As primeiras 200 linhas.
1860 wurde Baron Frankenstein zum Tode verurteilt...
wegen der Morde, die das von ihm geschaffene Monster begangen hatte.
Der ganze Kontinent atmete erleichtert auf...
als die Guillotine sein infames Leben beendete.
- Also, was meinst du? - Mir gefällt das nicht.
Was ist denn nicht in Ordnung?
Es ist schon in Ordnung. Mir gefällt es bloß nicht.
Hör zu, mein alter Freund. Du bist doch mein Freund, oder?
Ja.
Würde ich dir etwas vorschlagen, das schief gehen könnte?
Das würdest du.
Denk an das letzte Mal. Du solltest auf der Straße Wache schieben.
- Wie konnt ich von den Hunden wissen? - Ich habe immer noch Narben.
Diesmal ist es anders.
Wir brauchen nirgendwo einzubrechen, es kann nicht schief gehen.
Das hast du letztes Mal auch gesagt. Sechs Monate habe ich gesessen.
Ich habe die Nase voll.
Gut, ist schon gut.
Lassen wir es. Vergiss, dass ich jemals darüber gesprochen habe.
Wenn du mir nicht vertraust, muss ich es eben alleine machen.
Gut. Ich gehe nach Hause.
Der Doktor hat gesagt, dass ich mein Herz nicht überanstrengen darf.
- Bis morgen. - 10 Mark ganz für mich allein.
- 10? Du hast sechs gesagt. - Ich meinte 10.
Das kann dir doch egal sein, du machst ja doch nicht mit.
10. 10 Mark...
für eine Leiche.
Wie ich schon sagte: Man muss wissen, wo sie liegen.
Man muss Ausschau halten. Schau mal, der hier zum Beispiel...
den haben sie erst heute Morgen eingebuddelt. Ist noch taufrisch.
- Wer ist es? - Wer?
Er.
Oder ist es eine "Sie"?
Nein, das kann keine "Sie" sein. Kam heute früh vom Gefängnis.
Hör auf mit dem Gerede. Wir haben nicht die ganze Nacht Zeit.
Sieh dir das mal an.
- Ein Baron. - Können wir mehr für ihn verlangen?
Ich habe noch nie einen echten Baron gesehen. Los, beeil dich.
Hier.
Es ist ein Priester ohne Kopf.
Egal, ob es ein Priester ist. Er ist doch tot, oder?
Ich kann immer noch 10 Mark an ihm verdienen, nicht wahr?
Der Kopf ist natürlich ein kleines Problem.
Guten Abend.
Ich bin Baron Frankenstein.
TAGUNG DER ÄRZTEKAMMER
Ich frage Sie, meine Herren, was wissen wir eigentlich über ihn?
Gar nichts.
Er kam vor drei Jahren und ließ sich hier nieder.
Niemand hatte je von ihm gehört. Weiß jemand was über seine Herkunft?
- Nein. - Ich weiß auch nichts.
Er hat sich hier gut etabliert, der populärste Arzt in Carlsbruck.
Er wollte kein Mitglied der Kammer werden.
Ich habe gehört, dass er meint, ohne uns auskommen zu können.
Sicher. Er hat die Hälfte meiner besten Patienten gestohlen.
- Von mir auch. - Von mir auch.
- Genau. Und auch von mir. - Ihre Frau war doch auch dabei?
- Ja, ich werde dem Einhalt gebieten. - Meine Herren!
Dr. Stein muss der Kammer beitreten...
oder ihm muss die Erlaubnis entzogen werden, in dieser Stadt zu arbeiten.
Wie kann man ihn davon abhalten, wenn er sich weigert, beizutreten?
Herr Präsident?
Wir haben noch nie einen Arzt an der Ausübung seines Berufes gehindert.
Aber Dr. Steins Weigerung, der Kammer beizutreten, ist ein Affront.
- In der Tat. - Hat jemand einen Vorschlag?
- Nun ja... - Eine Delegation schicken.
- Hervorragend. Bestehend aus...? - Drei.
Ja. Drei Ärzten der Kammer. Das ist mein Vorschlag.
Schließen wir uns dem an?
- Sind alle dafür? - Ja.
- Gut, gut. - Wir sollten uns bei ihm anmelden.
Stimmt. Niemand betritt seine Praxis ohne Anmeldung.
- Es geht Vera gar nicht gut. - Jawohl, Gräfin Barscynska.
Sie behaupten, dass sie geheilt sei, aber das stimmt nicht.
Sie ist schwach, jede Bewegung strengt sie an.
Heb deinen Kopf, Vera. Höher, mein Kind.
Sehen Sie? Keine Vitalität. Sie müssen Ihre Diagnose revidieren.
Untersuchen Sie sie.
Vera, meine Liebe, geh und bereite dich vor. Ja, ja.
Was für Beschwerden hatte Vera ursprünglich?
Also wirklich, Dr. Stein! Es begann mit Herzklopfen, Schwindelanfällen.
- Wie konnten Sie das vergessen? - Ich habe viele Patienten.
Diese Frauen da draußen sind alle gesund. Ihnen fehlt gar nichts.
Sie sollten mein Kompagnon werden. Die Sprechstunde wäre viel kürzer.
Und ich kriege die Hälfte vom Geld.
Ich weiß, dass Sie mit den Honoraren das Krankenhaus unterstützen.
Sie sind so gut zu den Armen, Herr Doktor.
- Vera ist alles, was ich habe. - Selbstverständlich.
Ich kann nicht mehr viel für sie tun.
Ärzte können keine Krankheiten diagnostizieren, die es nicht gibt.
Sie sind ein Mann, Herr Doktor. Sie können viel für sie tun.
Wenn Vera heiratet, erbt sie alles. Der letzte Wunsch ihres Vaters.
Ich veranstalte demnächst einen Musikabend. Sie kommen doch auch?
Ich habe kaum freie Zeit.
Armer Mann. Ein Leben im Dienst für andere, ohne Zeit für sich selbst.
Für wichtige Dinge lässt sich immer Zeit finden.
- Herr Doktor, ich bin fertig. - Ich auch, Vera. Du kannst kommen.
Sehen Sie? Nach ein paar Schritten ist das arme Kind völlig erschöpft.
- Ich werde draußen warten. - Nein, bitte. Bleiben Sie hier.
- Sie benutzten doch immer Ihr Ohr. - Hiermit kann ich mehr hören.
- Mama, es ist so kalt. - Ruhig stehen bleiben.
- Tief einatmen. - Geht nicht. Das Ding ist so kalt.
Hören Sie das Herzflattern so? Sie sollten doch Ihr Ohr benutzen.
Da sind drei Männer von der Ärztekammer, die Sie sprechen möchten.
- Sie müssen warten. - Sie sind ungeduldig.
- Wenn ich fertig bin. - Sie sind der Arzt.
Lass sie im Krankensaal warten.
- Was? Im Krankensaal? - Im Krankensaal?
Und mach die Tür zu.
He, du. Sag Dr. Stein, dass ich meine Ration Rum haben will.
Ein lebensgefährlicher Schlachter.
Ich erwürge ihn mit meinen eigenen Händen.
Das wird ihm Angst machen.
- Wie kann ich ohne Beine tanzen? - Dann musst du halt singen lernen.
Hier entlang, meine Herren.
Hier entlang.
Das ist unerträglich.
Dies sind die Allerärmsten. Der Gestank wird mich umbringen.
Dr. Stein möchte, dass Sie es sich bequem machen.
Bequem? Sagen Sie Dr. Stein....
Da ist Dr. Stein, meine Herren. Bei den Armen und Bedürftigen.
Sehen Sie mal. Ein interessantes Kunstwerk. Was halten Sie davon?
- Pittoresk. - Wir sind nicht gekommen, um...
- Der Arm muss amputiert werden. - Erwürge ihn mit einem Arm.
- Er kriegt meinen Arm nicht. - Möchtest du sterben?
- Gib ihm den Arm. - Er tut nicht weh.
- Er ist unnütz. - Wie meinen Sie das?
- Um fünf Uhr im Operationssaal. - Und meine Arbeit?
- Was für Arbeit hat er? - Taschendieb.
Finde einen anderen Beruf oder benutze die andere Hand.
Entschuldigen Sie, meine Herren.
- Ist er neu? - Heute aufgenommen.
- Meine Pfeife. - Was fehlt dir?
- Meine Lunge. - Du rauchst wie ein Schlot.
Unglaublich, wie dreckig diese Leute sind. Das hält warm, sagen sie.
Also, was kann ich für Sie tun?
- Ich bin Präsident der Ärztekammer. - Gratuliere.
Wir haben beschlossen, dass Sie Mitglied werden sollten.
Tatsächlich? Wascht den Neuen, dann sehe ich ihn mir an.
- Ich fühle mich sehr geehrt. - Dann nehmen Sie an?
Nein.
Alle Ärzte empfinden Ihre Einstellung als Beleidigung.
Als ich in Carlsbruck ankam und versuchte, eine Praxis zu gründen...
legte die Kammer mir Steine in den Weg, da Konkurrenz unerwünscht war.
Ich habe ohne Hilfe eine erfolgreiche Praxis aufgebaut.
Ich habe mich daran gewöhnt, alleine zu arbeiten. Jetzt gefällt es mir.
- Ist das deutlich? - Vollkommen.
Danke. Guten Tag.
- Sie hören noch von uns. - Als ob ihm das was ausmacht.
Was kann ich denn noch tun?
Mit dem Arm wird er jedenfalls nicht mehr klauen. Bereite das Paket vor.
- Jawohl. Ihr Abendessen ist fertig. - Gute Nacht.
- Gute Nacht, Doktor. - Und vielen Dank.
Eine meisterhafte Operation, Dr. Stein.
- Sie müssen mich entschuldigen. - Muss ich das?
Ich wollte unsere Bekanntschaft erneuern. Heute Nachmittag...
wusste ich sicher, dass ich Sie schon kannte.
Ich habe meine Praxis in Carlsbruck seit drei Jahren.
Früher, vor mehr als drei Jahren, im Städtchen Inkstadt.
Ich war beim Begräbnis von Professor Bernstein.
- Sie kennen zweifellos seinen Namen. - Jeder kennt ihn.
Ich war ein Student an seiner Universität, als er starb.
- Darf ich Ihnen Huhn anbieten, Dr...? - Hans Kleve. Nein.
Etwas Käse? Er schmeckt sehr gut.
Er wurde in der Familiengruft von Baron Frankenstein beigesetzt.
- Soll ich fortfahren? - Bitte sehr.
- Bin ich der Erste, der Sie erkennt? - Und für wen halten Sie mich?
Die Ähnlichkeit ist zu groß. Ihre Tätigkeit lässt nur einen Schluss zu.
- Und was, wenn ich Frankenstein bin? - Sind Sie es?
Sie sprachen davon. Jetzt fragen Sie mich?
Warum sind Sie so interessiert an diesem Herrn?
- Mich dürstet nach Wissen. - Wissen? Das ist es also.
Mein Name ist Frankenstein, das gebe ich zu. Es ist eine große Familie.
Bemerkenswert produktiv. Überall Nachkommen, sogar in Amerika.
- In Deutschland heißt eine Stadt so. - Sind Sie der Frankenstein?
- Es gibt Frankensteins in Schlesien. - Sind Sie Baron Frankenstein?
- Ja, Dr. Kleve. - Wusste ich's doch.
Ich sagte Ihnen, dass ich nach Wissen strebe. Ich will mehr lernen.
Ich will Schüler des besten Arztes der Welt werden.
- Ihr Schüler, Baron Frankenstein. - Sehr lobenswert.
- Und wenn ich ablehne? - Das tun Sie nicht.
Also, entweder ich lasse Sie an meinen Forschungen teilhaben...
Das ist doch Erpressung? Ein hässlicher Zug an einem Arzt.
Ich betrachte es als Tauschgeschäft. Ihr Wissen für meine Assistenz.
Und Ihr Stillschweigen?
- Für mich zu arbeiten ist schwer. - Das gilt für viele.
Wenn Sie alles von mir gelernt haben...
ändern Sie womöglich Ihre Meinung über das Stillschweigen.
Ich frage mich, ob ich Ihnen vertrauen kann.
Aber Unsicherheit macht das Leben faszinierend, nicht wahr?
Lassen Sie uns das Risiko eingehen. Nehmen Sie mich als Schüler an?
Wo haben Sie studiert?
Bei Anderson in Edinburgh, Karl Strauss in Wien...
Genug.
Meine Praxis ist mir nicht wichtig. Wann fangen wir an?
Sie müssen äußerst vorsichtig sein, wenn Sie mich anreden.
Mein Name ist Stein. Victor Stein.
Die österreichische oder die schweizer Seite der Familie?
Wir nehmen die Schweiz. Erfrischendes Klima. Bitte nehmen Sie Platz.
Nach dem Essen zeige ich Ihnen mein Laboratorium.
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