لومړۍ 200 کرښې.
Wir alle kennen unglaubliche Geschichten.
Aber die, die ich euch jetzt erzähle, ist die verrückteste von allen.
Scheiße!
Pass auf!
- Schneller! - Geht nicht!
Wir werden sterben!
Bieg hier rechts ab!
- Er holt uns ein! - Wir schaffen es nicht!
Er wird schießen!
Arschloch!
MEDELLÍN - CHAOTEN GEGEN KARTELL
Alles begann vor drei Tagen mit diesem Anruf.
- Réda, was gibt's? - Komm sofort her.
Nein, ich schufte an einer Karre.
Réda ist der Boss im Viertel.
Seit 20 Jahren sehen wir uns täglich. Er ist wie ein Bruder.
Wir passen aufeinander auf.
Nach dem Tod meiner Eltern nahm seine Familie mich auf.
Ich bin wie ein dritter Sohn für sie.
Warte gefälligst!
- Warum wartest du nicht? - Er kriegt immer als Erster!
Réda wollte immer Profiboxer werden,
aber er hatte Angst vor Kämpfen.
Also trainiert er Anfänger. Sein Club ist voller Bilder von ihm.
Stopp!
Klatscht noch mal. Stopp!
Mich trainiert er auch.
Vertraust du mir nicht?
Ich kenne solche Typen. Mach ihn fertig.
Du schaffst ihn!
Und er reitet mich immer in die Scheiße.
Das war vor der Glocke, also noch mal.
Ich rede mit dir! Lass...
Das ist sein kleiner Bruder.
Brahim.
Er wollte Influencer werden und imitiert dafür sein Idol Pablo Escobar.
Und damit fing der Ärger an.
Hallo, Leute. Hier ist euer Pablito.
Wir berichten über die Entführung eines Influencers in Kolumbien...
...durch das Medellín-Kartell...
Im Internet ist er bekannt als Pablito...
...ein Imitator Pablo Escobars.
Das Kartell nutzte sein Social-Media-Konto...
...für eine besonders verstörende Videobotschaft.
Es lässt sich nicht sagen, ob er noch am Leben ist...
Die Drogenhändler...
...fordern offenbar kein Lösegeld.
Hier sind die Aufnahmen.
Dieser Hurensohn verdient Geld mit dem Namen Pablo Escobar.
- Hilfe! - Mein Patrón!
Er beleidigt ihn mit seinem Schnurrbart!
Und sein Haar! Nicht zu fassen. Das ist inakzeptabel.
Wir sind das Medellín-Kartell. Silber oder Blei, Arschloch!
- Rede! - Helft mir, bitte!
Rettet mich!
Aber die Narcos wussten nichts von Brahims großem Bruder.
Und dass er richtig sauer wurde.
Hey, bereit für etwas Sparring oder willst du eine Shisha?
Allahu akbar...
Ich bin nicht in Stimmung. Alle in den Ring!
- Sehen wir aus wie Idioten? - Nein!
- Sind wir dumm? - Nein!
- Zeigen wir, was Franzosen draufhaben. - Ja.
- Was ist los? - Das weißt du nicht?
- Nein. - Narcos entführten seinen Bruder.
- Was? - Ja! Hör zu!
Wir zeigen ihnen, dass das keine Fernsehserie ist.
- Ja! - Ziehen wir in den Kampf?
- Ja! - Wir treffen uns morgen am Flughafen.
- Werdet ihr da sein? - Ja!
- Holen wir meinen Bruder zurück! - Ja!
Morgen früh, am Flughafen!
Rédas Plan war so simpel wie verrückt.
Als Gruppe in Kolumbien einfallen,
gegen das Kartell antreten und seinen Bruder zurückholen.
Achtung.
Letzter Aufruf für Passagiere nach Medellín.
Boarding an Gate vier.
Die Drecksäcke lassen uns hängen!
- Nimm's ihnen nicht übel... - Was sagst du da?
- Ich... - Sie ließen mich im Stich!
Nicht alle, meine Herren.
Ich bin hier.
Das ist Chafik.
Vertraut mir, mit mir wird alles gut.
Ihr habt ihn bestimmt übersehen, aber er ist auch im Boxclub.
Der Typ ist super selbstbewusst.
- Was geht's? - Hey!
Verrückt, dass so ein kleiner Kerl so eine große Welle macht.
Schlag fester zu! Mach schon!
Aber wir mögen ihn. Wir kennen ihn von klein auf.
- Okay, wir bleiben hier. - Wir fliegen.
- Was? - Wir können nicht fliegen.
- Nein! Wir fliegen! - Wir zwei gegen das Kartell?
- Ich bin auch noch da. - Okay, wir sind zu zweit.
Die Typen kommen von der Straße, ich aber auch.
Die legen sich nicht mit mir an!
- Wovon redest du? - Hört auf, zu streiten!
Mir nach, wir fliegen.
- Wie kannst du nur? - Was?
- Gehen wir. - Wir kennen uns seit 30 Jahren.
Soll ich meinen Bruder allein retten?
Ich glaube, es gibt einen anderen Weg, ihn rauszuholen.
Welchen denn? Ein Brief an den Präsidenten?
Scheiß drauf!
Ich fliege hin!
Sonst macht es niemand!
- Meine Herren! - Er ist ganz allein!
Das Leben meines Bruders ist in Gefahr.
Ich rede mit ihnen.
Wirst du ruhig bleiben?
Meine Herren, ich warte!
- Das ist keine Antwort. - Ja!
Natürlich würde er nicht ruhig bleiben.
Aber ich hätte ihn nie im Stich gelassen.
Danke.
Vielen Dank.
- Was geht? Wo komm ihr her? - Hallo. Frankreich.
- Guten Abend! - Hallo!
Bueno...
- Hier, drei Zimmer. - Danke.
Ganz unter uns: Die Escobar-Suite ist die beste.
- Perfekt für eine große Fiesta. - Danke. Wir sind nicht zum Feiern da.
- Du sprichst auch Spanisch? - Ja.
Hier, das ist mein Bruder. Er war letzte Woche in diesem Hotel.
- Er ist seltsam, oder? - Total.
Erkennen Sie ihn?
- Ja. - Wissen Sie was?
- Wo ist er hin? - Ja...
Die Bar im Hintergrund...
...heißt Barraputa.
Was ist "Barraputa"?
- Ein Club mit Chicas. - Ja?
Aber nicht für Touristen.
Er schlägt ihm die typische Touristenscheiße vor.
Ist es da gefährlich?
Stadttouren, Restaurants...
Sind da gefährliche Leute?
Ja? Ich habe eine Spur. Die Barraputa.
Ziehen wir uns um. Bis gleich.
Ich bin erschöpft und habe einen Jetlag.
- Was ist die Barraputa? - Eine Nuttenbar.
Wir sind nicht zum Schlafen da. Wir suchen seinen Bruder.
Ich komme mit.
Viele Mädels sehe ich hier nicht.
- Gehen wir wirklich rein? - Hast du Angst?
- Nein... - Ich bin doch da.
- Sicher, aber... - Das wird ein geiler Abend.
- Aber nicht mit dem Hut. - Komm du mir nicht mit Modefragen.
- Okay, gehen wir. - Komm schon.
- Was guckst du so? - Hör auf.
Wie viele seid ihr? Drei?
Sieht sie weiter her, verliebe ich mich.
Seid ihr Franzosen?
- Sprichst du Französisch? - Ein bisschen.
- Das ist super! - Super!
Das ist super, ja.
Können wir reden? Ich habe ein paar Fragen.
- Ich arbeite. - Natürlich. Sie will...
Sie arbeitet, also...
- Danke. - Komm.
- Komm her! - Sachte, Alter.
Bitte. Kennst du ihn?
- Hast du ihn gesehen? Er ist mein Bruder. - Nein.
- Schon okay. - Ich hole noch was zu trinken.
Señora?
In dieser Bar treffen sich Narcos, oder?
Ich möchte mit den Leuten vom Medellín-Kartell reden.
Nein. Hier spricht niemand mit ihnen.
Ich kann tun, was ich will!
Du machst es falsch. Ich übernehme das.
Entschuldige, wie heißt du?
Cynthia.
Cynthia, wir sind hier, weil sein Bruder entführt wurde.
Wenn du uns helfen kannst, wenn du was weißt, hier ist meine Nummer...
Vielleicht können wir später was trinken.
Ich gehe nicht mit Kunden aus.
Ihr solltet gehen.
Für euch gibt es sicherere Bars.
Sie ist super.
- Sie meinte, wir sollen gehen. - Warum?
- Es ist gefährlich. - Dann lass uns gehen.
Nein. Hier kriegen wir Antworten.
- Komm. - Keine gute Idee.
Das ist super.
Ein Bier, bitte.
- Die Chicas fliegen auf mich. - Toll.
- Alle wollen mich vögeln. - Es ist gefährlich.
Sie haben mir Koks angeboten.
- Und was hast du gemacht? - Abgelehnt.
- Natürlich. - Gut so.
Was hättest du gesagt?
- Ich? - Ja.
- Auf keinen Fall. Spinnst du? - Ich auch.
Den Scheiß fasse ich nicht an.
Aber hier ist es reiner als daheim.
- Ganz natürlich. Wird hier hergestellt. - Es ist nicht gestreckt.
- Ist bestimmt viel besser verträglich. - Genau.
Was meinst du damit? Willst du es probieren?
Spinnst du? Ich rühre das Zeug nicht an.
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