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DIE WUNDERBARE WELT DER ASIATISCHEN MEERE
Umgeben von einigen der schönsten Inseln der Welt
liegt das Korallendreieck inmitten des Pazifischen Ozeans.
Zwischen den Philippinen, Neuguinea und Indonesien
existiert eine wundersame und fantastische Meereswelt.
Das lichte Wasser
wird erleuchtet von den vielen verschiedenen Farben
der Fische und Korallen.
Entlang der Küste, im seichten Wasser, breitet sich ein gigantisches Areal aus,
erbaut von winzigen Kreaturen, Stück für Stück, über Millionen Jahre hinweg.
Erstaunlich.
Diese uralten Formationen erstrecken sich bis zum Meeresgrund.
Jeder Kubikmeter dieser Korallenriffe ist Heimat
zahlloser Spezies, Tiere und Pflanzen.
Hier hat die Evolution einen einzigartigen Ort gefunden,
in dem große, kleine, gefährliche und bizarre Kreaturen
heute noch existieren können.
Sie leben nicht nur im Korallendreieck,
sondern auch in vielen anderen Teilen der Welt.
Aber an fast keinem anderen Ort der Welt
kann man entdecken, was es hier zu entdecken gibt.
Alle Spezies leben in komplettem Einklang miteinander.
Der ehemals karge Sandboden
gilt heute als Symbol für Vielfalt und natürliche Fülle.
Besuchen Sie mit uns
das Universum der Korallen.
Die magische Welt der Korallen
ist zusammengesetzt aus Hunderttausenden Kreaturen.
Solch vielfältige Spiele der Natur
gibt es nur an wenigen Orten der Erde.
Das Great Barrier Reef an der australischen Küste
ist das wohl bekannteste Korallenriff.
Aber im Gewässer zwischen Indonesien, den Philippinen und Neuguinea
erstreckt sich ein Korallendreieck mit der größten Meeresvielfalt.
5,7 Quadratkilometer sind bedeckt
von diesem marinen Schmelztiegel.
Die Region beherbergt drei Viertel aller Korallenspezies.
Im Gegensatz dazu ist die Karibik nur Heimat von nicht mal 10 % aller Korallen.
Diese namenlose Vielfalt macht das Korallendreieck
zu einer fantastischen und erstaunlichen Unterwasser-Landschaft.
Die Gewässer nahe der Küste werden nicht nur gerahmt von den riesigen Formationen,
sondern werden auch bewohnt von Tausenden Meereslebewesen.
Die warmen Gewässer des Indo-Pazifiks sind die perfekte Umgebung
für kleine und große Fische, Raubfische ebenso wie friedliche.
Weitere Meereslebewesen leben in den Korallenschluchten
in zahlreichen Höhlen und weitreichenden Seegraswiesen.
Die meisten dieser Spezies sind dem Menschen unbekannt,
doch ohne sie wäre die Vielfalt des Riffs um einiges ärmer.
Mehr als 2.000 verschiedene Arten von Korallenfischen
leben in den farbenfrohen Riffen des Dreiecks.
Hawaii, auch bekannt als Naturparadies und gepriesen für seine Vielfalt,
beherbergt nicht einmal 500.
Die einzigartigen Bedingungen des Pazifiks
haben nicht nur zahlreiche häufige Fische angezogen,
sondern auch eine komplett neue Spezies hervorgebracht.
Sie tragen den wissenschaftlichen Namen einer endemischen Spezies,
verleihen dem Riff Glanz und machen es einzigartig.
Es hat lange gedauert,
bis das Riff zu dem wurde, was es heute ist.
Die Anfänge dieser malerischen Unterwasserwelt
liegen tief versteckt in der Geschichte der Geologie.
Das Korallendreieck grenzt an die aktivste Vulkanregion der Erde,
den Pazifischen Feuerring.
Diese riesige Vulkankette mit ihren Schloten und Trichtern
erstreckt sich von Südamerika bis nach Alaska
und von Alaska bis nach Japan und Neuseeland.
Aber nur wenige dieser Vulkane liegen auf dem Festland.
Die meisten von ihnen befinden sich am Meeresboden.
Hier werden die tektonischen Platten übereinander geschoben
und verschmelzen schließlich am Erdmantel.
Die ständigen Ausbrüche und Ausstöße von Mineralen
und anderer Materie über Millionen von Jahren hinweg
führte zur Entstehung Tausender Inseln entlang des Feuerrings.
Nahe beim Korallendreieck
entstanden zahlreiche Inseln nach Ausbrüchen
und der langsamen Ansammlung vulkanischen Gesteins.
Die von seichtem Wasser umgebenen Inseln ermöglichten es den Korallen
mit ihrer erstaunlichen Schönheit und Fischvielfalt,
sich in dieser Gegend anzusiedeln.
Die Schönheit des Korallendreiecks ist unbestritten,
jedoch auch Resultat der perfekten Lebensbedingungen
für Meerestiere aller Art.
Die Nahrungsgrundlage für etwa 120 Millionen Menschen,
die ihren Lebensunterhalt mit Fischerei oder anderen Meeres-Rohstoffen
auf den angrenzenden Inseln verdienen.
Einer der bekanntesten Bewohner des Korallenriffs ist der Anemonenfisch.
Anemonenfische sind eine artenreiche Spezies,
aber nur zwei der 29 Spezies werden Clownfische genannt.
Dennoch sind alle Vertreter der Anemonenfische
weithin als Clownfische bekannt,
nicht zuletzt dank der Abenteuer eines animierten Clownfischvaters
auf der Suche nach seinem Sohn.
Er verbringt fast sein gesamtes Leben in und um eine Anemone.
Die Tentakel der Seeanemone bieten ihm willkommenen Schutz
vor Raubtieren und Jägern.
Zum Dank vertreibt dieser mutige Fisch andere,
wie den Schmetterlingsfisch oder den Feilenfisch,
die den Geschmack der Seeanemone mögen.
Man könnte denken, Seeanemonen seien Pflanzen, aber es sind Tiere.
Sie können sogar ihren Standort wechseln.
Das ist jedoch mit viel Stress verbunden für dieses Tier,
das normalerweise tief im Boden verankert ist
und mit seinen Tentakeln Nahrung aus dem Wasser fischt.
Die meiste Zeit verbringen Kolonien von Anemonenfischen
mitten im Herzen der idyllischen Vielfalt
der Korallenriffe.
Sie bieten einen natürlichen Schutz
gegen starke Strömungen, Kanäle und Umformungen,
die Kräfte der Natur.
Als schlechter Schwimmer
weiß der Anemonenfisch diesen Schutz zu schätzen.
Der nächste Anwohner, der sich durch die Hügel und Gärten des Riffs schlängelt,
ist nicht so auffällig wie der Anemonenfisch.
Einem Anthias würde es nie einfallen,
sein ganzes Leben in einer Anemone zu verbringen.
Anthias bilden einige der größten Fischschwärme
in den Korallenriffen der Welt.
Hunderte bis hin zu Tausenden dieser Tiere bilden Gruppen,
um Meeresplankton zu jagen,
den nährreichsten aller kleinen Fische.
Diese riesigen Schwärme färben das Riff sofort orange
und enthalten viele kleiner Verbände.
Die wenigen Männchen führen die Schwärme an,
doch die Mehrheit sind Weibchen.
Das liegt daran, dass alle Anthias als Weibchen zur Welt kommen.
Größe und Muster variieren zwischen den Geschlechtern.
Wissenschaftler nennen das Geschlechtsdimorphismus,
aber da unsere Augen nur die orange-rote Farbe
der jungen Weibchen in einem so großen Schwarm wahrnehmen,
werden die Dimorphismen nicht wirklich deutlich.
Die Weibchen bleiben in ihren Harems, bis das Männchen stirbt.
Dann wird das stärkste Weibchen innerhalb weniger Tage zum Männchen
und beginnt, den Harem anzuführen.
Dieser Geschlechterwandel ist nicht unnormal für Korallenregionen
und hat vielen Spezies geholfen, Jahre der Evolution zu überdauern.
Nahezu unermüdlich
kämpfen sich die Schwärme durch die verschiedenen Teile des Riffs.
Die monumentalen Formationen scheinen im Laufe der Zeitalter
über das Meer gewacht zu haben.
Wie ein Teil des Meeresbodens
wirkt das Riff wie ein Teil der Erde seit ihrer Entstehung.
Aber wie jedes Tier begann auch die Koralle sehr klein.
Der Grundstein der riesigen Riffe ist ein einziger Polyp,
ein kleines Nesseltier.
Gemeinsam mit ebenfalls kleinen Algen bilden sie ein symbiotisches Kollektiv.
Die Polypen garantieren den Algen,
genannt Zooxanthellen, einen sicheren Ort,
während die Alten die Polypen
dank Photosynthese mit Energie versorgen.
Wenn die Alge die Photosynthese beginnt,
wird Kohlendioxid in Zucker gewandelt.
Das Resultat ist nutzbare Energie, die Grundlage für die Riffe.
Doch besonders nachts
gehen die Korallen auf andere Nahrungsquellen über.
Mikroskopisch kleiner Plankton verfängt sich in den Tentakeln der Koralle
und wird von den Polypen als Energiespender benutzt.
Natürlich ist die Fähigkeit der Korallen, dem Wasser Kalk zu entziehen,
weitaus wichtiger für den Aufbau
eines so gigantischen Riffs als Plankton zu fangen.
Dieses Aragonit wird am Fuße der Korallen abgegeben
und erweitert dessen Skelett Stück um Stück.
Der Steinfisch schätzt
die nun vorhandenen Möglichkeiten, sich niederzulassen.
Steinfische sind eine kleine Unterart der Strahlenflosser.
Der Kopf wird dominiert von einem breiten Maul.
Ihre Haut ist unregelmäßig und durchbrochen von vielen Farben.
Diese Jäger verankern sich an den Hügeln des Riffs
und suchen die Umgebung nach potenzieller Nahrung ab.
Was das Schwimmen angeht,
sind sie ihrem Beutetier unterlegen,
deshalb nutzen sie ihre Umwelt und passen sich ihr an.
Wie ihr Name bereit andeutet,
sehen Steinfische wie Steine aus,
und sie lieben es, sich als sie auszugeben.
Dank der groben Struktur des Riff-Bodens
finden Steinfische ziemlich viele Verstecke.
Diese fische können auch Menschen gefährlich werden.
Ihre Stachel sind gefüllt mit einem sehr schmerzhaften Gift.
Aber da diese Jäger so schlechte Schwimmer sind,
sind Unfälle mit ihnen selten.
Anders als sein schwerfälliger Verwandter
bewegt sich der Antennen-Feuerfisch anmutig durch die Korallenwelt.
Seine leichten, gefächerten Rückenflossen
lassen ihn elegant, aber auch gefährlich wirken.
Die Streifen und Strahlen des Feuerfischs dienen nicht nur der Schönheit.
Sie verwischen auch seine Konturen
und sind eine Art Tarn-Kampfkleidung.
Er ist einer der gefährlichsten Jäger des Riffs.
Genau wie der Steinfisch ist der Feuerfisch bekannt für sein Gift.
Die Flossen sind ebenmäßig über seinen Körper verteilt
und enthalten das Gift.
Es ist extrem schmerzhaft, aber zumindest für Menschen nicht tödlich.
Der Feuerfisch nutzt sein Gift allerdings nicht für die Jagd.
Er spart es auf für den Fall, dass andere Räuber, wie die Moräne,
ihn angreifen.
Wenn der Feuerfisch sich verteidigen muss,
richtet er seine giftigen Flossen auf den Feind.
In den meisten Fällen kann er seinen Rivalen vertreiben.
Seine feinen Flossen sehen nicht nur schön aus.
Sie sind unentbehrlich für sein Überleben.
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