لومړۍ 197 کرښې.
EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE
Sei gegrüßt.
Jozef Schiplaecke. Ich begleite diese beiden Offiziere.
Würdest du bitte den Weg freimachen?
Unsere Mägen sind leer, und die Pferde durstig.
-Und der Weg ist noch weit. -Schöne Stiefel.
Ich will die Stiefel haben.
Versteht ihr Deutsch?
Und wer ist der Pechvogel da?
Es geht euch zwar nichts an, aber dieser Herr ist Jan de Lichte.
Er wird als Mörder und Deserteur gesucht.
Was ist er wert?
Viel, denke ich.
500 Florin.
Und die Stiefel.
Dann könnt ihr vorbei.
Na, was denkt ihr?
FLANDERN, 1747
Liebe Freunde,
verehrte Ratsmitglieder,
bitte nehmen Sie Platz.
Willkommen bei dieser außerordentlichen Ratssitzung.
Es geht heute um die Erhöhung der Kriegssteuer
auf direkte Anordnung Seiner Majestät König Ludwig XV.
Lang lebe der König.
Lang lebe der König!
Unser Steuereintreiber, Herr Rademaeckers, hat einen Plan.
Herr Rademaeckers, Sie haben das Wort.
-Wenn wir... -Erheben Sie sich.
Um die Verpflichtungen im Zuge der angeordneten Erhöhung zu erfüllen,
müssen wir insgesamt 20 zusätzliche Zehnten eintreiben.
Die...
Die Dörfer zahlen proportional zu ihrer Größe
jeweils zwei zusätzliche Zehnten.
Die zwei Städte
zahlen sechs Zehnten.
So kommen wir zu den 20 Zehnten.
Chevalier, Sie wissen, dass wir keine Wahl haben.
In Kriegszeiten muss das Gastland für die Ausgaben aufkommen.
-Ob es uns passt oder nicht. -Beruhigen Sie sich.
Verzeihen Sie.
Wir werden die zusätzlichen Abgaben künftig
jeweils am Monatsersten eintreiben.
Ich habe gesprochen.
Werte Herren, ich möchte Sie daran erinnern,
dass natürlich nicht wir diese Last tragen.
Erhöhen Sie die Verbrauchssteuern, die Zölle an den Stadttoren,
schicken Sie meinetwegen Wachen von Tür zu Tür.
Die Leute werden sich kaum über Wasser halten können,
aber sie können froh sein, dass sie Wasser haben.
Nicht wahr, Benoît?
Verzeihung, aber der Bürgermeister kann Sie heute nicht empfangen.
Unser Leiter der Stadtwache, Herr Goorissen,
wird Sie in Ihr Büro bringen.
Ja.
Man hat Sie von meiner Ankunft unterrichtet?
Es wurde ein Büro für Sie eingerichtet, Vogt...
Baru.
-Baru. -Mein Name ist Baru.
Sie wissen, dass ich Ihr neuer Vorgesetzter bin?
Ja, das weiß ich.
Was ist da draußen los?
Eine öffentliche Auspeitschung. Ein halbes Dutzend Leute.
Verfluchte Hure!
Dreckige Diebin!
Was haben sie getan?
Die Familie hat zwei Kaninchen von Bürgermeister Coffijns Anwesen gestohlen.
-Zwei Kaninchen? -Ja.
Zwei Dutzend Peitschenschläge für die Frauen,
dieselbe Zahl für die Männer mit Knüppeln,
und die Bälger sehen zu.
Dann werden sie gebrandmarkt und verbannt.
Ein ziemlich hartes Urteil, oder nicht?
Wir dulden hier keinen Abschaum.
Sie ist die Erste.
Sehen Sie sich Pycke an.
Er hält sich für den Kardinalvikar von Rom.
Für den Papst.
Der Dekan ist ein Meister der Theatralik.
Ist das Leben nicht ein fantastisches Schauspiel?
Ich muss leider sagen, ich verabscheue Theater.
Es wimmelt vor Sodomiten.
Entschuldigen Sie mich. Ich habe andere Verpflichtungen.
Gut, General. Ich lasse heute Abend Rehkitz servieren.
Kann ich auf Sie zählen?
Aber natürlich.
Wo ist mein Vorgänger?
Tot.
Es hat etwas gedauert, acht Tage, bevor sie ihn gefunden haben.
Er war auf der Latrine.
Ihr Arbeitsplatz.
Und Ihre Dienstmagd, Magda de Wispelaere.
Verzeihen Sie, mein Herr, es hieß, Sie würden heute Abend eintreffen.
Ich achte darauf, niemals zu spät zu kommen.
Darum bin ich mitunter zu früh.
Ich beeile mich.
So werden wir die Hauptstraße nach Brüssel ebnen,
und zwar endgültig,
sodass die Achsen der Postkutschen nicht mehr brechen.
Mithilfe ausländischer Kontakte hat sich Herr van Gelderhode
über Straßenbeläge kundig gemacht,
die die Reisedauer halbieren.
Schnelligkeit ist die Zukunft.
Ja? Das ist unser Motto.
Verzeihung, Herr Bürgermeister, aber wer bezahlt das?
Als Schatzmeister der Stadt müssen Sie die Mittel dafür freisetzen.
Arbeitskräfte sind ebenfalls ein Problem, Herr Bürgermeister.
Ein Problem?
Wertester, es gibt keine Probleme, die wir nicht lösen können.
Hatten die anderen Vogte ein System für die Unterlagen?
Ein System?
Wann ist er gestorben?
Der Vogt? Im Herbst sind es vier Jahre.
Seit vier Jahren hat sich in dieser Burgvogtei
niemand mit Strafangelegenheiten befasst?
Seit vier Jahren?
Sie können lesen?
Ja.
Und auch schreiben?
Die Nonnen haben es mir beigebracht.
Dann können Sie auch sprechen.
Ja.
Erzählen Sie mir alles, was ich über die Stadt wissen sollte.
-Alles? -Ja.
Unsere Stadt hat drei Tore.
Es gab mal vier,
aber eins wurde wegen Personalmangels geschlossen.
Und...
Unsere Heilig-Blut-Prozession zieht immer eine Menge Leute an.
Aber nicht so viele wie die in Brügge, weil sie unterschätzt wird.
Und unsere Gemeinde besitzt auch...
Magda.
Sie heißen doch Magda?
Ja.
Beschränken Sie sich doch auf strafrechtliche Angelegenheiten.
Natürlich.
Herr Embo kommt leider erst am Abend. Er ist bei einem Kunden in Gent.
Ich komme später wieder.
Beth de Lichte hat früher die Druckerpressen gereinigt.
Ja, Michel hat von ihr gesprochen. Ich kannte sie nicht.
Seit wann bist du hier?
Seit drei Jahren.
Weißt du, wo sie ist?
Hier jedenfalls nicht.
Ich glaube, sie lebt im Wald.
Sie ist krank.
Krank?
Fragen Sie besser Fräulein Héloïse. Soll ich sie rufen?
Nein, danke.
Wer war das, Verlooy?
Keine Ahnung. Ein Soldat, glaube ich.
Die Leute werden also auf frischer Tat ertappt,
oder sie...
Sie werden von Zeugen denunziert.
Und dann enden sie am Galgen.
Oder werden verbannt.
Ohne Papiere können sie nirgends hin. Keine Stadt und kein Dorf nimmt sie auf.
Wo gehen sie also hin?
In den Kluiswald.
Sie kommen aus allen Teilen Flanderns dorthin.
Aber niemand weiß genau, was dort geschieht.
Ich rate Ihnen, sich von dort fernzuhalten.
Sogar die Stadtwache tut das, Herr Baru.
Jean-Philippe.
Nennen Sie mich Jean-Philippe.
Ja, Herr Baru.
Ihre Zukunft, mein Herr?
Sie sind auf der Durchreise.
Sie sind auf der Flucht.
Sag mir etwas, das ich noch nicht weiß, Minna.
Kannst du mich in den Wald bringen?
Bist du sicher?
Warum sollte ich dir helfen...
Jan de Lichte?
Etwas zu trinken für den Weg?
Nein, danke.
Wem gehört all diese Pracht?
Bürgermeister Coffijn.
-Ich möchte den Bürgermeister sprechen. -Er empfängt heute niemanden.
Es sieht aber ganz danach aus.
Ich bin Herr Baru, der neue Vogt.
Verzeihen Sie, Vogt.
Das ist ein privates Treffen für Mitglieder, wenn Sie verstehen.
Ich habe strikte Anweisungen, niemanden hereinzulassen.
Der Bürgermeister hat sicher Platz für einen weiteren Gast.
Befehl ist leider Befehl.
Verstehe.
Ich schäle dich wie einen Apfel.
Komm, schnappen wir uns die Hexe.
Liebe Freunde!
Wir haben ein neues Spiel für euch erfunden.
Es nennt sich...
Es nennt sich...
"Fang das Rehkitz".
Liebe Freunde,
wer ein Rehkitz fängt, darf sich daran gütlich tun,
ganz nach seinem Geschmack.
No comments yet. Be the first to leave one.