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BULGARISCHE KINEMATOGRAPHIE
Warum begraben sie nur ihre Kleider? - Weil sie an der Front getötet wurden.
Hat man sie dort nicht beerdigt?
DER PFIRSICHDIEB
Ivo RADE MARKOVITSCH
Lisa NEVENA KOKANOVA
Der Oberst MICHAIL MICHAJLOV
De Greville NAUM SCHOPOV
Drehbuch VALO RADEV Nach der Novelle "Der Pfirsichdieb" von Emilian Stanev
Kamera - TODOR STOJANOV
Musik - SIMEON PIRONKOV
Regie VALO RADEV
Oberleutnant!
Jawohl, Herr Oberst!
Was ist das?
Achtung!
Bajonettkampf! Dreimal rechts stechen!
Mach den Weg frei!
Los, schneller!
Na, los!
Guten Abend, Lisa! - Guten Abend!
Lefterovs Schwester ist gestern Abend verstorben.
Typhus? - Ja.
Es ist eine Epidemie.
Danke!
Den Stein.
Reich mir das Meeressalz!
Es reicht schon!
Dieses Bein macht mir viel zu schaffen.
Das Wetter schlägt um, deshalb meldet sich deine Wunde.
Alt sind wir, mein Mädel.
Warum hast du den Soldaten wieder eine Vorführung gemacht? Warum?
Michail!
Sie haben gewagt, hierher 'reinzukommen?
Um Gottes Willen, gnädige Frau! Tun Sie es nicht!
Sie hätten mich fragen können. Ich hätte Ihnen selbst gepflückt...
Sie wissen doch, dass es hier Patrouillen gibt.
Wenn man Hunger hat, denkt man nicht daran.
Kommen Sie mit!
Setzen Sie sich!
Bitteschön!
Dankeschön! - Ich kann Ihnen nichts Anderes anbieten.
Entschuldigen Sie mich!
Warum haben Sie die Pfirsiche da gelassen?
Nehmen Sie sie mit!
Vielen Dank, gnädige Frau!
Wie heißen Sie? - Ivo... Obrenowitsch...
Auf Wiedersehen!
Obrenowitsch, warte! Einen Augenblick nur!
Ich kann dir nichts davon geben, verstehst du?
Los, wir gehen zum Hauptmann!
Warte mal! Obrenowitsch!
Sie wissen, dass die Diebstähle verboten sind...
Nun muss ich Sie bestrafen.
Möchten Sie in der Scheune arbeiten?
Nein. - Sie weigern sich?
Ich weigere mich, für meinen Feind zu arbeiten.
Sie vergessen, dass Sie Gefangener sind. - Ein Offizier, Herr Hauptmann.
Sehr gut. Fünf Tage Arreststrafe.
Nanev.
Jawohl, mein Herr! - Bring' die Pfirsiche ins Lazarett!
Jawohl, mein Herr!
He, du!
Halt mal!
Wer könnte so was erwarten?
Greif zu!
Danke, Herr Oberleutnant! Morgen komme ich wieder vorbei.
Obrenovitsch!
Sie sind hier, Herr Hauptmann? - Ja, mein Freund, schon wieder hier.
Was ist passiert? - Hab' jemanden geschlagen. - Wen?
Ich weiß nicht mehr. Doch die Hand tut mir noch weh.
Zu viel getrunken? - Im Gegenteil.
Bringen Sie mir etwas? - Fünf Tage Gesellschaft.
Gar nicht schlecht! Es ist langweilig, allein gegen sich selbst zu spielen...
Jetzt habe ich keine Lust zu spielen.
Warum? - Einfach so...
Verstehe schon... Ist es eine Frau?
Und sie hat Ihnen einen Kuss erlaubt? - Nein.
Oder hat sie Ihnen ein Lächeln geschenkt?
Sicher ist sie sehr schön! - Ich würde es nicht sagen.
Dann verstehe ich Sie nicht!
Bitte!
Kavarnaliev ist von Dobrudsha zurück. Man versetzt ihn an die Südfront.
Er hat zwei Kisten Zucker gebracht.
Ich bin sicher, dass er auch Leuchtgas aus Rumänien geschmuggelt hat.
Die hängen der Uniform einen Makel an! Schurken!
Ab morgen schläfst du im Garten...
Schieße auf jeden, der vorbei kommt.
General Hubenov wurde von seinem Posten abgesetzt.
Bei Jarebitschna zogen sich unsere Truppen zurück.
Sie werden nicht standhalten, diese Idioten!
Wieder ein Erlass über Requirierungen.
Die Regierung ist ja ganz verkalkt!
Und die Gefangenen? - Welche Gefangenen?
Diese im Lager.
Du bist hingegangen, um sie zu beobachten?
Du weißt doch, dass ich nicht ausgehe.
Du brauchst es ja gar nicht.
Eine anständige Frau darf solche Ausschreitungen nicht sehen.
Das sind keine Menschen, sondern...
Können wir nicht menschlicher sein?
Lass das.
Warum bist du um die Gefangenen so sehr besorgt?
Sie sind hungrig und erschöpft
Wenn sie satt sind, rebellieren sie.
Entschuldigen Sie!
Guten Tag!
Ich bin wieder hier.
Warten Sie mal!
Diese Stiefel sind für Sie. Ich hoffe, sie passen Ihnen.
Sie sind gut.
Sind Sie immer allein? Nein, mein Ehemann arbeitet in der Stadt.
Ich kenne ihn. - Er ist der Kommandant der Stadt.
Wer hat es Ihnen gesagt? Die Soldaten.
Warum verhehlen Sie es?
Er ist sehr streng.
Aber Sie sind so gutmütig!
Das macht Ihre Lage nicht weniger gefährlich.
Ich wollte schon am nächsten Tag herkommen.
Warum haben Sie es nicht getan? - Aber ich wurde...
Wegen Ihrer Flucht? - Ja, aber vielleicht wegen der Pfirsiche.
Sie mussten erklären, dass sie ein Geschenk sind.
Und auch noch sagen, von wem?
Es ist doch nicht nötig gewesen.
Geben Sie mir wieder etwas zum Essen,
und ein bisschen Schnaps, wenn es geht?
Was sehen Sie sich an? - Veliko Tarnovo.
Ich dachte, Sie hassen hier alles.
Manchmal bin ich sogar glücklich, dass ich es genießen kann.
Der Krieg erweckt in uns den Hass,
und das, was Menschen geschaffen haben, bleibt, um geliebt zu werden.
Ein sinnloses Paradoxon.
Ein trauriges Paradoxon.
Bitte! - Danke!
Ich weiß sogar Ihren Namen nicht - Elisaveta.
Elisaveta.
Bitte, kommen Sie nicht mehr hierher!
Verstehe schon.
Auf Wiedersehen!
Da steigt kein Rauch vom Schornstein auf.
Tante Lisa, Radi hat Rauch gemalt.
Und was soll dieser Vulkan hier? - Das ist die Front, siehst du nicht?
Warte mal, wir wollen anprobieren.
Los, gehen wir!
Ich habe Ihren Befehl verletzt... Sie begeben sich in eine große Gefahr.
Es scheint Ihnen nur so. - Die Patrouillen können Sie töten!
Es wäre schade um die schönen Stiefel.
Warum reden Sie so?
Sie sind doch ein Offizier, nicht wahr?
Darf ich mich vorstellen.? Ein Lehrer, in Uniform ausgebildet.
Drei Jahre in Schützengräben, zwei - in Lagern für Kriegsgefangene.
Was soll man vermissen?
Doch Sie handeln leichtfertig!
Und Sie? Warum sind Sie hier?
Ich hatte Angst, dass Ihnen etwas passieren könnte.
Ich wusste nicht, dass Sie Kinder haben.
Es sind nicht meine Kinder.
Waisenkinder.
Vielleicht ist es besser so.
Verzeihen Sie!Die Kinder werden Männer, dann treibt man sie in den Tod,
oder sie sterben hinterm Drahtzaun.
Sie glauben, es bleibt immer so?
Ich weiß nicht...
Wenn es von mir abhinge...
Entschuldigen Sie, dass ich Sie belästige.
Ich komme wieder.
Tun Sie es nicht! Ich schicke Ihnen Nahrung.
Sie wissen warum.
Ich muss Sie sehen.
Ich kann alles ertragen, wenn ich an Sie denke.
Dann ist auch das Lager nicht mehr so furchtbar.
Sie erwecken in mir den Glauben ans Leben.
Weil ich Sie liebe. Sie wissen es.
- Ich muss weg. Bleiben Sie noch einen Augenblick!
Nein...ich kann nicht.
Gehen Sie wirklich? - Ja.
Na, dann...Auf Wiedersehen!
Elisaveta.
Wo warst du denn?
Lisa, was ist mit dir los?
Nichts. Ich war in der Kirche.
Herr Oberst! Herr Oberst!
Erinnern Sie sich nicht an mich?
Varenov.
Peter!
Ich wusste nicht dass du an der Front warst. Dein Vater, der General, hat's zugelassen?
Im Krieg sind alle gleich, Herr Oberst.
Entschuldigung!
Guten Tag, gnädige Frau! - Guten Tag!
Danke!
Darf ich melden, direkt hier, wo ich Sie getroffen habe?
Was ist denn, Varenov?
Eine Katastrophe naht heran. Die Soldaten sind hungrig und abgerissen. Junge...
Es gibt keine Offiziere, alle sind umgebracht.
Eine schreckliche Empörung schwillt an. Man muss unverzüglich etwas unternehmen,
sonst verlassen die Soldaten bald die Schützengräben.
Die bulgarischen Soldaten kennen auch Schlimmeres, mein Junge...
Jetzt sind sie unsere Hoffnung.
Sie sind müde, Herr Oberst. Sie sind wirklich müde.
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