und immer noch zurückschrecke,

dann ist es nichts für mich, sondern vielleicht für eine spätere Generation.

Oder für jemanden, der für nichts Anderes lebt.

Als ich vor Jahren an den El Cap dachte,

war die Wand voller Fragezeichen.

Ich hatte Bedenken, was diese und jene Steigung

oder Reibungsplatte anging.

Alles erschien mir ziemlich verrückt.

Wenn die Solo-Besteigung des El Cap das Nonplusultra ist,

muss ich eine klare Vorstellung davon haben, was mich erwartet.

Ein mentales Bild von den schweren Passagen,

wo sie sind und was sie mir abverlangen werden.

Wenn, dann halte ich die "Freerider" für die beste Route.

- Hallo. - Was gibt's Neues?

Hallo.

Ich werde es an meinem Geschirr befestigen.

Gehst du am Freeblast voran, oder soll ich?

Wir sollten es so wie immer machen.

Du wirst am Freeblast führen.

Ich gehe also so weit, wie ich komme.

Ja.

Tommy kam gerade an. Sie gehen die Freerider-Route hoch.

- Ok. - Ich versuche, diesen Aufstieg

und die Traverse einzufangen, und dann geht's sofort nach oben.

Alles klar.

Haben wir genug Kabel?

- Ja. - In Ordnung.

Mit Tommy Caldwell auf den El Cap zu gehen,

sollte mir ein Gefühl für die Route geben.

Um einzuschätzen, was Angst macht, und was nicht.

Oh, Gott.

Beim Einstieg hängen Fixseile!

Tommy ist schon seit meiner Kindheit mein Held.

Ich hängte keine Poster von ihm auf, aber Tommy war für mich einfach der Größte.

Tommy zeigte, was beim Freiklettern am El Cap möglich war.

Tommy hat die Wand in jeder Hinsicht erkundet.

Die meisten seiner Routen am El Cap bleiben ihm vorbehalten,

weil sie einfach zu schwierig sind.

Die Krönung war dann die Dawn Wall,

sein Projekt über viele Jahre.

Es ist wohl die schwerste Bigwall der Welt.

STOLZ AUF @TOMMYCALDWELL

MODERNE ENTDECKER

Ich bin seit Jahren besessen vom El Cap.

Der El Capitan ist unfassbar riesig, unergründlich riesig.

Wir sprechen von 975 Meter reinem Granit.

Wenn man ihn sieht, scheint es unmöglich, ihn zu besteigen.

Warum Alex besessen ist, kann ich nachvollziehen.

Der El Cap hat ganze Generationen von Kletterern angezogen.

Ich glaube, 1958 wurde er erstmals bestiegen, von Warren Harding,

und sie brauchten 46 Tage im Verlauf von 16 Monaten. Es ging nicht am Stück.

Sie mussten Löcher in den Granit bohren und sich hochziehen.

Und seit damals ist er

der Mittelpunkt des Felswandkletter-Universums.

LETZTER VERSUCH ERFOLGREICH AM GROSSEN YOSEMITE-'FELSEN'

Ich besteige den El Cap seit 20 Jahren, aber niemals ohne Seil.

Da darf kein Fehler passieren.

Man stelle sich einen Erfolg von der Größe

einer olympischen Goldmedaille vor,

und wenn man diese Medaille nicht gewinnt, stirbt man.

So ist das im Grunde beim Solo-Klettern am El Cap.

Man muss perfekt sein.

Heute spiele ich die verschiedensten Szenarien durch.

Ich überlege mir die Schritte, stelle mir die Körperposition vor,

und vor allen Dingen stelle ich mir vor, wie es in der Position ohne Seil wäre.

An einem Seil kann man vieles machen.

Oh, Gott.

Aber ohne Seil,

fragt man sich, ob man dem kleinen Vorsprung trauen soll.

Oh, mein Gott!

Meine Füße tun weh, ich bin total außer Atem und meine Hand schmerzt.

Ich bin total fertig. Das ist so eine Strapaze.

Eine Idee über Jahre zu verfolgen,

ist eine ganz schön lange Zeit,

ohne jemandem davon zu erzählen.

Nicht mal jemandem wie Tommy.

Als ich am Überhang kletterte

und über die Traverse, schaute ich runter

und dachte: "Mann, das macht einem so Angst."

Dieser Bereich ist so exponiert.

In der Passage hat man wenigstens noch Griffe.

Ja.

Die Freeblast-Platten haben mehrere Abschnitte,

wo dein ganzes Leben von einem sicheren Stand abhängt.

Solo-Klettern ist ein seltsames Hobby.

Man redet nicht übers Solo-Klettern.

Ich habe alles durchgezogen, ohne es jemandem zu erzählen,

weil ich mir keinen Druck machen will.

Was die El Cap-Begehung angeht...

In Interviews werde ich immer gefragt: "Würden Sie das gerne tun?"

Und ich sage immer: "Vielleicht. Mal sehen. Wer weiß?"

Aber im Hinterkopf hat man: "Ja, natürlich."

Beim Essen war ich immer wählerisch.

Zwischen 19 und 24 habe ich mich entschieden,

nur noch Gemüse zu essen.

Ich nahm mir dann immer ein Gemüse nach dem anderen vor.

Das funktionierte gut. Jetzt esse ich im Grunde alles.

Vor drei, vier Jahren hörte ich auf, Fleisch zu essen.

Hauptsächlich aus ökologischen Gründen.

Als ich damit aufhörte, begann ich,

mich mit ethischen Fragen zu beschäftigen.

Mal sehen, wie das schmeckt.

Viele Leute werden das grässlich finden.

Ich esse Chili aus der Dose und Eier.

In meiner Jugend schmeckte mir komisches Essen nicht.

Vor allem, keine Insekten.

Ich war als Kind ziemlich schüchtern

und eher still und bedrückt.

"Melancholisch" trifft es vielleicht.

Ich liebte meine Legosteine und Computerspiele,

und als ich dann das Klettern anfing,

war ich ständig in der Halle.

Ich hatte nicht wirklich viele Hobbys oder Interessen.

Ich war definitiv nicht cool.

Ich wuchs in Sacramento auf, und meine Highschool

nahm am IB-Programm teil.

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