لومړۍ 200 کرښې.
Hallo, ich bin lain Softley, der Regisseur von Der verbotene Schlüssel.
Ich würde gerne mit Ihnen einige Gedanken
über den Filmdreh austauschen und
darüber, warum mich das Material von Anfang an reizte.
"Es musste eine Lösung gefunden werden..."
Ich wollte immer einen übernatürlichen Thriller drehen.
Und als ich die Gelegenheit bekam, einen Film in New Orleans zu drehen
und in den Sümpfen in Louisiana, habe ich sofort zugesagt.
Nicht nur das Drehbuch von Ehren Kruger ist fantastisch,
sondern auch die Landschaft im Tiefen Süden
mit ihren Eichenbäumen, die von spanischem Moos bedeckt sind,
ist ein Geschenk für einen Regisseur, der einen Gruselthriller drehen will.
"...den gelben Schimmer in den Türen und Fenstern zu sehen..."
Was mich noch beeindruckte,
abgesehen von der Geschichte und dem Ende,
war die Figur im Mittelpunkt des Films,
eine sehr starke Frau, Caroline Ellis.
Kate Hudson spielt diese Rolle im Film.
Und wir hätten nie gedacht, wie toll sie diese Rolle spielen würde.
Der Film beginnt damit, dass Caroline in einem Hospiz arbeitet,
wo sie einen sterbenden Patienten betreut.
Das zeigt ihren Charakter mit allem Mitgefühl
und Ernst über die 25 Jahre hinaus, die die Figur alt ist.
Aber als ich sie für die Rolle castete und traf,
fiel mir auf, wie ähnlich sie dieser Figur war,
obwohl ich sie schon gesehen und bewundert hatte
in eher fröhlichen Rollen, in ihren romantischen Komödien,
vor allem in Almost Famous,
aber in Wirklichkeit ist sie so reif
und ernst und direkt,
dass die Kinozuschauer das vielleicht gar nicht von ihr kennen.
Aufgrund dieser Eigenschaften dachte ich, dass sie perfekt für die Rolle sei.
Riefen wir nicht an? Er sagte, er habe Familie.
Ja.
Aber sie wollen nichts von ihm wissen.
Du kannst es draußen entsorgen.
An diesem Eröffnungsprolog ist auch so interessant,
dass er gleich zu Beginn das Thema des Films bekanntgibt,
den Tod.
Und vor allem unsere Angst vor dem Älterwerden und vor dem Tod.
Und ich glaube, das hat für mich das Drehbuch herausgehoben
aus dem stereotypen Genre, insofern, weil es sehr interessante Themen behandelt.
Es lädt uns fast dazu ein, im Film manchmal über solche Themen nachzudenken,
zum Beispiel über das Älterwerden.
New Orleans ist natürlich auch eine Umgebung und eine Stadt,
die bekannt ist, enge Beziehungen mit der Vergangenheit zu haben.
In dieser Szene sieht man die Straßenbahn die St. Charles Avenue runterfahren.
Das erinnerte mich eher an Barcelona als an eine amerikanische Stadt.
HOSPIZBETREUUNG GESUCHT
Ich glaube, es ist die Kombination aus Altem und Neuem,
die uns auf das Thema des Films bringt.
Aber es zeigt auch etwas über Carolines Charakter,
denn sie ist eine junge Frau, die Spaß haben will,
und New Orleans ist sicher eine Stadt, wo man Spaß haben kann.
Aber sie ist auch verbunden mit der Vergangenheit und anderen Ideen.
Ok, sieh dir das an.
In dieser Szene, in der Kate ihren Mitbewohner trifft,
gespielt von Joy Bryant,
amüsieren sich die beiden in einem Club in New Orleans,
der The Maple Leaf heißt.
Die Band, die spielt, ist die Rebirth Blues Band,
die dort, glaube ich, jeden Dienstagabend spielt.
Als ich das 1. Mal nach New Orleans kam, war ich beeindruckt, wie lebhaft
und verschieden die Menschen dort sind.
Und sie hörten wirklich die Musik,
sie hörten nicht nur zu, sie tanzten dazu.
Es liegt mitten im Sumpfgebiet.
Es reicht als Praxisteil für die Schwesternschule und ist bezahlt.
Und ich kann Leuten auf meine Art helfen.
Im Sumpf gibt es Alligatoren und Männer ohne Zähne.
Lass uns tanzen gehen.
Cary, hör zu.
Glaubst du, dass dich deine Arbeit verändert?
Ich bin 25. Was ist so schlecht an Veränderung?
Die Musik, die Caroline im Film hört,
ist sehr wichtig, um ihren Charakter zu definieren,
denn es zeigt, dass sie eine Beziehung
zur Stadt New Orleans und zur Musik der Region hat.
Und oft wird in der Musik von der Erfahrung berichtet,
vor allem von der Bevölkerung,
die aus der Karibik und aus Westafrika kam,
und die schließlich auf den Plantagen zu Sklaven gemacht wurden.
Lhr Interesse an Musik bezieht sich nicht nur auf die Vergangenheit,
sie ist auch sehr zeitgenössisch.
Sie mag auch gerne Rock and Roll-Musik.
Dieses Stück wird gespielt, als sie in die Bayou-Region fährt,
es ist ein Drum and Bass Remix eines alten Delta Blues Songs.
Und Delta Blues wird im Film oft gespielt,
weil er viele mündlich übermittelte Traditionen der Gegend beschreibt.
Als ich das 1. Mal nach New Orleans kam, fiel mir auch auf,
wie nah die Sümpfe an der Stadt sind
und die Dämme, über die man fahren muss,
um in die Sumpfgegend zu gelangen.
Es ist eine sehr sinnträchtige, stimmungsvolle Landschaft.
PRIVATGRUND - KEIN ZUTRITT FÜR UNBEFUGTE
Als sich Caroline dem Haus nähert,
beginnt die Geschichte ihrer Erfahrung
in der Bayou-Gegend, in der Plantagen-Gegend.
Und das Haus ist wirklich die andere Hauptfigur des Films.
Als wir begannen, nach geeigneten Drehorten
außerhalb von New Orleans zu suchen,
fiel mir auf, wie wenig die meisten Häuser dort
denen ähnelten, die wir suchten.
Ich hatte eine ganz bestimmte Vorstellung von dem Haus, das ich suchte.
Ich fand dieses tolle Buch, das hieß Geister am Mississippi,
das ist voll mit Schwarzweißfotos von Plantagenhäusern
aus den 1940er und 50er Jahren.
Es stellte sich heraus, dass viele dieser Häuser heutzutage
nur noch Ruinen sind oder abbrannten oder sonst wie umgestaltet wurden.
Und so beschloss ich nach 2 oder 3 Reisen dorthin,
dass wir das Haus bauen mussten.
Also entwickelten wir Pläne,
um eines dieser Plantagenhäuser original nachzubauen,
wahrscheinlich irgendwo in Kalifornien.
Damit hätten wir natürlich alles besser steuern können,
aber ich hatte das ungute Gefühl,
dass das irgendwie nicht das Richtige war.
Der Anlass unsere Pläne zu ändern, kam, als Kate schwanger wurde.
Als wir gerade mit der Vorproduktion beginnen wollten,
bekam ich einen Anruf. Ich wollte gerade mit der Arbeit beginnen.
Ich hatte meine Koffer gepackt, es war ein Samstagabend in London.
Ich wollte gerade ins Flugzeug steigen,
als ich vom Studioleiter einen Anruf erhielt,
er sagte: "Ich hoffe, Sie sitzen. Ich habe Neuigkeiten für Sie. Kate ist schwanger."
Das war offensichtlich eine Enttäuschung für uns alle,
denn wir wollten anfangen.
Aber ich nutzte die Zeit aus und konnte dieses Haus finden,
die Felicity Plantage,
die fast genauso aussah, wie das Haus, das ich mir vorgestellt hatte,
als ich das Drehbuch das 1. Mal las.
Ist schon gut.
Die 1. Person, die Caroline im Haus trifft,
ist Luke Marshall, der Vermögensverwalter, gespielt von Peter Sarsgaard.
Vermögensverwalter. Wir telefonierten miteinander.
Peter ist ein toller Schauspieler.
Bekannt für die Arbeit in Independent Filmen und im Theater.
Er liegt im Sterben.
Ich verstehe.
Es ist sehr schwer für seine Frau.
Das ist es für die meisten.
Violet, Sie haben Besuch.
Hier haben wir John Hurt, ein geachteter britischer Schauspieler.
Er spielt Ben,
der einen Schlaganfall hatte, nicht sprechen und sich kaum bewegen kann.
Die legendäre Gena Rowlands
vervollständigt das Schauspielerquartett.
Einer der seltenen Momente im Film, in dem alle Hauptfiguren
in der selben Szene zusammen zu sehen sind.
Es ist interessant, dass wir sie alle kennen lernen.
Man kann die Zusammenhänge erkennen.
Er kann überhaupt nicht sprechen?
Nein. Seit dem Schlaganfall ist er gelähmt.
- Welche Seite ist betroffen? - Beide.
Es passierte vor 1 Monat auf dem Dachboden.
Sie fand ihn dort.
Ben?
Sie haben Besuch.
Dies war eine der schwierigsten Szenen zum Darstellen.
Aber das war auch fast die 1. Szene, die wir drehten.
Es gibt so viele Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen
von der Figur der Violet zum Haus und weg vom Haus.
Und einige Teile des Dialogs sollen von ihr gehört werden,
andere Stellen soll sie gar nicht hören,
und davor gibt es einen Dialog zwischen Peter und Kate,
den Ben nicht hören soll.
Deshalb gab es ganz schön viel Hin und Her dabei.
Am besten assistierte mir dabei
mein Kameramann Mitch Dubin,
dessen Arbeit Sie wahrscheinlich
von Steven Spielberg her kennen.
Der neueste Film war Krieg der Welten, aber
Mitch drehte auch Minority Report,
und unter anderem Der Soldat James Ryan.
Ich würde mich auch miserabel fühlen.
Sie sind ja so romantisch.
Hören Sie.
Der Kameramann für die Beleuchtung ist Dan Mindel.
Dan wurde mir von John Mathieson empfohlen,
dem Kameramann, der mit mir K-PAX drehte.
Und das war eine tolle Empfehlung.
Wir sprachen viel über einen Film im Dokumentarstil.
Wir wollten, dass es von Anfang an realistisch wirkt.
So wie auch die Szene im Hospiz in New Orleans
uns ein Gefühl der Realität gab.
Ich hatte das Gefühl, wenn wir fühlten, dass diese Orte
nicht übertrieben mysteriös oder auffallend waren,
dann konnten wir die Leute überzeugen, dass dieser Ort wirklich existierte.
Ich würde sagen, dass sie ewig suchen kann,
aber, dass sie keine bessere Aushilfe finden wird.
Und sie sollte Sie dementsprechend behandeln.
Hier sind meine Regeln. Kein Stricken.
Das gilt auch für diese Szene hier.
Carolines Wohnung liegt im Magazine District von New Orleans.
Eine In-Gegend. Sehr junge Leute, die dort wohnen.
Es ist in der Nähe.
Für mich war es wieder die Technik,
die ich zum 1. Mal in Der Exorzist verwendete,
bei der man eine Welt aufbaut, die sehr real erscheint,
dann ist das viel nervenaufreibender, wenn diese Welt zerbricht.
Das ist einer der eher moderneren Songs, den Caroline hört,
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