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Mikrofoncheck. Eins, zwei, drei, vier. Hallo.
Es heißt,
die Götter kommen aus dem Ganges
und die Göttinnen aus dem Yamuna!
Die Götter kommen aus dem Ganges
und die Göttinnen aus dem Yamuna!
Aber nur das Wasser des Chenab bringt einen Liebhaber hervor.
Das ist das Land der Liebenden, der Gurus und Propheten.
Geben Sie mir eine Runde Applaus für dieses Land, meine Brüder.
Also, liebe Freunde, die Sie zu Sardar Surjit Singh gekommen sind,
lassen Sie uns diesen glücksverheißenden Tag würdigen.
Hier kommen die Lieblinge der Jugend, der Stolz unserer Alten.
Die schillernden Sterne des Pandschab,
Ihr aller Augenstern.
Das wundervolle Duo,
das die Musikwelt von Pandschabi im Sturm erobert hat.
Ein Vögelchen hat mir gezwitschert,
dass sie auf dem Weg sind.
Sie sind da drüben.
In wenigen Augenblicken
werden Bibi Amarjot und Bhai Amar Singh Chamkila
vor Ihnen stehen!
Pandschabs berühmtes Auto,
der taubengraue Ambassador mit dem Kennzeichen HR1786,
ist angekommen!
Hören Sie nicht auf zu jubeln!
Applaudieren Sie weiter, liebe Gäste!
Die Autotüren haben sich geöffnet!
In wenigen Augenblicken
wird Bhai Amar Singh Chamkila vor Ihnen stehen!
Nicht aufhören zu jubeln!
Weiter so mit dem Beifall!
Weiter so...
Babbi!
8. MÄRZ 1988 MEHSAMPUR
Meine Liebe ist rein, Schwägerin
Meine Liebe ist rein, liebe Schwägerin
So wahr Gott mein Zeuge ist
Wenn Sahiba erst mal in Danabad ist
Kann Chamkila erleichtert aufatmen
- Du zerstörst Ehen... - Hör auf. Warum schlägst du sie?
- Hör auf! - Sie hat meine Familie zerstört...
- Sie ist seit fünf Jahren hier. - Aber jetzt hast du einen Ständer!
Was machst du hier? Komm!
Was bedeutet Ständer, Mama?
Komm jetzt!
Was ist denn los?
- Er sagt, sie hat sich auf ihn gestürzt - Sie hat mir einen Ständer verpasst
Sie hat sich auf ihn gestürzt Sie hat mir einen Ständer verpasst
Eins mal zwei macht zwei!
- Zwei mal zwei macht... - Vier!
"Seht euch diesen flotten Typen an.
Hat einen Ständer wie ein Bambusstab."
Was soll dieser Unsinn?
Was schreibst du denn da? Wirst du so was noch mal schreiben?
Das Abc der Liebe
Nicht ein jeder versteht es
Manch einer ehrt es zutiefst
Andere besingen es auf der Tumbi
Ob du dich verneigst davor
Oder es auf der Tumbi besingst
Jeder sehnt sich auf seine Weise danach
Jeder geht seinen eigenen Weg
Doch das Ziel bleibt immer gleich
Spielt weiter
Spielt weiter
Es hat begonnen...
Kommt, lasst uns zusehen
Das waren harte Zeiten
Entsetzlich war es Angst und Schrecken lagen in der Luft
Es machte peng, peng, peng
Den ganzen Tag
Jeden Tag ein Blutbad
Angst lag in der Luft
Leben, Zuhause, Familie, Reise Alles war in Gefahr
Es war verdammt gefährlich
Und Chamkila?
Das war Chamkilas Zeit
Spielt weiter
Spielt weiter
Es hat begonnen
Kommt, lasst uns zusehen
Lüsterne, anzügliche Texte Schwülstige, kitschige Melodien
Seine Lieder waren sexy
Anzüglich war er stets
Der Grund für seinen Erfolg
War auch sein Untergang
Chamkila, so sexy, so versaut
Oh, wie schamlos
Heiß, selbst wenn es draußen friert
Chamkila, der Rebell
Versprüht oft Blasphemie
Auch wir singen Lieder
Aber nicht so schamlos
Denn wir sind nicht der Wollust verfallen
Dieser verruchte Casanova
Plaudert intime Dinge aus
Erfreut sich der Nacktheit Ja, das war Chamkila
Spielt weiter
Spielt weiter
Oh ja, alle liebten seine Lieder
Ob sie es zugeben oder nicht
Oh ja, manche laufen rot an
Andere sind gereizt
Ob sie es zugeben oder nicht
Doch ein jeder weiß es
Hey, Chamkila sagt
Du hast Sahne auf den Brüsten
Schwägerin im Arm Schwager angetrunken
Böses Mädel Knüppel in der Hand
Ich nahm mittags ein Bad
Und er hat heimlich zugeguckt
Mit seiner Latte in der Hand Klopfte er an meine Tür
Klopf, klopf
Mein Vater ist verschwunden
Ich taste deine Mutter ab Schwager, sieh dir meinen Hintern an
Wurde beim Warten durchnässt
Alkohol, den trink ich Ja, den trink ich
Seine Kassetten und Platten
Sind die meistverkauften aller Zeiten
Selbst heute noch!
Hey, er ist ein Teufel, ein soziales Übel
Der unbekümmerte Held Beschützer der Armen
Messias der Unterdrückten Reichenhasser
Lügenhasser
Er hasste Lügner
Sohn der Armen Half denen in Not
Geradlinig, ehrlich, gelassen
Lügenhasser
Er hasste Lügner
Wir werden lauschen
Sterben vor Lachen
Bei Sonnenuntergang
Wird der Leichnam brennen
Alle hören sich Chamkilas Texte an
Aber keiner gibt es zu
Alle hören sich Chamkilas Texte an
Aber keiner gibt es zu
Spielt weiter
Spielt weiter
Es hat begonnen
Kommt, lasst uns zusehen
Auf geht's!
Spielt weiter
Spielt weiter
Wo wollt ihr hin?
- Wer füllt die Formulare aus? - Wir müssen tanken.
Ist das Chamkila?
Ja, das ist er.
Chamkila?
Aktuelle Nachrichten.
Der berühmte Sänger Amar Singh Chamkila
und seine Frau Amarjot Kaur sind ermordet worden.
Sie wurden am heutigen Nachmittag
im Dorf Mehsampur in der Nähe von Jalandhar erschossen.
Zwei weitere Mitglieder seiner Band,
Harjeet Gill und Baldev Debu, wurden ebenfalls getötet.
Die Schießerei löste eine Massenpanik aus,
als die Leute im Publikum um ihr Leben rannten.
Niemand sah die Gesichter der Mörder,
die daraufhin vom Tatort flohen.
Chamkila war ein sehr beliebter Musiker.
Viele Bevölkerungsgruppen...
Hey, seht mal.
Was?
Was glotzt du so?
Ihr pickt sein Fleisch von den Knochen
Ihr habt den Körper Meines Geliebten verschlungen...
Er ist tot.
Das Leben ist so unberechenbar
In der Not gibt es keine Freunde
Meister.
Hey! Los, pack mit an!
Was für ein Nerv.
Bleibt einfach hier.
Das waren keine echten Fundamentalisten.
Die wären stolz auf seine Ermordung.
Eine der Gruppen hätte sich inzwischen dazu bekannt.
Manche sagen, andere Sänger hätten damit zu tun.
Selbst Kleinkriminelle geben sich als Fundamentalisten aus.
So lässt man sie in Ruhe.
- Mit Geld kann man alles erreichen. - Wieso kommt er hierher?
- Die Leichen müssen nach Ludhiana. - Weg da!
Ok, nimm sie mit.
- Sie müssen mitkommen. - Sind wir deine Diener?
Nicht unser Zuständigkeitsbereich. Das geht nicht.
Das ist Chamkilas Leichnam! Begreift ihr das nicht?
Wie soll das alleine gehen?
Baten wir ihn, vulgäre Lieder zu singen? Nein.
Man erntet, was man sät.
Chamkila.
Chamkila hat Socken in einer Fabrik hergestellt.
Und wisst ihr was?
Ohne mich
würde er immer noch Socken herstellen.
Ich habe Chamkila groß gemacht.
Ich war das.
Sie hätten auch etwas aus sich machen sollen.
Ja.
Das ist mein Leben.
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