Don Camillo in Moscow

Don Camillo in Moscow (Il compagno Don Camillo)

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Опубликовано: 2014-07-10
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Первые 200 строк.

Es war einmal ein kleines Dorf namens Brescello.

Wir erzählen euch die ewig gleiche und immer wieder neue Geschichte

von den ewig gleichen Pfarrer Don Camillo und Bürgermeister Peppone,

den stolzen Oberhäuptern der gegnerischen Lager.

Brescello, von rechts betrachtet, ist Don Camillos Dorf.

Von links betrachtet, ist es Peppones Dorf.

Von oben betrachtet, ist es ein Dorf unerbittlicher Gegner.

Aber ohne dabei zu Feinden zu werden. Das Gewissen bleibt immer der Gewinner.

Erinnert ihr euch, kurz nach Kriegsende? Don Camillo war ein stürmischer Pfarrer.

Und Peppone ein durchschlagender Bürgermeister.

Diese schwarzen Talar-Schleicher im Schatten des Kreuzes!

- Sie vergiften... - Jesus, hast du das gehört?

- Der Blitz soll sie treffen. - Don Camillo,

wenn du jemanden tötest, damit er seinen Irrtum einsieht,

warum habe ich mich dann ans Kreuz nageln lassen?

Also gut. Warten wir also ab, bis sie uns auch ans Kreuz nageln.

Oder bis sie uns mit einer Maschinengewehrsalve erledigen.

Hier, am helllichten Tag, wenn es ihm seine Angst nicht verbietet...

Bleib stehen!

Vergiss nicht, nur hier drinnen kannst du tun wie dir beliebt.

- Hier kann ich das? - Natürlich. Das ist dein Heim.

... außerdem ehrwürdigen Herrn Pfarrer

quellen die Dollars hinter den Ohren hervor.

... die, die jetzt das Volk in die Irre führen wollen,

sind die gleichen Verräter, die...

Zur Zeit, in der diese Geschichte beginnt,

bekämpften sich die beiden Welten weiterhin unerbittlich.

Wenn auch auf subtilere Weise.

Peppone hatte wieder einmal gewonnen.

Ausgestattet mit neuer Garderobe und neuem Wortschatz

hatte er die proletarische Revolution vor Augen

und warb dafür mit einem bürgerlichen Marsch im Zweireiher und mit Hut.

Don Camillo konnte sich nicht verkleiden,

aber trotz seiner Soutane wollte er sich den neuen Spielregeln anpassen.

Bürger, ich bin nicht hier, um meinen Sieg zu feiern.

Nicht die Kommunistische Partei gewann,

sondern die Demokratie.

Ist es vielleicht kein Sieg der Demokratie,

wenn die Partei der Arbeiter, so wie hier,

97 Prozent erhält!

Wie wir gerade sagten, 79 Prozent.

Nun, um genau zu sein,

waren es, also, 78, 3 Prozent der Stimmen.

Aber wir sind nicht hier, um überzahlen zu reden,

sondern um euch etwas mitzuteilen,

das die schwarzen Krähen vor Wut platzen lässt,

die sich auf den Kirchtürmen einnisten... auf den Feldern nisten.

Nun, Bürger, auf Anregung des Staatschefs der UdSSR, Chruschtschow,

überreichen die Arbeiter einer russischen Kolchose

den Arbeitern unserer landwirtschaftlichen Genossenschaft

ein Geschenk, das ich euch jetzt noch nicht verrate.

Die zweite Neuigkeit wird euch noch mehr begeistern,

aber zuerst wollen wir die erste begrüßen,

indem wir zur Tat schreiten!

Vorwärts!

Vorwärts, Genossen! Vorwärts, Volk!

Er zündet nicht.

- Die Zündung? - Er zündet nicht.

Siehst du nicht, dass die Anzeige leuchtet?

Probier du's.

Gib etwas Gas, los.

Na also. Das hätten wir.

Könnt ihr nicht kältere Länder konstruieren, hier ist es zu heiß.

Oh, sonst noch Wünsche!

Los, genug jetzt, schieben wir ihn weg, hier kann man nicht arbeiten.

In meine Garage, los, gehen wir!

Peppone war ein genialer Mechaniker,

und ein Motor, den man seinen Händen anvertraute, schnurrte wie eine Katze.

Aber diesmal, trotz dreier Nächte harter Arbeit,

konnte Peppone den russischen Genossen Traktor nicht überzeugen, anzuspringen.

Verfluchter...

- Ist das der Sterbenskranke? - Nein, dem geht's besser als uns.

Wer liegt dann also hier im Sterben?

- Niemand. - Schade.

Welcher Dummkopf hat mich dann kommen lassen?

- Ich. -Du?

- Wenn der hier nicht anspringt... - Der Mechaniker bist du, ich bin Pfarrer.

Genau, als Pfarrer müssen Sie ihn segnen.

Dieses Ding segnen? Ich? Und warum?

Weil alle Flüche der Schöpfung auf ihm liegen.

Ich segne keinen sowjetischen Traktor, selbst, wenn er mit dem Tod ränge.

Hört, ich bringe ihn zum Laufen, aber vorher segnet ihn, bitte.

Oder segnet den Fußboden, die Türe,

segnet mich, segnet verflucht noch mal, was Ihr wollt,

aber segnet irgendetwas, sonst trifft mich der Schlag.

Er läuft, Chef! Er läuft!

Los, mach schon, steig auf!

- Fahr durchs Dorf. Weck alle auf. - In Ordnung.

Seit drei Tagen lachen sie, weil er nicht anspringt.

Don Camillo hätte es wissen müssen:

Nur in der Not ist ein Heiliger heilig.

Sobald die Gabe der großzügigen Genossen im fernen Russland

vor den Augen der Bürger rehabilitiert war, verkündete Peppone die zweite Neuigkeit.

Das ist das Höchste! Dieser Verräter!

Dieser Scheinheilige! Das führte er also im Schilde.

- Er will eine Städtepartnerschaft. - Was will er, Don Camillo?

Eine Art... Ich erklär's Euch später, Herr.

Jetzt muss ich los, das gelingt ihnen nur über meine Leiche.

Dieses wunderbare, dröhnende Arbeitswerkzeug, unser Traktor,

der uns Arbeitern von Brescello zum Geschenk gemacht wurde,

von unseren Freunden, den Genossen von Br...

Sag ich doch. Kurz gesagt, ein russisches Dorf am Don.

Wie sollten wir unsere Freude über dieses Geschenk besser bezeugen können

als mit der rührenden Geste der Städtepartnerschaft und...

Aber wenn dies jemandem nicht gefällt,

dann soll uns das die Opposition sagen, Avvocato Benelli.

Die Opposition hat das Wort.

Avvocato Benelli könnte entgegnen,

dass Sie, Herr Bürgermeister, nicht im Namen aller Bürger entscheiden können,

bei einer Frage, die nichts mit der Verwaltung zu tun hat,

sondern die Moral und den gesunden Menschenverstand angeht.

Avvocato Benelli könnte auch entgegnen:

Wären wir an Ihrer Stelle, Bürgermeister,

und General Franco würde uns einen Kampfstier schenken,

oder ein paar Kastagnetten,

und wir bestünden auf einer Partnerschaft mit Madrid,

was würden Sie dann machen?

Darüber würden wir ganz einfach lachen.

Wir dagegen lachen nicht, wir machen uns in die Hose vor Lachen.

Ein politischer Scherz ohne Sinn ist nur hohles Gelärme.

Sie können diese Partnerschaft nur vorschlagen,

aber dann muss darüber demokratisch abgestimmt werden!

Damit die Bürger sagen können,

ob sie ein Nest voller roter Vipern zum Partner haben wollen.

- Feigling! - Du hast ein sozialistisches Land beleidigt!

Faschist! Schande über dich! Zeig dich!

Ich bitte euch, raus mit euch.

Ruhe! Alles auf die Plätze.

Der Vorschlag der Opposition ist angenommen.

Lasst es euch gesagt sein. Wir fürchten eine Volksabstimmung nicht!

- Wir werden Unterschriften sammeln. - Wir werden sehen, wer gewinnt!

Will die Opposition noch was sagen?

Fragen Sie den Consigliere. Was hab ich mit Politik zu tun?

- Also? - Ich hab nichts hinzuzufügen.

Die Sitzung ist beendet.

Sehr gut, Benelli. Eine schöne Rede.

Du wirkst etwas niedergeschlagen, Don Camillo.

Was ist? Du hast doch heute Abend deine Ansichten durchgesetzt.

Ich gewann eine Schlacht, nicht den Krieg.

Bei dem Wahlergebnis, wie sollen sie da die Abstimmung verlieren?

Irgendetwas müsste die öffentliche Meinung umstimmen, ihr Gewissen aufrütteln.

Herr, warum greift Ihr mir nicht unter die Arme?

Städtepartnerschaften sind nicht mein Metier, ihr seid alle meine Brüder.

Ich weiß, Herr.

Nur ein kleines Zeichen.

Eine kleine Andeutung wäre mir schon genug.

Wer ist da? Wer seid ihr? Was wollt ihr?

Wir wollen fragen, ob vielleicht wir hier bleiben heute Nacht?

Das hier ist doch kein Hotel. Das ist eine Kirche.

Wenn nicht hier, dann anderer Ort.

Stall, Heuboden, wir nicht können gehen in Hotel.

- Ihr habt kein Geld. - Das nicht der Grund.

Wir gekommen, ich Sonya, er Sascha, und zehn Genossen gekommen in Italien.

Dann ich und er geflohen. Du uns helfen.

Wir nicht wollen zurück in Sowjetunion.

- In die Sowjetunion? - Ja.

Gehört ihr zu dieser Experten-Kommission auf Studienreise?

Ja.

Sie sind es, Herr. Habt Ihr die Zeitung von Donnerstag gelesen?

- Ihr könnt hier bleiben. - Danke, Herr.

Nein, nein, hier gibt es nur einen Herrn, den da am Kreuz.

- Habt ihr Hunger? - Viel Hunger.

Das ist kein Problem.

- Das Problem ist ein Platz zum Schlafen. - Uns genügen kleines Bett.

- Seid ihr verheiratet? - Er ja, ich nein.

Das ist ein Problem. Bei uns müssen beide verheiratet sein, und zwar miteinander,

um zusammen in einem kleinen Bett zu übernachten.

Er nicht sprechen italienisch. Er sagen Frauen und Männer gleich.

Gleich bis zu einem gewissen Punkt.

Deswegen heiraten die Männer Frauen und die Frauen Männer.

Los, kommt, hier entlang.

Gut gemacht. Danke, Jesus.

Nichts zu danken. Ist nicht mein Verdienst.

Schmeckt es euch, meine Schäfchen?

Das ist nicht gerade ein Imbiss.

Er verspreche euch Festmahle wie aus Tausendundeiner Nacht.

Aber nicht so schweigsam.

Zu Tisch spricht man, diskutiert man,

man erzählt viel.

Don Camillos Plan stand bereits fest. Er verlor keine Zeit.

Ein paar Telefonate holten die wichtigsten Männer seiner Partei aus dem Bett.

Noch in der gleichen Nacht fand eine höchst wichtige Versammlung statt.

Er setzte sie über die Neuigkeit in Kenntnis

und gab Befehle bezüglich des Plans zur propagandistischen Umsetzung

seiner Geheimwaffe "Anti-Städtepartnerschaft".

Offiziell geben wir sie als französische Land Wirtschaftsexperten aus,

die hier in der Region auf Studienreise sind.

Drei Landgüter pro Tag.

Ein Halbpächter zum Frühstück, ein Pächter zum Mittag

und ein Gutsbesitzer zum Abendessen.

Erst ein süßes Frühstück in der alteingesessenen Keksfabrik Benellis.

Spongata, Pan Speziale, Aniskekse, Cremeschnitten...

In Stalingrad ich gegessen gegrillte Mäuse...

Und Fledermäuse. Viel Luxus, zwanzig Rubel eine.

Danach die Mittagessen in den Häusern der Landwirte und Pächter.

Schinken aus Langhirano, Teigtaschen in Brühe, Truthahn, Perlhuhn, Fleischtopf,

Parmesan, verschiedene Kuchen, Lambrusco...

... Hinrichtung schrecklich. Dagegen Nazis Anfänger.

Seht an ihn!

Nägel ausgerissen.

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